Street Fighter 6 im Test: Grandioser Prügler mit massenhaft Monetarisierung

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Test Daniel Link - Redakteur Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 35,99 €
Street Fighter 6 im Test: Grandioser Prügler mit massenhaft Monetarisierung
Quelle: Capcom

In unserem Test zu Street Fighter 6 erklären wir euch, ob sich Capcom die Fighting-Game-Krone zurückholen konnte.

Das Drive-System ist eine zentrale Mechanik von Street Fighter 6, durch die sich der Titel völlig anders spielt als seine Vorgänger. Gleichzeitig fühlt sich das Gameplay durch einige bekannte Mechaniken jedoch so vertraut an, dass alte Hasen nicht lange brauchen werden, um sich in Street Fighter 6 zurechtzufinden. Im Endeffekt bedeutet das: Egal, ob ihr Street Fighter 5 nicht mochtet oder absolut verliebt in den Titel seid, Street Fighter 6 kann jeder Gruppe Spieler eine Menge Spaß bereiten. Wenn ihr vorher also nie wirklich mit der Reihe warm wurdet, solltet ihr dem Spiel definitiv eine Chance geben. Wenn ihr euch ohnehin jedes neue Street Fighter holt, kann ich euch zumindest vergewissern, dass ihr hiermit keinen Fehlkauf begeht.

Alleine Neulinge könnten mit dem Drive-System ein wenig Probleme haben, da viele Aspekte nicht sonderlich leicht auszuführen sind und erst einmal einiges an Übung erfordern. Auch die bekannten Links sind immer noch wesentlich schwerer auszuführen als etwa das Gatling-System aus Guilty Gear Strive. Doch zumindest gibt es in Street Fighter 6 ein ziemlich ausführliches Tutorial, welches einem sowohl die Grundlagen als auch fortgeschrittene Techniken beibringt.

Der Titel ist zwar nicht das einsteigerfreundlichste Spiel der Welt, gibt neuen Spielern jedoch genügend Hilfestellungen, damit diese gut ins Spiel hineinfinden können.

Auch für Singleplayer eine Überlegung wert

Weiterhin kann ich mit Freude berichten, dass sich Street Fighter 6 auch für alle lohnt, die kein Interesse am Online-Modus haben. Mit World Tour bringt Capcom nämlich einen richtigen Singleplayer-Modus ins Spiel, der einige Stunden Spielspaß bietet. In meiner Vorschau zu Street Fighter 6 berichtete ich bereits ausführlich über den World-Tour-Modus.

Insgesamt erinnert dieser ein wenig an die Yakuza-Spiele. So verdient man Geld über diverse Minispiele, und den Lohn steckt man unter anderem in Kleidungsstücke, welche die eigenen Attribute im World-Tour-Modus verändern. Beispielsweise verursacht man hierdurch mehr Schaden oder steckt mehr Schläge ein.

Zusätzlich lässt sich das Moveset der Spielfigur nach den eigenen Wünschen anpassen. Findet man einen sogenannten Meister, also eine der spielbaren Figuren aus Street Fighter 6 wie Chun Li, schaltet man dessen Angriffe frei. Beispielsweise darf man so das Moveset von Chun Li nutzen, jedoch die Spezialangriffe von Luke verwenden. Auch das Kombinieren der Spezialangriffe verschiedener Kämpfer ist kein Problem.

Wernicht an der Story von Street Fighter interessiert ist, der kann sich zumindest noch offline über ein paar besondere Modi freuen. Neben den normalen Matches lassen sich hier auch eine Art Minispiele spielen. Beispielsweise müssen Spieler bestimmte Aktionen ausführen, um Punkte zu generieren, den Gegner fünfmal auf den Boden werfen und mehr.

Auch ein Modus, in dem verschiedene Buffs und Debuffs zufällig verteilt werden, ist mit dabei. Zusätzlich lassen sich diese Modi noch mit weiteren Gimmicks versehen. Darunter finden sich ein Stier, der durch die Arena läuft, eine Drohne, die beim Zerstören hilfreiche Boni verteilt, und einige andere recht spaßige Dinge.

Die Spielfigur läuft durch den World-Tour-Modus. Quelle: Capcom

Klasse Singleplayer, toller Multiplayer

Bei Street Fighter 6 legt Capcom einen deutlichen Fokus auf Singleplayer-Inhalte, was für viele Spieler sicherlich eine freudige Nachricht sein wird. Der Online-Modus sowie das fundamentale Gameplay leiden hierunter jedoch nicht.

In Online-Kämpfen kommt der heiß geliebte Rollback-Netcode zum Einsatz und zumindest in meiner Test-Phase und während der Open-Beta gab es hier keinerlei Beschwerden von Spielern. Wer sich Street Fighter 6 also nur holen will, um im Online-Modus ordentlich aufzuräumen, der muss keine Bedenken haben.

Nicht nur läuft der Online-Modus ziemlich gut, der Hub strotzt auch nur so vor Persönlichkeit. Von Arcade-Maschinen, auf denen ältere Street-Fighter-Ableger laufen, bis hin zum charmanten Kommentator und den verschiedenen Nebenaktivitäten, ist der Online-Modus von Street Fighter 6 wohl der momentan beste im ganzen Genre.

Alle Features von Street Fighter 6 aufzuzählen, wie die Customization des eigenen Online-Avatars und die dafür freischaltbaren Outfits, den umfangreichen Trainingsmodus, bei dem sogar von Anfang an die Frame-Data angezeigt wird, und all die anderen Dinge, würden hier definitiv den Rahmen sprengen.

Man merkt wirklich an allen Ecken und Enden, dass es sich bei Street Fighter 6 um eine richtige Weiterentwicklung der Reihe handelt. Es ist schwer vorstellbar, wie Capcom Street Fighter 6 mit dem nächsten Spiel der Reihe noch überbieten wird können.

Ein Kampf im World Modus in Street Fighter 6 Quelle: Capcom

Hübsche Grafik ohne technische Mängel

Auch bezüglich der Grafik macht Street Fighter 6 seinem Status als Next-Gen-Titel alle Ehre. Sowohl Charaktere als auch Stages sehen wirklich schick aus und gepaart mit den "fetzigen" Menüs, die teilweise mit Street-Art versehen sind, macht es einfach Spaß, sich Street Fighter 6 anzuschauen. Das gesamte Spiel hat einen kohärenten Stil, der nach der Aufmerksamkeit des Spielers schreit.

Andere Titel, so auch Street Fighter 5, verwenden oft recht generische Menüs, da diese ja schließlich nur dafür da sind, den Nutzer ins tatsächliche Spiel zu bringen. Für den neuen Prügler steckte Capcom jedoch extra Arbeit hinein, damit sich selbst die Navigation im Menü einfach gut anfühlt.

Weiterhin erklärte Capcom bereits, dass einige Quality-of-Life-Features noch mit einem Day-One-Patch ins Spiel gebracht werden. Ich selbst habe eigentlich keinerlei Features vermisst, dass Capcom also sogar noch mehr Nutzerfreundlichkeit ins Spiel bringen möchte, sagt wohl bereits genug über die Qualität des Titels aus.

Glücklicherweise gibt es trotz der hübschen Grafik keinerlei Mängel auf der technischer Seite. In meinem Test lief das Spiel konstant mit den gewünschten 60 FPS, und Ruckler oder Ähnliches konnte ich keine feststellen. Wie das Ganze auf der PS5 respektive Xbox Series X|S aussieht, kann ich leider nicht beurteilen, doch in den meisten Fällen ist es ein gutes Zeichen, wenn die PC-Version ohne Probleme läuft.

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DarkEmpireRemix Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Skullverton
        Das wollte ich auch gefragt haben.
        Aber die richtig alten Kämpfer (ausser Ryu, Ken und Chun-Li) kamen bis dato kaum noch vor.
        Ich habe gerne T-Hawk gespielt, Rolento fand ich auch nice, DeeJay war cool... Naja, und so weiter. Die würde ich gerne mal in einem "neuen Gewand" sehen.
        Geht mir ähnlich.
        Mitlerweile machte ich mich woanders schlau. Sollen wohl 18 Charaktere und 16 Stages enthalten sein, so einiges kommt als DLC, bzw. Season Pass. Persönlich halte ich weder bei Prügelspielen die Charaktere, noch bei Shootern Waffen, später nachzureichen wenig. Solchen Dinge sind nie wirklich gebalancend.
        Lass mich darauf zurück kommen: Unter den Charakteren befinden sich 11 alte, 7 neue.
        Der World-Tour Modus ist anscheinend eher eine Art langes Tutorial, welcher eher an Anfänger gerichtet ist und mit dem man 30 Stunden Spaß haben kann. Tag-Team-VS gibt es wohl nicht. Das eigentliche Spiel konzentriert sich auf den Online-Part.
      • Von DarkEmpireRemix Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Skullverton
        Das wollte ich auch gefragt haben.
        Aber die richtig alten Kämpfer (ausser Ryu, Ken und Chun-Li) kamen bis dato kaum noch vor.
        Ich habe gerne T-Hawk gespielt, Rolento fand ich auch nice, DeeJay war cool... Naja, und so weiter. Die würde ich gerne mal in einem "neuen Gewand" sehen.
        Geht mir ähnlich.
        Mitlerweile machte ich mich woanders schlau. Sollen wohl 18 Charaktere und 16 Stages enthalten sein, so einiges kommt als DLC, bzw. Season Pass. Persönlich halte ich weder bei Prügelspielen die Charaktere, noch bei Shootern Waffen, später nachzureichen wenig. Solchen Dinge sind nie wirklich gebalancend.
        Lass mich darauf zurück kommen: Unter den Charakteren befinden sich 11 alte, 7 neue.
        Der World-Tour Modus ist anscheinend eher eine Art langes Tutorial, welcher eher an Anfänger gerichtet ist und mit dem man 30 Stunden Spaß haben kann. Tag-Team-VS gibt es wohl nicht. Das eigentliche Spiel konzentriert sich auf den Online-Part.
      • Von Skullverton Mitglied
        Zitat von DarkEmpireRemix
        Wie viele Charaktere gibt es überhaupt und wie viele Stages für den VS-Modus? Das würde ich schon gerne wissen.

        Das wollte ich auch gefragt haben.
        Aber die richtig alten Kämpfer (ausser Ryu, Ken und Chun-Li) kamen bis dato kaum noch vor.
        Ich habe gerne T-Hawk gespielt, Rolento fand ich auch nice, DeeJay war cool... Naja, und so weiter. Die würde ich gerne mal in einem "neuen Gewand" sehen.
      • Von DarkEmpireRemix Gelegenheitsspieler/in
        Von Herstellern ist man es ja gewohnt das wenn nichts angekündigt wird sie auch nichts zu zeigen haben, aber der Test hinterlässt bei mir leider mehr Fragen als Antworten. Vielleicht habe ich es überlesen, aber steht im Test wirklich kein Wort dazu wie groß der Umfang genau ist? Wie groß ist die Stadt des World-Tour-Modus, denn in der Demo konnte man ja noch nicht weit laufen. Wieviel Zeit kann man dort verbringen? Wie viele Charaktere gibt es überhaupt und wie viele Stages für den VS-Modus? Das würde ich schon gerne wissen.

        Von der DLC-Politik die sich Capcom in den letzten Jahren in der Serie leistet, kann jeder ja halten was er will. Schon Street Fighter 5 bekam zwar ein "Definives Update" als DLC (also den letzten von zig DLC's), aber es gibt immer noch keine "Definitive Version" (wie GotY) im Handel. Das mag Leuten egal sein die gerne mit Geld um sich schmeißen, doch würde ich gerne vorher mehr informiert werden, was man sich mit dem Ingame-Geld jetzt wirklich kaufen kann und was nicht (nur Klamotten oder auch die Charas&co.). Gerade da in vorherigen Teilen selbst Hauptcharaktere wie Blanka rausgeschnitten wurden um sie später als DLC zu verkaufen, und man jetzt bei SF6 schon von Vollpreis+Battlepass redet, währe so etwas nett im Vorfeld zu wissen.

        Auch ob die Charaktere neben dem World-Tour-Modus richtige Enden zu erspielen haben konnte ich nicht herauslesen. Oder kann man mit den Hauptcharas nicht durchspielen?

        Nenebei frage ich mich, da man im World-Tour-Modus auch gegen mehrere Gegner auf einmal spielen kann, ob es neben dem VS-Modus auch endlich wieder einen Tag-Team Battlemodus gib? Würde sich anbieten...

        Der Editor zum eigenen Charakter bauen finde ich sehr gut und komplex. Hier hoffe ich nur auf gute Klamotten. Aber gibt es für den World-Tour-Modus ein Transmog-Feature oder wird man da wirklich stärker wenn man gezwungen wird rosa Klamotten zu tragen?

        Zumindest die PS5 Demo hat mir grafisch nicht zugesagt. Übles Ghosting wenn man im World-Tour-Modus die Kamera dreht, sind es hier zumindest 60fps. Aber während der Kämpfe wirkt es eher wie abhackte 30fps. Vielleicht betrifft es nur die Demo, aber SF4 lief in meinen Augen damals weitaus hübscher, und das auf der XBox 360. Mal ehrlich, nutzt Capcom denn immer noch nur eine aufbohrte uralt Engine? Der Artstlye ist eine Sache, aber früher standen Prügel- und Rennspiele für Grafik die das technisch machbare zeigten. Aber in all den letzten Jahren kommen Prügelspiele optisch nicht mehr weiter.
      • Von Gelöschtes Mitglied 3268579 Mitglied
        Capcom hat bisher immer ein extrem gutes Händchen bewiesen, was ihre hauseigenen Marken betrifft. Mehr Mut wäre zwar cool, würde sich aber wahrscheinlich nicht lohnen. Was wurde eigentlich aus Tekken VS Street Fighter?
      • Von Gemar Mitglied
        Nee, diese immer gleichen Brawler nerven mich eigentlich nur noch. Für mich sieht das Genre festgefahren aus.
        Technisch sehe ich da, außer der grafischen Präsentation mit übertriebenen Effekten, kaum Entwicklung. Man könnte die Figuren einfach mit alten Titeln 1 zu 1 austauschen und es würde ansonsten nicht groß auffallen.
        Leider gibt es dazu auch keine spaßigen Alternativen.
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