Diablo 4: Lord of Hatred: Das dramatische Story-Finale überrascht im Test
Für Lord of Hatred hat Blizzard einen spannenden Abschluss der Mephisto-Saga versprochen, die schon im Hauptspiel begann. Im Test zeigt sich: Das hat geklappt!
Nun rollen die Köpfe
Zählt ihr auch zu denjenigen, die von der Kampagne in Vessel of Hatred etwas enttäuscht waren? Hattet ihr vielleicht auch das Gefühl, dass Blizzard hier nur die Weichen für etwas Größeres stellt? In dem Fall haben wir gute Nachrichten.
Wer mag, kann mit jeder neuen Klasse direkt bei Lord of Hatred einsteigen und die früheren Kampagnen überspringen. Vorkenntnisse sind aber Pflicht, denn die Geschichte knüpft natürlich an Vessel of Hatred an und beginnt schon im spektakulär gerenderten Intro mit einer faustdicken Überraschung. Ob man die gut oder schlecht findet, sei mal dahingestellt. Doch zumindest zeigt Blizzard schon in der Einführung klar, dass sie diesmal keine halben Sachen machen. (Hier könnt ihr euch das Video ansehen.Spoiler-Warnung!)
Danach bewegt sich erst mal alles in den üblichen Bahnen und fast könnte man glauben, Blizzard verfällt in sein altes Erzählschema: Wieder läuft man Hinweisen und Prophezeiungen hinterher, stiefelt durch muffige Gruften, Archive und Tempel. Zwischendurch landet man in Traumwelten voller Lore-Häppchen und stochert in uralten Erinnerungen herum, die alle irgendwie mit Liliths Vermächtnis und ihrem Schurkenvater Mephisto zusammenhängen, der diesmal in Gestalt eines Predigers durchs Land zieht und seine Pilger dabei nach Strich und Faden korrumpiert.
Diablo 4: Lord of Hatred - Screenshots aus dem Test
Und ja: Blizzard hat schon vorab verraten, dass Lilith in gewisser Weise wieder mitmischen darf - das ist also kein Spoiler. Ihr Auftritt dürfte allerdings für Gesprächsstoff sorgen. Denn obwohl sich die Autoren redlich bemühen, ihrer Figur mehr Gewicht zu verleihen, legt sie für unseren Geschmack eine dermaßen flotte Kehrtwende hin, dass sie einfach nicht mehr so recht zum Hauptspiel passen will. Selbst Starcrafts Kerrigan hätte da bei manchen Story-Entscheidungen vermutlich irritiert die Augenbraue gehoben. Wer war hier eigentlich nochmal gut und wer böse?
In diesem Artikel
- Seite 1 Diablo 4: Lord of Hatred im Test + Video: Macht wenig neu, aber vieles richtig!
- Seite 2 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Die Story
- Seite 3 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Der Hexenmeister
- Seite 4 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Endgame und Kriegspläne
- Seite 5 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Horadrimwürfel und Set-Items
- Seite 6 Bildergalerie
Diablo-Drama in Topform
Trotzdem ist die neue Kampagne nach Vessel of Hatred ein echtes Upgrade! Denn nach dem eher gemütlichen Einstieg legt der Plot plötzlich kräftig zu. Alte Bekannte kehren zurück, wichtige Story-Fäden werden zusammengeführt - und vor allem landet man nun auf der Insel Skovos, einem brandneuen Gebiet, das sich im Südwesten der Map an Nahantu anflanscht und einen vergleichbaren Umfang bietet. Dort erwarten euch neue, wunderschöne Schauplätze, die mit ihrem Griechenland-Flair fast schon an Titan Quest erinnern. Auch ein finsteres, schick gestaltetes Vulkan-Gebiet steht auf dem Reiseplan und natürlich gibt's auch eine große neue Stadt voller Händler, Questgeber und so weiter.
Im Zentrum steht aber die Geschichte, denn Skovos wird von den Amazonen regiert, die zwar schon seit Diablo 2 mitmischen dürfen, aber hier endlich ihren großen Auftritt haben. Dabei lernen wir auch ihre Anführerin Adreaona kennen, eine wichtige Figur, die großes Potenzial für die Handlung mitbringt. Leider wird ausgerechnet sie zu schnell abgehandelt, was auch damit zusammenhängt, dass die Geschichte nun immer flotter auf das große Finale zusteuert und das Tempo dabei mehrmals ins Straucheln gerät. Zähe Passagen, in denen man nur ein paar Schlüssel oder Artefakte sammeln muss, wechseln sich da unvermittelt mit dramatischen Sequenzen ab, in denen sich ein Bosskampf an den nächsten reiht und die Köpfe nur so rollen. Etwas mehr Pausen oder die Möglichkeit, mehrere Ziele gleichzeitig zu verfolgen und sich den Plot so ein wenig einzuteilen, hätten der Erzählung vielleicht gutgetan.
Quelle: PC Games
Typisch Blizzard: Die gerenderten Videos sind eine Pracht.
Doch dafür gibt's auch jede Menge starke Momente! Gerade manche Bosskämpfe zählen klar zum Besten, was man bislang in der Reihe erlebt hat. (Dass sie auch etwas kniffliger ausfallen als im Hauptspiel, ist ein netter Bonus.) Toll sind auch die vielen kleinen Anspielungen und Details: Wenn eine Nebenquest plötzlich die Liebesgeschichte von Philios und Lycander behandelt, wenn auf einmal Musikstücke aus Diablo 1 und 2 erklingen oder alte Gesichter überraschend die Bühne betreten, dürfte das echten Fans ein Lächeln (oder Tränchen) ins Gesicht zaubern.
Hochwertige Zwischensequenzen, detailverliebte Schauplätze und eine tolle, orchestrale Musikuntermalung sorgen dabei rund um die Uhr für dichte Atmosphäre und machen es uns leichter, über das eine oder andere Logikloch (es ist eben Diablo!) hinwegzusehen.
Quelle: PC Games
Skovos bietet eine hübsche Abwechslung zu den Dschungeln von Nahantu, bleibt stilistisch aber nahe am Hauptspiel.
Und so bekommt Blizzard am Ende noch ein überraschend rundes Finale zustande: Der dramatische Showdown mit Mephisto schließt die "Age of Hatred"-Geschichte, die im Hauptspiel begann, stimmungsvoll ab und macht danach elegant den Weg fürs Endgame frei. Natürlich bleiben dabei noch zig Hintertürchen für künftige Erweiterungen oder ein Diablo 5 offen, doch als vorläufiger Schlusspunkt funktioniert Lord of Hatred ziemlich hervorragend.
Mit rund 10 Spielstunden fühlt sich die Hauptquestreihe auch etwas länger an als Vessel of Hatred, wobei die Spielzeit natürlich stark von der eigenen Spielweise, dem Schwierigkeitsgrad und nicht zuletzt der Klasse abhängt. Denn Lord of Hatred bringt gleich zwei frische Helden mit, den Paladin und vor allem den brandneuen Hexenmeister. Wie der sich spielt, erfahrt ihr auf der nächsten Seite!
- Seite 1 Diablo 4: Lord of Hatred im Test + Video: Macht wenig neu, aber vieles richtig!
- Seite 2 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Die Story
- Seite 3 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Der Hexenmeister
- Seite 4 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Endgame und Kriegspläne
- Seite 5 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Horadrimwürfel und Set-Items

Bis auf Warframe, dass man auch Solo spielen kann, ist World of Tanks ein reines online Multiplayer Spiel und Overwatch hat keine klassische Solo-Kampagne, im Gegensatz zu Diablo 4.
Du hast aber recht, es ist unwahrscheinlich, dass da mal ein Offline Modus kommt, hat man ja bei D2 Ressurected schon nicht geschafft oder nicht gewollt.
Aber der eigentliche Grund - und da brauchen wir gar nicht drumherum reden - das ist der Shop.
Wobei ich die Switch 2 tatsächlich viel häufiger im Handheld-Modus nutze als die Switch 1.
Der Bildschirm ist deutlich größer, die Unterschiede in der Performance zwischen beiden Modi sind geringer als bei der Vorgängerin und sie liegt besser in der Hand, weil die Joycons logischerweise mitgewachsen sind.
Aber insgesamt, ja, immer noch mehr im Dock, doch nicht viel.
Ich zum Beispiel pendel jeden Tag ne Stunde mitm Zug. Da ist die Switch oder jetzt Switch 2 sehr oft mit dabei.
Wenn Blizzard eines Tages wirklich mal einen Offline-Modus entwickelt, müsste der schon für alle anderen Plattformen kommen - aber dann sind Seasons, PvP-Zonen, Weltbosse, Shops, DLCs, usw halt für die Katz. Klingt für mich unwahrscheinlich. Wenn ich Overwatch, World of Tanks oder Warframe auf der Switch zocken will, brauche ich eben WLAN. Und warum sollte das bei Diablo 4 plötzlich anders sein.
Aber naja. Kundenfreundlichkeit ist wohl eh ein Fremdwort für große Spielekonzerne geworden.
Aber klar, mir ist schon bewusst, dass man D4 da schon ordentlich umbauen muss und dann Monetarisierungen weglässt.
Ich zum Beispiel pendel jeden Tag ne Stunde mitm Zug. Da ist die Switch oder jetzt Switch 2 sehr oft mit dabei.
Es gibt aber auch genug andere Spiele, die offline ohne Probleme spielbar sind.
Andererseits weiß ich aber auch nicht, wie wichtig das wirklich ist, angesichts der Tatsache, dass mir noch niemand draußen begegnet ist, der ein SteamDeck oder eine Switch (2) in den Händen hatte.
Früher, zu Zeiten diverser Gameboys, bis hin zum (3)DS, da war das irgendwie anders. Da habe ich mehr Leute mit sowas daddeln sehen. Die Switch 2, das SteamDeck und die ganzen anderen PC Handhelds sowieso sind viel zu wuchtig geworden, um praktikabel für unterwegs zu sein. Letztens mal ein RogAlly in den Händen gehabt…das ist schon ein ziemlicher Koffer. Würde ich gar nicht in Bus/Bahn oder sonst mal eben schnell für draußen mitnehmen wollen.