PC-Zusammenstellungen: Hinweis zu CPUs, PCs für 700 bis 1500 Euro und Alternativen

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Mini-ITX-Mainboard ASRock H97M-ITX mit WLAN-Antennen
Quelle: ASRock

Komplett-PCs bieten nicht immer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, zudem sind oft Bauteile dabei, die nicht für die indiviuellen Zwecke optimal sind. Wir stellen euch einige gut abgestimmte PCs von 700 bis 2000 Euro vor und geben Tipps zur Wahl der richtigen Komponenten.

Haswell, Skylake oder AMD?

Bevor wir mit unseren PC-Zusammenstellungen starten, möchten wir noch speziell auf Prozessoren eingehen. Zunächst kommen zur Frage: Intel Haswell (Sockel 1150) oder Intel Skylake (Sockel 1151)? Letzterer Sockel ist der neuere, und Haswell ist ein klares Auslaufmodell.

Was aber die Leistung betrifft, sind sich Skylake und Haswell bei gleichem Takt sehr ähnlich. Wenn dann noch hinzukommt, dass je nach Marktsituation die Haswell-CPU spürbar günstiger ist als das Skylake-Pendant - und dies kam in den letzten Monaten häufig vor - spricht nur wenig dagegen den alten Sockel 1150 zu nehmen. Aus diesem Grunde haben wir auch zwei Haswell-PCs unter unseren fünf PCs. Ein Vorteil von Skylake, also des Sockels 1151 ist wiederum, dass ihr natürlich noch längere Zeit bei Bedarf neue CPUs bekommen werdet als beim Sockel 1150.

M.2-SSD, hier von Samsung Quelle: Samsung M.2-SSD, hier von Samsung Zudem bietet der Sockel 1151 USB3.1 quasi ab Werk, und auch die M.2-Schnittstelle für passende SSD unterstützt nativ den schnellen PCIe-Modus - allerdings sind solche sehr schnellen M.2-PCIe-SSDs auch doppelt so teuer wie SATA-SSDs. Bei den Haswell-PCs haben wir daher in Textform auch stets noch die Information, welche Skylake-Alternative ihr habt und mit welchem Aufpreis in etwa zu rechnen ist. Thema AMD: bei Prozessoren, die für Spiele gut geeignet und auch möglichst zukunftssicher sind bei einem gleichzeitig guten Preis-Leistungs-Verhältnis, hält AMD leider nicht mehr mit Intel mit: selbst ein sehr stromhungriger FX-9590 mit acht Kernen zu je 4,7 Gigahertz Takt kann nicht mehr mit einem sogar günstigeren Intel Core i5-4460 mithalten, wenn es um Spiele geht. Trotzdem gibt es eine AMD-CPU, die für preisbewusste Spieler in Frage kommt: den AMD FX-8350E. Wenn ihr diesen für unseren gleich folgenden 700-Euro-PC und dabei natürlich auch ein passendes Sockel AM3+ Mainboard verwendet, könnt ihr auch eine sehr ordentliche Spieleleistung bekommen und den PC in der Summe für etwa 50 bis 60 Euro weniger zusammenstellen.

PCs für 700 und 1000 Euro

Für 700 Euro haben wir einen soliden Einsteiger-PC zusammengestellt. Hier arbeitet ein Intel Core i5-4460 als Prozessor im PC, als Grafikkarte dient eine Nvidia GTX 950 - dies ist zwar keine enorm starke Grafikkarte, aber sie reicht für aktuelle Spiele aus, und wir haben den Rest des PCs dafür mit guten Bauteilen und auch einer SSD sowie einem ordentlichen Netzteil ausgestattet, so dass auch ihr in zwei oder drei Jahren per simplem Aufrüsten der Grafikkarte euren PC auch für höchste Detailstufen fitmachen könnt. Weitere Tipps gibt es in der Einsteiger-Gaming-PC-Kaufberatung.

Fractal Define S aus der eher gehobenen Preisklasse Quelle: Fractal Design Fractal Define S aus der eher gehobenen Preisklasse Wer etwas mehr Budget hat, kann natürlich auch direkt zu einer besseren Grafikkarte greifen, oder auch durch Weglassen der SSD trotz besserer Grafikkarte bei 700 Euro bleiben. Die Skylake-Alternative wäre ein Core i5-6500 (4x 3,2GHz, 210 Euro) mit einem Mainboard wie zum Beispiel dem Gigabyte GA-B150-HD3P (90 Euro) und 1x8GB DDR4-2133-RAM (40 Euro) und kostet euch in der Summe etwa 35 bis 40 Euro mehr. Der zweite PC für 1000 Euro wendet sich an preisbewusste Übertakter. Für den dank frei wählbarem Multiplikator leicht übertaktbaren Core i7-6600K (Skylake) haben wir ein günstiges, aber solides Übertakter-Mainboard und einen guten CPU-Kühler als Partner ausgesucht. Die Grafikkarte ist eine AMD R9 380X, die zwar mehr Strom als eine etwa 20 Euro günstigere Nvidia GTX 960 benötigt, dafür aber auch mehr leistet. Die GTX 960 wäre aber ebenfalls eine gute Alternative - vier Gigabyte Grafik-RAM sollte das Modell eurer Wahl aber haben. Da beim Gehäuse nur ein Lüfter dabei ist, haben wir in den Preis einen zweiten Lüfter mit eingerechnet. Wählt also beim Kauf einen weiteren Lüfter aus, etwa 5 bis 10 Euro für ein 120mm-breites Modell und dabei einer Umdrehungszahl von 1200 pro Minute wären angebracht.

Komponente Einsteiger-PC Intel Preis ab   Übertakter-i5-PC (1000 Euro) Preis ab
Prozessor Intel Core i5-4460 (4x3,2 GHz) 185 Euro   Intel Core i5-6600K (4x3,5 GHz) 255 Euro
Mainboard Asus B85M-Gamer 85 Euro   MSI Z170A PC Mate 115 Euro
Arbeitsspeicher 1x8GB G.Skill Value DDR3-1600 40 Euro   2x8GB Kingston HyperX Fzry DDR4-2400 90 Euro
Grafikkarte Gigabyte GTX 950 OC 160 Euro   XFX R9 380X DD XXX OC 230 Euro
Gehäuse Sharkoon T3-W 40 Euro   BitFenix Shinobi plsu 1x 120mm Lüfter 70 Euro
Netzteil Corsair VS Series VS550 550W 50 Euro   Be Quiet System Power 7 500W 60 Euro
Festplatte Toshiba DT01ACA, 1000GB, 7200 U/Min 50 Euro   Western Digital WD Blue 1000GB 50 Euro
SSD SanDisk Z400s 128GB 50 Euro   Crucial BX100, 250GB 75 Euro
DVD-Laufwerk Je nach Verfügbarkeit im Shop 15 Euro   Je nach Verfügbarkeit im Shop 15 Euro
CPU-Kühler Cooler Master Hyper TX3 Evo 25 Euro   Scythe Mugen 4 40 Euro
  Gesamtpreis etwa 700 Euro   Gesamtpreis etwa 1000 Euro

PCs von 1000 bis 1500 Euro

Unsere Zusammenstellung für 1150 Euro basiert erneut auf einer Haswell-CPU, dem Xeon E3-1231 v3. Er bietet genau wie ein Core i7 ebenfalls acht Threads und kann somit als Achtkern-CPU arbeiten, lediglich eine eigene Grafikeinheit fehlt im Vergleich zum normalen Core i7. Dafür kostet der Xeon nur 260 Euro - für den beim Takt fast identischen Core i7-4770 und den kaum schnelleren Core i7-6700 (Skylake) sind 60 bis 80 Euro mehr fällig. Der Rest des PCs bietet viel Speicherplatz und Komponenten der gehobenen Mittel- bis Oberklasse sowie eine Nvidia GTX 970 als Grafikkarte. Diese kann zwar nur 3,5 Gigabyte ihres Grafik-RAMs sinnvoll nutzen, verbraucht aber deutlich weniger Strom als die Konkurrenz von AMD mit ihrer ansonsten sogar ein wenig stärkeren R9 390, die volle acht Gigabyte Grafik-RAM bietet. Letztere Karte haben wir für den deutlich teureren PC vorgesehen, in dem ein Übertakter-Core i7 für den Sockel 1151 inklusive entsprechendem Mainboard, RAM und Kühler eingebaut wird. Natürlich könnt ihr die AMD-Grafikkarte auch mit dem Xeon verbinden oder den Core i7-6700K mit der Nvidia GTX 970 kombinieren. Die Skylake-Alternative zum Xeon E3-1231 v3 würde euch übrigens etwa 100 Euro mehr kosten (Core i7-6700 für 340 Euro, DDR4-RAM für 85 Euro und ein Mainboard für 100 Euro). Weitere Infos in der Mittelklasse-Gaming-PC-Kaufberatung.

Komponente Xeon-PC (1150 Euro) Preis ab   Übertakter-i7-PC (1500 Euro) Preis ab
Prozessor Intel Xeon E3-1231 v3 (4x 3,4GHz) 260 Euro   Intel Core i7-6700K (4x 4,0 GHz) 380 Euro
Mainboard Gigabyte GA-H97-HD3 90 Euro   ASRock Z170 Extreme4 140 Euro
Arbeitsspeicher 2x8GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600 75 Euro   2x8GB Corsair Vengeance LPX DDR4-3000 110 Euro
Grafikkarte MSI GTX 970 Gaming 4G 360 Euro   Asus Strix R9390-DC3OC-8GD5-Gaming 360 Euro
Gehäuse Corsair Graphite Series 230T 80 Euro   AeroCool Mechatron 90 Euro
Netzteil Cooler Master G550M 550W 70 Euro   Enermax Revolution X't 530W 85 Euro
Festplatte Seagate Surveillance 2000GB 80 Euro   Seagate Surveillance 2000GB 80 Euro
SSD Kingston HyperX Fury 240GB 85 Euro   Samsung SSD 850 Evo 500GB 160 Euro
DVD-Laufwerk Je nach Verfügbarkeit im Shop 15 Euro   Je nach Verfügbarkeit im Shop 15 Euro
CPU-Kühler Artic Freezer 13 CO 25 Euro   be quiet! Dark Rock 3 60 Euro
  Gesamtpreis etwa 1140 Euro   Gesamtpreis etwa 1480 Euro

High End für 2000 Euro

Außen vor lassen sollte man für einen PC mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis den Sockel 2011-3 und bei Grafikkarten Modelle über 400 Euro. Dies hat gute Gründe, denn die Mainboards für den Sockel 2011-3 kosten mindestens 200 Euro, die Prozessoren mindestens 400 Euro, sind aber vor allem in Spielen nicht oder nur wenig stärker als Haswell- oder Skylake-Prozessoren. Bezüglich Grafikkarten: eine AMD R9 390X oder Nvidia GTX 980 bringt nur wenig Leistungsgewinn im Vergleich zu einer AMD R9 390 oder Nvidia GTX 970. AMDs mit schnellem HBM Grafikspeicher bestückte Modelle R9 Fury, Fury X und Nano sind bei der Leistung ebenfalls nicht weit genug von der 350-Euro-Klasse entfernt, um Preise von 500 bis 700 Euro zu rechtfertigen. Erst eine Nvidia GTX 980 Ti bringt einen Leistungssprung von 30 bis 40 Prozent im Vergleich zu einer Nvidia GTX 970 oder AMD R9 390, kostet aber doppelt so viel und fällt damit eher in den High-End bis Luxus-Bereich. Trotzdem haben wir zum Abschluss einen PC zusammengestellt, in dem wir die GTX 980 Ti verwenden. Auch die anderen Komponenten sind mindestens gleichwertig, häufig aber hochwertiger als bei unseren vorigen beiden PCs. Als CPU verwenden wir den Core i7-6700K aus unserem 1500-Euro-PC. Mehr Tipps und Infos gibt es in der Kaufberatung für High-End-Gaming-PCs.

Komponente High-End-PC (2000 Euro) Preis ab
Prozessor Intel Core i7-6700K (4x 4,0 GHz) 380 Euro
Mainboard MSI Z170A Gaming M5 180 Euro
Arbeitsspeicher 2x8GB G.Skill RipJaws V DDR4-3200 110 Euro
Grafikkarte Gigabyte GTX 980 Ti Gaming G1 700 Euro
Gehäuse Fractal Design Define R5 mit Fenster 120 Euro
Netzteil Be Quiet Dark Power Pro 11 550W 130 Euro
Festplatte Toshiba P300 High-Performance 3000GB 110 Euro
SSD Kingston HyperX Savage 480GB 180 Euro
DVD-Laufwerk Je nach Verfügbarkeit im Shop 15 Euro
CPU-Kühler Noctua NH-D14 75 Euro
  Gesamtpreis etwa 2000 Euro
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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von leckmuschel
        für mich muss der neue rechner VR fähig sein und etwas mehr als 16 GB RAM haben. aktuell ist mein rechner noch ok, 4 jahre alt, jedoch werden meine USB 3.0 anschlüsse von occulus nicht unterstützt. das wären für mich eintscheidende kauffaktoren.
        Du bekommst doch schon für 20€ Steckkarten mit USB3.1, und wer ne OculusRift kauft und ne ausreichend starke Graka für VR hat, der kann sicher auch die 20€ aufbringen ;) D,h, auch wenn dein PC kein 3.1 hat, ist das echt kein Problem, es nachzurüsten. Und in 1-2 Jahren sind die Karten sicher noch günstiger. Karten mit 3.0 kosten schon eine Weile ab 10€.

        Wer natürlich WEISS, dass er DEFINITIV 3.1 braucht, der sollte dann natürlich Skylake nehmen oder ein Haswell-Board mit 3.1, die gibt es ja auch.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von leckmuschel
        für mich muss der neue rechner VR fähig sein und etwas mehr als 16 GB RAM haben. aktuell ist mein rechner noch ok, 4 jahre alt, jedoch werden meine USB 3.0 anschlüsse von occulus nicht unterstützt. das wären für mich eintscheidende kauffaktoren.
        Du bekommst doch schon für 20€ Steckkarten mit USB3.1, und wer ne OculusRift kauft und ne ausreichend starke Graka für VR hat, der kann sicher auch die 20€ aufbringen ;) D,h, auch wenn dein PC kein 3.1 hat, ist das echt kein Problem, es nachzurüsten. Und in 1-2 Jahren sind die Karten sicher noch günstiger. Karten mit 3.0 kosten schon eine Weile ab 10€.

        Wer natürlich WEISS, dass er DEFINITIV 3.1 braucht, der sollte dann natürlich Skylake nehmen oder ein Haswell-Board mit 3.1, die gibt es ja auch.
      • Von leckmuschel Mitglied
        für mich muss der neue rechner VR fähig sein und etwas mehr als 16 GB RAM haben. aktuell ist mein rechner noch ok, 4 jahre alt, jedoch werden meine USB 3.0 anschlüsse von occulus nicht unterstützt. das wären für mich eintscheidende kauffaktoren.
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