Platz 2 der gamescom-Flops geht an...
Auf der gamescom 2009 waren unter anderem unsere Redakteure Felix Schütz, Sebastian Weber und Robert Horn. Wir baten sie, die enttäuschendsten Spiele der gamescom 2009 zu nennen und zu begründen. Hier ihre Eindrücke. Bewertet werden übrigens die Präsentationen, nicht die Spiele an sich.
Platz 2: Arcania: A Gothic Tale
Sebastian Weber meint:
Eine Techdemo mit ein paar Charaktermodellen und einem rudimentären Kampfsystem. Mehr gab es von Arcania leider nicht zu sehen. Die Grafik-Engine vermag zwar einiges zu leisten und die Spielwelt in hübsche Bilder zu tauchen, aber wie die spielerische Qualität von Arcania letztlich wird? Keiner weiß das so genau. Immerhin klingen die Pläne der Entwickler schon mal nicht schlecht, die einzelnen Kapitel nun nach und nach fertig zu bauen und anhand von Fokusgruppentests zu überprüfen, ob das dann auch alles Spaß macht und ankommt. Dass das sicher noch bis spät in 2010 brauchen wird, würde mich nicht überraschen. Aber immerhin besser, als wieder ein Bug-Debakel á la Gothic 3. Ich bin gespannt, was die Zukunft hier bringt.
Felix Schütz meint:
Mit der Präsentation von Arcania hat sich Jowood keinen Gefallen getan. Nicht, weil das Gezeigte wirklich schlecht aussehen würde, nein - es sieht nur nicht nach einem Spiel aus, sondern erinnert vielmehr an eine (schöne!) Grafikdemo. Seit unserem Vor-Ort-Besuch bei Entwickler Spellbound hat sich scheinbar nicht allzu viel getan. Doch immerhin: Erstmals konnten wir den neuen Helden des Spiels ganz ohne Helm begutachten, außerdem lief die Engine nun wesentlich flüssiger als noch beim letzten Mal. Licht- und Wassereffekte wirkten unverändert fein, die Landschaftsdarstellung ist ebenfalls ausgesprochen gut gelungen. An Animationen sowie Tag- und Nachtwechseln hatten wir nichts zu meckern, doch von den viel gelobten Wettereffekten war diesmal leider nichts zu sehen. So schön das Spiel bislang auch aussehen mag, vom eigentlichen Gameplay wurde abermals kaum etwas gezeigt: Der Held stiefelte einfach munter durch die leere Welt und warf zuweilen mal einen Feuerball durch die Gegend. Keine Kämpfe, keine Monster, keine NPCs - speziell von letzteren hätte ich gerne schon mal ein paar Tagesabläufe oder Reaktionen auf den Spieler gesehen. Doch scheinbar ist die KI immer noch nicht ganz implementiert. Da hatte ich von der Präsentation tatsächlich etwas mehr erwartet.
Wie gut Kampfsystem, Quests, Story, Dialoge und Charakterentwicklung also wirklich werden, das bleibt weiter ein Geheimnis. Allerdings muss man den Entwicklern zugute halten, dass sie sich nicht mit der Fertigung einer verfrühten Messe-Demo aufgehalten haben, sondern weiter konzentriert an ihrem Spiel arbeiten. Vielleicht hat das also auch ein Gutes.
Zumindest gibt es auch ein paar interessante Neuigkeiten: Jowood äußerte sich zu dem Gerücht, man hätte sich vertraglich dazu verpflichtet, das Spiel bis Ende Februar 2010 fertig zu entwickeln und zu veröffentlichen - laut Jowood handelt es sich dabei um eine Fehlinformation. Der Beweis: Man habe das Spiel bereits auf unbestimmte Zeit ins Jahr 2010 verschoben, und man werde sich keinem verfrühten Veröffentlichungstermin unterwerfen. Kurz gesagt: das Spiel soll erscheinen, wenn es fertig ist, und nicht einen Tag früher. Jowood betrachtet Arcania auch nicht einfach nur als Gothic 4, sondern vielmehr als einen Relaunch der Reihe. Man sei sich also bewusst, dass man es diesmal (sprich: nach den Debakeln Gothic 3 und dem Add-on Götterdämmerung) "richtig" machen müsse, um die Fans mit Arcania zu versöhnen.
Im Rahmen dieser Zugeständnisse hat Jowood noch eine interessante Ankündigung gemacht: Man plane, das erste Kapitel des Spiels nun weitestgehend fertigzuentwickeln und abzurunden. Dieses fertige Kapitel werde anschließend einer Fokus-Gruppe vorgelegt, die es dann rauf und runter spielen soll. Mit den Erkenntnissen aus diesem Fokus-Test werde man sich dann an die Entwicklung des restlichen Spiels machen und so sämtliches Player-Feedback schon früh einfließen lassen. Wie sich diese Fokusgruppe zusammensetzt, welche Spieler mitmachen dürfen, wann der Fokus-Test startet und wo Jowood ihn ausschreiben wird, das alles steht noch nicht fest. Freundliche Emails der Sorte "Lasst mich gefälligst Arcania betatesten!" brauchen Sie also noch nicht verschicken.

Warum also einen Ego-Sightseeing-Tour ins Spiel integrieren, wenn der spielerische Nutzen gleich null ist?
Eine nette Dreingabe ja, aber viel zum Spiel beitragen wird es vermutlich nicht.
In Silent Hunter spielen aber nunmal nicht die Besatzungen eines U-Bootes die "erste Geige", sondern die taktischen Kämpfe. Ein Atmosphäre-Plus dürften die Rundgänge in einem U-Boot sicherlich sein, (auf die Dauer vielleicht langweilig, aber naja... ^^) einen spielentscheidenden Einfluss hat das vermutlich nicht. Also ein Feature, dass man auch weglassen kann, da kein spielerischer Nutzen vorhanden ist.
Beiwerk. Schmuck. :-P
Warum also einen Ego-Sightseeing-Tour ins Spiel integrieren, wenn der spielerische Nutzen gleich null ist?
Eine nette Dreingabe ja, aber viel zum Spiel beitragen wird es vermutlich nicht.
Warum also einen Ego-Sightseeing-Tour ins Spiel integrieren, wenn der spielerische Nutzen gleich null ist?
Eine nette Dreingabe ja, aber viel zum Spiel beitragen wird es vermutlich nicht.
Ich denke es wird tatsächlich irgendwelche Relevanz haben. Stichwort Moralsystem. Vermutlich dürfte eine Mannschaft unter ehrvorragender Moral bessere Ergebnisse abliefern, als ein miesepetriger Mob von Rumsüchtigen... vielleicht ganz sinnvoll, wenn der KaLeun (Kapitänleutnant) mal mit seinen Männern spricht...
Starcraft 2 ist meines Erachtens ein Spiel, in dem jede Menge Charaktere vorkommen mit denen man interagieren kann und muss.
So kenn' ich das zumindest aus dem Vorgänger: Da gab es immer hier und da ne Mission, wo du verschiedene Charaktere rekrutieren oder in Begleitschutz nehmen musstest - dabei wurden auch Gespräche geführt. Man kam sich also in gewisser Weise näher.
Silent Hunter ist doch aber afaik ein U-Boot-Taktik-Strategie-Titel, wo Kämpfe zwischen U-Booten und anderen nautischen Fahrzeugen ausgefochten werden und der einzelne Mann in den Materialschlachten komplett "untergeht". :ugly: :-D
Warum also einen Ego-Sightseeing-Tour ins Spiel integrieren, wenn der spielerische Nutzen gleich null ist?
Eine nette Dreingabe ja, aber viel zum Spiel beitragen wird es vermutlich nicht.
Da muß ich meinen Vorrednern aber Recht geben in Bezug auf SH5. Da wird nur das Spiel in Frage gestellt, aber nicht die Präsentation. Und wenn ein Redakteur der selbst sagt dass er U-Boot Sims nicht mag dass ganze verfasst...dann wirkt das schon sehr gekünstelt. Vll wäre die LIste sonst zu kurz gewesen?
Zu den Features...in Starcraft 2 wird in jedem Preview gefeiert dass man mit den Leuten auf dem Schiff reden kann. Ebenso in WIng Commander. Aber hier, wo die Leute realisticher weise oft Wochen und Monatelang nur sich elbst hatten ist es wenig sinnvoll? Naja...