The Witcher 3: Tuning-Tipps und neue Vergleichs-Videos
Die grandios gerenderte Grafik macht The Witcher 3 zur neuen Genre-Referenz. High-End-Hardware wird für die opulente Optik jedoch nicht benötigt. Mit unseren praktischen Tuning-Tipps, geben wir euch einen Überblick, wie ihr das Beste für euch heraus holt.
Der dritte Witcher-Teil sollte sehr groß werden. Mit dieser Vorgabe entwickelte CD Project die für The Witcher 3 umfangreich modernisierte und erweiterte Red Engine 3 und setzte dabei einen besonderen Fokus auf weite, dynamische und abwechslungsreiche Landschaften. Neben dem modernen DX11-Renderpart der Leistungszentrale muss vor allem das Streaming funktionieren, anders ist die Darstellung einer großen, dynamischen Welt mit aktueller Hardware nicht möglich.
Trotz vieler grafischen Schmankerl ist die Performance bei unserer Vorabversion schon ausgezeichnet und verlangt keinesfalls nach High-End-Hardware. Das garantieren die vorbildlich funktionierende Streaming-Engine sowie der bedachte Einsatz von Tessellation und HBAO+ zur Schonung der GPU genauso wie die lobenswerte Ausnutzung von Mehrkernprozessoren und ressourcensparende Grafikspeicherbelegung. Selbst das LOD geht moderat zu Werke und lässt auch bei wenig Details noch Dinge in der Ferne erkennen.
Nachfolgend könnt ihr die Optik der PC-Version vor und nach dem Day One Patch vergleichen:
Eine erste Leistungsprognose
Die abschließenden Tests mit der finalen Version von The Witcher 3 sind noch nicht gänzlich abgeschlossen. Daher können wir hier nur eine Tendenz angeben, mit welcher Hardware The Witcher 3 mit mindestens 30 Fps oder mehr läuft, und welche Tuning-Maßnahmen eine gravierende Leistungsverbesserung bringen. Fest steht, mit einem Core i5 mit rund 3 GHz (Ci5-4570/Ci5 2500) oder AMDs FX-6300/8350 gepaart mit einer GTX 780/Radeon R9 290X braucht ihr mit Ausnahme von Hairworks auf kein Detail zu verzichten.
Game-Ready-Treiber von Nvidia
Besitzer einer Nvidia-Grafikkarte können ihren Rechner mit dem neuesten Game-Ready-Treiber noch besser auf The Witcher 3 abstimmen. Pünktlich zum Release des Rollenspiels stellt der Grafikkarten-Hersteller das neue Programm zur Verfügung. Der Treiber soll die Performance verbessern und führt die Unterstützung von SLI-Konfigurationen ein. Der Geforce-Treiber mit der Versionsnummer 352.86 steht über den Link auf der linken Seite zum Download bereit.
Nvidia Hairworks
Die PC-Version von The Witcher 3 nutzt für die Darstellung virtueller Haarpracht Nvidia Hairworks. Die Darstellung ist gelungen, benötigt aber viel Leistung. Diese Technik gehört zu Nvidias Gameworks-Bibliothek und läuft auch auf AMD-Grafikkarten. Die Darstellung erfolgt mittels unzähligen, tessellierten Polygonsträhnen, die mit einem Physikmodell versehen wurden und ist leistungstechnisch sehr anspruchsvoll. Hairworks kam bisher in den PC-Versionen von Call of Duty: Ghosts und Far Cry 4 zum Einsatz, in The Witcher 3 ist der Effekt allerdings besonders überzeugend.
Die hübsche Darstellung der Haare von Hexer Geralt, Pferdemähnen und Fellen von Wölfen und allerlei anderem Getier sieht besonders in Bewegung sehr schick aus, verlangt aber auch nach einer sehr potenten Grafikkarte. Besonders AMD-GPUs haben ihre liebe Not, den Effekt flüssig darzustellen, aber auch Nvidia-Grafikkarten kapitulieren spätestens dann, wenn Geralts Haarpracht in der Nahaufnahme zu sehen ist oder mehrere Tiere gleichzeitig angezeigt werden müssen – mit Mittelklasse-Grafikkarten solltet ihr daher auf Hairworks verzichten, wenn ihr flüssige Bildraten erhalten wollt.
In der Nahaufnahme ist Hairworks extrem anspruchsvoll, selbst eine Titan X hat zu kämpfen. Wer auf Hairworks verzichten kann, erntet hier massig FPS bei nur geringen optischen Einbußen. Selbst starke Nvidia-GPUs verlieren in solchen Szenen rund 40 Prozent Leistung. AMD-User sollten lieber auf den Effekt verzichten. Bis zu 70 Prozent Leistungsverlust sind zu viel.

Dankbar für jeden Tip ;)
Das Camielein
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