Steam Machine Special: Spezifikationen und Zukunftsaussichten
Unser Special zu Valves Steam Machine: Die Konsole sucht ihren Platz im Wohnzimmer - neben Xbox One und PS4. Wir verraten, was sie unter der Haube hat und nennen mögliche Alternativen.
Spezifikationen der Steam Machine
Grafikkarten (alle mit jeweils 3 GByte GDDR-5 VRAM):
• High-End: Nvidia Geforce Titan und 780
• Midrange: Nvidia Geforce 760 und 660
CPU:
• Low-End: Mehrere Intel i3 (noch nicht näher spezifiziert)
• Mid-Range: Intel i5 4570
• High-End: Intel i7 4770
Arbeitsspeicher: 16 GByte RAM (DDR3-1600)
Festplatte: Hybrid-Festplatte aus 1 TByte HDD und 8 GByte SSD
Netzteil: 450 Watt und 80+ Gold-Zertifikat
Größe: ca. 30,5 cm x 31,5 cm x 7,4 cm
Betriebssystem: Steam OS, anpassbar (Windows-Dualboot-Systeme etc.)
Alternative Spielkonsolen
Ouya
Quelle: PC Games Hardware
Betriebssystem: Android 4.1 Jellybean
Hersteller: Ouya Inc. (vorher Boxer8)
Preis: 99 US-Dollar (ca. 70 Euro)
+ Günstiger Preis
+ Alle Spiele kostenlos anspielbar
+ Offen für Modifikationen
- Software nicht ganz ausgereift
- Schwach verarbeiteter Controller
- Dürftige Performance
Das unabhängig finanzierte Konsolenprojekt ist eine günstige Wohnzimmer-Konsole. Bild und Ton rauschen per HDMI in 1080p zum Fernseher.Aufgrund der immer noch recht begrenzten Spieleauswahl und Leistungsfähigkeit ist die Ouya-Konsole der Steam Machine deutlich unterlegen. Gelegenheitsspieler, Bastler und Entwickler dürfen hingegen gern einen Kauf in Erwägung ziehen, zumal jede Konsole explizit "gerootet" werden und als Entwicklergerät verwendet werden darf; die Software dazu steht gratis zum Download bereit.
Nvidia Shield
Quelle: blogs.nvidia.com
Betriebssystem: 4.2.1. Jellybean
Hersteller: Nvidia
Preis: 300 US-Dollar (ca. 220 Euro)
+ Hohe Leistung
+ Erlaubt das Streaming vom PC auf den Fernseher
- Für einen Handheld sehr teuer
- Bisher wenig gute Spiele
- Kein Aufrüsten möglich
Der Chiphersteller präsentiert einen Controller mit High-End-Grafikchips und einem angedockten 720p-Monitor in 5 Zoll. Gute Verarbeitung und beeindruckende technische Details machen Nvidias Handheld-Konsole hochwertig. Das Streaming direkt vom PC ist sehr attraktiv, zumal auch Steam-Spiele gestreamt werden können. Allerdings ist dieses Feature nur begrenzt möglich und auch der Preis ist für einen Handheld extrem hoch gewählt. Ein Aufrüsten von Hardwarekomponenten wie bei einer Steam Machine ist nicht möglich.
Gamestick
Quelle: PlayJam
Betriebssystem: Android Jellybean 4.1
Hersteller: Play Jam
Preis: ca. 80 Euro
+ Einfach zu bedienen
+ Plug & Play am TV
+ Niedriger Preis
- Vergleichsweise geringe Leistung
- Vermutlich nur auf den Gamestick angepasste Spiele nutzbar
Der Gamestick ist einer der größten Kickstarter-Erfolge dieses Jahres. Es handelt sich um einen HDMI-Stick, der einfach an den Fernseher angeschlossen und mit einem speziellen Controller bedient wird. Es ist keine Installation nötig, man kann ihn also einfach überall mit hinnehmen und sofort loszocken. Das Android-Betriebssystem hat eine eigene Benutzeroberfläche mit Shopsystem, in dem ihr extra für den Stick angepasste Spiele kaufen könnt. Am 29. Oktober startet der Verkauf in Nordamerika, zu Weihnachten soll er aber auch bei uns in Europa erhältlich sein.
Razer Edge
Quelle: Razer
Eine mögliche Alternative zur Steam Machine: Die Razer Edge von Razer ist im Grunde ein Pad PC.
Betriebssystem: Windows 8
Hersteller: Razer Inc.
Preis: 999 US-Dollar (ca. 740 Euro)
+ Deckt alle Plattformen ab
+ Individuell zu gestalten
- Sehr teuer in der Anschaffung und beim Zubehör
- Komponenten nicht austauschbar/aufrüstbar
Der kleine Alleskönner ist im Grunde genommen ein Pad-PC mit diversen andockbaren Erweiterungen. Durch eine Tastatur wird er zum Laptop, ein Controller macht ihn zum Handheld und durch ein HDMI-Kabel kann sich das Gerät sogar zu einer "richtigen" Spielekonsole am Monitor oder Fernsehgerät wandeln. Allerdings spielt es nur PC- und keine Konsolenspiele ab. Razer Edge ist eine Alternative, wenn man von allem ein wenig haben möchte. Der Preis ist allerdings um einiges höher als bei den Einsteiger-Steam-Machines und das Pad lässt sich auch nicht aufrüsten.

Das hängt wohl damit zusammen, das eben nicht jeder in seiner Wohnung genug Platz oder Räumlichkeiten hat, um sich einen Schreibtisch mit einem Kompletten Desktop PC hinzustellen.
Hinzu kommt auch noch, das solch ein PC dann ja auch eher als HTPC genutzt wird und er somit nicht nur zum Spielen gedacht ist, sondern wie bei mir Zuhause übrigens auch, alle anderen möglichen Funktionen hat.
Über Musik hören, TV Gucken, das Internet nutzen usw.
Darüber hinaus, gibt es auch genug PC User , für die solch ein PC, eine sehr gute Alternative für eine Konsole darstellen würde oder umgekehrt, es sehr viele Konsolen User ansprechen würde, die sich so mit dem Thema Desktop / Spiele PC noch nicht befasst haben oder es wollten.
Valve möchte eben, dass anstatt einer Xbox oder einer PS dann dort ein PC steht. Sie steigen quasi in den Ring mit den anderen Herstellern, im Kampf um das Wohnzimmer.
Für mich persönlich wäre das auch nichts. Ich mag meinen Desktop-PC. :-D
Was ich dagegen interessanter finde, das ist das SteamOS. Wenn es ein System wird, was nur auf's Zocken ausgelegt wird, kann man vielleicht das ein oder andere an Leistung noch rausholen. Das würde ich mir dann eben parallel zu Windows installieren und man kann dann jedes Mal beim Start aussuchen, was man gerade haben möchte.