Street Fighter 6 in der Vorschau: Die legendäre Prügelreihe ist zurück und besser denn je!

7
Special Daniel Link - Redakteur Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 18,26 €
Street Fighter 6 in der Vorschau: Die legendäre Prügelreihe ist zurück und besser denn je!
Quelle: Capcom

Unser freier Autor Daniel Link durfte zum allerersten Mal den Singleplayer-Modus von Capcoms anstehenden Street Fighter 6 ausprobieren. Dieses Mal möchte der Publisher nicht nur alle Fighting-Game-Enthusiasten abholen, sondern auch Freunde von Singleplayer-Spielen wie Yakuza begeistern.

Street Fighter ist aus der Fighting-Game-Szene nicht mehr wegzudenken. Die Reihe gehörte seit der ersten Veröffentlichung im Jahre 1987 zu den beliebtesten Prügelspielen, egal ob zu Hause auf der Couch oder in größeren Turnieren wie der Evolution Championship Series. Die Fans waren daher natürlich ganz aufgeregt, als im Jahre 2016 Street Fighter 5 veröffentlicht wurde, doch leider stellte sich recht schnell heraus, dass Capcom hier nicht die beste Arbeit abgeliefert hatte. Zum Launch wurde der Titel von allerlei Problemen geplagt. Es gab kaum Singleplayer-Inhalte, der Online-Modus funktionierte nicht sonderlich gut, das Balancing gefiel den meisten Nutzern gar nicht, und sogar dem Offline-Modus fehlten einige wichtige Features, die eigentlich bereits zum Standard gehörten. Im Vergleich zu Street Fighter 5 sahen andere Fighting-Games wie beispielsweise Tekken 7 viel besser aus, weswegen sich zahlreiche Street-Fighter-Fans fortan eher auf andere Spiele fokussierten.

Capcom hat es quasi geschafft, andere Titel wesentlich attraktiver aussehen zu lassen, was für die Firma natürlich eine richtige Katastrophe war. Möglicherweise wurde der Publisher durch die negative Reaktion der Community wachgerüttelt, denn in den letzten paar Jahren hat eigentlich jede neue Veröffentlichung Capcoms immens positives Feedback erhalten.

Sogar Street Fighter 5 befindet sich mittlerweile dank zahlreicher Updates in einem präsentablen Zustand.

Kann sich Capcom die Fighting-Game-Krone zurückholen?

Alle Augen sind momentan jedoch auf das anstehende Street Fighter 6 (jetzt kaufen 173,55 € / 18,26 € ) gerichtet, denn eine erneute Blamage kann sich Capcom definitiv nicht leisten. Daher bin ich auch sehr froh zu berichten, dass Street Fighter 6 eine wahre Kampfansage an alle anderen Genre-Vertreter ist: Street Fighter ist zurück und besser denn je!

In unserer letzten Vorschau zu Street Fighter 6 schwärmten wir bereits über all die neuen Gameplay-Mechaniken. Das Drive-System und die dazugehörige Parry-Mechanik verleihen dem Spiel mehr taktische Tiefe, jeder Charakter erhielt ein paar neue Moves spendiert, wodurch sich auch Urgesteine wie Ryu wieder richtig frisch anfühlen, und die neuen Charaktere strotzen voller Persönlichkeit und interessanten Mechaniken.

Auch für Neueinsteiger ist Street Fighter 6 interessant. Neben den "Modern Controls", wodurch sich Spezialangriffe wie der Feuerball unkompliziert per Knopfdruck ausführen lassen, gibt es zusätzlich noch die "Dynamic Controls". Diese verwandeln reines Button-Mashing in imposante Combos, die sich auf die momentane Situation anpassen.

Chun-Li in Street Fighter 6 Quelle: Capcom Der Einstieg ins Spiel wird hierdurch zwar nicht wirklich erleichtert, da Neulinge zur meisten Zeit nicht wissen werden, was ihr Charakter da eigentlich genau macht, aber wenn man nur ein paar Runden spielen möchte, ohne von erfahreneren Spielern zu Brei gehauen zu werden, eignet sich das neue System hervorragend. Dieses ist jedoch nur im Offline-Modus verfügbar. Eure Freunde könnt ihr damit also fertig machen, Ränge im Online-Modus aufsteigen aber nicht.

Hinzu kommt auch noch die grandiose Optik des neuen Prüglers. Von den farbenreichen Drive-Angriffen bis hin zu Stages und den Charakteren selbst: Es macht alleine schon Spaß, sich Street Fighter 6 einfach nur anzusehen. Weiterhin können die Figuren kurz vor Kampfbeginn noch Grimassen schneiden, das Live-Commentary-System lässt das Spiel auf eure Eingaben reagieren und viele weitere solcher Systeme verleihen Street Fighter 6 einen Charme, den andere Spiele nur schwer einfangen können.

Willkommen in der World Tour!

Street Fighter 6 hat nicht nur eine großartige Präsentation, sondern spielt sich auch noch hervorragend. Das alleine würde schon reichen, um Fighting-Games-Fans zu überzeugen, doch Capcom geht sogar noch einen Schritt weiter. Mit dem World-Tour-Modus, den wir vor Kurzem anspielen durften und der inzwischen auch als kostenlos herunterladbare Demo verfügbar ist, haben die Entwickler ein richtiges Singleplayer-Erlebnis ins Spiel gebracht, für das alleine sich ein Kauf des Spiels fast schon lohnen könnte.

Ein Kampf im World Modus in Street Fighter 6 Quelle: Capcom In "World Tour" erstellt man sich mithilfe von zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten einen Charakter, der den eigenen Wünschen entspricht, und macht sich auf ins Street-Fighter-Universum. Dort trifft man direkt auf Luke, wessen Oberarme mittlerweile größer sind als sein Kopf, und darf sofort einen Übungskampf gegen Bosch bestreiten. Ist das getan, schickt Coach Luke einen in die große weite Welt, um den eigenen Kampfstil zu perfektionieren.

Ein wenig Ryu, ein Schuss Chun-Li

Im Rahmen der Story trifft man auf verschiedene Street-Fighter-Charaktere wie Chun Li, bei denen man trainieren darf. Hat man sich einem dieser Meister als würdig erwiesen, schaltet man den jeweiligen Kampfstil frei. Im Menü wechselt man ganz einfach zwischen dem Moveset von Luke, Chun-Li, und anderen Charakteren.

Zusätzlich darf man auch Spezialangriffe wie Chun-Lis Feuerball und andere Dinge nach Belieben miteinander kombinieren. So kann man dann zum Beispiel den gesamten Kampfstil von Chun-Li übernehmen, gleichzeitig aber Dragon-Punch von Luke verwenden.

Bezüglich der Handlung nimmt sich Capcom nicht sonderlich ernst. Wie man bereits in Trailern gesehen hat, stellt sich einem unter anderem ein Kühlschrank in den Weg, die verfeindete Verbrecherbande trägt Kartons auf dem Kopf, und auch die eigene Spielfigur kann so albern aussehen, wie man es nur möchte.

Bildergalerie

Das ist jedoch nicht schlimm, sondern passt sogar sehr gut zur farbenfrohen und abgedrehten Ästhetik des Titels. Insgesamt erinnert der Story-Modus sehr an die Yakuza-Spiele. Es gibt eine Menge zu erkunden, Minispiele zu absolvieren, mit denen man Geld verdient, eine Menge verrückter Charaktere zum Kennenlernen, und natürlich willkürliche Passanten zum Verprügeln.

7
    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Arkatrex Anwärter/in
        Musste beim Video echt lachen. Jamie "der Breakdancer" mit einem einzigartigen Stil? Das ist der Drunken Master Stil.....Breakdancer...wow....
      • Von Arkatrex Anwärter/in
        Musste beim Video echt lachen. Jamie "der Breakdancer" mit einem einzigartigen Stil? Das ist der Drunken Master Stil.....Breakdancer...wow....
      • Von Skullverton Mitglied
        Zitat von Nevrion
        Selbst wenn Street Fighter 6 das geilste Prügelspiel ist, so muss man schon ziemlich enthusiastisch sein, wenn man für dafür 70 Euro bezahlen soll. Ich denke beinah dass die Publisher mittlerweile die Kaufkraft deutscher Kunden etwas überschätzen um sich dann darüber zu ärgern, dass das Spiel kein hinreichend finanzieller Erfolg war. Gerade Beat'Em Up Spiele sind jetzt ja nicht dafür bekannt, wie Spiele mit großen Story-Fokus 20 Milionen Exemplare zu verkaufen, oder?
        Das gilt für so ziemlich jedes Spiel, meiner Meinung nach. Zumindest sehe ich keine Rechtfertigung für solche Preise. Okay, ich habe für Monkey Island 2 auf dem Amiga 120 D-Mark bezahlt, aber das ist was völlig anderes, vor allem im Vergleich zu den heutigen Spielen und deren "Qualität". Seelenlose Codezeilen, meistens auch noch ohne Singleplayer, kosmetischer Unsinn, den man auch noch extra kaufen muß, etc.

        Rein kaufmännisch ist es eh unverständlich, wie die Hersteller jammern können, wenn sie nicht das große Geld machen (aus den bekannten Gründen). Haben die noch nie etwas von "die Masse machts" gehört? Das simpelste und älteste Prinzip der Kaufmannsgilde. Sie könnten die Spiele weitaus günstiger anbieten, was dann mehr Leute dazu verleiten würde/könnte (und es sich auch leisten können!), sich deren Spiel zu kaufen und dadurch würden zwangsläufig mehr Spiele abgesetzt und auch die Raubmordkopien gingen zurück. Allerdings dauert das Ganze natürlich länger, als wenn man am ersten Wochenende gleich X Millionen einfahren kann.
        Ich werde es nie verstehen.

        Zitat von Roman_Reigns
        Die Demo hat mich ziemlich desillusioniert. Keine Ahnung, wie man in ein Prügelspiel mit Alibi-Story jetzt ein Semi-OW-Zeugs mit sinnlosem Anreden von Leuten und Kampfaufforderungen einbauen muss.
        Das Kampfsystem hat mit ebenso überhaupt nicht gefallen. Ich zocke Street Fighter schon seit Amiga Zeiten, ja sogar Automaten-Zeiten bereits, aber so uninteressant hat sich noch kein Street Fighter präsentiert.
        Aber vielleicht werde ich auch zu alt für sowas. Bei solchen Spielen will ich starten und loslegen, kein Gelaber, keine Pseudo-Story. Wie herrlich waren doch Street Fighter 2 und MK 2.
        Die offenen Kampfaufforderungen finde ich sogar ganz charmant. Allerdings führt es sich selbst ad-absurdum, wenn ich eine Oma verprügele (oder eben sie mich). Wenn die schon bei ein wenig mehr Realismus sind, dann sollten sie es richtig machen.
        Japp, bin auch mit SFII auf der Freundin angefangen - wobei für mich persönlich nichts über die Alpha-/Zero-Games (Dreamcast) geht. Die fand ich am besten. Und gerade der Comic-Stil hat mir sehr gut gefallen (und eben besser als diese gewollte hypermoderne Grafik).
        Apropos Gelaber: ich hoffe, man kann diese Kommentatoren abschalten. Das empfinde ich schon in dem Beispielvideo als extrem nervig.
      • Von Roman_Reigns Hobby-Spieler/in
        Zitat von Schalkmund
        Da hat wohl jemand Street Fighter 5 nicht zum Release gespielt, das Game war der reinste Müllkippenbrand. :-D
        Hab ich tatsächlich nicht. Erst sehr viel später.
      • Von Schalkmund Nerd
        Zitat von Roman_Reigns
        Ich zocke Street Fighter schon seit Amiga Zeiten, ja sogar Automaten-Zeiten bereits, aber so uninteressant hat sich noch kein Street Fighter präsentiert.
        Da hat wohl jemand Street Fighter 5 nicht zum Release gespielt, das Game war der reinste Müllkippenbrand. :D
      • Von s3rial4k1ll Anfänger/in
        ja street fighter 2 und MK2 sind geile games und ich bin mit denen auch groß geworden. Spiele es heute noch mit meinen 11 und 13 jährigen Söhnen. Aber ich muss sagen das 6 sehr viel besser ist wie 4 und 5. Am besten hat mir damals 2 und 3 gefallen. Und 6 haben sie sich sehr viel mühe gegeben und ich muss sagen das haben sie sehr gut hin bekommen. Ist auch geschmackssache, das kommt auch noch dazu
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk