Code Vein 2: Das Soulslike mit Fanservice
Wieso die Balance im Spiel nicht funktioniert und wir erklären euch den Gameplay-Loop anhand des schlimmsten Level jemals.
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Nochmal auf den Schwebebalken
Der andere Weg ist, einfach alle Regler nach oben zu ziehen. Das passiert vor allem Richtung Ende des Spiels. Da sind Bosse plötzlich ultra-aggressiv, sodass wir kaum Zeit zum Angreifen haben. Dazu können sie sich alle teleportieren oder durch die halbe Arena dashen, sie bringen uns selbst bei ultra-hohem Level mit zwei Schlägen um, und fast alle ihre Attacken sind so breit, dass sie fast die ganze Arena damit erwischen. Das ist einfach nur unglaublich nervig und fühlt sich völlig unfair an.
Dabei sind die Movesets an sich teilweise richtig interessant und es würde Spaß machen, um sie herum zu spielen. Bei der hohen Aggressivität, der hohen Mobilität und dem hohen Schaden macht das aber einfach keinen Spaß, und fühlt sich - wie bereits erwähnt - schlicht unfair an. Da sind wir froh, dass wir immer einen KI-Begleiter dabeihaben, der auch ab und zu mal den Fokus des Bosses bekommt, wodurch wir ihm in Ruhe in den Rücken schlagen können.
Quelle: PC Games
Die Story-Bosse sind immer interessant gestaltet, nur ihre Kämpfe wechseln zwischen langweilig und zu wild ab.
Im ganzen Spiel gibt es unserer Meinung nach nur zwei Bosse, die den Sweetspot perfekt treffen. Bei denen es richtig viel Spaß bereitet, Attacken zu lesen, im richtigen Moment anzugreifen und abzuwägen, ob wir noch einen Schlag hereinbekommen können oder ob wir wieder defensiver spielen sollten. Alle anderen sind entweder viel zu krass oder viel zu langweilig. Und wenn wir schon bei langweiligen Bossen sind: Fast alle optionalen Bosse sind einfach nur normale Gegner mit ein bisschen mehr HP. Also können wir auch die oft schnell mit unserer Im-Kreis-gehen-Taktik ausschalten.
Der schlimmste Level jemals
Von denen gibt es auch noch unglaublich viele, aber um zu beschreiben, wie schlimm das Ganze werden kann, wollen wir euch vom vermutlich schlimmsten Spiele-Abschnitt erzählen, den wir jemals spielen mussten. In dem Abschnitt treffen wir Emo-Edgelord Lyle, der Teil einer Rebellion ist und praktisch nichts und niemanden mag. Wir bekommen von seinem Chef Craig die Mission, in die Mitte eines riesigen Bergwerks zu gehen, um dort das Schloss wieder einzunehmen, damit die Rebellion Schutz findet.
Also nehmen wir den wortkargen Anime-Boy mit und begeben uns auf eine Reise. Eine Reise in ein langweiliges Bergwerk, das fast ein Drittel der kompletten Weltkarte ausmacht. Zuerst rennen wir einen riesigen Kreis um dieses Bergwerk, wo auf dem Weg noch einige Dungeons und kleine Siedlungen sind. Dort treffen wir immerhin ein paar Gegnergrüppchen und kopierte Zwischenbosse. Soweit ist also alles wie immer, recht langweilig, aber der Souls-Geist in uns kommt da schon mit halbwegs viel Spaß durch. In dem Bergwerk wird es dann aber komplett absurd.
Wir gehen den Weg herunter, und laufen einfach nur öde, matschige Straßen entlang. Weit und breit ist nur das uninspirierte Stahlschloss in der Mitte zu sehen, das sehr an unsere ersten Bauten in Minecraft erinnert, und eben Berge. Berge und noch mehr Berge. Jetzt könnten wir natürlich an allem vorbeirennen, oder mit unserem Steampunk-Moped durchfahren, die Entwickler haben aber immer wieder kleine Orte mit den kopierten Zwischenbossen verteilt, hinter denen richtig interessante Items und Skills versteckt liegen.
Quelle: PC Games
Das Bergwerk, inklusive Giftsumpf.
Und weil der Rollenspiel-Aspekt das beste am gesamten Spiel ist, wollten wir natürlich haben, was da so herumliegt. Also gehen wir weiter. Mehr Berge. Mehr langweilige Wege. Mehr "Bosse". Das Spiel kann uns doch nicht ernsthaft stundenlang durch diese uninspirierte, braune Masse leiten wollen. Zwischendrin gibt's zum "Auffrischen" kleine Dungeons, die einfach nur aneinanderhängende Stahlgänge sind, die völlig gleich ausschauen. Ach ja, und eine Höhle, in der sich ebenfalls nichts Nennenswertes befindet.
Nach einigen Stunden dachten wir, wir sind wahnsinnig geworden. Sind wir auf dem Hauptweg? Sind wir auf dem Weg zum heftigsten, optionalen Boss aller Zeiten? Finden wir hier eine legendäre Waffe? Sind wir am Ziel schon lange vorbei? Ist das deren Ernst? Soll unser Charakter innerhalb dieses Berges schon 20 Level-Ups bekommen haben? Wieso gibt es beim Erkunden in diesem Spiel eigentlich keine Hintergrundmusik? Haben wir so lange dafür gearbeitet, diesen Job zu bekommen, um jetzt um zehn Stunden vorwärts zu drücken und gelegentlich ein paar Gegner mit einem Schlag zu besiegen? Und wieso schreiben wir "wir", wenn ich ein einzelner Redakteur bin?

Der Test hat Spaß gemacht zu lesen und hat ehrlich pros und cons aufgetischt, danke dafür! Dachte mir schon dass CV2 da wieder in ne holprige Richtung geht, leider. Klar, die Zielgruppe ist eindeutig und verkaufen wird sichs auch ein bisschen, die meisten wird aber so Zeitreise-Umarmungen kalt lassen
Der Test hat Spaß gemacht zu lesen und hat ehrlich pros und cons aufgetischt, danke dafür! Dachte mir schon dass CV2 da wieder in ne holprige Richtung geht, leider. Klar, die Zielgruppe ist eindeutig und verkaufen wird sichs auch ein bisschen, die meisten wird aber so Zeitreise-Umarmungen kalt lassen
Doch das Fazit hier ist schon etwas anders, etwa 20 Punkte unter Metascore.
Ich mochte Teil 1 an sich. Nicht überragend, aber ganz nett.
Mal die ersten Letsplays auch noch abwarten.
Ach, ich könnte noch Tausende zeilen zu diesem Spiel schreiben, es könnte so viel besser sein, sogar mit gleichen Entwickler meiner Meinung nach. Nur die Entscheidungen die getroffen wurden, sind größtenteils, bestenfalls fraglich.
Doch das Fazit hier ist schon etwas anders, etwa 20 Punkte unter Metascore.
Ich mochte Teil 1 an sich. Nicht überragend, aber ganz nett.
Mal die ersten Letsplays auch noch abwarten.