Starfield im Nachtest für PS5: Großes Update, neuer DLC - reicht das für ein Comeback?
Nach zweieinhalb Jahren hat es Starfield auf die PS5 geschafft. Mit an Bord: Ein neuer Story-DLC und ein dickes Update für alle Plattformen. Genug für ein Comeback? Finden wir's raus!
Den Release von Starfield "kontrovers" zu nennen, wird der Sache kaum gerecht. Denn Bethesdas Sci-Fi-Epos hat 2023 einen gewaltigen Hype ausgelöst, die Vorfreude war gigantisch. Doch danach? Starke Wertungen auf der einen Seite, viel Kritik auf der anderen. Auch die Spielerzahlen auf Steam zeigen: Starfield ist zwar erstklassig gestartet und hat immer noch viele treue Fans, doch das Interesse ist bereits kurz nach Release bedenklich abgekühlt.
Bethesda, so fair muss man sein, hat das Feedback gehört. So hat das Studio deutlich mehr Patches und Verbesserungen springen lassen als jemals für Fallout 4 oder Skyrim. Starfield (jetzt kaufen 69,99 € / 44,99 € ) wurde mit neuen Features aufgewertet, auch ein großes Add-on ist erschienen, das Spiel wurde immer besser - doch seinen angeknacksten Ruf konnte es damit nicht mehr ganz kitten. Nun könnte Starfield aber vor einem echten Comeback stehen, denn Bethesda veröffentlicht am 7. April nicht nur die lange überfällige PS5-Version! Gleichzeitig erscheinen auch ein neuer DLC namens Terran Armada sowie ein stattliches Update mit dem Titel "Free Lanes", das einen großen Kritikpunkt am Hauptspiel ausbügeln will.
Hat sich die Mühe gelohnt? Wir haben uns nochmal gute 70 Stunden vor die PS5-Version geklemmt und klären im Test, wie sich Starfield im Jahr 2026 wirklich spielt.
Tipp: Falls ihr Starfield noch nicht kennt oder eure Erinnerungen auffrischen wollt, werft ihr am besten einen Blick in unseren Test des Hauptspiels.
Starfield auf PS5: So gut ist die Umsetzung
Das dürfte wohl niemanden überraschen: Auf der PS5 erwartet euch das gleiche Spielerlebnis wie auf der Xbox Series X, mit all seinen Stärken, Ecken und Kanten. Natürlich sind hier schon sämtliche Updates und Verbesserungen mit an Bord, dadurch bekommen PS5-Spieler zum Launch die inhaltlich beste Version.
Auf der normalen PS5 habt ihr standardmäßig die Wahl zwischen einem Performance-Modus und einem Qualitätsmodus. Auf 120-Hz-Displays steht euch außerdem noch ein 40-FPS-Modus zur Verfügung, der einen Kompromiss zwischen Performance und Grafikqualität darstellt. Zusätzlich dürft ihr auf Wunsch VSync aktivieren, um Bildzerreißen (Tearing) zu vermeiden.
Im Performance-Setting strebt das Spiel 60 Bilder pro Sekunde an, der andere Modus ist auf 30 FPS begrenzt. Optische Abstriche muss man dafür aber kaum hinnehmen, die Unterschiede fallen selbst im direkten Bildervergleich kaum auf. Betroffen sind am ehesten noch die Schärfe mancher Schatten, die Menge an NPCs in Ortschaften und der Detailgrad der Planetenoberflächen auf weite Sicht. Außerdem rendert das Spiel im Qualitätsmodus mit einer etwas höheren Auflösung, die genau wie im Performance-Modus anschließend auf 4K hochskaliert wird. Nichts davon ist allerdings wichtig genug, um dafür die Framerate zu opfern.
Grafikvergleich gefällig? Bitte sehr! Falls ihr mehr Details erkennen wollt, könnt ihr jedes Vergleichsbild auch in der Vollbildansicht öffnen.
Starfield auf PS5
Beispiel 1: Die Landschaften wirken im Qualitätsmodus minimal detailreicher, es gibt zum Beispiel etwas mehr Geröll in der Ferne. Der Spielerschatten ist außerdem ein klein wenig schärfer.
Starfield auf PS5
Beispiel 2: Habt ihr's erkannt? Im Performance-Modus ist die Landschaft etwas weniger zerklüftet und ein paar zusätzliche Steine und Pflanzen werden im Hintergrund gerendert.
Starfield auf PS5
Beispiel 3: Die Spiegelungen auf dem nassen Boden fallen im Qualitätsmodus ein klein wenig detailreicher aus.
Auch wenn wir also klar zum Performance-Modus raten, muss er sich Kritik gefallen lassen. Denn die angepeilten 60 FPS erreicht das Spiel in vielen Situationen schlichtweg nicht, besonders in größeren Ortschaften mit vielen NPCs oder hektischen Gefechten knickt die Framerate spürbar ein. Das ist bei einem Bethesda-Spiel, das auf die hauseigene Creation Engine setzt und in dem viele Rädchen (KI, Physik, dynamische Beleuchtung, usw...) ineinandergreifen müssen, gewissermaßen zur erwarten. Doch der Blick hinüber zu Spielen wie Cyberpunk 2077 zeigt eben auch, dass so etwas heutzutage wesentlich besser geht. Zumal nicht nur das Gameplay, sondern auch die Menüs davon betroffen sind, die dann manchmaletwas verzögert reagieren. Da sollte Bethesda nochmal nachpatchen.
Bei der Gelegenheit dürfen auch gleich noch ein paar Bugs dran glauben. Starfield präsentiert sich in unserem PS5-Test zwar in einem technisch ordentlichen Zustand, doch manchmal sind uns doch deutliche KI-Aussetzer bei Gegnern und Aliens aufgefallen. In unserer Spielzeit ist uns das Spiel auch insgesamt viermal abgestürzt. Dank automatischer Spielstände ist das zwar kein Drama, doch für ein modernes AAA-Konsolenspiel ist das trotzdem noch zu viel. Andere Käufer berichten übrigens über deutlich mehr Abstürze, allerdings deckt sich das nicht mit unserem Spielerlebnis.
Die PS5 Pro kommt mit einer großen Auswahl an Grafikmodi daher, die noch ein wenig mehr Bildschärfe und Details versprechen, auch PSRR wird unterstützt. Allerdings kann die PS5 Pro selbst damit keine stabilen 60 Bilder pro Sekunde garantieren, in größeren Ortschaften wie New Atlantis muss man auch hier mit Framerate-Einbrüchen rechnen. Das ist angesichts der Hardware und der langen Entwicklungszeit schlichtweg enttäuschend.
Starfield auf PS5: Tonnenweise Screenshots aus dem Test
Gut präsentiert sich dafür die Steuerung, der PS5-Controller wird ordentlich genutzt. Über das Touchpad lassen sich zum Beispiel die Karte, das Questlog oder das Inventar schnell aufrufen. Auf Wunsch werden auch die adaptiven Trigger unterstützt und Audiologs lassen sich über den Controller-Lautsprecher abspielen. Am umständlichen Listeninventar und den teils überfrachteten Menüs ändert sich allerdings nichts. Da ist Bethesda einfach beratungsresistent.
Doch Starfield auf PS5 ist natürlich nicht nur eine verspätete Portierung. Es ist auch ein größeres, verbessertes Spiel als noch vor drei Jahren! Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, was es mit dem neuen Free-Lanes-Update auf sich hat und warum euch im Weltall künftig mehr erwartet als nur Ladebildschirme.

Ja klar, war Starfield das Bethesda Spiel mit den vielleicht wenigsten Bugs zu Release. Das war aber zugegebenermaßen auch nicht wirklich schwer. ;)
Aber Cyberpunk? Was? Verbuggt?
Lies dir mal den Test hier durch. Die PC Games hat eigens ein extra fertig gepatchtes Exemplar bekommen. 😂 10/10
Das Spiel war natürlich ein einziges Bugfest zu Release, dagegen lief SF ziemlich rund.
Skyrim war ein Perfect Storm. Die Technik war gut genug und Bethesda nach Oblivion erfahren genug um das umzusetzen, was sie sich vorgenommen haben. Dann noch End Generation, wo einfach viel Userbasis da war.
Und dann hat Elder Scrolls einfach ein wahnsinnig umfangreiches und spannendes Universum zu bieten, mit der viele Leute was anfangen können.
Die Technik war leider überhaupt nicht gut, weshalb man sich heute durchaus berechtigterweise fragt, ist es so erfolgreich geworden trotz der Bugs, Glitches, Abstürze (viele Spieler haben anfangs nichtmal das Ende des Intros gesehen) oder gerade deswegen. Vielleicht war es sogar das verbuggteste Spiel überhaupt.
Der Handlungsbedarf der Community war also genau genommen bei Skyrim zu Release viel viel größer als bei Starfield.
Eines muss man SF nämlich lassen, es war vielleicht das bisher „bug-freieste“ Bethesda Spiel zu Release. ;)
Da kann ich dann mal die Graka etwas quälen (siehe 12 Pin Steckerdiskussion im PCGH Forum ... hüstel ... :D ) aber vorher noch etwas das Cyberpunkaddon nachholen. Woher die Zeit nehmen, wenn nicht stehlen.
Skyrim war ein Perfect Storm. Die Technik war gut genug und Bethesda nach Oblivion erfahren genug um das umzusetzen, was sie sich vorgenommen haben. Dann noch End Generation, wo einfach viel Userbasis da war.
Und dann hat Elder Scrolls einfach ein wahnsinnig umfangreiches und spannendes Universum zu bieten, mit der viele Leute was anfangen können.
Die Technik war leider überhaupt nicht gut, weshalb man sich heute durchaus berechtigterweise fragt, ist es so erfolgreich geworden trotz der Bugs, Glitches, Abstürze (viele Spieler haben anfangs nichtmal das Ende des Intros gesehen) oder gerade deswegen. Vielleicht war es sogar das verbuggteste Spiel überhaupt.
Der Handlungsbedarf der Community war also genau genommen bei Skyrim zu Release viel viel größer als bei Starfield.
Eines muss man SF nämlich lassen, es war vielleicht das bisher „bug-freieste“ Bethesda Spiel zu Release. ;)
Trotzdem, den Kultstatus eines Skyrim wird SF nie erreichen, vielleicht schafft das in der Form auch nie wieder irgendein Spiel.
Mich persönlich interessieren Mods eher am Rande. Ich spiele ein Spiel in aller Regel einmal und dann wars das, denn mir fällt es sehr schwer, mich hunderte Stunden an ein Spiel zu binden oder NG+ Runs zu starten. Krieg ich einfach nicht mehr hin.
Skyrim war ein Perfect Storm. Die Technik war gut genug und Bethesda nach Oblivion erfahren genug um das umzusetzen, was sie sich vorgenommen haben. Dann noch End Generation, wo einfach viel Userbasis da war.
Und dann hat Elder Scrolls einfach ein wahnsinnig umfangreiches und spannendes Universum zu bieten, mit der viele Leute was anfangen können.