Guild Wars: Factions
Gilden und PvP
Das Spiel heißt nicht umsonst Guild Wars - Gilden sind auch in Factions ein zentraler Punkt, an dem Grundkonzept ändert sich nichts. Interessanter die neuen Bündnisse: Das sind Zusammenschlüsse von Gilden, die sich der Unterstützung einer der beiden Fraktionen verschrieben haben. Das ermöglicht Bündniskämpfe, bei denen zwei Teams aus jeweils zwölf Spielern aufeinander losgehen.
Überhaupt sind Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe (Player versus Player; PvP) immer noch der interessanteste Aspekt von Guild Wars Factions: Ob klassisches Team-Deathmatch oder Capture the Flag, in keinem anderen Online-Rollenspiel ist das Balancing und der taktische Anspruch so gut gelungen. Klar legt Factions kräftig nach: Zwei neue Charakterklassen erweitern das Angebot auf acht spielbare Klassen, außerdem bekommen die bekannten Typen 150 frische Skills spendiert.
Ob das Balancing dadurch aus den Fugen gerät, lässt sich jetzt noch nicht absehen - bislang sind keine Klagen in den Foren laut geworden. Die neuen Klassen spielen sich überdies sehr frisch: Der Assassine ist ein wieselflinker Messerstecher, der zwar stets an der Front empfindliche Treffer austeilt, aber ebenso schnell aus den Latschen kippt. Anders der Ritualist: Diese Klasse bleibt in den hinteren Reihen Ihrer Gruppe und beschwört Geister zur Unterstützung - entweder um Schaden anzurichten oder um zu heilen. Beide Klassen ergänzen das bisherige Angebot perfekt und machen riesigen Spaß.
Kurzum: Guild Wars Factions bleibt seinen Wurzeln treu, bietet somit viel vom Alten und nur wenige, dafür aber durchdachte Neuerungen.
