Strombedarf und Netzteile: Tipps zum Stromsparen
Ein moderner Gaming-PC kann bei Last durchaus relativ viel Strom fressen. Doch wie sieht der Strombedarf am Ende wirklich aus? Wie hoch sind die Kosten? Was kann man tun, um trotz Gaming nicht zu viel Strom zu verbrauchen? Dies klären wir in unserem Special und legen dabei auch einen Fokus auf Netzteile, zu denen wir eine kleine Marktübersicht bieten.
Gaming PC: Strom sparen
Es gibt viele Möglichkeiten, um trotz Gaming den Strombedarf einzudämmen. Der erste Punkt ist simpel: Unter Windows könnt ihr bei den Optionen für die Energieverwaltung Leistungsprofile einrichten und auch Komponenten des PCs so einstellen, dass sie nach gewissen Leerlaufphasen in den Stromsparmodus übergehen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Strombedarf und Netzteile: Stromfresser PC und typischer Bedarf
- Seite 2 Strombedarf und Netzteile: Stromkosten berechnen mit Beispielen und Tabelle
- Seite 3 Strombedarf und Netzteile: Tipps zum Stromsparen
- Seite 4 Strombedarf und Netzteile: Effizienz und 80 Plus
- Seite 5 Strombedarf und Netzteile: Wieviel Watt brauche ich?
- Seite 6 Strombedarf und Netzteile: Marktübersicht Netzteile
- Seite 7 Bildergalerie
Wer ohnehin kein Gaming betreibt, sollte auf diese Mittel nicht verzichten - der Nachteil an solchen Optionen für Spiele-PCs kann aber sein, dass ihr eventuell im Spiel Leistungseinbußen habt oder zum Beispiel, wenn eine Festplatte wegen des Energiesparens "parkt" und erst wieder aktiviert werden muss, Ruckler erlebt. Hierbei schafft aber der Gaming-Modus von Windows 10 Abhilfe, in dem Ihr auch einige Leistungsvorgaben einstellen könnt.
Quelle: Screenshot Antonio Funes
Energieoptionen bei Windows 10 - weitere Optionen gibt es im Gerätemanager
Es gibt zudem von Mainboardherstellern für bestimmte Mainboards Tools, die einen Game-Start erkennen und dann den PC auf volle Leistung umstellen. Eine weitere Methode des Stromsparens ist das Undervolting von PC-Komponenten. Dabei betreibt man diese mit einer Spannung, die eigentlich zu niedrig ist. Bis zu einer gewissen Grenze arbeiten die Bauteile aber trotzdem einwandfrei, und durch die geringere Spannung benötigt der PC etwas weniger Strom. Zu empfehlen ist diese Methode aber nur für erfahrene Nutzer. Gerade in Spielen bei hoher Last kann es nämlich zu Aussetzern kommen, die man vielleicht nicht auf das Undervolting zurückführt, da der PC zuerst stundenlang problemlos lief. Ebenfalls eine Möglichkeit für geringeren Strombedarf: Man nutzt CPU und Grafikkarte bewusst mit einem niedrigeren Takt als vorgesehen - dabei nimmt man aber dann auch Leistungsverluste bei Spielen in Kauf.
Eine Option für Stromsparen unabhängig von Windows und Softwareeinstellungen ist, dass ihr prüft, ob Euer PC nicht an der ein oder anderen Stelle eine Aufrüstung nötig hat, die gleichzeitig zu einem geringeren Stromverbrauch führt. Moderne CPUs und Mainboards sind zum Beispiel - auch dank intelligenter Energieverwaltung - sparsamer als vor einigen Generationen, obwohl sie gleichzeitig schneller sind. Bei Grafikkarten könnt ihr je nach dem, was ihr derzeit für ein Modell habt, durch eine neue Grafikkarte ein Leistungsplus von 50 Prozent erhalten und dabei gleichzeitig 100-200 Watt weniger Strombedarf bei Last als Bonus dazubekommen. Ebenso lohnt sich ein Vergleich von leistungsähnlichen Grafikkarten von AMD und Nvidia: AMD bietet oft mehr Leistung pro Euro, dafür ist der Strombedarf teilweise spürbar höher. Hier spielt es dann eine große Rolle, ob ihr im Schnitt täglich nur eine oder vier Stunden pro Tag spielt.
Quelle: PC Games Hardware
Eine große Festplatte wie diese WD Red mit 6TB Speicher, die mehrere kleinere ersetzt, hilft beim Stromsparen
Auch Laufwerke und Lüfter solltet ihr für eine Aufrüstung betrachten: Wer mehrere Festplatten mit unter 1000GB Speicherplatz in seinem PC hat, der sollte sie vielleicht durch eine neue Festplatte mit zum Beispiel 3000 GB (ab etwa 65 Euro) ersetzen, und wer noch keine SSD für sein Windows hat, sollte auch hier handeln. Nicht nur aus Stromspargründen, sondern auch, da der PC-Alltag durch eine SSD viel schneller wird und Modelle mit 240 Gigabyte Speicherplatz inzwischen ab knapp 30 Euro zu haben sind. Was Lüfter betrifft, so verbrauchen diese zwar nur wenige Watt. Mit modernen Lüftern und auch bei Verwendung von modernen Grafikkarten und CPUs gibt es aber wenige PCs, in denen mehr als zwei Lüfter Sinn machen - trotzdem haben relativ viele Gamer teilweise vier oder fünf Lüfter in ihrem Gehäuse. Wer dem PC als Plattform untreu werden will, kann sogar auf eine Spielekonsole umsteigen. Zwar schafft ein starker PC eine hübschere Grafik und mehr Bilder pro Sekunde, dafür benötigt eine Spielekonsole wie die Xbox One X oder PS4 Pro nur 160 bis 170 Watt bei voller Last und bietet eine Grafikqualität, die durchaus einer mittleren, teilweise auch hohen Einstellung an einem PC entspricht. Allerdings kann dies auch nach hinten losgehen, wenn man für die Konsole einen LCD-TV nutzt, der deutlich größer als der bisherige PC-Monitor ist.
Last but not least: Ein gutes Netzteil für Euren PC hilft aktiv beim Stromsparen. Dies wollen wir auf der nächsten Seite mit dem Thema Effizienz von Netzteilen fortsetzen.
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- Seite 6 Strombedarf und Netzteile: Marktübersicht Netzteile

Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
Und ein gutes Markennetzteil mit 500W kann ja auch zeitweise mal mehr als 500W liefern - die 500W sind zb bei guten be quiet-Modellen eine Art Richtwert für eine maximale empfohlene Dauerlast und nicht ein absolutes Maximum, ab dem dann gar nix mehr geht. D.h der PC sollte über längere Zeit nicht mehr als 500W ziehen - aber mal für ein paar Sekunden mehr als 500W, um Leistungsspitzen abzufangen: das geht.
Wenn man beim Kauf von Bauteilen darauf achtet, dass man nicht die aktuellen Stromfresser der Generation holt, reichen 500W "Markennetzteil" echt mehr als dicke aus. Ein Ryzen 5 2600X oder Core i7-8700K (jeweils ca 180W bei kompletter Maximallast und inkl. aller restlichen Bauteile) und eine RTX 2070 (190W) zoehen 370W, und das auch nur dann, WENN der PC bei kompletter Volllast ist, d.h. neben Gaming "brauchst" du noch weitere Programme, die die CPU belasten, damit Du die 370W erreichst. Und selbst wenn es "theoretisch" 470W wären, würde ein gutes Markenmodell mit 500W Nennwert ja trotzdem in der Praxis auch mal Leistungsspitzen über 500W mitmachen.
Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
Pauschalisieren kann man aber nicht, dass heutzutage 500Watt -Netzteile nicht mehr reichen (können). Zum einen würde ich als Minimum Netzteile mit "Gold"-Qualitätsstufe nehmen. Dann hat man auch mehr vom Nennwert.
Zum anderen kommt halt es auch auf die Komponenten und die Menge der Teile im PC an. Wenn ich im PC mehr verbauen will / vermutlich später noch Teile hinzukommen, lohnt sich zu weilen die Wahl eines Netzteils mit >500W. Wenn man aber öfter mal (beim PC-Zusammenstellen) die Netto-Leistung aller Komponenten akribisch erfassen (siehe Tests von PCGH o.ä.) und zusammenrechnen würde, hätte öfters ein 'kleineres' Netzteil sicher auch genügt.
Ich weiß jetzt nicht, ob man 400-500 Watt, selbst mit besserem Netzteilhersteller, als "normal" und tauglich für den heutigen Gamingbetrieb auspreisen darf. Klar ging das früher mit ner 970 oder ner 1080, die 2060 sind ja auch noch oke usw., aber mal ehrlich, das kannst ja keinem empfehlen, der ne 2080 oder ne 2070 drin hat, 500 Watt reichen ja nicht mal für die alten Vegakarten.
Mini PCs sind so groß wie 3 übereinander gestapelte CD Hüllen, passiv gekühlt und können hinten an einen Monitor angeschraubt werden.
Verbrauchen also weder Platz, machen keine Lüfter Geräusche und sind sparsam.
Wer also zB morgens nur Mails checkt, rumsurft und Musik hört, wäre gut damit beraten, dafür einen Mini PC einzusetzen.
Da die auch schon mal für schlappe 140 Euro zu haben sind, hat sich ein solches Gerät auch ruckzuck amortisiert.
Ich hab mal überschlagen: Wenn ich das Ding Tag und Nacht 24/7 laufen lassen würde, würde mich das keine 15 Euro fürs ganze Jahr kosten. :D