Neuen Gaming-PC zusammenstellen: Hardware-Tipps und 4 Builds für Gaming von 750 bis 2100 Euro
Wir geben euch einige allgemeine Tipps, wie ihr euch einen guten Gaming-PC zusammenstellen könnt, und haben vier Builds von 750 bis gut 2100 Euro erstellt.
Aktuelle Neuheiten wie Pragmata, Crimson Desert oder auch "Verheißung des Vulkans", der erste Downloadcontent von Anno 117: Pax Romana, der kurzfristig auf Ende des Monats verschoben wurde, motivieren sicher auch manch einen zum Kauf - aber reicht die Leistung des PCs noch aus? In unserem Special haben wir vier PC-Builds für euch zusammengestellt, die für die genannten, aber natürlich auch für andere PC-Spiele geeignet sind.
Wir schlagen euch dabei vier verschiedene Hardware-Konfigurationen vom Einsteiger- bis in den Top-Bereich vor. Diese Zusammenstellungen könnt ihr eins zu eins übernehmen oder mit Anpassungen umsetzen. Wir achten dabei vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis unserer PC-Vorschläge, verwenden aber bei den stärkeren PCs tendenziell hochwertigere Bauteile, zum Beispiel beim Gehäuse und der Kühlung. Wegen der hohen Speicherpreise kostet bereits unser Einsteiger-PC 750 Euro. Der Top-PC kommt auf etwas über 2100 Euro. Details dazu erfahrt ihr später. Wir starten nun mit ein paar allgemeinen Tipps, die ihr beim Zusammenstellen eines Gaming-PCs beachten solltet.
In diesem Artikel
Budget richtig verplanen
Bei einem Spiele-PC gibt es eine Basis-Ausstattung, bestehend aus Gehäuse, Netzteil, Mainboard, Arbeitsspeicher und CPU-Kühler. Je nachdem, wie groß euer Budget ist, könnt ihr dann darauf aufbauend eine CPU-Grafikkarten-Kombination auswählen, welche für die Gaming-Leistung entscheidend ist. Für die Basis berechnet ihr, wenn es um einen Einsteiger-PC geht, in etwa Folgendes: Gehäuse 40 Euro, Netzteil 50 Euro, Mainboard 80 Euro, SSD mit 1000GB 130 Euro und ein CPU-Kühler 20 Euro. Dazu kommen noch 110 Euro für 16GB DDR4-RAM. Zusammen macht das bereits 430 Euro, denn RAM und SSDs sind leider seit dem letzten Herbst durch eine Speicherchip-Lieferkrise deutlich teurer geworden. Für den Rest eures Budgets müssen dann noch CPU und Grafikkarte bezahlt werden - aktuell ist es daher unmöglich, für unter etwa 750 Euro einen sinnvollen Einsteiger-PC zusammenzustellen.
Je mehr Budget ihr habt, desto mehr könnt ihr in Grafikkarte und Prozessor stecken, wobei die Grafikkarte für die durchschnittliche Spieleleistung wichtiger ist. Wer sich ein wenig mit Hardware auskennt, wird bemerkt haben: Wir verwenden in unserer Rechnung DDR4-RAM, obwohl die beiden modernen Sockel AMD AM5 und Intel 1851 DDR5-RAM benötigen. Dass wir das tun, liegt an der angesprochenen Lieferkrise - gerade dann, wenn man nicht so viel Geld zur Verfügung hat, sollte man aktuell auf alte CPUs für die Sockel AMD AM4 oder Intel 1700 setzen, die DDR4-RAM verwenden können. DDR5-RAM ist deutlich teurer bei ansonsten gleicher Speichermenge: 16GB DDR5-RAM kosten ab 210 Euro, also 100 Euro mehr als die gleiche Menge DDR4-RAM. Die alten DDR4-CPUs sind zwar nicht so stark wie moderne Modelle, aber vor allem dann, wenn ihr ohnehin eher im Einsteigerbereich unterwegs seid, gibt es einige Modelle, die wegen des günstigeren DDR4-RAMs in der Summe deutlich besser dastehen als eine der günstigeren DDR5-CPUs plus DDR5-RAM.
Quelle: PC Games Hardware
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Die 100 Euro, die ihr allein durch das günstigere DDR4-RAM spart, sind bei kleineren Budgets enorm wichtig. Denn versucht man bei der Komponente Grafikkarte, 100 Euro zu sparen, bedeuten 100 Euro weniger Kaufpreis schnell 20 bis 30 Prozent weniger Leistung. Eine starke, moderne CPU bringt ohnehin nicht unbedingt viel mehr FPS (Bilder pro Sekunde), da die Grafikkarte meist das Maximum vorgibt. Die Bilder fließen aber stabiler - das Risiko für kleine Ruckler, weil das Spiel auf sehr niedrige FPS-Werte einbricht, ist mit einer schwächeren CPU also definitiv höher. Aber mit kleinem Budget ist, wie zuvor erwähnt, der Griff zu einer DDR4-CPU derzeit klüger, da man ansonsten mit viel zu wenig Grafik-Power auskommen muss. Ein Grenzfall-Beispiel, bei dem sowohl ein DDR4- als auch ein DDR5-RAM-Build infrage kommt, schildern wir auf der nächsten Seite.
