Starcraft 2-Test: Sammleredition, Editior, Mehrspielermodus und Battlenet

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Starcraft 2 ist endlich erhältlich, nach rund sieben Jahren Entwicklungszeit, und wir haben Gewissheit: Es entpuppt sich als ein exzellent spielbares, dramatisch inszeniertes und im Mehrspielermodus wunderbar forderndes Spiel - nicht weniger als das, aber eben auch nicht mehr.

Mit einer ausgewogenen Armee aus verschiedenen Truppenteilen überrennen wir als Terraner eine Protoss-Basis, die sich noch im Aufbau befindet. Geschwindigkeit ist im Mehrspielerpart Trumpf. Quelle: PC Games Mit einer ausgewogenen Armee aus verschiedenen Truppenteilen überrennen wir als Terraner eine Protoss-Basis, die sich noch im Aufbau befindet. Geschwindigkeit ist im Mehrspielerpart Trumpf. Eindruck: Wie gut ist der fertige Mehrspielermodus?
Seit Monaten schon gewährt Blizzard mit der Beta-Testphase den Spielern Einblick in den Mehrspieler-Modus von Starcraft 2: Wings of Liberty. Auch wir haben Tage und Nächte mit teilweise bis zu acht Redakteuren darin verbracht und können deshalb sagen: Der Multiplayer-Part des Spiels ist so poliert und perfektioniert, wie man es von Blizzard gewohnt ist und erwartet hat. Die drei Fraktionen sind gut ausbalanciert, das Matchmaking funktioniert und die Partien gegen menschliche Gegner machen ähnlich viel Spaß wie im Vorgänger. Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass Blizzard „auf Nummer sicher geht“.

Die Spielmechaniken weichen nicht sonderlich von Starcraft 1 ab und das die Entwickler das Balancing gerade für Turnierspiele felsenfest machen will, erkennt man unter anderem daran, dass es derzeit keine Möglichkeit gibt, die Tastaturbelegung zu ändern – jeder Spieler soll mit den gleichen Voraussetzungen starten. Blizzard plant allerdings, bald freie Tastenbelegung nachzupatchen.

Im Gegensatz zum Vorgängerspiel können auch Terraner und Protoss 
diesmal durch ihre Spezialfähigkeiten Rush-Taktiken einsetzen. Quelle: PC Games Im Gegensatz zum Vorgängerspiel können auch Terraner und Protoss diesmal durch ihre Spezialfähigkeiten Rush-Taktiken einsetzen. Dass der Mehrspieler-Teil von Starcraft 2: Wings of Liberty weniger Mikromanagement verlangt als der des ersten Teils, ist hingegen ein pures Gerücht. Vielmehr müssen Sie gerade am Anfang einer Partie zum Beispiel die Spezialfähigkeiten einer Einheit sehr gezielt einsetzen. Gleichzeitig verzichtet Blizzard bewußt darauf, dem Spieler Bequemlichkeiten wie automatische Formationsbefehle an die Hand zu geben. Wie schon im ersten Teil soll es Ihre Aufgabe sein, die Kontrolle und den Überblick über die einzelnen Truppenteile zu behalten. Sie müssen also Ihre Rächer von Hand über Klippen steuern oder Ihre Belagerungspanzer selbst an passender Stelle aufbauen. Trotzdem wurden einige Teile des Mikromanagements verbessert. So werden die Interceptor-Schiffe der Protoss-Träger nun automatisch nachgebaut und die WBFs der Terraner reparieren nun ganz selbstverständlich nahe Einheiten.

So lange wir auch in der Beta spielten und so viele Partien wir mit der fertigen Verkaufsversion­ schon hinter uns gebracht haben: Eine wirklich abschließende Mehrspielerwertung kann man vermutlich niemals geben. Denn der Mehrspieler-Modus von Starcraft 2: Wings of Liberty wird sich in den kommenden Monaten und Jahren noch gehörig verändern. Auch der Multiplayer-Part von Starcraft 1 bekam von Blizzard viele Updates spendiert . Deshalb vergeben wir eine Wertung für die vorliegende Version des Mehrspieler-Modus. Das Thema Starcraft 2 Multiplayer und Battlenet wird uns aber die nächsten Jahre noch weiter begleiten.

Die Sammleredition: Teuer und edel
Selten hat es zu einem Top-Titel so eine schicke Sammlerbox gegeben wie zu Starcraft 2: Wings of Liberty. Preis: 86 Euro. Der Karton im Stahldesign enthält neben dem Hauptspiel und drei Probeversionen (zweimal Starcraft 2: Wings of Liberty und einmal World of Warcraft) ein Artbook, einen USB-Stick, geformt wie Raynors Erkennungsmarke (der zudem noch Starcraft zusammen mit dem Addon Broodwar beinhaltet), eine Soundtrack-CD, eine DVD mit allen Videos des Spiels und Hintergrundmaterial, die erste Ausgabe des Starcraft-Comics, einen Mini-Thor als Pet für World of Warcraft sowie exklusive Battlenet-Inhalte.

Das Battlenet 2.0
Blizzards runderneuerter Online-Service ist gefundenes Fressen für alle Verschwörungstheoretiker und Exhibitionisten da draußen. In Ihrer Freundesliste sehen Sie jederzeit, welches Spiel Ihr Kollege grade zockt und wie lange er schon vor dem Bildschirm herumlümmelt. Sie können ihm sogar Chatnachrichten schreiben, selbst wenn er gerade in World of Warcraft herumläuft und Sie gleichzeitig Starcraft 2 spielen. Wer will, kann per Battlenet auch seinen Facebook-Account nach weiteren Blizzard-Spielern durchsuchen lassen. Und natürlich bekommen Sie auch im neuen Battlenet jede Menge Achievements, hier Erfolge genannt.

In Ihrer Freundesliste erscheinen die Mitspieler übrigens mit richtigem Namen plus Online-Spitzname. Zumindest hier hat Blizzard also seine RealID durchgesetzt. Sobald Sie eine Freundschaftsanfrage senden, bestätigen Sie damit, dass Ihr realer Name auf der Freundesliste Ihres Gegenübers erscheinen darf. Ein weiteres Ärgernis: Starcraft 2: Wings of Liberty wird fest an Ihren Battlenet-Account gebunden. Den Account und damit das Spiel selbst dürfen Sie nicht weiterverkaufen. Generell ist das Battlenet aber noch nicht fertig, es fehlen zum Beispiel noch die Unterstützung für Clans und offene Chaträume. Blizzard arbeitet daran.

Nachdem Sie Bodenbeschaffenheit und Höhenverhältnisse festgelegt haben, verteilen Sie auf der Karte Gebäude, Einheiten und Vegetation. Quelle: PC Games Nachdem Sie Bodenbeschaffenheit und Höhenverhältnisse festgelegt haben, verteilen Sie auf der Karte Gebäude, Einheiten und Vegetation. Der Editor: Umfangreich, komplex und enorm vielseitig
Auf der letzten Blizzcon wurde mit großem Tamtam der Editor für Starcraft 2 vorgestellt. Mächtig sollte er sein, zugänglich und sogar dazu in der Lage, auch Spiele anderer Genres zu erschaffen. Etwa einen Shooter. Und tatsächlich ist der fertige Editor ein enorm vielseitiges Werkzeug! Schon zwei Tage nach Release des Spiels hatten Fans und Modder zahlreiche Tower-Defense-Varianten veröffentlicht. Und sogar einige Side-Scroller, Puzzler und selbst eine Tetris-Variante sind bereits spielbar. Eines aber ist der Editor nicht: zugänglich. In den zahlreichen Optionen von überlagernden Texturen, Bodenhöhen, Skripts und Kamerawinkeln gehen Neulinge gnadenlos unter. Viele verschiedene Reiter und Voreinstellungen machen den Einstieg schwer.

Die Hilfefunktion im Editor selbst verlinkt auf das sogenannte Starcraft 2 Editor Wiki, das aber zum Testzeitpunkt noh nicht zur Verfügung stand. Wer jedoch erst einmal die ersten Hürden genommen hat, der dürfte mit dem Editor extrem ausgefeilte Karten und Mods erschaffen können. Was damit möglich ist, zeigt Blizzard sogar selbst im Spiel: In der Schiffsmesse ist ein SpielAutomat aufgestellt, auf dem der Vertikal-Shooter The Lost Viking läuft – flüssig, mit tollen Effekten und Runde um Runde neuen Wellen an Gegnern. Das Spiel im Spiel wurde komplett mit dem Editor entwickelt! Wir freuen uns schon auf die nächsten Monate, in denen unsere Mod-Seiten wohl von tollen Editor-Erzeugnissen überquellen dürften.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Starcraft 2-Test: Spielsystem und Story
  2. Seite 2 Starcraft 2-Test: Das Missionsdesign, Zusatzmissionen und Präsentation
  3. Seite 3 Starcraft 2-Test: Sammleredition, Editior, Mehrspielermodus und Battlenet
  4. Seite 4 Starcraft 2-Test: Ausblick, Patch-Bitte und Wertung
    • Kommentare (168)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PatrickZaunrieth Mitglied
        DAS beste strategie spiel aller zeiten und ich freue mich schon auf heart of the swarm und legacy of the void SC2 4 ever <3
      • Von PatrickZaunrieth Mitglied
        DAS beste strategie spiel aller zeiten und ich freue mich schon auf heart of the swarm und legacy of the void SC2 4 ever <3
      • Von KaTjoNaK Mitglied
        Zitat von KabraxisObliv
        Was bitte heißt denn "durchwischen" in diesem Zusammenhang? @mm78.

        Ich finde es witzig, dass, immer sobald ein Spiel von einigen Leuten geliebt wird, es automatisch sofort welche gibt, die es hassen. Das ist immer so. Aber wirklich immer.
        Als würden einige Leute aus Prinzip gegen den Strom schwimmen müssen.

        Und ich finde es witzig, dass, immer sobald ein
        Spiel von einigen Leuten gehasst wird, es automatisch sofort welche
        gibt, die es lieben. Das ist immer so. Aber wirklich immer.
        Als würden einige Leute aus Prinzip mit dem Strom schwimmen müssen.

        Erkennst
        du, dass deine Argumentation 1:1 auch anders herum geschrieben werden könnte? Es soll ja
        wirklich Menschen geben, die etwas mögen, was andere nicht mögen. Es
        gibt sogar Menschen, die etwas nicht mögen, was andere mögen, und zwar
        einfach darum, weil sie EINEN ANDEREN GESCHMACK haben.
        Mit "kompromisslos einfach mal dagegen sein" hat das nicht im Entferntesten etwas zu tun. Einfach
        nur Geschmack. Ein Punkt, über den man nicht streiten kann. Leider
        klingst du so, als würdest du trotzdem streiten wollen.

        Wenn
        jeder den gleichen (deinen?) Geschmack haben würde, dann wäre das Leben
        so dermaßen eintönig, langweilig, farblos, undifferenziert und
        gleichbleibend, ich würde mir sofort die Kugel geben wollen...

        Dein
        Statement klingt wirklich so, als würdest du keine Toleranz gegenüber Leuten
        haben, die die Meinung der Breiten Masse nicht teilen.

        Ich mag
        Starcraft 2 nicht so gern. Es ist mir nicht innovativ genug und die Grafik ist wahrhaft bescheiden. Sage ich das aus Prinzip, nur weil ich absichtlich einfach mal einen Gegenpol zu allen Befürwortern schaffen will? Nein, es ist einfach nicht
        mein Geschmack. Jeder hat das Recht, etwas zu lieben und es auch so
        auszusprechen und entsprechend zu argumentieren. Tun ja auch verdammt viele. Und die Hasser
        dürfen das etwa nicht? Das wäre ja wohl kaum ein ausgeglichenes
        Verhältnis...

        Man kann es nie allen recht machen, jedoch steckt da kein "prinzipiell einfach mal was anderes sagen" dahinter, sondern einfach nur........
        Geschmack...
      • Von Amiga4ever Anfänger/in
        Sooo, isch geb ma auch ma mein Senf dazu... wenn es gestattet ist...
        Ich habe zwar die Starcraft 2 Kampanie noch nicht durch, doch das Spiel gefällt mir sehr. Schön finde ich die Interaktionsmöglichkeiten zwischen den Missionen. Dadurch aber, dass die Missionen an sich nicht linear sind, fehlt so bisschen der Bezug zur Story. Des Weiteren sind viele Missionen zeitlich begrenzt (sei es durch richtige Zeit oder durch das zerstören bestimmter Anzahl an objekten), finde ich schade denn ich hätte gerne weiter gespielt obwohl ich eigentlich die Mission abgeschlossen habe, denn oft sind noch bestimmte Items zu holen um die Erfolge einzusacken.
        Auch ein paar Standard Missionen (Basisaufbauen -> gegner überrennen) würden gut kommen, aber dafür habe ich red alert 3 oder c&c 3. Das waren aber auch schon die einzigen Kritikpunkte. Alles andere (Atmosphäre, Story, Grafik, Sound) ist Top.
      • Von nikiburstr8x Mitglied
        Zitat von ruppe27
        *grübel* irgendwie fehlt mir dieses begeisterte Gefühl ein kleines Meisterwerk zu spielen,-wie damals bei Warcraft 3.
        Starcraft 2 ist grafisch passend - aber kein optischer Quantensprung.
        Die Kampfhandlungen/Effekte, und Anzahl der unterschiedlichen Bewegungsabläufe sind gerade so viele, dass dem Spieler ein dynamisches,mitreissendes Bewegungs/Kampfgeschehen vorgegaukelt werden soll...
        - spätestens seit Dawn of War hätten die Blizzard-Verantwortlichen deutlich erkennen können, das ein Starcraft 2 bei weiten seinen hochgelobten Ansprüchen-zumindest in diesem Teilbereich des spiels nicht gerecht wird.
        GESAMT: ein nettes Spiel - aber nicht viel mehr, welches keine Emotionen, und wenig Motivation bei mir auslöst.
        Der Spielunfang ist OK, auch dank des umfangreichen,einfachen Missions/Kartenbausatzes.
        Trotzdem hatte ich ehrlich gesagt-schon allein wegen des Namens "Blizzard" und "Starcraft" viel höhere Erwartungen an das Spiel!
        ...vielleicht werd ich auch zu alt zum spielen...bin ja mal auf Diablo 3 gespannt...!

        Ein Hype kann die Wahrnehmung verzerren. Spiele, von denen ich noch nie was gehört habe und die auf meinem Zockertisch landen, begeistern mich mehr, weil ich keine großen Erwartungen im Vorfeld hegte - wenn du dir also Diablo 3 nicht "versauen" willst, solltest du dir die Berichterstattung im Vorfeld, also bevor das Spiel herauskommt, differenzierter betrachten.  :)
        Es wird soviel berichtet über diese Blockbuster, sodass die Erwartungshaltung ins Utopische abdriften kann ...
      • Von ruppe27 NPC
        *grübel* irgendwie fehlt mir dieses begeisterte Gefühl ein kleines Meisterwerk zu spielen,-wie damals bei Warcraft 3.
        Starcraft 2 ist grafisch passend - aber kein optischer Quantensprung.
        Die Kampfhandlungen/Effekte, und Anzahl der unterschiedlichen Bewegungsabläufe sind gerade so viele, dass dem Spieler ein dynamisches,mitreissendes Bewegungs/Kampfgeschehen vorgegaukelt werden soll...
        - spätestens seit Dawn of War hätten die Blizzard-Verantwortlichen deutlich erkennen können, das ein Starcraft 2 bei weiten seinen hochgelobten Ansprüchen-zumindest in diesem Teilbereich des spiels nicht gerecht wird.
        GESAMT: ein nettes Spiel - aber nicht viel mehr, welches keine Emotionen, und wenig Motivation bei mir auslöst.
        Der Spielunfang ist OK, auch dank des umfangreichen,einfachen Missions/Kartenbausatzes.
        Trotzdem hatte ich ehrlich gesagt-schon allein wegen des Namens "Blizzard" und "Starcraft" viel höhere Erwartungen an das Spiel!
        ...vielleicht werd ich auch zu alt zum spielen...bin ja mal auf Diablo 3 gespannt...!
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