Zu hohe Erwartungen? RPG-Veteran ordnet die Starfield-Kritik ein
Das Bethesda-Rollenspiel Starfield musste in den vergangenen Jahren einiges an Kritik einstecken. Doch zumindest wenn es nach Skyrim-Veteran Bruce Nesmith geht, ist längst nicht alles davon gerechtfertigt.
Im September 2023 war das Weltraum-Rollenspiel Starfield mit jeder Menge Vorschusslorbeeren und getragen von einem riesigen Hype auf den Markt gekommen. Allerdings konnte der potenzielle RPG-Hit längst nicht alle Erwartungen erfüllen. Vor allem seitens der Fans setzte es einiges an Kritik, der ursprünglich gute Ruf bekam daher heftige Kratzer ab. Zumindest laut einem Branchenveteranen wird dies Starfield jedoch nicht wirklich gerecht. Liegt er mit seinen Aussagen richtig?
Wie gut ist Starfield tatsächlich?
Als Starfield (jetzt kaufen 69,99 € / 44,99 € ) vor drei Jahren auf den Markt kam, gab es von Beginn an recht unterschiedliche Meinungen. Bei der Fachpresse kam das Bethesda-Rollenspiel größtenteils recht gut davon. Das zeigt nicht nur der Metacritic-Score in Höhe von 83 Punkten, sondern auch der Award in unserem ausführlichen Testbericht. Bei den Fans fiel das Weltraum-Abenteuer hingegen oftmals durch: Bis zum heutigen Tag kommt es auf gerade mal 63 Prozent positive Steam-Bewertungen. Das ist viel zu niedrig, wenn man den Aussagen eines anderen RPG-Veteranen Glauben schenkt.
Ist die Kritik an Starfield unberechtigt?
Aus den Reihen der Fans gab es immer wieder mitunter heftige Kritik an Starfield. Daran konnten auch die zahlreichen Updates sowie der mit Spannung erwartete DLC Shattered Space nicht wirklich etwas ändern. Zumindest wenn es nach Game Designer Bruce Nesmith geht, befand sich Bethesda bereits vor dem Release des Weltraum-RPGs in einer schlechten Ausgangslage. Die Erwartungen waren laut dem Skyrim-Entwickler viel zu hoch.
"Ich mag den Ausdruck 'Spiel der Erwartungen' sehr und nutze ihn schon seit über einem Jahrzehnt. Bethesda befindet sich in der misslichen Lage, dass die Erwartungen so hoch sind, dass sie nicht erfüllt werden können. Das Erwartungsmanagement ist die wichtigste Aufgabe einer guten Marketingabteilung. Betrachten wir Starfield als Beispiel. Nehmen wir an, ein neues Studio hätte Starfield veröffentlicht. Da es aber von Bethesda veröffentlicht wurde, waren die Erwartungen so viel höher, dass es anders wahrgenommen wurde. Starfield ist ein gutes Spiel. Es ist sogar ein sehr gutes Spiel. Es ist nur nicht das Spiel, das die Leute erwartet hatten."
Das sind interessante Aussagen eines Branchenveteranen, der die Situation schon allein aufgrund seiner beruflichen Erfahrung recht gut einschätzen kann. Stimmt ihr mit Bruce Nesmith überein? Ist Starfield im Grunde ein richtig gutes Rollenspiel, das jedoch schlicht und ergreifend an einer überzogenen Erwartung der Fans gescheitert ist? Eure Meinung zu diesem Thema interessiert uns brennend! Schreibt sie gerne in die Kommentare!
Quelle: Press Box

Die Welt ist riesig aber gähnend leer. Kommt mir da nicht mit "So ist das im All", denn mit spaßigem Erkunden hat das dann nichts mehr zu tun.
Ich liebe Bethesda, ich liebe die Idee, aber die Umsetzung war diesmal wirklich meh.
die schlechte spielerkritik hat überhaupt nix mit bethesda zu tun, sondern das dieses spiel einfach unfertig auf den markt kam. der beweis hierfür ist der erste, große patch, der rauskam und die menge an neuen features, die reinkamen. der patchzustand hätte eigentlich mindestesreleasezustand sein müssen
Übrigens finde ich die Bezeichnung "Spiele-Novize" süß. Ist das, weil man nicht oft Beiträge verfasst? Ich habe schon gezockt, da waren viele Entwickler noch gar nicht geboren.
Nach der langen Entwicklungszeit finde ich das Qualitativ schon recht unterwältigend. Auch was Storytelling angeht. Es gibt ein zwar coole Locations und Questreihen, aber die sind meiner Meinung nach eher die Ausnahme.