Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!? (Seite 2)
Auf Seite 2 unseres großen Tests zu Gotham Knights klären wir, warum die Story rund um den Rat der Eulen nur selten mitreißen kann und welche Probleme es noch in der 2022er-Version von Gotham City zu entdecken gibt. Dabei finde sich einige in der offenen Spielwelt.
Lasst euch aber gesagt sein: Arkham City oder Arkham Knight liefern im Laufe ihrer Spielzeit mehr DC-Antagonisten als Gotham Knights. Ebenso schafft man es zu keinem Zeitpunkt so richtig, sich vom dunklen Rächer zu lösen. Emotionale und persönliche Momente sowie auf spezielle Charaktere ausgelegte Situationen gibt es zwar immer mal wieder im Glockenturm zu entdecken. Aus den vier Figuren wird dennoch viel zu wenig herausgeholt. Wer sich spezielle Bösewichte für Batgirl oder Red Hood wünscht, die sich mit persönlichen Motiven und tiefgreifenden Konflikten aus den Schatten erheben, der wird enttäuscht. Gotham Knights ist leider kein kunterbuntes Abenteuer der Bat-Familie. Es ist ein Batman-Spiel. Ohne Batman. Und ohne ausreichend Flair, Abwechslung oder Alleinstellungsmerkmal.
Eine Ermittlung in Gotham, so verloren wie Gotham selbst
Ihr merkt sicherlich: Qualitativ kann die Story von Gotham Knights nur selten mitreißen. Die Inszenierung, die Zwischensequenzen und auch manche Schauorte gefallen zwar ziemlich gut, alles in allem verliert sich die Bat-Familie und ihre mysteriöse Ermittlung aber viel zu häufig im Mittelmaß. Es gibt ein paar Story-Wendungen und große Plot-Momente, denen fehlt es aber deutlich an Schlagkraft und Kreativität. Fans der Bat-Familie können dennoch ihren Spaß mit der Handlung haben, man sollte nur nicht ähnlich großartiges Storytelling erwarten, wie das beispielsweise bei der Arkham-Reihe oder dem Insomniac-Hit Spider-Man der Fall ist.
In diesem Artikel
- Seite 1 Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!?
- Seite 2 Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!? (Seite 2)
- Seite 3 Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!? (Seite 3)
- Seite 4 Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!? (Seite 4)
- Seite 5 Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!? (Seite 5)
- Seite 6 Bildergalerie
Eine waschechte Ermittlung benötigt natürlich auch Detektivarbeit. Die wurde in Form einer AR-Sicht integriert, die interessante Umgebungsdetails und Objekte hervorhebt. Das alles wird dann in speziellen Momenten mit diversen Rätseln verknüpft. An sich eine coole Sache, doch den Knobeleien fehlt es an Anspruch und Komplexität. Meist reicht es, zwei offensichtlich relevante Objekte am Tatort zu verbinden, richtig gefordert ist man also nie.
Hinzu kommt nun einer der größten Kritikpunkte: die magere Spielwelt. Ja, das an Gotik und Neogotik angelehnte Gotham City ist groß, voll von Neon-Werbetafeln und bietet mit Stadtteilen wie New Gotham, dem Financial District oder Old Gotham - das Zuhause der Wayne-Tower und des Rathauses - auf dem Papier eigentlich genug Abwechslung.
Schlendert man dann aber selbst durch die dunklen Gassen, so fällt schnell auf, wie leblos und monoton das Leben in der an New York angelehnten Stadt ausfällt. Ernsthaft, was war noch gleich der Grund dafür, dass die Leute nicht einfach wegziehen?! Man würde der Bevölkerung Gothams ja gerne dazu raten, aber jegliche Interaktion mit den Bewohnern der Stadt wurde von den Entwicklern deutlich untersagt.
Quelle: PC Games
Eine Großstadt, wie Bösewicht Two-Face: In manchen Momenten macht die 2022er-Version von Gotham City eine herausragende Figur. Das liegt besonders an der tollen Belichtung. Die meisten anderen Momente stinken hingegen ordentlich ab gegen Genre-Konkurrenten und inoffizielle Vorgänger.
Es gibt jetzt einige Passanten innerhalb der Großstadt, die ziellos den Fußgängerweg entlang schlendern oder an Bushaltestellen auf das nächste Verbrechen warten. Eine erwähnenswerte Atmosphäre oder gar Immersion baut sich dabei nie auf. Das höchste der Gefühle ist, wenn uns eine Frau auf der Straße darauf anspricht, dass wir nur billige Kopien von Batman sind. Und dass Batman stark vermisst wird. Auch ohne die Sprüche der Bürger brennt diese Aussage so sichtbar über Gotham wie einst das Bat-Symbol.
Für Langeweile ist gesorgt: Fortbewegung & Aktivitäten
Was ebenso über den Dächern von Gotham brennt, ist unser sich stetig aufbauender Frust. Denn: Sich in einem Superheldenspiel fortzubewegen, war schon so lästig, wie es in Gotham Knights der Fall ist. Die Steuerung ist deutlich ungenauer, als das bei Genre-Nachbarn und inoffiziellen Vorgängern der Fall ist. So findet man sich häufig an einer falschen Hauswand hängend oder in Umgebungsdetails wieder, da der Greifhaken mal wieder überraschend in die falsche Richtung zieht - etwas nervig.
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Ich bin gespannt ob ich es überhaupt noch zu Ende bekomme.
Ich fand die Machart aber leider eben nicht so gut. So eine Geschichte hätte man bereits in Arkham City anfangen müssen. Denn so hatte der Reveal für mich keine besondere Tragweite.
Aber nun gut, ich bin auf jeden Fall extrem gespannt, wie Rocksteadys Suicide Squad sein wird. Hoffentlich wird es mir helfen, Gotham Knights schnell zu vergessen:ugly:
Ich fand die Machart aber leider eben nicht so gut. So eine Geschichte hätte man bereits in Arkham City anfangen müssen. Denn so hatte der Reveal für mich keine besondere Tragweite.
Wenn man bspw. in Arkahm City den Verlust von Jason Todd inszeniert hätte, wäre das ein sehr viel stärkerer Moment, wenn in Arkahm Knight der Reveal kommt, dass er überlebt hat.
Man hat keine Bezugspunkte zur Figur des Jason Todd, da er in allen anderen Arkham-Spielen mit keinem Wort erwähnt wird.
Und Fun Fact: Ich habe mir am Halloween-Abend hier im örtlichen Comicbuchladen eine Ausgabe von Long Halloween besorgt, damit ich das endlich mal nachholen kann. ^^
Den großen Plottwist rund um den Arkham Knight fand ich einfach soooo konstruiert. Wir führen in diesem Spiel einen Charakter ein, den wir vorher noch nie erwähnt haben, spendieren ihm ein paar Rückblenden inklusive tragischem Tod und ohhhhh... er steckt auch hinter dem Oberbösewicht des Spiels und der Reveal ist: Er lebt doch noch. Das ist imo richtig tölpelhaft zusammengeschustert.
Mir ist auch aufgefallen, dass viele User den Pattinson The Batman nicht gut finden, während ich die Anknüpfungspunkte an den Comic Klassiker "The Long Halloween" bei dem Film sehe und allein deshalb schon total feiere.
Grafik und Gameplay schon ziemlich gut. Aber die Story fand ich so viel schlechter, als die anderen und das Batmobil kotzt mich heute noch an. ^^
Exakt so isses. Warner Montreal hat auch Arkham Origins gemacht.
Echt fatal, dass sie unbedingt alles einreißen und neu machen mussten und nicht einfach auf dem Fundament der Arkham-Reihe aufgebaut haben.
Ach witzig. Ist jetzt das erste Mal, dass mir das aufgefallen ist. Hatte mir erst letztens RDR 1 und GTA 4 gekauft und das ging digital einwandfrei.