Star Trek als Aufbauspiel angekündigt - wieso kam da bisher noch keiner drauf?
Während der PC-Gaming-Show wurde ein weiteres, neues Star-Trek-Spiel angekündigt - und zwar das erste Aufbauspiel mit der Marke. Wieso kam da eigentlich nicht so früher jemand drauf? es und das steckt drin.
Die Summer-Game-Fest-Woche ist immer wieder irre spannend, weil es keinen Zeitpunkt im Jahr sonst gibt, zu dem dermaßen viele, interessante Spiele angekündigt werden und wir neue Trailer und Infos zu bereits bekannten Projekten kriegen. Und auch wenn sich natürlich vor allem die großen Blockbuster wie God of War: Laufey, Fable oder Final Fantasy: Revelation das meiste Rampenlicht sichern, gibt es auch immer ein paar coole Ankündigungen, mit denen ich so gar nicht gerechnet habe.
Zu dieser Kategorie zählt dieses Jahr für mich vor allem Star Trek: Outposts Unknown. Nicht unbedingt, weil es ein neues Star-Trek-Spiel ist (von denen es ohnehin noch mehr gute braucht!), sondern insbesondere, weil es ein Star-Trek-Aufbauspiel ist. Diese Kombo hatte ich nicht erwartet, aber als ich den Trailer zu Outposts Unknown sah, dachte ich mir gleich: Hey, das brauche ich! Und als Zweites : Wieso kam eigentlich noch niemand auf die Idee, eine Kolonie-Sim im Star-Trek-Universum zu machen? Das passt doch super zusammen.
Star Trek als Aufbauspiel
Das dachten sich wohl auch die Entwickler bei Magic Fuel Games und ich bin froh, dass sie diesen Gedanken hatten. In Star Trek: Outposts Unknown werden wir auf eine Forschungsmission ins X'Lehari-System geschickt, um dort einer Anomalie nachzugehen. Soweit also typisches Star-Trek-Material. Untypisch ist dabei aber, dass wir das in Form eines Außenposten-Aufbauspiels machen dürfen. Wir beamen also ein Einsatzteam auf die Planetenoberfläche, bauen dort eine Basis mit Kommandozentrale, Laboren, Shuttle-Landeplattform und mehr auf und bauen Ressourcen ab.
Außerdem müssen wir uns um unsere Crew kümmern. Die Sicherheitsleute, Forschungsoffiziere und anderen Crewmitglieder können schließlich nicht rund um die Uhr arbeiten. Die Entwickler versprechen dabei einen Story-Ansatz. Es ist also nicht nur ein reines Sandboxspiel, sondern wir arbeiten auf ein konkretes Ziel hin: die Erforschung des mysteriösen Tetryon-Risses und dessen Folgen.
Denn wie man das bestens aus Star Trek kennt, steckt natürlich auch hier wieder mehr dahinter und die Mission läuft nicht so ganz nach Plan. Outposts Unknown spielt im 23. Jahrhundert, in der Ära, in der auch Star Trek: Strange New Worlds angesiedelt ist. Losgehen soll der Aufbau noch dieses Jahr, wenn ihr es aber nicht erwarten könnt, in unbekannte Gefilde aufzubrechen, könnt ihr sogar sofort loslegen. Auf Steam gibt's nämlich eine Demo, die bereits einen Einblick in die Anfänge der Mission liefert.
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Als Aufbauspiel find' ich's zudem auch eher so mittelmäßig - gerade hinsichtlich Versorgung von Gebäuden mit Ressourcen hatte ich ständig Probleme, weil die nicht angeliefert wurden, bzw. finde ich das Transport- und Lagersystem schwach. Es gibt zudem Erklärungen, aber ich habe auch nach mehreren Stunden nicht verstanden, wie ich zB nun richtige Essensrationen generiere. Ich habe die Proteine, aber auf meinem Raumschiff gibt's noch immer keine Essensrationen - in den Tutorial-Aufgaben gab's dazu schlicht einfach nichts. Auch die Tag- und Nachtphasen mit dem ständigen Rauffliegen zum Raumschiff finde ich seltsam. Speziell wenn da ja ständig die Tetryon-Stürme sind, will ich doch die Infrastruktur auf dem Planeten unter der geschützten Kuppel haben und da nicht ständig mit dem Shuttle durchfliegen. Vor allem auch deswegen, weil ich die Crew nicht nur beim Arbeiten sehen möchte.
Technisch ist das Spiel übrigens noch extrem unreif - ich bekomme keine ordentliche Framerate hin (5070ti, ryzen 7 3700x, 32gb RAM, PCIe5 SSD) und sowohl CPU als auch GPU sind aber nur so zu maximal 2/3 ausgelastet, wenn's hochkommt. Über 60fps ist ausgeschlossen - Egal welche Grafik-Einstellungen (trotz ausgeschaltetem Frame Limit und VSync), meist bin ich sogar darunter. Auch wird das Spiel immer langsamer, je länger mensch spielt - und das, obwohl weder VRAM noch RAM voll wären...ganz seltsam. Und das, obwohl die Grafik eher so an Spiele von vor 15 Jahren erinnert - lediglich ein paar nette Leucht- und Shadereffekte gibt's.
Ich wäre da bei allem nicht so kritisch, wenn das Spiel nicht bereits 2026(!) erscheinen würde. Da sehe ich wenig Zeit, um dem Ganzen wirklich noch echtes Star Trek Feeling zu geben. Wo sind die fremden Völker, wo sind spannende(!) Lebensformen, wo die Struggles mit der ersten Direktive, wo sind gute Star Trek Geschichten mit wichtigen Charakteren...und wo ist übrigens der Spaß für die Crew? Es wäre doch spannend, zB Terraforming zum Aufbau einer Urlaubswelt wie Risa zu betreiben oder eben zumindest ein paar Strukturen fürs Zusammenleben. Oder zeigt hier die Föderation ihr wahres Gesicht der Militärdiktatur? ;)
Ich find's schade und hoffe aber stark, dass es da noch weitere Titel in dem Genre geben wird. Was ich aber sonst auch sehr schätzen würde, wäre eine Warcraft- oder Starcraft-mäßige RTS-Umsetzung von Star Trek, wo zB der Krieg zwischen Föderation und Klingonen nacherzählt wird. Oder den Guerilla-Krieg auf Bajor gegen die Cardssianer. Und, und, und...da gäb's so viel Content. Und selbst wenn's friedliche Geschichten sind, wo nur mit den Umständen gekämpft wird - da gibt's so viele gute Vorlagen.
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Ich hätte mir ebenfalls schon lange lange ein Star Trek - Aufbauspiel gewünscht. Doch ehr hätte ich mir so etwas wie DS9 gewünscht. Nach dem Motto: Alte Station übernehmen, Aufbauen, Teams zu Mission los schicken, welche Rohstoffe, Energie etc.beschaffen oder gar neues Charaktere rekrutieren.
Auch wenn's nicht so gutes Feedback zu Thema gab, wäre auch ein Einstieg beispielsweise direkt nach dem "Brand" wunderbar denkbar und auch "Lore"-gerecht. Warp-Reisen sind Ebbe, man ist auf sich gestellt und muss sehen, wie die Leute überleben können. Das ganze wäre auch in der Spielweise ala "XCOM2" mit Rundenstrategie kombinierbar.
Ich freue mich schon drauf. Mal schauen, wie's handwerklich abgeliefert wird.
⭐⭐⭐⭐⭐