Strombedarf und Netzteile: Marktübersicht Netzteile
Ein moderner Gaming-PC kann bei Last durchaus relativ viel Strom fressen. Doch wie sieht der Strombedarf am Ende wirklich aus? Wie hoch sind die Kosten? Was kann man tun, um trotz Gaming nicht zu viel Strom zu verbrauchen? Dies klären wir in unserem Special und legen dabei auch einen Fokus auf Netzteile, zu denen wir eine kleine Marktübersicht bieten.
Marktübersicht: Empfehlenswerte Netzteile
Mit einer Nennleistung ab 450 Watt, was wir ja zuvor empfohlen haben, listet der PC Games Hardware-Preisvergleich über 1100 Netzteile.
In diesem Artikel
- Seite 1 Strombedarf und Netzteile: Stromfresser PC und typischer Bedarf
- Seite 2 Strombedarf und Netzteile: Stromkosten berechnen mit Beispielen und Tabelle
- Seite 3 Strombedarf und Netzteile: Tipps zum Stromsparen
- Seite 4 Strombedarf und Netzteile: Effizienz und 80 Plus
- Seite 5 Strombedarf und Netzteile: Wieviel Watt brauche ich?
- Seite 6 Strombedarf und Netzteile: Marktübersicht Netzteile
- Seite 7 Bildergalerie
Wir haben durch einige Beschränkungen die Auswahl stark reduziert und daraus eine tabellarische Marktübersicht mit 13 Einträgen erstellt.
Alle unsere Netzteile haben mindesten 450 Watt Nennleistung, zwei PCIe-8-Pin-Stecker, mindestens zwei getrennte 12-Volt-Leitungen (auch Schienen genannt), eine ordentliche bis sehr gute Effizienz, Support für die so genannten C6/C7-Low-Power-States für moderne CPUs sowie die ATX-Bauweise. Denn es gibt auch Netzteile mit anderen Formaten, die nur für bestimmte Gehäusetypen geeignet sind. Hinzu kommt, dass die Netzteile nicht nur bei wenigen Händlern zu haben sind und wir nur Netzteile bis maximal 650 Watt aufführen.
Viele der Netzteile sind Bestandteil einer Modellserie, so die 13 Einträge in der Summe deutlich mehr Einzelmodelle umfassen. Wir kennzeichnen eine Serie im Feld mit dem Modellnamen und nennen als Preis stellvertretend den des kleinsten Modells der Serie, das mindestens 450 Watt leistet. Dies bedeutet, dass es freilich auch weitere Modelle mit weniger als 450 Watt aus der gleichen Serie geben kann. Bei Modellserien beziehen sich die Angaben in der Tabelle auf die Modelle, die zwischen 450 und 650 Watt Nennleistung haben. Bei der Effizienz kann es verschiedene Werte sowie 80 Plus-Label geben, die wir alle angeben.
| Modell / Modellserie | Leistung (ab) | 80 Plus | Effizienz | Modular | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| bq quiet! System Power B9-Serie | ab 450 Watt | Bronze | 87 Prozent | nein | 42 Euro |
| FSP Fortron/Source Hexa+ 500W | 500 Watt | keines | 80 Prozent | nein | 43 Euro |
| bq quiet! System Power 9-Serie | ab 500 Watt | Bronze | 87 Prozent | nein | 48 Euro |
| Corsair Vengeance 550M-Serie | ab 550 Watt | Bronze, Silver | ab 86 Prozent | teilmodular | 59 Euro |
| be quiet! Pure Power 11-Serie | ab 500 Watt | Gold | 90 Prozent | nein | 60 Euro |
| BitFenix Formula Gold-Serie | ab 450 Watt | Gold | 90 Prozent | nein | 65 Euro |
| LC-Power GP4-Serie | ab 460 Watt | Gold | 92 Prozent | teilmodular | 65 Euro |
| be quiet! Pure Power 11 CM-Serie | ab 500 Watt | Gold | ab 90 Prozent | teilmodular | 66 Euro |
| Chieftec Phiton CTG-650C-RGB | 650 Watt | keines | 85 Prozent | teilmodular | 79 Euro |
| BitFenix Whisper M 450W-Serie | ab 450 Watt | Gold | ab 90 Prozent | vollmodular | 79 Euro |
| bq quiet! Straight Power 11 | ab 450 Watt | Gold | 90 Prozent | vollmodular | 81 Euro |
| FSP Fortron/Source Aurum 92+ 550W | 550 Watt | Platinum | 91 Prozent | teilmodular | 107 Euro |
| be quiet! Dark Power Pro 11-Serie | ab 550 Watt | Platinum | 91 Prozent | teilmodular | 124 Euro |
Hinweis: Bei teilmodularen Netzteilen könnt ihr die meisten, bei vollmodularen alle Kabel des Netzteil abnehmen, um das Kabelmanagement im PC einfacher zu gestalten. Was die Effizienzwerte betrifft, so handelt es sich um den Durchschnittswert - teilweise gibt es leicht abweichende Angaben vom Hersteller und durch 80 Plus. Hier verwenden wir dann den niedrigeren Wert.
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Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
Und ein gutes Markennetzteil mit 500W kann ja auch zeitweise mal mehr als 500W liefern - die 500W sind zb bei guten be quiet-Modellen eine Art Richtwert für eine maximale empfohlene Dauerlast und nicht ein absolutes Maximum, ab dem dann gar nix mehr geht. D.h der PC sollte über längere Zeit nicht mehr als 500W ziehen - aber mal für ein paar Sekunden mehr als 500W, um Leistungsspitzen abzufangen: das geht.
Wenn man beim Kauf von Bauteilen darauf achtet, dass man nicht die aktuellen Stromfresser der Generation holt, reichen 500W "Markennetzteil" echt mehr als dicke aus. Ein Ryzen 5 2600X oder Core i7-8700K (jeweils ca 180W bei kompletter Maximallast und inkl. aller restlichen Bauteile) und eine RTX 2070 (190W) zoehen 370W, und das auch nur dann, WENN der PC bei kompletter Volllast ist, d.h. neben Gaming "brauchst" du noch weitere Programme, die die CPU belasten, damit Du die 370W erreichst. Und selbst wenn es "theoretisch" 470W wären, würde ein gutes Markenmodell mit 500W Nennwert ja trotzdem in der Praxis auch mal Leistungsspitzen über 500W mitmachen.
Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
Pauschalisieren kann man aber nicht, dass heutzutage 500Watt -Netzteile nicht mehr reichen (können). Zum einen würde ich als Minimum Netzteile mit "Gold"-Qualitätsstufe nehmen. Dann hat man auch mehr vom Nennwert.
Zum anderen kommt halt es auch auf die Komponenten und die Menge der Teile im PC an. Wenn ich im PC mehr verbauen will / vermutlich später noch Teile hinzukommen, lohnt sich zu weilen die Wahl eines Netzteils mit >500W. Wenn man aber öfter mal (beim PC-Zusammenstellen) die Netto-Leistung aller Komponenten akribisch erfassen (siehe Tests von PCGH o.ä.) und zusammenrechnen würde, hätte öfters ein 'kleineres' Netzteil sicher auch genügt.
Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
Mini PCs sind so groß wie 3 übereinander gestapelte CD Hüllen, passiv gekühlt und können hinten an einen Monitor angeschraubt werden.
Verbrauchen also weder Platz, machen keine Lüfter Geräusche und sind sparsam.
Wer also zB morgens nur Mails checkt, rumsurft und Musik hört, wäre gut damit beraten, dafür einen Mini PC einzusetzen.
Da die auch schon mal für schlappe 140 Euro zu haben sind, hat sich ein solches Gerät auch ruckzuck amortisiert.
Ich hab mal überschlagen: Wenn ich das Ding Tag und Nacht 24/7 laufen lassen würde, würde mich das keine 15 Euro fürs ganze Jahr kosten. :D