Kaufberatung SSDs: empfohlene Größen und Konfiguration für Windows
SSDs werden immer beliebter, auch durch steigende Preise bei herkömmlichen Festplatten. In unserem Special findet ihr Tipps und Kaufberatung zu den schnellen Datenträgern, die auch in einem Spiele-PC Vorteile bringen.
Wie groß soll eine SSD sein?
Je weniger Budget ihr für die SSD habt, desto weniger Speicherplatz bekommt ihr natürlich. Die für die meisten User erschwinglichen Modelle kosten pro Gigabyte zwischen 1,10 und 1,60 Euro. Umso mehr muss man sich überlegen, was man
Quelle: PC Games Hardware
OCZ Agility 3
alles auf der SSD installieren will. Für Windows selbst sollte man 60 Gigabyte einplanen. Auch einige der üblichen normalen Anwendungen wie Internetbrowser, Virenscanner und so weiter werden problemlos auf einer SSD mit 60 Gigabyte Platz finden - mit 90 Gigabyte ist man aber auf der sichereren Seite. Denn auch durch den Ordner "Dokumente" beziehungsweise "Eigene Dateien" kann es kritisch werden. Manche Programme, vor allem Spiele, speichern dort Projekte und Spielstände ab. Auch Downloads von Bildern, Musik oder Videos speichert man häufig gedankenlos dort. Hier kann es im Laufe der Zeit also eng werden. Haltet dort also eure Augen offen, oder verschiebt den Speicherort der eigenen Dateien einfach auf eine andere Partition einer Festplatte. Ebenfalls vorsichtig sollte man mit Spielen sein. Das ein oder andere Lieblingsspiel wird bei 90 Gigabyte vielleicht genug Platz finden. Ansonsten müsst ihr eure Spiele entweder auf einer Festplatte installieren oder aber deutlich mehr investieren. In Sachen Preis-Leistung sind derzeit SSDs mit 120 oder 128 Gigabyte zu empfehlen.
Wenn ihr vorhaben solltet, eure gesamte Spielesammlung auf eine SSD zu verfrachten, solltet ihr dies möglichst genau im Vorfeld
Quelle: PC Games Hardware
Crucial m4
berechnen. Für eure Spiele, die steampflichtig sind, könnt ihr euch schon vorher genau über den nötigen Speicherbedarf informieren. Denn die Spiele werden automatisch dort installiert, wo auch Steam installiert wurde. Wenn ihr euch also euren Steam-Ordner anseht, wisst ihr genau, wie viel Speicherplatz nötig ist. Dazu kommen natürlich noch eure Spiele, die nicht an Steam gebunden sind. Somit könnt ihr abschätzen, wie groß eine passende SSD sein müsste. Aber wie schon erwähnt: Spiele gewinnen nicht an Leistung, sie werden lediglich schneller geladen. Eine SSD für eine größere Spielesammlung zu kaufen ist daher schon nicht mehr nur Komfort, sondern eher schon Luxus, denn eine SSD mit 240 Gigabyte kostet mindestens 250 Euro, mit 320 Gigabyte sogar über 350 Euro.
Tipps zur Konfiguration unter Windows
Windows XP ist für SSD nicht besonders zu empfehlen, allein die Installation von Windows XP auf eine SSD kann kompliziert werden. Bei Windows Vista und Windows 7 ist die Installation jedoch einfach, wobei Windows 7 auch in weiteren Punkten besonders gut auf SSDs ausgelegt ist und sich in aller Regel optimal auf die SSD einstellt. Die meisten Modelle werden von Windows 7 korrekt als SSD erkannt, so das Prefetch und Superfetch deaktiviert sind. Dies ist kein Cop-Duo aus einer Actionkomödie, sondern Funktionen von Windows die vereinfacht gesagt bestimmte kleinere Dateien, die häufig benötigt sind, beim Start von Windows ins RAM lädt, damit sie dort schneller verfügbar sind als wenn man sie erst bei Bedarf von der Festplatte lädt. Da SSDs aber ja deutlich schneller sind, ist Pre- und Superfetch nicht nötig, und es bleibt ganz nebenbei auch mehr Arbeitsspeicher frei.
In diesem Artikel
- Seite 1 Kaufberatung SSDs: Einleitung und Technik
- Seite 2 Kaufberatung SSDs: empfohlene Größen und Konfiguration für Windows
- Seite 3 Kaufberatung SSDs: Konfiguration für Windows Teil 2, Einbau und Firmware
- Seite 4 Kaufberatung SSDs: Geschwindigkeit von SSDs und Kaufempfehlungen
- Seite 5 Bildergalerie
Wobei es doch deutliche Unterschiede bei reinen Schreib-/Lesevorgängen gab in dem Test, ganz zu schweigen vom Entpacken.
Für den normalen User zählen allerdings der Bootvorgang und die Programmstarts am ehesten, stimmt schon.
Mein Revodrive (nicht die 3er Version, hab ja nicht im Lotto gewonnen) erreicht laut Benchmark aber durchaus die Werte die auch auf der Verpackung stehen. Völlig aus der Luft gegriffen sind die also nicht.
Du darfst aber so oder so nicht die Maximalwerte mit den Werten verwecheln, die in der Praxis auch im Durchschnitt wirklich erreicht werden. Das steht ja auch im Artikel, dass die Schreib/Lesewerte der Hersteller eben meistens NICHT wirklich so viel aussagen. Vermutlich stehen die deswegen eben auch nicht drin. zB die Crucial m4 hat keine besonders guten Schreibwerte, was die technischen Angaben angeht, ist aber in der Praxis im Schnitt mit einer guten SSD mit 550MB/s gleichwertig. Wichtig sind die Werte, die eine SSD auch beim "zufälligen" schreiben/lesen von kleinen Dateien hat - dafür müsste man aber dann alle SSDs, die für einen Kauftipp auch nur ansatzweise in Frage kommen, erstmal beschaffen und dann mit entsprechenden Tools testen.
Ich denke aber, dass die SSDs alle auch bestimmte Midnestwerte erfüllen, also dass Modelle, die selbst laut Hersteller nur 100MB/s erreichen, gar nicht erst drinstehen. ;)
Das "tolle" an einer SSD sind ja auch nicht die Lese/Schreibwerte, sondern dass eben grad Kleinigkeit sehr schnell geladen werden, zB Browser öffnet sich dann wirklich SOFORT usw. - es ist halt ein Komfortartikel
SSD's sind für Leute die keine Zeit haben, ich möchte nicht mit denen tauschen :-D
Ich hab mir auch eine Crucial m4 geholt, ist eine SATA 6G und kam mit neuer Firmware wirklich sehr gut bei weg. Ich hab die Benchmarks zu Hause mal nachvollzogen und kam mit der ungenutzten Crucial deutlich über die Ergebnisse die z.B. CB.de veröffentlicht hat.
Allerdings hab ich meine Bilder, Videos und zu entpackene Dateien auf einer Samsung Festplatte, dauert irgendwelche GB Images auf der SSD zu entpacken ist mir dann doch etwas suspekt. :ugly:
Die Samsung Spinpoint erreicht im Mittel gute ~130MB/Sekunde ... das ist für mich und meine Anwendungszwecke absolut in Ordnung, und sind wir ehrlich: ob man jetzt die paar Sekunden benötigt, die eine SSD ggf. schneller ist? ;-)
Wobei es doch deutliche Unterschiede bei reinen Schreib-/Lesevorgängen gab in dem Test, ganz zu schweigen vom Entpacken.
Für den normalen User zählen allerdings der Bootvorgang und die Programmstarts am ehesten, stimmt schon.
Mein Revodrive (nicht die 3er Version, hab ja nicht im Lotto gewonnen) erreicht laut Benchmark aber durchaus die Werte die auch auf der Verpackung stehen. Völlig aus der Luft gegriffen sind die also nicht.
Schau dir hier die Benchmarks, sprich Startdauer, div. Programme bei div. SSDs an:
Test: OCZ Revodrive 3 X2 (Seite 6) - ComputerBase
Da ist nichts mit doppelter Geschwindigkeit. Das ist übrigens das was ich oben meinte, theoretische max. Werte bedeuten nicht auch praxisrelavante Werte.
Übrigens hatte die c't in den letzten Ausgaben ein SSD Special, die kamen zum gleiche Fazit: eine SSD SATA 6G lohnt sich kaum im vgl. zu einer 'normalen' SSD mit SATA II. %-)