Steam Machine Special: Mit Volldampf ins Hardware-Geschäft

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Special Marc Brehme - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Unser Special zu Valves Steam Machine: Die Konsole sucht ihren Platz im Wohnzimmer - neben Xbox One und PS4. Wir verraten, was sie unter der Haube hat und nennen mögliche Alternativen.

In den vergangenen Wochen machte Valve, Betreiber der Online-Plattform Steam, mit mehreren Ankündigungen von sich reden. Dass Valve auch im Hardwaregeschäft mitmischen möchte, war schon länger bekannt, nun hat das Unternehmen aus Seattle­ seine konkreten Pläne bekannt gegeben, wie es im kommenden Jahr die Wohnzimmer mit ihren Steam Machines erobern will. Bis Ende Oktober hatten Nutzer noch die Möglichkeit, sich für die Hardware-Beta anzumelden, um jeweils einen der begehrten Prototypen ausprobieren zu dürfen.

Die Steam Machine

Der Piston-PC von Xi3 war nur einer der Prototypen, die Valve auf Messen vorstellte. Es handelte sich dabei also nicht um die Steam Box von Valve, sondern lediglich um den Mini-PC eines Drittherstellers, der für den Steam-Big-Picture-Modus optimiert war. Bilder von Valves Steam Box oder Steam Machine wurden bis heute nicht veröffentlicht. Quelle: Xi3 Der Piston-PC von Xi3 war nur einer der Prototypen, die Valve auf Messen vorstellte. Es handelte sich dabei also nicht um die Steam Box von Valve, sondern lediglich um den Mini-PC eines Drittherstellers, der für den Steam-Big-Picture-Modus optimiert war. Bilder von Valves Steam Box oder Steam Machine wurden bis heute nicht veröffentlicht. Früher als Steam Box bekannt, werkelt Valve schon länger an einer eigenen Hardware für über Steam vertriebene Spiele. Nun ist das Projekt gereift und hat mit Steam Machine nicht nur einen neuen Namen bekommen, sondern auch konkrete Informationen zum technischen Hintergrund und zur Verfügbarkeit. Bereits im kommenden Jahr sollen die Linux-Mini-PCs mit dem neuen Steam OS in Serienproduktion gehen. Drin stecken werden Chips von Intel, Nvidia und auch AMD. Im Vorfeld einer offiziellen Presseerklärung von Valve gab es Verwirrung darüber, ob auch Bauteiles des Nvidia-Konkurrenten AMD zum Einsatz kommen würden.

Nachdem Valve die ersten 300 Prototypen der Steam Machines nur mit Intel-CPUs und Nvidia-Grafikeinheiten ausliefern wird, machten prompt Gerüchte über einen entsprechenden Exklusivdeal die Runde, die später dann durch Pressesprecher Doug Lombardi widerlegt wurden. Dieser erklärte, dass in den Geräten auch Grafikchips von AMD oder Intel zum Einsatz kommen werden, denn man habe bereits im Vorfeld mit allen drei Herstellern an der Optimierung ihrer Hardware unter Steam OS zusammengearbeitet.

Generell handelt es sich bei den Steam Machines also um Wohnzimmer-PCs von Valve - oder später auch anderen Herstellern -, die auf typischer x86-Architektur basieren und auf denen standardmäßig das neue Steam OS installiert ist. In den kompakten Gehäusen der Steam Machine mit Maßen von etwa nur 30 x 31 x 7 Zentimetern wird eine große Bandbreite an Technik verbaut. Allein bei den CPUs spricht der Hersteller von "einigen i3"-Prozessoren sowie einem Core i5-4570 und einem Core i7-4770. Zudem sollen mehrere Grafikkarten zum Einsatz kommen. Die schwächste ist eine Geforce GTX 660; als Topmodell wird die doppelt so schnelle Geforce GTX Titan genannt, die aber auch den fünffachen Preis einer GTX 660 aufruft. Das neue Betriebssystem und die Spiele tummeln sich in üppigen 16 Gigabyte DDR-3-1600 Arbeitsspeicher und werden auf einer Hybridfestplatte abgelegt, die das Beste aus einer 8-GByte-SSD und einer einen Terabyte großen konventionellen Magnetfestplatte vereinen soll.

Interessanterweise sorgt "nur" ein 450-Watt-Netzteil für die Stromversorgung des Geräts. Angesichts der leistungsfähigen und stromhungrigen Hardware mutet das auf den ersten Blick etwas unterdimensioniert an. Allerdings verspricht die 80-Plus-Gold-Zertifizierung des Stromspenders einen sehr hohen Wirkungsgrad. Darüber, ob es Valve gelingt, die Geräuschkulisse der Daddelkisten in einem Wohnzimmertauglichen Bereich zu halten, kann bisher nur spekuliert werden. Einfach dürfte es angesichts der benötigten Kühlung gerade für die Geräte mit High-End-Komponenten nicht werden.

Der Steam Controller

Grafik: Der Steam-Controller in der Übersicht. Vergrößern für bessere Ansicht. Quelle: PC Games/Valve Grafik: Der Steam-Controller in der Übersicht. Vergrößern für bessere Ansicht. Zum Bedienen der Steam Ma­chines verlässt sich Valve nicht auf herkömmliche Eingabegeräte. Stattdessen wurde ein eigener Controller entwickelt, der nach eigenen Angaben die Lücke zwischen Computerschreibtisch und Wohnzimmer schließen soll.

Schaut man sich den Steam Controller an, dann fällt als Erstes das Fehlen der Analogsticks auf. Stattdessen sind für die Bedienung mit den Daumen zwei Touchpads verbaut, bei denen es sich im Prinzip um verbesserte Pendants aus der Notebook-Bedienung handelt. Haptisches Feedback beim Spielen erhaltet ihr über die übliche Vibration - auch auf den Touchpads. Dort wird es durch zwei starke Elektromagneten realisiert, der verschiedene Widerstände auf den Pads entstehen lassen kann. Die Auflösung beim Abtasten soll ähnlich hoch und präzise sein wie bei einer Maus. Zudem bietet das Pad optional auch die Möglichkeit, es - ähnlich wie beim Wii-U-Gamepad und dem kommenden Dual-Shock-4-Controller von Sony - auch als Lautsprecher zu nutzen.

Der Steam Controller im Einsatz! Quelle: Valve Der Steam Controller im Einsatz! Zweiter Blickfang: Der Steam Controller verfügt über einen hochauflösenden Touchscreen in der Mitte. Dieser bietet mehrere Touch- und Klickfunktionen, mit denen man etwa durch Menüs navigieren und eine Auswahl treffen kann. Die Entwickler haben völlig freie Hand beim Einsatz des kleinen Bildschirms und können darauf neben Menüs auch etwa Karten anzeigen oder zusätzliche Eingabemöglichkeiten definieren, indem sie mehrere Tasten auf dem Bild festlegen. So könnte man etwa die bei Strategiespielen häufig belegten "F"-Tasten einbinden, die dann auf dem Touchscreen erscheinen und gedrückt werden können. Um die Aufmerksamkeit nicht vom Spiel abzulenken, werden die Funktionen des Touchscreens bei Berührung auch auf dem Hauptbildschirm eingeblendet.

Die 16 Knöpfe des Controllers befinden sich jeweils an jeder Ecke des Touchscreens, hinzu kommen zwei Trigger und zwei Schultertasten, zwei Tasten auf der Unterseite, beide Touchpads sowie zwei kleinere und eine große Taste unter dem Touchscreen sowie dieser an sich. Ausnahmslos alle Steam-Spiele werden das Eingabegerät unterstützen. Ist ein Spiel nicht auf ein Gamepad ausgelegt, täuscht der Controller ihm im dann aktivierten "Legacy"-Modus eine Maus-und- Tastatur-Steuerung vor.

Die Funktionen des Gamepads lassen sich in jedem Spiel bis ins kleinste Detail anpassen und optimieren, egal was für ein Genre ihr damit spielt. Die benötigten Tools, um den symmetrisch angelegten und damit auch für Linkshänder geeigneten Controller komplett neu zu definieren, will Valve natürlich kostenlos zur Verfügung stellen.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Steam Machine Special: Steam Machine und Controller
  2. Seite 2 Steam Machine Special: Steam OS und Zukunftsaussichten
  3. Seite 3 Steam Machine Special: Spezifikationen und Zukunftsaussichten
    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dosentier Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von Schlechtmacher
        warum möchte man überhaupt im Wohnzimmer zocken, wo man sich mit dem Rest der Familie um die Nutzung Streiten muss. Bei Konsolen ist klar: weil dort eben der benötigte Fernseher steht, aber beim PC?


        Das hängt wohl damit zusammen, das eben nicht jeder in seiner Wohnung genug Platz oder Räumlichkeiten hat, um sich einen Schreibtisch mit einem Kompletten Desktop PC hinzustellen.

        Hinzu kommt auch noch, das solch ein PC dann ja auch eher als HTPC genutzt wird und er somit nicht nur zum Spielen gedacht ist, sondern wie bei mir Zuhause übrigens auch, alle anderen möglichen Funktionen hat.

        Über Musik hören, TV Gucken, das Internet nutzen usw.

        Darüber hinaus, gibt es auch genug PC User , für die solch ein PC, eine sehr gute Alternative für eine Konsole darstellen würde oder umgekehrt, es sehr viele Konsolen User ansprechen würde, die sich so mit dem Thema Desktop / Spiele PC noch nicht befasst haben oder es wollten.
      • Von Dosentier Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von Schlechtmacher
        warum möchte man überhaupt im Wohnzimmer zocken, wo man sich mit dem Rest der Familie um die Nutzung Streiten muss. Bei Konsolen ist klar: weil dort eben der benötigte Fernseher steht, aber beim PC?


        Das hängt wohl damit zusammen, das eben nicht jeder in seiner Wohnung genug Platz oder Räumlichkeiten hat, um sich einen Schreibtisch mit einem Kompletten Desktop PC hinzustellen.

        Hinzu kommt auch noch, das solch ein PC dann ja auch eher als HTPC genutzt wird und er somit nicht nur zum Spielen gedacht ist, sondern wie bei mir Zuhause übrigens auch, alle anderen möglichen Funktionen hat.

        Über Musik hören, TV Gucken, das Internet nutzen usw.

        Darüber hinaus, gibt es auch genug PC User , für die solch ein PC, eine sehr gute Alternative für eine Konsole darstellen würde oder umgekehrt, es sehr viele Konsolen User ansprechen würde, die sich so mit dem Thema Desktop / Spiele PC noch nicht befasst haben oder es wollten.
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von Schlechtmacher
        warum möchte man überhaupt im Wohnzimmer zocken, wo man sich mit dem Rest der Familie um die Nutzung Streiten muss. Bei Konsolen ist klar: weil dort eben der benötigte Fernseher steht, aber beim PC?

        Valve möchte eben, dass anstatt einer Xbox oder einer PS dann dort ein PC steht. Sie steigen quasi in den Ring mit den anderen Herstellern, im Kampf um das Wohnzimmer.
        Für mich persönlich wäre das auch nichts. Ich mag meinen Desktop-PC. :-D

        Was ich dagegen interessanter finde, das ist das SteamOS. Wenn es ein System wird, was nur auf's Zocken ausgelegt wird, kann man vielleicht das ein oder andere an Leistung noch rausholen. Das würde ich mir dann eben parallel zu Windows installieren und man kann dann jedes Mal beim Start aussuchen, was man gerade haben möchte.
      • Von s4unit Mitglied
        Weil Konsolenspieler die Masse sind und Valve ein Stück oder die ganze Torte haben will.^^ Du kannst es auch normal wie ein Pc nutzen.
      • Von Schlechtmacher Hobby-Spieler/in
        warum möchte man überhaupt im Wohnzimmer zocken, wo man sich mit dem Rest der Familie um die Nutzung Streiten muss. Bei Konsolen ist klar: weil dort eben der benötigte Fernseher steht, aber beim PC?
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