Steam Machine Special: Steam OS und Zukunftsaussichten
Unser Special zu Valves Steam Machine: Die Konsole sucht ihren Platz im Wohnzimmer - neben Xbox One und PS4. Wir verraten, was sie unter der Haube hat und nennen mögliche Alternativen.
Das Steam OS
Valves neues Betriebssystem soll in den nächsten Wochen ebenfalls gratis veröffentlicht werden. Es basiert auf der Open-Source-Software Linux und ist damit ein besonders offenes System für Entwickler. Steam OS ist nicht an die Steam Machines gebunden, sondern kann auf jedem Rechner installiert werden.
Valve erklärte, dass das Betriebssystem nativ das Streaming von anderen Geräten über das Netzwerk unterstützen soll, ließ aber bisher keine exakten Angaben über die Funktionsweise verlauten. Dafür bewirbt der Entwickler sein Steam OS mit leistungsstarker Berechnung in den Bereichen Grafik und Audio und verringerter Latenz bei Eingabegeräten. Insbesondere soll das natürlich für den neuen hauseigenen Controller zutreffen.
Quelle: Valve
Valve zeigt in einem anschaulichen Video, wie der Controller bei diversen Genres - hier Civ 5 - funktioniert.
Und da man das Wohnzimmer erobern möchte, ist Steam OS auf bequeme Couch-Bedienung ausgelegt. Schon seit einiger Zeit bietet Valve bei vielen Spielen den sogenannten "Steam Big Picture Mode", mit dem man seine Steam-Spiele am PC auch auf einem großen Bildschirm bzw. TV-Gerät im Wohnzimmer erleben kann. Spiele mit diesem Feature passen dann das Ingame-Benutzerinterface entsprechend auf die größere Anzeigefläche an. Schon jetzt bieten immer mehr Titel diese Möglichkeit, aber mit den neuen Steam Machines dürfte diese nun bei allen Spielen unabdingbar werden.
Mit Steam OS kommt nun auch das bereits vor einigen Wochen angekündigte Family Sharing in Fahrt. Damit hat der Steam-Account-Inhaber die Möglichkeit, Freunden und Familie Spiele zu leihen, wobei die leihende Person eigene Errungenschaften verdient und ihren eigenen Fortschritt in der Steam Cloud speichert.
Gerade für Eltern ist die Familienoption ein interessantes Feature. Steht euer Gerät beispielsweise im Wohnzimmer, könnt ihr jeweilige Spiele nur für bestimmte Personen freischalten. Praktisch, wenn der eigene Nachwuchs das Steam-Konto mitbenutzt, aber daran gehindert werden soll, an für ihn unpassende Spiele heranzukommen.
Außerdem bietet Steam OS die Möglichkeit des In-Home-Streaming. Damit kann ein Steam-OS-Gerät nicht nur alle Spiele von eurem PC (auf dem Steam laufen muss) über eurer Netzwerk zu Hause auf euren Fernseher übertragen, sondern auch Musik und Videos.
Zukunftsaussichten
Mit der vor zehn Jahren gestarteten Software-Erfolgsgeschichte Steam hat Valve ein glückliches Händchen und einen sicheren Blick in die Zukunft bewiesen. Aktuell sind etwa 50 Millionen aktive Benutzerkonten registriert. Nun möchte Valve auch ein Stückchen vom Hardware-Kuchen abhaben und greift mit der Steam Machine, dem Steam OS und dem innovativen Controller die alteingesessenen Spielekonsolen im Wohnzimmer an. Diese Pläne strotzen vor unternehmerischem Selbstbewusstsein und die Entwicklungskosten für die eigene Hardware bewegen sich im signifikanten Millionenbereich.
Zu den Preisen äußerte sich Valve bislang nur vage. Die Einsteigergeräte mit schwächeren Grafiklösungen sollen wohl um die 500 US-Dollar (370 Euro) kosten und damit etwas günstiger sein als PS4 (399 Euro) und Xbox One (499 Euro) - allerdings bei geringerer Leistung. Die beste Ausstattung der Top-Modelle könnte sich Valve mit bis zu 1.500 Euro bezahlen lassen.
Quelle: PC Games
Das Teilen und Freigeben von Spielen in Steam funktioniert bereits. Dieses Far Cry 2 gehört nicht uns, sondern einem Freund, spielen können wir es dennoch.
Für einen Erfolg der Steam Machines spricht mehr als nur die Erfolgsgeschichte von Steam. Alles in allem trifft die Firma von Gabe Newell in der Regel nur gründlich überlegte und zukunftsorientierte Entscheidungen. Das wird auch dadurch untermauert, dass Valve mit den Steam Dev Days im Januar nächsten Jahres bereits eine eigene Entwicklerkonferenz einberufen hat, die nur Spieleherstellern vorbehalten ist. Neben Vorträgen, Diskussionsrunden und direkter Kontakt mit dem Steam-Team können die Entwickler natürlich auch Hand an Valves neue Hard- und Software legen und Feedback legen.
Konkurrent Microsoft sieht indes noch keine ernsthafte Bedrohung in Valves neuester Veröffentlichung. Das erklärte Microsofts für die Xbox One verantwortlicher Manager Phil Harrison (links) unter anderem damit, dass man seine eigenen Stärken kenne. Dennoch habe man gehörigen Respekt vor Valve, gerade angesichts der Erfolgsgeschichte von Steam.
Auch Mitbewerber Sony Entertainment (Playstation 4) beobachtet Valves Geschäftserweiterungspläne ganz genau. "Wir können es uns nicht leisten, ihre Steam Machine zu ignorieren", sagte Fergal Gara, Chef von Sony Computer Entertainment UK, kürzlich in einem Interview.
Valves Steam-Vormarsch ins Wohnzimmer könnte sich durchaus als Alternative zu bekannten Couch-Konsolen entwickeln. Ob sich Playstation 4 und Xbox One angesichts der Steam Machine aber wirklich warm anziehen müssen, darüber werden die Leistungsfähigkeit der Hardware und die Preisgestaltung sowohl für das Gerät als auch für die Spiele entscheiden.

Das hängt wohl damit zusammen, das eben nicht jeder in seiner Wohnung genug Platz oder Räumlichkeiten hat, um sich einen Schreibtisch mit einem Kompletten Desktop PC hinzustellen.
Hinzu kommt auch noch, das solch ein PC dann ja auch eher als HTPC genutzt wird und er somit nicht nur zum Spielen gedacht ist, sondern wie bei mir Zuhause übrigens auch, alle anderen möglichen Funktionen hat.
Über Musik hören, TV Gucken, das Internet nutzen usw.
Darüber hinaus, gibt es auch genug PC User , für die solch ein PC, eine sehr gute Alternative für eine Konsole darstellen würde oder umgekehrt, es sehr viele Konsolen User ansprechen würde, die sich so mit dem Thema Desktop / Spiele PC noch nicht befasst haben oder es wollten.
Valve möchte eben, dass anstatt einer Xbox oder einer PS dann dort ein PC steht. Sie steigen quasi in den Ring mit den anderen Herstellern, im Kampf um das Wohnzimmer.
Für mich persönlich wäre das auch nichts. Ich mag meinen Desktop-PC. :-D
Was ich dagegen interessanter finde, das ist das SteamOS. Wenn es ein System wird, was nur auf's Zocken ausgelegt wird, kann man vielleicht das ein oder andere an Leistung noch rausholen. Das würde ich mir dann eben parallel zu Windows installieren und man kann dann jedes Mal beim Start aussuchen, was man gerade haben möchte.