Guild Wars 2 im Test: Test-Tagebuch Teil 1
Wir haben den Headstart von Guild Wars 2 genutzt, um unseren Test des Online-Rollenspiel zu beginnen. Die Eindrücke unserer Tester könnt ihr euch in den ersten beiden Ausgaben unseres Test-Tagebuchs in Videoform anschauen.
Pünktlich zum offiziellen Release von Guild Wars 2 beginnen wir unser Test-Tagebuch zu ArenaNets Online-Rollenspiel. Nach der Beta und dem Headstart dürfen nun alle Käufer die Server bevölkern. Wir haben mit einem frischen Charakter angefangen und berichten euch in regelmäßigen Updates von unseren Erlebnissen, den positiven wie den negativen. Am Ende des Test-Tagebuchs werden wir Guild Wars natürlich auch eine Wertung geben - doch das wird noch einige Wochen dauern. Bevor unsere Abenteuer in Guild Wars 2 beginnen, ist erst einmal ein Neustart des Spiels angesagt, denn wir laden die englische Sprachausgabe. Die deutsche ist zwar wirklich gut, doch die englischen Stimmen der Charr sind so schön rauchig düster dass wir sie nicht missen wollen. Zur Verständnishilfe bleibt der Text im Spiel dann aber auf Deutsch, Untertitel inklusive. Für Spieler des Vorgängers Guild Wars empfehlen wir außerdem einen Blick in die Tastenbelegung, einige Änderungen und Anpassungen sind angebracht.
Unser Startcharakter wird eine Charr-Ingenieurin, die passenderweise der Eisenlegion angehört. Diese Legion umfasst die Tüftler und Bastler, während die Aschelegion eher auf Tarnung setzt, die Blutlegion auf Frontalattacken. Diese Entscheidung beeinflusst zu Beginn von Guild Wars 2 an die persönliche Geschichte unseres Charakters. Das Startgebiet der Charr liegt mitten im alten Ascalon, der einstigen Heimat der Menschen. Mehr zur Hintergrundgeschichte der Gegend erfahren wir während der Einstiegsaufgabe, und durch herumlaufende NPCs: In der Hauptstadt, der Schwarzen Zitadelle, läuft zum Beispiel eine Art Lehrer mit einem Knäuel junger Charr-Kätzchen alle historisch interessanten Punkte ab. Neugierige Spieler dürfen sich der Gruppe anschließen und zuhören, oder aber die Stadt weiter erkunden. Händler bieten Waren an, viele Grüppchen von NPCs stehen herum und unterhalten sich, eine Charr-Mutter erklärt ihrem Sohnemann, dass Vati bald vom Kämpfen nach Hause kommt. Kurz: Die Atmosphäre ist immersiv und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Die schöne Welt von Tyria wird außerdem untermalt von einem epischen Fantasy-Soundtrack, mit einigen bekannten Tracks aus dem Vorgänger Guild Wars 1. Da wir hier durch das einstige Startgebiet aus dem Vorgänger laufen, passt das gut und weckt Erinnerungen.
Doch genug des Schwelgens, wir wollen kämpfen! Wir laufen hinaus in die Ebenen von Aschfurt, und schon rennt uns ein NPC über den Haufen: Drüben beim Schrottplatz brauchen sie unsere Hilfe! Wir müssen hier keine Quest annehmen, sondern laufen einfach los. Am Schrottplatz wehren wir mehrere Wellen von Gegnern ab – Krieger der geächteten Flammenlegion. Ist das Event vorbei, erhalten wir automatisch unsere Belohnung, und es kann weiter gehen. Gerade in den Startgebieten folgen oft mehrere Events direkt aufeinander, und es gibt jede Menge zu tun. Haben wir gerade den See von Teerflecken gesäubert, rückt eine Lindwurm-Brutmutter an, und wir befinden uns in unserem ersten Bosskampf. Es sind einige Spieler online, im Schlachtgetümmel wird es schon langsam schwer sich zurechtzufinden. Dennoch wird die Brutmutter nicht zu leicht zu bekämpfen sein, denn die Events skalieren im Schwierigkeitsgrad je nach der Menge der Teilnehmer.
Guild Wars 2 fördert den Forscherdrang
In der freien Landschaft setzt sofort der Erforscherdrang ein. Es gibt Aussichtspunkte zu entdecken, die meist mit einer halsbrecherischen Kletterpartie verbunden sind. Überall auf der Karte sind Handwerks-Ressourcen markiert, die wir ernten können sobald wir das richtige Werkzeug besorgt haben. Stetig lockt ein neues Event oder ein neuer, unentdeckter Ort. Doch nichts ist umsonst: Für jede entdeckte interessante Stelle und jeden Wegpunkt erhalten wir Erfahrungspunkte – allein durch einen ausgedehnten Stadtspaziergang sammeln wir so eineinhalb Stufen ein. Belohnt werden wir während dem Spielen außerdem mit vielen Mini-Errungenschaften: 10 Kämpfer der Flammenlegion getötet, 5 unterschiedliche Feinde besiegt, 10 Mitspieler wiederbelebt. Nach einigen Errungenschaften erhalten wir sogar eine extra Belohnungstruhe. Die Events selbst sind passend angelegt: Wir haben in einem Gebiet alles erledigt, doch bevor uns langweilig werden kann, will ein NPC auf seinem Weg in den nächsten Sektor beschützt werden. In unserem Startgebiet finden wir viele verschiedene Typen von Aufgaben, die uns die Spielmechaniken näher bringen. Dazu gibt's noch hilfreiche Tutorial-Popups.
Schließen wir uns nun mal endlich mit Freunden zusammen. Trotz eines noch etwas verbuggten Gildensystems und einer Freundesliste, die einige Aussetzer hat, schaffen wir es dank Wegpunkten und Teleport-Toren, uns mit Freunden aus den Startgebieten der anderen Völker zu treffen. Selbst wenn jemand im Overflow-Bereich landet, wenn eine Map gerade zu voll ist, können wir uns entscheiden dort beizutreten und weiterzuspielen. Das Chat-System wirkt auf den ersten Blick etwas verwirrend und unhandlich, aber wir gewöhnen uns dran.
Guild Wars 2: Wir lernen neue Fertigkeiten
Wir haben nun Stufe 5 erreicht, und dürfen anfangen weitere Fertigkeiten zu lernen. Bisher konnten wir nur über unsere Waffe Fertigkeiten freischalten, und das funktioniert automatisch für die ersten 5 Plätze in eurer Skill-Leiste. Die restlichen füllen wir mit Unterstützungs-Fähigkeiten auf, unsere Ingenieurin kann jetzt zum Beispiel einen Geschützturm aufstellen, oder ein Granaten-Kit auspacken! Mit dieser Verstärkung trauen wir uns sogar wieder in unsere persönliche Geschichte. Diese wird in abgeschlossenen Instanzen erzählt, in die wir Mitspieler nur über eine Einladung mitnehmen. Das ist auch zu empfehlen, denn die Gefechte in den Instanzen haben es in sich. Wir treffen nun den großen Helden Rytlock Brimstone, der Lesern der Guild-Wars-Romane ein Begriff sein sollte. Er ist begeistert von unserer Idee für eine neue Waffe, die den Menschengeistern, die Ascalon heimsuchen, so richtig einheizen soll. Zuerst sammeln wir also das Material für die Waffe, basteln den ersten Prototyp, und testen die Wumme an den nächstbesten Geisterhorden.
Es schauen uns die drei Tribune der Legionen dabei zu, und wir sollten diese Chance nutzen, Eindruck zu schinden. Leider ist diese Story-Mission so schwer, dass wir mehrfach von den Geistern umgenietet werden. Im Event-Anzeiger am rechten Bildschirmrand steht zwar immer ein vorgeschlagenes Level für die nächste Mission oder das nächste Event, aber verglichen mit den dynamischen Events in der freien Spielwelt sind die Geschichts-Instanzen eindeutig schwerer – nicht zuletzt da wir diesmal alleine unterwegs sind. Zur Seite steht uns aber immerhin unser bester Kumpel Klauensporn, der einzige Überlebende unseres Kriegstrupps. Welches Mitglied der Truppe unser Freund in der Geschichte wird durften wir während der Charaktererstellung entscheiden. Sterbt ihr in einer Story-Instanz, müsst ihr sie übrigens nicht von vorne beginnen. Stattdessen startet ihr erneut an einem Kontrollpunkt, eine Art Speicherpunkt innerhalb der Mission. Nach einigem Geballer sind auch endlich die Geister hinüber, und wir sind im Ansehen der Tribune gestiegen! Nun heißt es weiter in der offenen Welt leveln und alles erkunden, bis wir mit dem nächsten Story-Abschnitt weiter machen können.
Es gab für mich ab Level 50 keine einzige Story Instanz, welche auf anhieb funktioniert hat.
Mal hängt der Skriptaulösende Npc in einer Wand fest und wird nicht mal mehr auf der Map angezeigt (durch den Boden gefallen?!)
oder aber er rennt wieder zur Startposition zurück und steht dann bloß noch auf der Stelle.
Und die Storymissionen unter Wasser sind noch mal eine Ecke schlimmer,
die KI der Begleiter ist so extrem schlecht, ganz selten wird dann der Gegner mal getroffen.
Wenn dann 4 oder sogar mehr Mobs auf einmal auftauchen, hat man als Mage nichts mehr zu lachen...
Ist man erstmal aus den Startgebieten raus, hat sich alles aufgelöst!!
Ich konnte am Anfang auch nicht in der Gruppe/Guilde spielen, doch nach dem ich aus dem Startgebiet raus war, lief auf einmal alles wie geschmiert.
Falls du es noch nicht weist, wenn du in einer Gruppe bist und deine Kollegen sind auf einem anderen Überlauf, musst du einfach nur rechtsklick auf den Namen und auf Beitreten, dann wirst du direkt auf den gleichen Server transferiert.^^