The Long Journey Home im Test: Handel und Rohstoffgewinnung, Gameplay, Spielmodi

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Test Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 8,99 €
The Long Journey Home im Test: Handel und Rohstoffgewinnung, Gameplay, Spielmodi
Quelle: PC Games

The Long Journey Home schickt euch auf die schicksalhafte Reise durch ein prozedural generiertes Universum mit unvorhersehbaren Gefahren und Ereignissen. Für wen sich der Roquelike-Erkundungs-Mix eignet, wie viel Spielspaß darin steckt und mit welchen Schwierigkeiten ihr rechnen müsst, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Handeln und Abbauen

Wir verbrauchen Rohstoffe schneller, als wir sie heranschaffen können. Durch die stetige Knappheit entsteht ein echter Wettlauf gegen den Materialverschleiß. Quelle: PC Games The Long Journey Home: Wir verbrauchen Rohstoffe schneller, als wir sie heranschaffen können. Durch die stetige Knappheit entsteht ein echter Wettlauf gegen den Materialverschleiß. Treibstoffgenerierung durch Gase, Reparaturen an der Hülle des Mutterschiffs und der Fähre mithilfe von Metallen sowie Energienachschub für den Sprungantrieb durch Mineralien lassen sich durch entsprechenden Rohstoffabbau auf den Planetenoberflächen bewerkstelligen. Die Rohstoffe gibt es in unterschiedlichen Qualitätsstufen (z. B. gewöhnlich, ungewöhnlich, selten) und sie lassen sich im Stauraum eures Raumschiffs in dafür vorgesehene Inventarslots einlagern. Problematisch dabei ist, dass ihr pro angefangene Inventarreihe immer nur eine Rohstoffart verstauen könnt. Wenn ihr beispielsweise einen Slot mit Eisen belegt habt, könnt ihr in den noch freien Slots dieser Reihe kein anderes Metall einlagern. Dadurch verringert sich die Nutzbarkeit des ohnehin knapp bemessenen Stauraums unnötig.

Handel könnt ihr beispielsweise auf den zahlreich vorhandenen Raumstationen oder auch mit vorbeifliegenden Alien-Schiffen betreiben. Hier zahlt es sich aus, wenn man sich gut mit den verschiedenen Aliens stellt, denn je besser euer Ruf, desto bessere Preise für Ein- und Verkauf könnt ihr erwarten. Auf den Stationen lassen sich auch beschädigte Module reparieren und neue erwerben. Wer es schafft, einen ordentlichen Credits-Vorrat zu erwirtschaften, kann sich so Verbesserungen für Schiff und Fähre leisten: Ein Hitzeschild etwa verringert die Schadensanfälligkeit beim Erkunden von Lavaplaneten, ein Antigrav-Generator erleichtert die Steuerung der Landefähre auf Planeten mit hoher Gravitation. Allerdings sind solche Upgrades nicht gerade billig und obendrein stehen euch nur wenige freie Ausbau-Slots zur Verfügung. Was sich wofür am besten eignet, das gilt es gemäß dem Credo in The Long Journey Home selbst herauszufinden. Hieraus zieht das Spiel zwar jede Menge Spannung, sorgt aber auch für Frust, wenn die Spielsituation zunehmend auswegloser wird. Das folgende Beispiel soll das verdeutlichen.
Dank einiger erfolgreich abgeschlossenen Quests besitzen wir genügend Credits, um uns einen Strahlungsschild leisten zu können. Quelle: PC Games The Long Journey Home: Dank einiger erfolgreich abgeschlossenen Quests besitzen wir genügend Credits, um uns einen Strahlungsschild leisten zu können.

Unkalkulier- und unvorhersehbar: Gameplay-Tücke oder Herausforderung?

Die jeweilige System-Info gibt euch an, welche Rohstoffe hier zu finden sind, aber nicht, auf welchen Planeten. Das erfahrt ihr erst, wenn ihr in einem Orbit seid. Schade ist, dass die in der Preview-Version noch enthaltene Karten-Legende in der Release-Fassung fehlt. Quelle: PC Games The Long Journey Home: Die jeweilige System-Info gibt euch an, welche Rohstoffe hier zu finden sind, aber nicht, auf welchen Planeten. Das erfahrt ihr erst, wenn ihr in einem Orbit seid. Schade ist, dass die in der Preview-Version noch enthaltene Karten-Legende in der Release-Fassung fehlt. Nach 20 Raumsprüngen ist das Abenteuer mit unserer vierköpfigen Crew auf der ISS Endurance vorbei. Bis zum Ziel, dem Sol-System, wären rund 50 Raumsprünge nötig gewesen, aber mehr ist in diesem Durchgang einfach nicht drin. Dabei fing unser Weltraumtrip im Universum mit dem Spielweltgenerator-Code "EXPERIMENT" ganz gut an. Die ersten Alien-Kontakte verliefen gut, die Schäden an Schiff sowie Fähre hielten sich in Grenzen. Erste Quests ließen sich lösen und wir kamen gut voran. Doch dann beginnt die Sache langsam zu kippen. Die zur Reparatur nötigen Rohstoffe finden wir zunehmend auf unwirtlichen Planeten, die mit "tödlich" oder "hohes Risiko" markiert sind. Letzteres gehen wir ein - Pech gehabt, Fähre und Pilotin sind beim Teufel. Zwar schenken uns die mechanischen Entrope-Aliens eine neue Fähre, doch bei den Landeausflügen häufen sich die Modul-Ausfälle zu schnell. Da sich kaputte Schiffskomponenten wiederum negativ auf Effizienz und Ertrag auswirken, ist es uns nicht mehr möglich, entstandene Schäden nachhaltig genug zu reparieren.
Pech gehabt! Da wir es nicht schaffen, vor der feindlichen Alien-Übermacht zu fliehen, müssen wir hilflos zusehen, wie unser kleines Raumschiff in Schutt und Asche zerlegt wird. Quelle: PC Games The Long Journey Home: Pech gehabt! Da wir es nicht schaffen, vor der feindlichen Alien-Übermacht zu fliehen, müssen wir hilflos zusehen, wie unser kleines Raumschiff in Schutt und Asche zerlegt wird. Wir suchen auf der Sternenkarte nach der nächsten Raumstation. Mist - die liegt zu weit weg, da müssen wir erst die nötige Sprungmaterie per Sonnenumrundung auffüllen. Da es sich jedoch um einen Roten Zwerg handelt, erleidet unsere verbleibende Crew schnell Verbrennungen. Immerhin schaffen wir den Sprung. Am Ende erreichen wir mit 9 % Schiffshüllenintegrität und diversen Schäden an verschiedenen Modulen unser aktuelles Zielsystem für eine Quest, in der Hoffnung, dort genügend Credits für die Reparatur zu erhalten. Doch leider konfrontiert uns das Spiel mit einer Piraten-Einheit der Raxact, die uns unbarmherzig abfängt. Im daraus resultierenden Gefecht haben wir absolut keine Chance - weder die Flucht noch der verzweifelte Kampf führen zum Erfolg. Da uns der automatische, einzig verfügbare Speicherpunkt leider immer wieder den Zeitpunkt direkt vor dem Schiffskampf generiert, sitzen wir in einer regelrechten Frust-Sackgasse fest.

Apropos Kämpfe - die finden in einem eigenen Bildschirm dafür statt. Per Draufsicht versucht ihr, gegnerischen Attacken auszuweichen und dem Gegner Breitseiten mit euren Waffen zu verabreichen. Klingt nach Pirates und spielt sich auch so - simpel, aber unterhaltsam. Ihr verfügt über einen automatisch regenerierenden Schutzschild, daher ist es wichtig, dem Gegner möglichst nur die besser geschütztere Seite zu zeigen. Das erfordert etwas Übung und Timing. Euer Schiff lässt sich zwar auch mit besseren Waffen- und Schildsystemen ausrüsten, dennoch sollte Kampf die letzte Option sein. In der Regel nehmt ihr dabei zu viel Schaden. Eine Fluchtmöglichkeit ist zwar gegeben, allerdings müsst ihr hier damit rechnen, dass euch einmal verfolgende Aliens nicht so schnell davon ablassen, euch immer wieder abzufangen.
Die Alien-Quests sorgen immer wieder für Schmunzeln und stellen die Highlights im Spiel dar. Quelle: PC Games The Long Journey Home: Die Alien-Quests sorgen immer wieder für Schmunzeln und stellen die Highlights im Spiel dar. Dass ein Spieldurchgang aber auch ganz andere, längere und schon regelrecht in sich stimmige Abschnitte bieten kann, zeigt ein anderes Beispiel. So starten wir mit dem Seed-Code "WOLFERL" gleich mit einer ziemlich witzigen Quest bei unserem ersten Alien-Kontakt mit den Meorcl. Der königliche Kollektor Samzaqin ist auf der Suche nach hässlichen Kreaturen, die sich für ein Panoptikum zur Belustigung seines Volkes melden sollen. Da sich eines unserer Crew-Mitglieder für eine solch "galaktische Erniedrigung" - wie sie es ausdrückt - nicht zu schade ist, nehmen wir das Angebot an. Am Zielpunkt angekommen, belegen wir bei der "Fleischbeschau" den dritten Platz und streichen dafür 400 Credits ein - schon mal nicht schlecht. Auf den nachfolgenden Planeten, die wir erkunden, finden wir neue, für uns bis dato unbekannte Items und erledigen weitere Quests für die Mizzurani und Glukkt. Sogar Raumkämpfe, in die wir stolpern, verlaufen gut und wir heimsen zwei Siege ein. Sollte es diesmal gelingen, deutlich "entspannter" den Weg nach Hause zu absolvieren? Gute zweieinhalb Stunden lang erleben wir spannenden und unterhaltsamen Spielspaß, der uns Sprung für Sprung näher ans Ziel bringt. Doch auch dann schnappt sie wieder zu, die unbarmherzige Zufalls-Pech-Schere im Gameplay von The Long Journey Home. Schuld daran ist ein einziger Planet namens Matrosov. Unsere aktuelle Quest "Feinschmecker" hat uns hierher geführt. Mithilfe eines DNA-Samplers sollen wir Fleischproben nehmen. Leider sind die Temperaturverhältnisse auf Matrosov sengend und es herrschen Orkane - die Missionsprognose lautet: Hohes Risiko. Da wir aber derzeit keine Alternative haben, um weiterzukommen, versuchen wir uns an der Mission, die leider fehlschlägt. Die Winde sind einfach zu stark und wir bekommen unsere Landefähre einfach nicht gut genug unter Kontrolle. Am Ende geht uns die Fähre flöten und unsere Pilotin hat zwei weitere Verletzungen kassiert, für die uns die passenden Heilungs-Items fehlen. Da wir inzwischen zu wenig Rohstoffe haben, um nötige Reparaturen vorzunehmen, uns die Credits fehlen, um die Passage für das nächste Sternentor zu bezahlen, kommen wir an dieser Stelle erst mal nicht weiter.

Bist du der Entdecker- oder Rogue-Modus-Typ?

Zwei unterschiedliche Spielmodi sollen dafür sorgen, dass sowohl Hardcore-Fans als auch weniger frustresistente Spieler ihren Spaß mit The Long Journey Home haben. So müsst ihr euch zu Beginn zwischen dem Rogue- und Entdecker-Modus entscheiden. Was allerdings fehlt, ist eine kurze Beschreibung darüber, was welcher Modus bietet. Hier sollten die Entwickler auf jeden Fall noch Mouse-over-Texte nachliefern. Der Rogue-Modus hat es definitiv in sich und repräsentiert im Übrigen den ursprünglich einzig vorgesehenen Schwierigkeitsgrad in The Long Journey Home. So startet ihr darin gleich mal mit mehr Schäden am Schiff und mehreren Verletzungen eurer Crew. Auch die Parameter für die Spielwelt fallen hier härter aus. Die Rohstoffausbeute ist beispielsweise geringer und die Häufigkeit von Planeten mit erschwerten Bedingungen höher.

Manchmal endet das Abenteuer ungewollt früher, als man denkt. Wenn man Pech hat, und vorwiegend harte Bedingungen auf Planeten vorfindet, ist ein Scheitern unausweichlich. Quelle: PC Games The Long Journey Home: Manchmal endet das Abenteuer ungewollt früher, als man denkt. Wenn man Pech hat, und vorwiegend harte Bedingungen auf Planeten vorfindet, ist ein Scheitern unausweichlich. Deutlich entspannter soll es eigentlich im Entdecker-Modus zugehen. Bis zum Release haben die Entwickler hierfür noch zahlreiche Veränderungen vorgenommen, die für deutlich leichtere Startbedingungen sorgen können. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht, wie wir beim Testen der jetzt vorliegenden Release-Version festgestellt haben. Hier schlägt einfach der unvorhersehbare Zufallsfaktor mitunter immer noch recht fies zu. Wenn es doof läuft, kippt die Balance auch im eigentlich einfacher angedachten Entdecker-Modus zu schnell. Insbesondere beim Bohren nach dringend benötigten Rohstoffen kommt schnell Frust auf, wenn die dafür vorgesehenen Planeten einfach zu harsche Bedingungen aufweisen, denen wir mit unserer Fähre (noch) nicht gewachsen sind, weil uns beispielsweise lindernde Module fehlen. Oder aber wir haben das Pech, dass wir zu oft von feindseligen Aliens abgefangen werden, eine Flucht partout nicht gelingen will und wir schließlich im hoffnungslosen Raumschiffkampf unterliegen.

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  1. Seite 1 The Long Journey Home im Test: Genre-Vorbilder, Spielziel, Spielwelt-Generator
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  3. Seite 3 The Long Journey Home im Test: Flugsteuerung, Aliens, Quests, Fazit, Wertung
    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von michinebel Hobby-Spieler/in
        Der neue Schwierigkeitsgrad ist jetzt auch schon verfügbar.
      • Von michinebel Hobby-Spieler/in
        Der neue Schwierigkeitsgrad ist jetzt auch schon verfügbar.
      • Von Loosa Senior Community Officer
        Zitat von StefanWeiss
        hat leider länger gedauert, als gewünscht - musste es zweimal hochladen, da mein Rechner heute Nacht beim Rendern abschmierte :-(
        Also das kenne ich nur zu gut. Ein Computer rendert grundsätzlich nur, wenn man ihm dabei zusieht. :D

        Zitat
        Anyway, jetzt isses verfügbar: https://www.youtube.com/w...

        Und das Test-Video ist auch gleich online :-)
        Lieben Dank für die Mühe. Und genau richtig für's lange Wochenende.
      • Von StefanWeiss Autor
        Zitat von Loosa
        Cool, das wäre super. Ich denke, das dürfte bei der Kaufentscheidung helfen.
        Hi Loosa, hat leider länger gedauert, als gewünscht - musste es zweimal hochladen, da mein Rechner heute Nacht beim Rendern abschmierte :-(

        Anyway, jetzt isses verfügbar: https://www.youtube.com/w...

        Und das Test-Video ist auch gleich online :-)

        Viele Grüße, Stefan
      • Von Frullo Mitglied
        Klingt verlockend - und wenn tatsächlich ein weniger frustrierender Schwierigkeitsgrad kommt, werde ich mir das Spiel wohl noch zulegen :-)
      • Von Spassbremse Spiele-Professor/in
        Zitat von Nyx-Adreena
        Ich werde auch erstmal beim Schwierigkeitsgrad Entdecker bleiben. So eine Reise durch das All ist halt nicht so einfach. ;-D
        Naja, wirklich spürbar einfach(er) ist der auch nicht. Man kann nach dem Tod zurückspulen, aber wenn man vorher schon Entscheidungen getroffen hat, die unwiderbringlich in eine Sackgasse geführt haben, tja...
        Aktuell hat man halt nur die Auswahl zwischen den Schwierigkeitsgraden "extrem" und "unmöglich". :-B
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