Guild Wars 3: Warum wir kein Sequel für GW2 erwarten sollten

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Kolumne Matthias Brückle - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Guild Wars 3: Warum wir kein Sequel für GW2 erwarten sollten
Quelle: buffed

Guild Wars 2 gehört mit dem baldigen 10-jährigen Jubiläum definitiv zum alten Eisen der Spiele-Landschaft. Grund genug für manche Fans, dass sie sich ein Guild Wars 3 wünschen. Redakteur und GW2-Veteran Matze glaubt aber nicht dran und verrät euch auch wieso.

Noch drei Wochen, dann heißt es Ende August 2022 wieder "Happy Birthday!" in Guild Wars 2. Das Arenanet-MMORPG feiert dann das zehnjährige Jubiläum und belohnt Spieler, deren Charaktere dann ebenfalls zehn Jahre alt sein können (wenn sie eben direkt zum Release erstellt wurden). Ein triumphaler Anlass, aber für manche Leute auch ein weiteres Anzeichen dafür, dass GW2 definitiv in die Jahre gekommen ist. Wo bleibt ein Sequel? Diese Frage hört man immer wieder. Sie kommt auch vermehrt auf, wenn Entwickler für geheimnisvolle Arenanet-Projekte gesucht werden. Doch ich glaube nicht daran, dass so eine Fortsetzung in Arbeit ist. Klären wir aber erst einmal, was überhaupt der Vorteil eines Guild Wars 3 wäre.

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Warum wünschen sich Spieler Guild Wars 3?

Als jemand, der Guild Wars 2 seit Release spielt, weiß ich natürlich: Das Spiel bietet fantastischen Spielspaß, hat aber auch seine Macken. Allem voran viele Aspekte, die man mit "Spaghetti-Code" bezeichnen kann. Also Gameplay-Systeme, die so alt sind und deren Entwickler teilweise gar nicht mehr bei Arenanet arbeiten, dass man sie nicht mehr anrührt.

Zum Beispiel Dungeons, die als "Vermächtnis-Content" noch im Spiel sind, aber nicht weiterentwickelt werden. Eine Fortsetzung würde einen frischen Start ermöglichen, der nicht vom Ballast der letzten Dekade zurückgehalten wird. Ein Engine-Wechsel wäre dabei ebenfalls möglich, schließlich läuft GW2 auf einer modifizierten Engine, die schon Guild Wars 1 nutzte.

Neue Gebiete und Orte in Guild Wars 2: End of Dragons sind technisch gesehen echte Meisterwerke im Vergleich zu den Launch-Zonen aus dem Jahr 2012. Guild Wars 2 ist teilweise sein eigenes Sequel! Quelle: buffed Neue Gebiete und Orte in Guild Wars 2: End of Dragons sind technisch gesehen echte Meisterwerke im Vergleich zu den Launch-Zonen aus dem Jahr 2012. Guild Wars 2 ist teilweise sein eigenes Sequel! Die technischen Möglichkeiten gelten auch für die optischen Aspekte von GW2 - so malerisch der Grafikstil auch ist, der dem Spiel ein gutes Altern ermöglicht: Wenn Leute hunderte Stunden in einer Online-Welt verbringen, dann hat es natürlich auch Vorzüge, wenn die Charaktere hochauflösende Texturen und tolle Licht- und Schatten-Techniken vorweisen. Aber trotz dieser Vorzüge glaube ich nicht daran, ich sage euch auch wieso.

Guild Wars 3: Darum ist das Sequel unwahrscheinlich

Der Vorgänger von GW2, also Guild Wars: Prophecies ist im Jahr 2005 erschienen - und bereits Ende 2006 hatte das erste MMORPG von Arenanet seine zwei Kampagnen Factions und Nightfall erhalten. Im Jahr darauf, also 2007, gab es dann noch die Erweiterung Eye of the North. Und diese bereitete Spieler schon auf Guild Wars 2 (jetzt kaufen 99,99 € ) vor, ließ sie Errungenschaften anhäufen, für die sie im Sequel belohnt werden. Im Klartext also: Zwei Jahre nach dem Release von Guild Wars werkelten die Entwickler schon an der Fortsetzung und kündigten sie auch offiziell an!

Zwei Jahre nach dem Release von Guild Wars gab es bereits die Ankündigung des Sequels GW2 im Jahr 2007. Der zweite Teil steht aber seit zehn Jahren ohne angekündigter Fortsetzung da. Quelle: ArenaNet Zwei Jahre nach dem Release von Guild Wars gab es bereits die Ankündigung des Sequels GW2 im Jahr 2007. Der zweite Teil steht aber seit zehn Jahren ohne angekündigter Fortsetzung da. Ihr liebt die tollen Illustrationen von Guild Wars 2? Dann ist dieses Buch eine Offenbarung für euch!

Vergleicht man das mit Guild Wars 2, welches selbst zehn Jahre nach Release noch ohne angekündigte Fortsetzung dasteht, denke ich nur eines: Guild Wars 2 muss wohl reichen. Die Entwickler haben trotz technischer Macken die Spielwiese für ihre Pläne, die Guild Wars nicht ermöglicht hatte.

Auch die moderne MMORPG-Landschaft ist so ein hartes Pflaster, dass die kostenintensive Entwicklung eines möglicherweise scheiternden Sequels eher unattraktiv erscheint - zumal man ja ein aktiv bespieltes MMORPG hat, in das Spieler auch Geld mittels Shop stecken. Der geplante Steam-Release von GW2 ist da schon deutlich sinnvoller, weil er für vergleichsweise wenig Aufwand viele neue Spieler mit sich bringen kann.

Ich sehe Steam am Horizont! Der Release auf der Valve-Plattform ist ein wichtiger Schritt für Guild Wars 2. Quelle: buffed Ich sehe Steam am Horizont! Der Release auf der Valve-Plattform ist ein wichtiger Schritt für Guild Wars 2. Man darf auch nicht vergessen, wie sehr manch ein langjähriger Spieler nach einer Dekade an seinen Helden hängt. Da war der Sprung von GW1 zu GW2 noch deutlich leichter zu verkraften. Zumal Spieler deutlich mehr Geld in Guild Wars 2 gesteckt haben dürften, was auch ein Weiterziehen zu einem Sequel erschweren dürfte.

Sag niemals nie

All das ist natürlich nur meine professionelle Meinung. Ich liebe Guild Wars 2 und ich wünsche mir, dass ich noch viele Jahre neue Abenteuer dort erlebe. Aber ich halte es auch nicht für ausgeschlossen, dass mich der Release eines Sequels dann doch reizt. Vielleicht könnten wir einige gekaufte Inhalte wie kosmetische Skins übernehmen, wie es bei Path of Exile 2 etwa der Fall werden soll. Die Halle der Monumente aus GW1 ist auch ein Indiz dafür, dass man bei Arenanet weiß, wie man so einen Übergang cool gestalten könnte, indem man langjähriger Unterstützer belohnt.

In Guild Wars 1 konnten wir in der Halle der Helden Rüstungen, Waffen, Boss-Trophäen, Minis, Titel und top-ausgerüstete NPC-Helden für Belohnungen in Guild Wars 2 anrechnen lassen. Quelle: buffed In Guild Wars 1 konnten wir in der Halle der Helden Rüstungen, Waffen, Boss-Trophäen, Minis, Titel und top-ausgerüstete NPC-Helden für Belohnungen in Guild Wars 2 anrechnen lassen. Aber wie sieht ihr das? Können solche altehrwürdigen MMORPGs wie Guild Wars 2, WoW & Co. überhaupt nach all den Jahren ein angemessenes Sequel abliefern? Oder sollte einfach das aktuelle Spiel immer weiter verbessert werden, um den Status einer Fortsetzung zu erreichen? Verratet es uns in den Kommentaren!

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