Schlimmer als Freddy Krüger und Michael Myers? So wurde Art the Clown zur Horrorikone

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Schlimmer als Freddy Krüger und Michael Myers? So wurde Art the Clown zur Horrorikone
Quelle: Dark Age Cinema. All rights reserved.

Horrorfilme gibt es viele, Horrorikonen sind dagegen rar. Wie ist es Art the Clown gelungen, sich in kürzester Zeit auf das Treppchen des Grauens neben Größen Freddy Krüger und Michael Myers zu metzeln?

Ikonen des Grauens

Wie wird ein Charakter also zu einer Horrorikone? Bei der Vielzahl an Genrevertretern reicht das Schockmoment allein nicht mehr aus, um aus einem Charakter eine echte Ikone zu machen. Es braucht das richtige Maß an Gewalt und Grausamkeit, gepaart mit einer einzigartigen Umsetzung. Zudem braucht der Charakter ein Alleinstellungsmerkmal, das ebenso als Wiedererkennungswert dient. Michael Myers hat seine Maske, Freddy Krüger die Klingenfinger und so weiter. Dabei spielt Objektpermanenz ebenfalls eine wichtige Rolle. Würde sich das Aussehen der Charaktere bei jedem Auftritt ändern, wäre der Wiedererkennungswert dahin.

Auch besondere Charaktermerkmale können einen Horrorbösewicht unverwechselbar machen. So ist Michael Myers als stummer Riese bekannt, der sein Opfer erstaunlich langsam und stillschweigend verfolgt. Zudem hat Myers in Laurie Strode seine Nemesis gefunden und verfolgt das alleinige Ziel, sie zu erwischen. Alle vermeintlichen Opfer, die seinen Weg zu Laurie kreuzen, gelten schlicht als Kollateralschaden.

Freddy Krüger hingehen sucht eine Vielzahl an Opfern heim. Dabei sind nicht nur seine Klingenfinger, die verbrannte Haut und der gestreifte Pullover charakteristische Merkmale. Krüger überzeugt auch mit einem düsteren humoristischen Auftreten, das unweigerlich eine gewisse Komik in seine Metzeleien einfließen lässt.

Freddy Krüger Quelle: New Line Cinema Die Kombination aus der einzigartigen Erscheinung, der Art, wie sie töten und welche Waffe sie dafür benutzen und dem individuellen Auftreten der einzelnen Figuren sorgt dafür, dass Charaktere wie Freddy Krüger und Michael Myers den Zuschauern im Gedächtnis bleiben und unweigerlich mit dem Grauen, das sie in Filmen oder Spielen auslösen, in Verbindung gebracht werden. Sie wurden zu Symbolen für Angst, Gewalt und Schrecken ­­- eben Horrorikonen­.

Art the Clown - In weniger als zehn Jahren zur Horror-Ikone

Während Vertreter wie Freddy Krüger und Michael Myers mehrere Jahrzehnte und unzählige Auftritte in Filmen und Videospielen hatten, um ihre Namen und Gesichter unwiderruflich mit dem Genre zu verbinden, gelang es Terrifier (jetzt kaufen 88,88 € ) in weniger als zehn Jahren und mit nur drei Independent Filmen, Art the Clown auf das Treppchen der großen Horrorikonen zu setzen. Eine beachtliche Leistung, die anderen großen Horror-Franchises nicht gelungen ist. Was genau hat Terrifier anders gemacht?

Allen voran ist Art the Clown ein einprägsamer Charakter. Das in schwarz-weiß gehaltene Kostüm und das dazu passende Make-up schaffen ein perfektes Bild des unheimlichen Grusel-Clowns, dem man lieber nicht allein in einer dunklen Gasse begegnen möchte. Von den beinahe schwarzen Zähnen ganz zu schweigen.

Als stummer Charakter spielt Art the Clown sehr viel mit Mimik und Gestik - Und das auf grandiose Art und Weise. Durch seine überspitzen Darstellungen der Mimik und Gestik verleiht Art seiner Berufung als Clown Glaubwürdigkeit und sorgt auch in den abwegigsten Situationen für unwillkürliche Lacher.

Art the Clown mit Sonnenblumenbrille Quelle: Dark Age Cinema Gleichzeitig scheint er eine unbändige Freude an der Angst und dem Leid seiner Opfer zu empfinden, was die eigentlich witzigen pantomimischen Einlagen in Darstellungen schockierender Morbidität verwandelt. Dazu kommt, dass Art the Clown seine Opfer nach deren Ableben mit seiner absurden Pantomime verhöhnt. Auf grausame Art macht er der Bezeichnung Clown alle Ehre. Es ist nicht nur ein gruseliges Kostüm.

Auch seine Art zu morden ist einzigartig. Zwar hat Art the Clown keine spezifische Waffe, die er immer wieder benutzt, doch macht das seine Tötungen deutlich brutaler. Denn meist nutzt er als Waffe, was er gerade findet. Das führt außerdem dazu, dass die Tode immer kreativer werden.

Wenn man bei Freitag der 13. bereits weiß, dass die Opfer mit hoher Wahrscheinlichkeit von Jasons klassischer Machete zerhackt werden, stellt sich bei Terrifier stets die Frage: Was wird Art als nächstes tun? So schockt Art the Clown immer wieder aufs Neue mit improvisierten Foltermethoden, von selbst gebastelten Waffen, über Kettensägen bis hin zu mittelalterlichen Methoden mit Röhren und Ratten.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Feuerfuss NPC
        Und wieder stellt sich mit die Frage, ob man so ein Bild einer Szene, die definitiv 18+ ist, in einem Spielemagazin einfach so zeigt, obwohl durchaus Kinder und Minderjährige die Seite ansurfen können. Ich habe damit kein Problem. Ich bin 48 und habe den Film auch gesehen. Aber wenn ich mir vorstelle, das mein 10-jähriger die zersäbelte Dame sehen könnte, wird mir ganz anders.
      • Von Feuerfuss NPC
        Und wieder stellt sich mit die Frage, ob man so ein Bild einer Szene, die definitiv 18+ ist, in einem Spielemagazin einfach so zeigt, obwohl durchaus Kinder und Minderjährige die Seite ansurfen können. Ich habe damit kein Problem. Ich bin 48 und habe den Film auch gesehen. Aber wenn ich mir vorstelle, das mein 10-jähriger die zersäbelte Dame sehen könnte, wird mir ganz anders.
      • Von AlBundyFan Hobby-Spieler/in
        Ich muss sagen ich verstehe es nicht, warum Terrifier so erfolgreich ist. Ich habe Terrifier 3, nachdem überall so positive Kritiken zu lesen waren, im Kino angeschaut und war nur eines - gelangweilt.
        Es gibt quasi null Story und für mich wirkt der FIlm wie "Ich überlege mir 20 grauslige Horrorszenen und filme sie und dannach überlege ich dann, wie ich sie aneinanderreihe um einen Film draus zu machen".

        Ich fand ihn extram schlecht. Handwerklich war er Super. Die Szenen wirkten wirklich gut gemacht. Aber ohne einen Sinn dahinter wirkt es für mich einfach zu 100% verschwendeter lebenszeit.
      • Von s3dr1ck Gelegenheitsspieler/in
        Mal wieder ein sehr schwacher Artikel. Denn hier geht es ja nicht um das Horror-Genre an sich, sondern um "Terrifier" und warum er sich zum Kult entwickeln konnte.

        Entsprechend stellt Ihr selbst die Frage: "Doch wie hat Terrifier etwas geschafft, das anderen erfolgreichen Horror-Franchises der letzten Jahre wie Conjuring oder Insidious nicht gelungen ist?"

        Und beantwortet sie dann einfach nicht. Warum ist denn jetzt ausgerechnet Terrifier eine Ikone geworden und die anderen nicht? Weil Menschen Horror mögen?? Weil Wes Craven erklärt, warum Menschen seiner Meinung nach Horror mögen? Ist denn Conjuring kein Horror? Oder Insidious?

        Dass es mit einer ikonischen Figur zu tun hat, ist richtig, aber ihr erklärt nicht, wieso ausgerechnet Terrifier eine Ikone werden konnte. Doch darum geht es doch in diesem Artikel oder?

        Für mich ist der Grund dafür klar: Terrifier ist ein Clown. Clowns sind für das Horror-Genre sowas wie Katzen für das Internet - nicht wegzudenken. Nun gibt es in Sachen ernst zu nehmende Horrorfilme mit Clowns eigentlich nur Stephen Kings "Es". Und auch hier ist klar: Pennywise ist eine Ikone. Allerdings sind die Filme der Reihe prinzipiell weniger als ikonische Horror-Streifen geeignet, denn trotz der hohen Produktionsqualität und des sympathischen Casts und trotz des 80er-Jahre Retro-Bonus, sind die Filme zu storylastig für Horror-Slasher und das Tempo stimmt nicht. Ein Kult Horrorfilm lebt davon, dass Horror am laufenden Band und ohne viel Abwechslung geliefert wird. Es sollte auch ikonische Szenen geben und ein paar Seitenhiebe oder Referenzen für Horror-Nerds ("Ich komme gleich wieder" - Scream). Sowas bietet "Es" nicht. Es bietet eher eine recht epische, generationenübergreifende Story mit viel Leerlauf dazwischen. Terrifier ist da eine sehr gute Alternative für Horrorfans. Hier bekommt man einen echten Horrorclown und viel besseres Tempo, um daheim mit Freunden eine Horrorfilm Party zu veranstalten, ohne dass die Leute einschlafen, währen die überflüssige Hintergrundgeschichte breitgetreten wird. Terrifier ist zwar in vielen Bereichen als der schlechtere Film zu bewerten (Cast, Produktionsqualität und Budget), aber es hat den besseren Horror-Clown und ist viel Horrornerd-tauglicher. Der Erfolg kommt demnach daher, dass es fast keine Konkurrenz gibt, da "Es" in einer anderen Kategorie spielt (Eher Abenteuer-Horror). Und gegen einen echten Horror-Clown kann eine Gruselnonne oder irgendwelche besessenen einfach mal einpacken, um es mit Euren Worten zu sagen.

        Das ist natürlich nur meine eigene Meinung und meine Sichtweise, aber wenigstens habe ich mir Gedanken dazu gemacht, obwohl ich im Gegensatz zum Autor nicht dafür bezahlt werde. Also wenn Ihr keine Lust habt, dann lasst es doch einfach bleiben. Dieser Artikel ist für mich Schulnote 5, Aufgabe verfehlt: Es sollte erklärt werden, warum Terrifier im Vergleich zu anderen Horrorakteuren so ikonisch werden konnte und nicht, warum Menschen Horrorfile mögen. Mehr Erfolg beim nächsten mal!
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