Strombedarf und Netzteile: Stromkosten berechnen mit Beispielen und Tabelle

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Strombedarf und Netzteile: Stromkosten berechnen mit Beispielen und Tabelle
Quelle: Be quiet

Ein moderner Gaming-PC kann bei Last durchaus relativ viel Strom fressen. Doch wie sieht der Strombedarf am Ende wirklich aus? Wie hoch sind die Kosten? Was kann man tun, um trotz Gaming nicht zu viel Strom zu verbrauchen? Dies klären wir in unserem Special und legen dabei auch einen Fokus auf Netzteile, zu denen wir eine kleine Marktübersicht bieten.

Gaming-PC: Stromkosten berechnen

Um die Stromkosten Eures Gaming-PC-Settings genau auszurechnen wäre es ideal, wenn für einige Tage ein Strommessgerät für die Steckdose nutzt. Ihr platziert es am besten vor die Steckdosenleiste, in der wiederum die Stecker für den PC, Monitor und Lautsprecher stecken - falls ihr nur den Strombedarf des PCs wissen wollt, kommt das Messgerät natürlich direkt vor den Stecker des PC-Netzteils.

Somit könnt ihr Euren durchschnittlichen Strombedarf zum Beispiel pro Woche in verbrauchten KWh (Kilowattstunden) ansehen und dann mit den Stromkosten (pro KWh) Eures Stromanbieters hochrechnen, was Euch der PC pro Jahr kostet. Doch Vorsicht: im Sommer seid ihr möglicherweise seltener am PC als im Winter, und wenn ihr ausgerechnet dann die Messung durchführt, wenn ihr gerade ein neues Spiel gekauft habt, das euch bis tief in die Nacht am Schirm hält, ist die Messung nicht besonders repräsentativ.

Daher ist es cleverer, wenn ihr den durchschnittlichen Stromverbrauch in Watt über einige Stunden messt, in denen ihr nur surft oder Musik hört. Das gleiche macht ihr mit einigen Stunden intensivem Gaming, um einen Durchschnitt für den Wattbedarf bei Gaminglast zu berechnen. Danach überlegt ihr euch in Ruhe, wie viele Stunden pro Woche oder pro Tag ihr typischerweise Alltags- und Gaminglast habt - bedenkt, dass ihr am Wochenende vielleicht mehr spielt als unter der Woche, oder dass ihr vielleicht auch manchmal einige Wochen habt, in denen ihr kaum spielt. Wenn ihr dann die ungefähren Werte ermittelt habt, die eure Alltags- und Gamingzeit pro Woche oder pro Tag gut beschreibt, könnt ihr Eure möglichen Stromkosten pro Jahr berechnen.

Ein PC mit einem Ryzen 7 2700X, hier die Jubiläumsversion mit Unterschrift der AMD-CEO Lisa Su, kann bei bestimmten Anwendungen über 200 Watt benötigen. Quelle: AMD Ein PC mit einem Ryzen 7 2700X, hier die Jubiläumsversion mit Unterschrift der AMD-CEO Lisa Su, kann bei bestimmten Anwendungen über 200 Watt benötigen. Folgende Formel hilft Euch dabei, wobei wir bei der Stundenzahl von Euren abgeschätzten Tagesnutzungsdauern ausgehen:

365 x 0,001 x SP x (VA x SA + VG x SG)

Zur Erklärung: SP = Strompreis pro KWh; VA bzw. VG = Verbrauch des PCs in Watt bei Alltagsanwendungen (VA) bzw. Gaming (VG); SA bzw. SG = Stunden pro Tag mit Alltagsanwendungen (SA) bzw. Gaming (SG).

Beispiel: Verbraucht Euer PC im Alltag 110 Watt und beim Gaming 310 Watt, und ihr nutzt den PC im Schnitt pro Tag vier Stunden für Alltagsdinge und zwei Stunden für Gaming, dann ergeben sich bei einem Strompreis von 30 Cent pro KWh: 365 x 0,001 x 0,3 Euro x (110W x 4 + 310W x 2) = 116,07 Euro pro Jahr.

Stromkosten Gaming-PC: Tabelle mit Beispielen

Falls Euch die Rechnung zu kompliziert ist, haben wir für Euch eine Tabelle erstellt, die Euch die Jahresstromkosten für einige Szenarien anzeigt, die Ihr euch in der Tabelle heraussuchen könnt. Wir gehen dabei von einem Beispiel-PC aus, der außerhalb von Spielen 110 Watt und beim Gaming 340 Watt benötigt. Links wählt ihr dann die Stunden pro Tag aus, in denen ihr nur Alltagsdinge am PC macht, oben die Stunden pro Tag mit Gaminglast. Daraus ergeben sich in der Tabelle dann die Stromkosten pro Jahr.

Std. Alltag / Gaming 1h Gaming 2h Gaming 3h Gaming 4h Gaming 6h Gaming 8h Gaming
2h Alltag 61 Euro 99 Euro 136 Euro 173 Euro 248 Euro 322 Euro
4h Alltag 85 Euro 123 Euro 160 Euro 197 Euro 272 Euro 346 Euro
6h Alltag 110 Euro 147 Euro 184 Euro 221 Euro 296 Euro 370 Euro
8h Alltag 134 Euro 171 Euro 208 Euro 245 Euro 320 Euro 394 Euro
10h Alltag 158 Euro 195 Euro 232 Euro 269 Euro 344 Euro 418 Euro

Annahme: Strompreis 30 Cent/KWh, Euro-Werte gerundet.

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  1. Seite 1 Strombedarf und Netzteile: Stromfresser PC und typischer Bedarf
  2. Seite 2 Strombedarf und Netzteile: Stromkosten berechnen mit Beispielen und Tabelle
  3. Seite 3 Strombedarf und Netzteile: Tipps zum Stromsparen
  4. Seite 4 Strombedarf und Netzteile: Effizienz und 80 Plus
  5. Seite 5 Strombedarf und Netzteile: Wieviel Watt brauche ich?
  6. Seite 6 Strombedarf und Netzteile: Marktübersicht Netzteile
    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Leuenzahn
        Weiß nicht so recht, mein Be Quiet 500 Watt hat zwar Bronze und eine Auslastung bis zu 88%, sag ma 85%, dann komm ich mit 425 Watt raus, erscheint mir aber nicht mehr für alle Karten geeignet. Wenn ich da meine 4790k mit 88Watt ansetze, 100 Watt für sonstiges und dann die neue 5700XT verbau, dann komm ich schon mit einer etwas älteren CPU und einer dann Mittelklassegrafikkarte an die Leistungsgrenze, da bleiben dann 15-20 Watt übrig.

        Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
        Also, du sprichst hier aber auch von Extremwerten von bestimmten stark übertakteten Modellen. Eine normale Vega 64 braucht 300W, eine normale Vega 56 230W. Eine gute moderne CPU inkl. Board, Laufwerken usw. ca 120-180W bei voller Last. Das sind dann unter 500W. Nur wenn du zB einen Ryzen 7 2700X auf kompletter Last und dann noch eine Vega 56 oder 64 hast, oder eine starke OC-Vega, kommst du drüber.

        Und ein gutes Markennetzteil mit 500W kann ja auch zeitweise mal mehr als 500W liefern - die 500W sind zb bei guten be quiet-Modellen eine Art Richtwert für eine maximale empfohlene Dauerlast und nicht ein absolutes Maximum, ab dem dann gar nix mehr geht. D.h der PC sollte über längere Zeit nicht mehr als 500W ziehen - aber mal für ein paar Sekunden mehr als 500W, um Leistungsspitzen abzufangen: das geht.

        Wenn man beim Kauf von Bauteilen darauf achtet, dass man nicht die aktuellen Stromfresser der Generation holt, reichen 500W "Markennetzteil" echt mehr als dicke aus. Ein Ryzen 5 2600X oder Core i7-8700K (jeweils ca 180W bei kompletter Maximallast und inkl. aller restlichen Bauteile) und eine RTX 2070 (190W) zoehen 370W, und das auch nur dann, WENN der PC bei kompletter Volllast ist, d.h. neben Gaming "brauchst" du noch weitere Programme, die die CPU belasten, damit Du die 370W erreichst. Und selbst wenn es "theoretisch" 470W wären, würde ein gutes Markenmodell mit 500W Nennwert ja trotzdem in der Praxis auch mal Leistungsspitzen über 500W mitmachen.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Leuenzahn
        Weiß nicht so recht, mein Be Quiet 500 Watt hat zwar Bronze und eine Auslastung bis zu 88%, sag ma 85%, dann komm ich mit 425 Watt raus, erscheint mir aber nicht mehr für alle Karten geeignet. Wenn ich da meine 4790k mit 88Watt ansetze, 100 Watt für sonstiges und dann die neue 5700XT verbau, dann komm ich schon mit einer etwas älteren CPU und einer dann Mittelklassegrafikkarte an die Leistungsgrenze, da bleiben dann 15-20 Watt übrig.

        Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
        Also, du sprichst hier aber auch von Extremwerten von bestimmten stark übertakteten Modellen. Eine normale Vega 64 braucht 300W, eine normale Vega 56 230W. Eine gute moderne CPU inkl. Board, Laufwerken usw. ca 120-180W bei voller Last. Das sind dann unter 500W. Nur wenn du zB einen Ryzen 7 2700X auf kompletter Last und dann noch eine Vega 56 oder 64 hast, oder eine starke OC-Vega, kommst du drüber.

        Und ein gutes Markennetzteil mit 500W kann ja auch zeitweise mal mehr als 500W liefern - die 500W sind zb bei guten be quiet-Modellen eine Art Richtwert für eine maximale empfohlene Dauerlast und nicht ein absolutes Maximum, ab dem dann gar nix mehr geht. D.h der PC sollte über längere Zeit nicht mehr als 500W ziehen - aber mal für ein paar Sekunden mehr als 500W, um Leistungsspitzen abzufangen: das geht.

        Wenn man beim Kauf von Bauteilen darauf achtet, dass man nicht die aktuellen Stromfresser der Generation holt, reichen 500W "Markennetzteil" echt mehr als dicke aus. Ein Ryzen 5 2600X oder Core i7-8700K (jeweils ca 180W bei kompletter Maximallast und inkl. aller restlichen Bauteile) und eine RTX 2070 (190W) zoehen 370W, und das auch nur dann, WENN der PC bei kompletter Volllast ist, d.h. neben Gaming "brauchst" du noch weitere Programme, die die CPU belasten, damit Du die 370W erreichst. Und selbst wenn es "theoretisch" 470W wären, würde ein gutes Markenmodell mit 500W Nennwert ja trotzdem in der Praxis auch mal Leistungsspitzen über 500W mitmachen.
      • Von hawkytonk Mitglied
        Zitat von Leuenzahn
        Weiß nicht so recht, mein Be Quiet 500 Watt hat zwar Bronze und eine Auslastung bis zu 88%, sag ma 85%, dann komm ich mit 425 Watt raus, erscheint mir aber nicht mehr für alle Karten geeignet. Wenn ich da meine 4790k mit 88Watt ansetze, 100 Watt für sonstiges und dann die neue 5700XT verbau, dann komm ich schon mit einer etwas älteren CPU und einer dann Mittelklassegrafikkarte an die Leistungsgrenze, da bleiben dann 15-20 Watt übrig.

        Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
        Hhm.. also persönlich tendiere ich mittlerweile auch eher dazu, von einem hören Verbrauch der PC-Komponenten auszugehen. Auch, weil ich nicht immer weiß, was ich später (nach Wahl des Netzteils, PC-Zusammenbau) noch alles ändert (ob nun andere/neue Graka betreffend z. B.).

        Pauschalisieren kann man aber nicht, dass heutzutage 500Watt -Netzteile nicht mehr reichen (können). Zum einen würde ich als Minimum Netzteile mit "Gold"-Qualitätsstufe nehmen. Dann hat man auch mehr vom Nennwert.
        Zum anderen kommt halt es auch auf die Komponenten und die Menge der Teile im PC an. Wenn ich im PC mehr verbauen will / vermutlich später noch Teile hinzukommen, lohnt sich zu weilen die Wahl eines Netzteils mit >500W. Wenn man aber öfter mal (beim PC-Zusammenstellen) die Netto-Leistung aller Komponenten akribisch erfassen (siehe Tests von PCGH o.ä.) und zusammenrechnen würde, hätte öfters ein 'kleineres' Netzteil sicher auch genügt.
      • Von Leuenzahn Gelegenheitsspieler/in
        Weiß nicht so recht, mein Be Quiet 500 Watt hat zwar Bronze und eine Auslastung bis zu 88%, sag ma 85%, dann komm ich mit 425 Watt raus, erscheint mir aber nicht mehr für alle Karten geeignet. Wenn ich da meine 4790k mit 88Watt ansetze, 100 Watt für sonstiges und dann die neue 5700XT verbau, dann komm ich schon mit einer etwas älteren CPU und einer dann Mittelklassegrafikkarte an die Leistungsgrenze, da bleiben dann 15-20 Watt übrig.

        Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
      • Von Worrel Mitglied
        Interessant auch: Ein Mini PC verbraucht beim Surfen auch schonmal nur 5W (ja, fünf!).

        Mini PCs sind so groß wie 3 übereinander gestapelte CD Hüllen, passiv gekühlt und können hinten an einen Monitor angeschraubt werden.
        Verbrauchen also weder Platz, machen keine Lüfter Geräusche und sind sparsam.

        Wer also zB morgens nur Mails checkt, rumsurft und Musik hört, wäre gut damit beraten, dafür einen Mini PC einzusetzen.
        Da die auch schon mal für schlappe 140 Euro zu haben sind, hat sich ein solches Gerät auch ruckzuck amortisiert.

        Ich hab mal überschlagen: Wenn ich das Ding Tag und Nacht 24/7 laufen lassen würde, würde mich das keine 15 Euro fürs ganze Jahr kosten. :D
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