Gaming-PCs: Wissenswertes zum Strombedarf und Netzteilen mit Marktübersicht

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Gaming-PCs: Wissenswertes zum Strombedarf und Netzteilen mit Marktübersicht
Quelle: Be quiet

Ein moderner Gaming-PC kann bei Last durchaus relativ viel Strom fressen. Doch wie sieht der Strombedarf am Ende wirklich aus? Wie hoch sind die Kosten? Was kann man tun, um trotz Gaming nicht zu viel Strom zu verbrauchen? Dies klären wir in unserem Special und legen dabei auch einen Fokus auf Netzteile, zu denen wir eine kleine Marktübersicht bieten.

Stromfresser Gaming-PC?

Gerade in aktuellen Zeiten, in denen der Klimawandel und der mögliche Einfluss des Menschen, weiter steigende Temperaturen der Erde zu verhindern, heiß diskutiert wird, machen sich immer mehr Menschen Gedanken darüber, an welchen Stellen ihres Alltags sie für weniger Emissionen, vor allem bezüglich CO2 sorgen können.

Tipp: Hardware für Gaming-PCs: Kaufberatung für den idealen Spiele-PC

Auch Stromverbrauch gehört zu den Dingen, die - zumindest solange man nicht etwa auf erneuerbare Energien umgestiegen ist - zum CO2-Ausstoß beitragen, so dass viele Leute der Umwelt zuliebe ihren Stromverbrauch eindämmen. Zumindest versuchen sie es. Denn nicht jeder kann und will in großen Teilen auf Strom verzichten.

Bei einem Spiele-PC wird sich mancher durchaus die Frage stellen, ob er nicht - und seit es nur zeitweise - auf ein anderes Hobby umsteigen könnte, da ein Gaming-PC natürlich auch eine Menge Strom benötigt. Doch wie hoch ist der Stromverbrauch eines solchen PCs überhaupt, und was kann man tun, um sich beim Gaming nicht einzuschränken und trotzdem den Stromverbrauch gering zu halten? Dies klären wir in unserem Special und gehen dabei insbesondere auf das Thema Netzteile ein, da deren Eigenschaften zum Strombedarf beitragen. Um zuvor und gleich zu Beginn mit einem Missverständnis aufzuräumen, dem manch ein Nutzer unterliegt: Wenn in einem PC ein Netzteil mit Beispielsweise 500 Watt Nennwert steckt, dann verbraucht der PC freilich nicht durchgängig 500 Watt. Die Angabe bezieht sich vielmehr auf die maximal mögliche oder maximal empfohlene Belastung des Netzteils. Was ein moderner Gaming-PC wirklich an Strom benötigt, klären wir als Erstes.

Typischer Strombedarf eines Gaming-PCs

Heutzutage gibt es vielfältige Systemkonfigurationen, so dass man nur schwer generelle Verbrauchswerte nennen kann.

Eine Nvidia GeForce GTX 1660 Ti - hier von Zotac - benötigt nur etwa 120 Watt bei Last. Quelle: Zotac Eine Nvidia GeForce GTX 1660 Ti - hier von Zotac - benötigt nur etwa 120 Watt bei Last. Wenn es jedoch um typische, moderne Gaming-PCs geht, kann man sich auf Basis vieler in Magazinen sowie online veröffentlichten Tests zu Prozessoren ein gutes Bild davon machen, wie viel Strom PCs im Alltag benötigen, wenn eine der beliebten CPUs für den Intel Sockel 1151 (Core i) oder AMD Sockel AM4 (Ryzen) im PC steckt. Ihr könnt davon ausgehen, dass ein moderner PC zum Beispiel beim Surfen, Videoschauen und ähnlichen Dingen etwa 100 Watt Strom verbraucht, bei hoher CPU-Last je nach Prozessor durchaus auch 120 bis 200 Watt. Bei Spielen können es je nach Hardware, vor allem die Grafikarte spielt hier eine große Rolle, bis zu 400 Watt sein. Tests zu Grafikkarten verraten, wie viel Watt der PC bei Spielelast verbraucht. Eine Nvidia RTX 2070 benötigt beispielsweise je nach Modell und Takt zwischen 170 und 200 Watt. Eine Nvidia GTX 1660 Ti begnügt sich mit etwa 120 bis 130 Watt. Eine AMD Radeon RX Vega 64 nimmt sich wiederum satte 300 Watt Strom. Ihr seht, dass bei voller Last also ein Spektrum von etwa 300 Watt (zum Beispiel ein Ryzen 5 2600 oder Core i7-8700K in Verbindung mit einer Nvidia RTX 2070 oder GTX 1080) bis hin zu 500 Watt (Ryzen 7 2700X in Verbindung mit einer AMD Radeon Vega 64) möglich ist. Ihr solltet aber in der Regel von etwa 350 Watt ausgehen, wenn ihr aufwendige Spiele spielt. Hinzu kommen natürlich noch der Strombedarf eures Monitors und eventuell vorhandener Lautsprecher.

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  1. Seite 1 Strombedarf und Netzteile: Stromfresser PC und typischer Bedarf
  2. Seite 2 Strombedarf und Netzteile: Stromkosten berechnen mit Beispielen und Tabelle
  3. Seite 3 Strombedarf und Netzteile: Tipps zum Stromsparen
  4. Seite 4 Strombedarf und Netzteile: Effizienz und 80 Plus
  5. Seite 5 Strombedarf und Netzteile: Wieviel Watt brauche ich?
  6. Seite 6 Strombedarf und Netzteile: Marktübersicht Netzteile
    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Leuenzahn
        Weiß nicht so recht, mein Be Quiet 500 Watt hat zwar Bronze und eine Auslastung bis zu 88%, sag ma 85%, dann komm ich mit 425 Watt raus, erscheint mir aber nicht mehr für alle Karten geeignet. Wenn ich da meine 4790k mit 88Watt ansetze, 100 Watt für sonstiges und dann die neue 5700XT verbau, dann komm ich schon mit einer etwas älteren CPU und einer dann Mittelklassegrafikkarte an die Leistungsgrenze, da bleiben dann 15-20 Watt übrig.

        Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
        Also, du sprichst hier aber auch von Extremwerten von bestimmten stark übertakteten Modellen. Eine normale Vega 64 braucht 300W, eine normale Vega 56 230W. Eine gute moderne CPU inkl. Board, Laufwerken usw. ca 120-180W bei voller Last. Das sind dann unter 500W. Nur wenn du zB einen Ryzen 7 2700X auf kompletter Last und dann noch eine Vega 56 oder 64 hast, oder eine starke OC-Vega, kommst du drüber.

        Und ein gutes Markennetzteil mit 500W kann ja auch zeitweise mal mehr als 500W liefern - die 500W sind zb bei guten be quiet-Modellen eine Art Richtwert für eine maximale empfohlene Dauerlast und nicht ein absolutes Maximum, ab dem dann gar nix mehr geht. D.h der PC sollte über längere Zeit nicht mehr als 500W ziehen - aber mal für ein paar Sekunden mehr als 500W, um Leistungsspitzen abzufangen: das geht.

        Wenn man beim Kauf von Bauteilen darauf achtet, dass man nicht die aktuellen Stromfresser der Generation holt, reichen 500W "Markennetzteil" echt mehr als dicke aus. Ein Ryzen 5 2600X oder Core i7-8700K (jeweils ca 180W bei kompletter Maximallast und inkl. aller restlichen Bauteile) und eine RTX 2070 (190W) zoehen 370W, und das auch nur dann, WENN der PC bei kompletter Volllast ist, d.h. neben Gaming "brauchst" du noch weitere Programme, die die CPU belasten, damit Du die 370W erreichst. Und selbst wenn es "theoretisch" 470W wären, würde ein gutes Markenmodell mit 500W Nennwert ja trotzdem in der Praxis auch mal Leistungsspitzen über 500W mitmachen.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Leuenzahn
        Weiß nicht so recht, mein Be Quiet 500 Watt hat zwar Bronze und eine Auslastung bis zu 88%, sag ma 85%, dann komm ich mit 425 Watt raus, erscheint mir aber nicht mehr für alle Karten geeignet. Wenn ich da meine 4790k mit 88Watt ansetze, 100 Watt für sonstiges und dann die neue 5700XT verbau, dann komm ich schon mit einer etwas älteren CPU und einer dann Mittelklassegrafikkarte an die Leistungsgrenze, da bleiben dann 15-20 Watt übrig.

        Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
        Also, du sprichst hier aber auch von Extremwerten von bestimmten stark übertakteten Modellen. Eine normale Vega 64 braucht 300W, eine normale Vega 56 230W. Eine gute moderne CPU inkl. Board, Laufwerken usw. ca 120-180W bei voller Last. Das sind dann unter 500W. Nur wenn du zB einen Ryzen 7 2700X auf kompletter Last und dann noch eine Vega 56 oder 64 hast, oder eine starke OC-Vega, kommst du drüber.

        Und ein gutes Markennetzteil mit 500W kann ja auch zeitweise mal mehr als 500W liefern - die 500W sind zb bei guten be quiet-Modellen eine Art Richtwert für eine maximale empfohlene Dauerlast und nicht ein absolutes Maximum, ab dem dann gar nix mehr geht. D.h der PC sollte über längere Zeit nicht mehr als 500W ziehen - aber mal für ein paar Sekunden mehr als 500W, um Leistungsspitzen abzufangen: das geht.

        Wenn man beim Kauf von Bauteilen darauf achtet, dass man nicht die aktuellen Stromfresser der Generation holt, reichen 500W "Markennetzteil" echt mehr als dicke aus. Ein Ryzen 5 2600X oder Core i7-8700K (jeweils ca 180W bei kompletter Maximallast und inkl. aller restlichen Bauteile) und eine RTX 2070 (190W) zoehen 370W, und das auch nur dann, WENN der PC bei kompletter Volllast ist, d.h. neben Gaming "brauchst" du noch weitere Programme, die die CPU belasten, damit Du die 370W erreichst. Und selbst wenn es "theoretisch" 470W wären, würde ein gutes Markenmodell mit 500W Nennwert ja trotzdem in der Praxis auch mal Leistungsspitzen über 500W mitmachen.
      • Von hawkytonk Mitglied
        Zitat von Leuenzahn
        Weiß nicht so recht, mein Be Quiet 500 Watt hat zwar Bronze und eine Auslastung bis zu 88%, sag ma 85%, dann komm ich mit 425 Watt raus, erscheint mir aber nicht mehr für alle Karten geeignet. Wenn ich da meine 4790k mit 88Watt ansetze, 100 Watt für sonstiges und dann die neue 5700XT verbau, dann komm ich schon mit einer etwas älteren CPU und einer dann Mittelklassegrafikkarte an die Leistungsgrenze, da bleiben dann 15-20 Watt übrig.

        Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
        Hhm.. also persönlich tendiere ich mittlerweile auch eher dazu, von einem hören Verbrauch der PC-Komponenten auszugehen. Auch, weil ich nicht immer weiß, was ich später (nach Wahl des Netzteils, PC-Zusammenbau) noch alles ändert (ob nun andere/neue Graka betreffend z. B.).

        Pauschalisieren kann man aber nicht, dass heutzutage 500Watt -Netzteile nicht mehr reichen (können). Zum einen würde ich als Minimum Netzteile mit "Gold"-Qualitätsstufe nehmen. Dann hat man auch mehr vom Nennwert.
        Zum anderen kommt halt es auch auf die Komponenten und die Menge der Teile im PC an. Wenn ich im PC mehr verbauen will / vermutlich später noch Teile hinzukommen, lohnt sich zu weilen die Wahl eines Netzteils mit >500W. Wenn man aber öfter mal (beim PC-Zusammenstellen) die Netto-Leistung aller Komponenten akribisch erfassen (siehe Tests von PCGH o.ä.) und zusammenrechnen würde, hätte öfters ein 'kleineres' Netzteil sicher auch genügt.
      • Von Leuenzahn Gelegenheitsspieler/in
        Weiß nicht so recht, mein Be Quiet 500 Watt hat zwar Bronze und eine Auslastung bis zu 88%, sag ma 85%, dann komm ich mit 425 Watt raus, erscheint mir aber nicht mehr für alle Karten geeignet. Wenn ich da meine 4790k mit 88Watt ansetze, 100 Watt für sonstiges und dann die neue 5700XT verbau, dann komm ich schon mit einer etwas älteren CPU und einer dann Mittelklassegrafikkarte an die Leistungsgrenze, da bleiben dann 15-20 Watt übrig.

        Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
      • Von Worrel Mitglied
        Interessant auch: Ein Mini PC verbraucht beim Surfen auch schonmal nur 5W (ja, fünf!).

        Mini PCs sind so groß wie 3 übereinander gestapelte CD Hüllen, passiv gekühlt und können hinten an einen Monitor angeschraubt werden.
        Verbrauchen also weder Platz, machen keine Lüfter Geräusche und sind sparsam.

        Wer also zB morgens nur Mails checkt, rumsurft und Musik hört, wäre gut damit beraten, dafür einen Mini PC einzusetzen.
        Da die auch schon mal für schlappe 140 Euro zu haben sind, hat sich ein solches Gerät auch ruckzuck amortisiert.

        Ich hab mal überschlagen: Wenn ich das Ding Tag und Nacht 24/7 laufen lassen würde, würde mich das keine 15 Euro fürs ganze Jahr kosten. :D
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