Star Wars: Knights of the Old Republic 2 - The Sith Lords

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Zäher Anfang

Star Wars: Knights of the Old Republic 2 - The Sith Lords Quelle: Obsidian Ent./ LucasArts Die ersten Spielstunden sind, es scheint eine KotOR-Krankheit zu sein, nicht die spannendsten. Sie stehen im Strampelanzug im Raumschiff der Minenarbeiter, tragen rote Turnschuhe und schauen nicht wie ein Jedi aus, sondern wie jemand, der zum Unterwäsche-Fotoshooting für den neuen Otto-Katalog antritt.

Kreia, eine alte Frau, die ihre Kapuze tief ins Gesicht gezogen trägt, erhebt sich schließlich von der Bahre im Leichenschauhaus. Sie erklärt in geheimnisvoller Sprache, was Sache ist, redet von Malak und Revan, den beiden Schlüsselfiguren aus Teil 1, und fügt dann hinzu, dass Sie vielleicht ein paar Klamotten aufstöbern sollten. Die erste Mission lautet also: Ihr Raumschiff wieder startklar machen und sich was zum Anziehen besorgen.

Wer den Vorgänger nicht gespielt hat, wird bei den Erzählungen über Malak und Revan keinen Spaß haben, sondern sich am Kopf kratzen. Die Geschichte ist eng mit der aus dem Vorgänger verknüpft, und obwohl sich KotOR 2 mit seinem Nachhilfeunterricht Mühe gibt, überwiegt bei Neueinsteigern das Gefühl der Ratlosigkeit.

In den Hallen der Raumstation treffen Sie auf Roboter, die alles Menschliche ins Visier nehmen. Weil Sie Ihr Lichtschwert vor Jahren in einem Anflug akuter Jedi-Lustlosigkeit abgegeben haben, wehren Sie sich mit gewöhnlichen Vibro-Klingen und Blaster-Waffen. Sie treffen außerdem auf Atton, einem Gauner, der Ihnen gern die Hand zur Begrüßung schütteln würde, wäre er nicht von einem Kraftfeld eingeschlossen. Nach seiner Befreiung sind Sie schon zu dritt. Es schließen sich später noch weitere Personen Ihrer Party an, doch maximal drei sind gleichzeitig auf Tour.

Miteinander reden

Star Wars: Knights of the Old Republic 2 - The Sith Lords Dass mit Kreia und Atton schon zu Beginn zwei Welten aufeinander treffen, äußert sich in Beleidigungen und Provokationen, die sich die beiden gegenseitig an den Kopf werfen. Es bleibt Ihnen überlassen, schlichtend einzugreifen oder den Streit mit Lügen zu nähren.

Die Charakterinteraktion gehörte bereits zum Besten von KotOR und der Nachfolger setzt noch einen drauf: Bei allem, was Sie zu Ihren Mitstreitern sagen, prüft das Programm Ihren Stellenwert beim Gegenüber. Ist der zu gering, verweigert das Party-Mitglied die Aussage. Doch der Einfluss lässt sich erhöhen, indem Sie Ihre Annäherungsversuche an den Charakter anpassen: Der wütende Wookie Hanharr fügt sich, wen Sie mit starker Hand regieren; die Kopfgeldjägerin Mira ist schon zufrieden, wenn Sie ihre Meinung respektieren.
Solche Gespräche dauern mal eine Minute, mal eine Viertelstunde. In Anbetracht der gewaltigen Textmenge ist es ein wahrer Segen, dass sich professionelle Sprecher der komplizierten Dialoge angenommen haben und Gefühlslagen meist richtig deuten. Nur ein paar Nebenrollen sind mit Sprechern besetzt, die ihre Teilnahme an den Aufnahmen vermutlich im Preisausschreiben gewonnen haben. Auch die Übersetzung ist gut gelungen - bis auf ein paar wenige Ausnahmen, bei denen wortwörtlich, aber nicht sinngemäß eingedeutscht wurde.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Für das Spiel kam jetzt auf Steam sogar noch ein neuer Patch: Star Wars: Knights of the Old Republic 2 - The Sith Lords: Patch bringt Steam-Workshop-Support (TSLRCM), Mac- und Linux-Unterstützung, Breitbild-Auflösungen und mehr - 4Players.de

        New Features:


        Steam Workshop support! We've proudly teamed up with the Restored Content Mod team and TSLRCM will be available on day 1!
        Achievements can now be earned through gameplay
        Controller support
        Native widescreen resolution support
        Support for up to 5K monitors
        Steam Cloud saves
      • Von pauschal NPC
        habe gerade zum ersten Mal nach vielen Jahren einen PCGames-Test durchgelesen.
        Als ehemaliger Abonnent sag ich mal: mir ist jederzeit in etwa klar gewesen, warum ich PCGames nicht mehr lese. Aber jetzt frage ich mich doch: waren die Berichte schon immer derart platt? wurde auch früher in einem langen Spielbericht lediglich grob die Handlung umrissen?
        wie wär's z.B. mit einer kurzen Betrachtung der philosophischen Aspekte des Rollenspielgenres, wie sie in KotOR 1 und insbesondere 2 kultiviert werden? insbesondere im Vergleich zur jüngeren Filmtrilogie? nur so als Anregung.
        jedenfalls kann ein solcher Test nicht das Ende der Fahnenstange sein. Selbst der (englischsprachige) Wikipediaeintrag bietet mehr an relevanter Information und interessanter Rezension.

        MfG,
        Adrian
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