PC-Zusammenstellungen: Hinweis zu CPUs, PCs für 700 bis 1500 Euro und Alternativen
Komplett-PCs bieten nicht immer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, zudem sind oft Bauteile dabei, die nicht für die indiviuellen Zwecke optimal sind. Wir stellen euch einige gut abgestimmte PCs von 700 bis 2000 Euro vor und geben Tipps zur Wahl der richtigen Komponenten.
Haswell, Skylake oder AMD?
Bevor wir mit unseren PC-Zusammenstellungen starten, möchten wir noch speziell auf Prozessoren eingehen. Zunächst kommen zur Frage: Intel Haswell (Sockel 1150) oder Intel Skylake (Sockel 1151)? Letzterer Sockel ist der neuere, und Haswell ist ein klares Auslaufmodell.
In diesem Artikel
Was aber die Leistung betrifft, sind sich Skylake und Haswell bei gleichem Takt sehr ähnlich. Wenn dann noch hinzukommt, dass je nach Marktsituation die Haswell-CPU spürbar günstiger ist als das Skylake-Pendant - und dies kam in den letzten Monaten häufig vor - spricht nur wenig dagegen den alten Sockel 1150 zu nehmen. Aus diesem Grunde haben wir auch zwei Haswell-PCs unter unseren fünf PCs. Ein Vorteil von Skylake, also des Sockels 1151 ist wiederum, dass ihr natürlich noch längere Zeit bei Bedarf neue CPUs bekommen werdet als beim Sockel 1150.
Quelle: Samsung
M.2-SSD, hier von Samsung
Zudem bietet der Sockel 1151 USB3.1 quasi ab Werk, und auch die M.2-Schnittstelle für passende SSD unterstützt nativ den schnellen PCIe-Modus - allerdings sind solche sehr schnellen M.2-PCIe-SSDs auch doppelt so teuer wie SATA-SSDs. Bei den Haswell-PCs haben wir daher in Textform auch stets noch die Information, welche Skylake-Alternative ihr habt und mit welchem Aufpreis in etwa zu rechnen ist. Thema AMD: bei Prozessoren, die für Spiele gut geeignet und auch möglichst zukunftssicher sind bei einem gleichzeitig guten Preis-Leistungs-Verhältnis, hält AMD leider nicht mehr mit Intel mit: selbst ein sehr stromhungriger FX-9590 mit acht Kernen zu je 4,7 Gigahertz Takt kann nicht mehr mit einem sogar günstigeren Intel Core i5-4460 mithalten, wenn es um Spiele geht. Trotzdem gibt es eine AMD-CPU, die für preisbewusste Spieler in Frage kommt: den AMD FX-8350E. Wenn ihr diesen für unseren gleich folgenden 700-Euro-PC und dabei natürlich auch ein passendes Sockel AM3+ Mainboard verwendet, könnt ihr auch eine sehr ordentliche Spieleleistung bekommen und den PC in der Summe für etwa 50 bis 60 Euro weniger zusammenstellen.
PCs für 700 und 1000 Euro
Für 700 Euro haben wir einen soliden Einsteiger-PC zusammengestellt. Hier arbeitet ein Intel Core i5-4460 als Prozessor im PC, als Grafikkarte dient eine Nvidia GTX 950 - dies ist zwar keine enorm starke Grafikkarte, aber sie reicht für aktuelle Spiele aus, und wir haben den Rest des PCs dafür mit guten Bauteilen und auch einer SSD sowie einem ordentlichen Netzteil ausgestattet, so dass auch ihr in zwei oder drei Jahren per simplem Aufrüsten der Grafikkarte euren PC auch für höchste Detailstufen fitmachen könnt. Weitere Tipps gibt es in der Einsteiger-Gaming-PC-Kaufberatung.
Quelle: Fractal Design
Fractal Define S aus der eher gehobenen Preisklasse
Wer etwas mehr Budget hat, kann natürlich auch direkt zu einer besseren Grafikkarte greifen, oder auch durch Weglassen der SSD trotz besserer Grafikkarte bei 700 Euro bleiben. Die Skylake-Alternative wäre ein Core i5-6500 (4x 3,2GHz, 210 Euro) mit einem Mainboard wie zum Beispiel dem Gigabyte GA-B150-HD3P (90 Euro) und 1x8GB DDR4-2133-RAM (40 Euro) und kostet euch in der Summe etwa 35 bis 40 Euro mehr. Der zweite PC für 1000 Euro wendet sich an preisbewusste Übertakter. Für den dank frei wählbarem Multiplikator leicht übertaktbaren Core i7-6600K (Skylake) haben wir ein günstiges, aber solides Übertakter-Mainboard und einen guten CPU-Kühler als Partner ausgesucht. Die Grafikkarte ist eine AMD R9 380X, die zwar mehr Strom als eine etwa 20 Euro günstigere Nvidia GTX 960 benötigt, dafür aber auch mehr leistet. Die GTX 960 wäre aber ebenfalls eine gute Alternative - vier Gigabyte Grafik-RAM sollte das Modell eurer Wahl aber haben. Da beim Gehäuse nur ein Lüfter dabei ist, haben wir in den Preis einen zweiten Lüfter mit eingerechnet. Wählt also beim Kauf einen weiteren Lüfter aus, etwa 5 bis 10 Euro für ein 120mm-breites Modell und dabei einer Umdrehungszahl von 1200 pro Minute wären angebracht.
| Komponente | Einsteiger-PC Intel | Preis ab | Übertakter-i5-PC (1000 Euro) | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozessor | Intel Core i5-4460 (4x3,2 GHz) | 185 Euro | Intel Core i5-6600K (4x3,5 GHz) | 255 Euro | |
| Mainboard | Asus B85M-Gamer | 85 Euro | MSI Z170A PC Mate | 115 Euro | |
| Arbeitsspeicher | 1x8GB G.Skill Value DDR3-1600 | 40 Euro | 2x8GB Kingston HyperX Fzry DDR4-2400 | 90 Euro | |
| Grafikkarte | Gigabyte GTX 950 OC | 160 Euro | XFX R9 380X DD XXX OC | 230 Euro | |
| Gehäuse | Sharkoon T3-W | 40 Euro | BitFenix Shinobi plsu 1x 120mm Lüfter | 70 Euro | |
| Netzteil | Corsair VS Series VS550 550W | 50 Euro | Be Quiet System Power 7 500W | 60 Euro | |
| Festplatte | Toshiba DT01ACA, 1000GB, 7200 U/Min | 50 Euro | Western Digital WD Blue 1000GB | 50 Euro | |
| SSD | SanDisk Z400s 128GB | 50 Euro | Crucial BX100, 250GB | 75 Euro | |
| DVD-Laufwerk | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro | |
| CPU-Kühler | Cooler Master Hyper TX3 Evo | 25 Euro | Scythe Mugen 4 | 40 Euro | |
| Gesamtpreis etwa | 700 Euro | Gesamtpreis etwa | 1000 Euro |
PCs von 1000 bis 1500 Euro
Unsere Zusammenstellung für 1150 Euro basiert erneut auf einer Haswell-CPU, dem Xeon E3-1231 v3. Er bietet genau wie ein Core i7 ebenfalls acht Threads und kann somit als Achtkern-CPU arbeiten, lediglich eine eigene Grafikeinheit fehlt im Vergleich zum normalen Core i7. Dafür kostet der Xeon nur 260 Euro - für den beim Takt fast identischen Core i7-4770 und den kaum schnelleren Core i7-6700 (Skylake) sind 60 bis 80 Euro mehr fällig. Der Rest des PCs bietet viel Speicherplatz und Komponenten der gehobenen Mittel- bis Oberklasse sowie eine Nvidia GTX 970 als Grafikkarte. Diese kann zwar nur 3,5 Gigabyte ihres Grafik-RAMs sinnvoll nutzen, verbraucht aber deutlich weniger Strom als die Konkurrenz von AMD mit ihrer ansonsten sogar ein wenig stärkeren R9 390, die volle acht Gigabyte Grafik-RAM bietet. Letztere Karte haben wir für den deutlich teureren PC vorgesehen, in dem ein Übertakter-Core i7 für den Sockel 1151 inklusive entsprechendem Mainboard, RAM und Kühler eingebaut wird. Natürlich könnt ihr die AMD-Grafikkarte auch mit dem Xeon verbinden oder den Core i7-6700K mit der Nvidia GTX 970 kombinieren. Die Skylake-Alternative zum Xeon E3-1231 v3 würde euch übrigens etwa 100 Euro mehr kosten (Core i7-6700 für 340 Euro, DDR4-RAM für 85 Euro und ein Mainboard für 100 Euro). Weitere Infos in der Mittelklasse-Gaming-PC-Kaufberatung.
| Komponente | Xeon-PC (1150 Euro) | Preis ab | Übertakter-i7-PC (1500 Euro) | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozessor | Intel Xeon E3-1231 v3 (4x 3,4GHz) | 260 Euro | Intel Core i7-6700K (4x 4,0 GHz) | 380 Euro | |
| Mainboard | Gigabyte GA-H97-HD3 | 90 Euro | ASRock Z170 Extreme4 | 140 Euro | |
| Arbeitsspeicher | 2x8GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600 | 75 Euro | 2x8GB Corsair Vengeance LPX DDR4-3000 | 110 Euro | |
| Grafikkarte | MSI GTX 970 Gaming 4G | 360 Euro | Asus Strix R9390-DC3OC-8GD5-Gaming | 360 Euro | |
| Gehäuse | Corsair Graphite Series 230T | 80 Euro | AeroCool Mechatron | 90 Euro | |
| Netzteil | Cooler Master G550M 550W | 70 Euro | Enermax Revolution X't 530W | 85 Euro | |
| Festplatte | Seagate Surveillance 2000GB | 80 Euro | Seagate Surveillance 2000GB | 80 Euro | |
| SSD | Kingston HyperX Fury 240GB | 85 Euro | Samsung SSD 850 Evo 500GB | 160 Euro | |
| DVD-Laufwerk | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro | |
| CPU-Kühler | Artic Freezer 13 CO | 25 Euro | be quiet! Dark Rock 3 | 60 Euro | |
| Gesamtpreis etwa | 1140 Euro | Gesamtpreis etwa | 1480 Euro |
High End für 2000 Euro
Außen vor lassen sollte man für einen PC mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis den Sockel 2011-3 und bei Grafikkarten Modelle über 400 Euro. Dies hat gute Gründe, denn die Mainboards für den Sockel 2011-3 kosten mindestens 200 Euro, die Prozessoren mindestens 400 Euro, sind aber vor allem in Spielen nicht oder nur wenig stärker als Haswell- oder Skylake-Prozessoren. Bezüglich Grafikkarten: eine AMD R9 390X oder Nvidia GTX 980 bringt nur wenig Leistungsgewinn im Vergleich zu einer AMD R9 390 oder Nvidia GTX 970. AMDs mit schnellem HBM Grafikspeicher bestückte Modelle R9 Fury, Fury X und Nano sind bei der Leistung ebenfalls nicht weit genug von der 350-Euro-Klasse entfernt, um Preise von 500 bis 700 Euro zu rechtfertigen. Erst eine Nvidia GTX 980 Ti bringt einen Leistungssprung von 30 bis 40 Prozent im Vergleich zu einer Nvidia GTX 970 oder AMD R9 390, kostet aber doppelt so viel und fällt damit eher in den High-End bis Luxus-Bereich. Trotzdem haben wir zum Abschluss einen PC zusammengestellt, in dem wir die GTX 980 Ti verwenden. Auch die anderen Komponenten sind mindestens gleichwertig, häufig aber hochwertiger als bei unseren vorigen beiden PCs. Als CPU verwenden wir den Core i7-6700K aus unserem 1500-Euro-PC. Mehr Tipps und Infos gibt es in der Kaufberatung für High-End-Gaming-PCs.
| Komponente | High-End-PC (2000 Euro) | Preis ab |
|---|---|---|
| Prozessor | Intel Core i7-6700K (4x 4,0 GHz) | 380 Euro |
| Mainboard | MSI Z170A Gaming M5 | 180 Euro |
| Arbeitsspeicher | 2x8GB G.Skill RipJaws V DDR4-3200 | 110 Euro |
| Grafikkarte | Gigabyte GTX 980 Ti Gaming G1 | 700 Euro |
| Gehäuse | Fractal Design Define R5 mit Fenster | 120 Euro |
| Netzteil | Be Quiet Dark Power Pro 11 550W | 130 Euro |
| Festplatte | Toshiba P300 High-Performance 3000GB | 110 Euro |
| SSD | Kingston HyperX Savage 480GB | 180 Euro |
| DVD-Laufwerk | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro |
| CPU-Kühler | Noctua NH-D14 | 75 Euro |
| Gesamtpreis etwa | 2000 Euro |

Wer natürlich WEISS, dass er DEFINITIV 3.1 braucht, der sollte dann natürlich Skylake nehmen oder ein Haswell-Board mit 3.1, die gibt es ja auch.