VR-Spiele im Test - Space Pirate Trainer, Hover Junkers, Job Simulator, VR Minigolf
VR-Spiele für HTC Vive und Oculus Rift im Praxis-Check: Wir testen Laufe der Woche verschiedene Demos und Apps für beide Cyberbrillen und bewerten diese in den Kategorien Grafikqualität, Immersion und Tiefgang. Den Anfang machen Job Simulator, Space Pirate Trainer, Hover Junkers und Cloudlands: VR Minigolf.
Space Pirate Trainer (HTC Vive)
Ältere Semester dürften sie noch kennen: die Arcade-Spielautomaten, in denen Möchtegern-Pistoleros zur Light-Gun griffen, um Pixelgegner unschädlich zu machen. Space Pirate Trainer für HTC Vive transportiert das klassische Spielgefühl in die virtuale Realität - und das gar nicht so schlecht! Die Ballerbude profitiert von der raumübergreifenden VR-Technik, hier ist echter Körpereinsatz gefragt. Weil uns flotte Alien-Drohnen aus jeder erdenklichen Himmelsrichtung attackieren, müssen wir innerhalb eines überschaubaren, quadratischen Spielfelds ständig in Bewegung bleiben.
Um nicht getroffen zu werden, weichen wir feindliche Projektilen aus. Coole Sache: Knapp an uns vorbeisausende Projektile verlangsamen für einen Augenblick die Zeit. Auch weil die Treffererkennung zusätzlich klasse funktioniert, kommt tatsächlich das Gefühl auf, Neo aus der Matrix-Filmtrilogie zu verkörpern! Schnelle Reflexe und eine gute Konstitution sind Voraussetzung, um in Space Pirate Trainer weit in der Rangliste zu kommen. Denn mit jeder Welle wird die Zahl der Gegner größer. Wir kamen bereits nach knapp zehn Minuten mächtig ins Schwitzen. Für eine kurzweilige, schnelle Runde ist das Actionspiel prima geeignet.
Preis: 14,99 Euro
In diesem Artikel
- Seite 1 VR-Spiele im Test - The Gallery, Farlands und The Lab
- Seite 2 VR-Spiele im Test - Eve Valkyrie, Vanishing Realms, Adrift
- Seite 3 VR-Spiele im Test - Carpe Lucem, Quar, Adventure Time, Unseen Diplomacy
- Seite 4 VR-Spiele im Test - Space Pirate Trainer, Hover Junkers, Job Simulator, VR Minigolf
- Seite 5 Bildergalerie
Hover Junkers (HTC Vive)
In der Riege der aktuell wenigen VR-Spielen mit Online-Multiplayer zählt Hover Junkers zu den vielversprechendsten. Als Schrottjäger auf einem Luftkissenboot duellieren wir uns mittelgroßen Arenen mit anderen Spielern. Die Tatsache, dass wir im virtuellen Raum nicht nur uns selbst frei bewegen können, sondern gleichzeitig mit den Hand-Controllern auch unser Hovercraft manövrieren müssen, erfordert einiges an Eingewöhnungszeit. Dass ein erklärendes Tutorial fehlt, macht den Einstieg unnötig kompliziert. Haben wir uns aber einmal an die Steuerung gewöhnt, machen die Duelle aber Laune. Mit Revolver und doppelläufiger Schrotflinte geben wir unseren Kontrahenten Saures.
Damit das eigene Luftkissenboot nicht zum Grab wird, müssen wir auch mal in Deckung gehen, unsere Waffen nachladen und zum Schießen den richtigen Moment abwarten. Konflikte sind aber nicht die einzige Möglichkeit, um eine Partie für sich zu entscheiden. Wir können uns auch auf die Jagd nach Schrottteilen begeben, die in der Arena verstreut sind. Auf diese Weise gibt's nicht nur Punkte, die gefundenen Materialien verwenden wir auch um unser Schiff aufzuwerten, etwa um praktische Schießschlitze. Der Sammeltrieb gepaart mit der Intensität von Duellen mit echten Spielern ist sehr unterhaltsam, wenngleich wir den Preis für zu hoch angesetzt empfinden.
Preis: 31,99 Euro
Job Simulator (HTC Vive)
Die Beschreibung "nett, aber nichts für mehr als ein paar Minuten" trifft auf einen Gutteil der zum Start verfügbaren VR-Spiele zu, und auf kaum eines mehr als auf Job Simulator; in vier verfügbaren Jobs (Koch, Büroarbeiter, Automechaniker, Shopmitarbeiter) müssen wir unser Können im jeweiligen Metier beweisen. Diese Aufgaben absolvieren wir aber nicht auf realistische Art und Weise, stattdessen entpuppt sich die Simulations-Gaudi als ein Titel im Stil von Surgeon Simulator oder Goat Simulator: Hauptsache, möglichst viel geht in die Brüche.
So werfen wir schon einmal Toast gemeinsam mit einer Flasche Wein ins kochende Wasser, füllen Energydrinks in einen Autotank, bewerfen unseren Chef (bei dem es sich, wie bei allen Bewohnern der Spielwelt, um einen fliegenden Monitor handelt), allerlei Kram an den Kopf oder räumen einfach alles von den virtuellen Regalen, was nicht fest angeschraubt ist. Die echten Aufgaben, die wir erfüllen müssen, haben dabei nur theoretisch Relevanz. Hinzu kommen nette versteckte Easter Eggs wie ein voll funktionsfähiger Flappy Bird-Klon. Das ist Chaos in Perfektion, bei dem jedoch das Zuschauen zumeist mehr Spaß macht als das Selberspielen - zumal die Bewegungserkennung nicht immer einwandfrei funktioniert.
Preis: 36,99 Euro (Kostenlos für Vorbesteller von HTC Vive)


Von solchen Zwittern werden sicherlich auch immer mehr erscheinen, aber es wird auch zukünftig sehr viele VR-Only Titel geben.
Darüber hinaus gibt es Software, die es ermöglicht eine Vielzahl von 2D Titeln zu spielen:
http://www.vrnerds.de/gta-und-co-mit-der-finalen-rift-spielen-vorpx-16-1-1/
Darüber hinaus fehlt mir in eurer Liste auf jeden Fall Elite Dangerous.
Den Titel kann man zwar auch am Monitor spielen, aber man merkt Elite sofort an, dass er von Anfang an für VR entwickelt wurde. Ein besseres Cockpitspiel habe ich bisher nicht gespielt. Da reicht auch kein EVE Valkyrie heran, da dieses halt fast nur auf PvP Kämpfe abzielt.
SPT macht extrem viel Spaß, ist aber auch extrem simpel.
Hover Junkers holt da sehr viel mehr aus dem Roomscaling Setting raus. Alleine die innovative Steuerung über die Controller ist locker einen Punkt mehr wert. Zudem bieten HJ ein sehr viel größeren Umfang.
Vanishing Realms hat mir übrigens auch extrem viel Spaß gemacht und gehört definitiv zu den Must-Have-Titeln für die HTC.