Star Citizen: Der wahre Grund, warum die Weltraum-Sim so beliebt ist!

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Special Carlo Siebenhüner - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Star Citizen: Der wahre Grund, warum die Weltraum-Sim so beliebt ist!
Quelle: Roberts Space Industries

Star Citizen ist seit über zehn Jahren in Entwicklung und lange nicht fertig. Trotzdem zieht die Space-Sim mehr Leute an. Aber was treiben die da eigentlich

Doch bevor überhaupt jemand losfährt, finden sich alle am festgelegten Treffpunkt zusammen. In unserem Fall die Raumstation Port Tressler im Orbit von microTech. Diese Info ist gar nicht so unwichtig, schließlich ist bereits das System Stanton in Star Citizen sehr groß.

Umständlich - aber immersiv

Star Citizen simuliert das Leben als Bürger des Sternensystems. Wer sich einloggt und nicht vorher an einem speziellen Ort ausgeloggt hat, wacht in seinem anfangs ausgewählten Heimatort auf. In den großen Städten und Stationen gibt es Appartement-Komplexe, wo jeder Spieler beim Einloggen eine Wohnung zugewiesen bekommt und dort im Bett aufwacht.

Dann steht man also auf, geht aus der Haustür, fährt mit dem Aufzug in die Lobby, muss eventuell noch die U-Bahn zum Weltraum-Hafen nehmen, ruft sich dort am Terminal sein Raumschiff, fährt mit dem Aufzug zum Hangar, steigt ein und fliegt dann erst mal los. Dieses Prozedere allein kann schon mal zehn Minuten dauern!

Ein Spieler steht neben seinem Bett Quelle: Cloud Imperium Games Wer dann das Memo nicht bekommen und sich nicht schon in den Tagen vorher zum Treffpunkt begeben hat, fliegt dann potenziell noch einmal 10 Minuten von einem Ende des Sonnensystems zum anderen. Da kann man sich von den Mitfliegern dann auch gleich was anhören, wenn man zu spät ist.

Dieses Prozedere klingt nicht nur umständlich, das ist es auch! Aber es ist auch herrlich immersiv, wenn man in seinem Appartement in seiner Nachbarschaft aufwacht und dann mit dem eigenen Schiff vom Heimatplaneten losdüst.

Sind alle vor Ort geht es aber immer noch nicht los, schließlich benötigt man erst mal ein Rennauto, um überhaupt Rennen fahren zu können. Die ploppen nicht einfach so aus dem Inventar. Star Citizen ist eben eine Weltraumsimulation und deswegen muss man auch zu speziellen Fahrzeug-Spawnpunkten.

Also ab ins größte Raumschiff und los zum nahegelegenen Außenposten. Dort holt sich dann jeder Teilnehmer sein Fahrzeug - zumindest, wenn man eins hat. Genau wie die Raumschiffe muss man sich auch einen Rennbuggy erst verdienen. Entweder für InGame-Credits oder für Echtgeld.

Ausblick auf die Berge von microTech Quelle: PC Games Nachdem jeder Teilnehmer sein Fahrzeug hat, geht es dann endlich zur Rennlocation. Das wird aber auch Zeit, schließlich sind wir mittlerweile schon eine gute Dreiviertelstunde unterwegs.

Away we go

Der lange Weg zum Rennstart wird aber auch versüßt. Als wir Richtung Zielort fliegen, begrüßen uns die Panoramen, die uns Star Citizen auftischt. Die verschneiten Gipfel von microTech glitzern im Morgenlicht und Wolken schmiegen sich um die Berge. Das ist wirklich schick und hier spielt das 'Verse" richtig auf.

Zumindest, bis wir am Startgebiet ankommen, denn der Nachteil an so schicken Wölkchen ist, dass man da auch hineinfliegen kann und man dann eine richtig dicke Suppe vor der Windschutzscheibe hat.

Bei dem Wetter sollte man aber auch schnell in den Sitz steigen und nicht zu lange draußen herumstehen. Das Wettersystem von Star Citizen wirkt sich auch auf die Spieler aus. Wer zu lange zu Fuß im falschen Raumanzug auf dem lebensfeindlichen Planeten unterwegs ist, wird irgendwann das Zeitliche segnen. Auch Essen und Trinken muss man mittlerweile, es ist also ratsam vor dem Flug noch mal kurz am Kiosk vorbeizuschauen und sich einen Snack einzuwerfen.

Haben sich die Fahrer an der Startlinie versammelt, heißt es schließlich: Gentleman - start your engines!

Das Wetter ist unfassbar mies, mit ekligem Schneeregen und einer extrem eingeschränkten Sicht. Das hält unsere Fahrer allerdings nicht davon ab, sich todesmutig den Abhang des Berges hinunterzustürzen, den wir hochgeflogen sind.

Drei Rennbuggys über die Eisfläche von microTech Quelle: PC Games Eine gefährliche Route schließlich zieht sich ein Wald am Berghang hoch. Also eine Menge Hindernisse, an denen man nicht nur schnell hängen bleibt, sondern die natürlich auch Schaden am Fahrzeug verursachen. Manche Fahrer entscheiden sich auch für einen Umweg. Ob der aber wirklich beabsichtigt war oder sie sich einfach verfahren haben, ist schwer zu sagen.

Aber so ist das eben bei der Rallye. Wer nicht aufpasst, fährt auch mal in die falsche Richtung. Da kommt man dann zwar auch irgendwann an, da die gesamte Planetenoberfläche frei begehbar ist. Dauert halt nur länger.

Wir bleiben beim großen Fahrerfeld, das mittlerweile im Tal angekommen ist. Hier klart das Wetter endlich auf und gibt einen fantastischen Blick über die nächste Etappe frei. Eine riesige Eisfläche tut sich vor uns auf, in der die Fahrer endlich mal Gas geben können. Es bilden sich kleine Grüppchen - auch eine Strategie. Wenn man den Leuten hinterherfährt, die sich auskennen, kann man auch Vorteile daraus schlagen. Auf der Eisfläche gibt es dann auch einen Star-Citizen-Moment.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cortex79 Gelegenheitsspieler/in
        SC verkauft einen virtuellen Traum, nicht mehr und nicht weniger! Dass sich hier Sandbox-Enthusiasten austoben ist kein Wunder, schließlich lässt das aktuell spielbare auch kaum mehr zu. Was mich hier seit jeher bedenklich stimmt, ist die Verhältnismäßigkeit von Kosten zum Produkt. Die träumenden Kunden zahlen hier durchschnittlich einen absurd hohen Preis für den Traum der Immersion einer virtuellen Welt. Klar kann man jetzt die übliche Keule anbringen, dass hier niemand gezwungen wird Geld auszugeben oder sich mit den mannigfaltigen Zugänglichkeiten und Unzulänglichkeiten von SC auseinanderzusetzen. Jedoch werfen die seit Jahren im stylischen Space-Shop zum Kauf angeboten Pakete mit einem Startpreis von 49,80€ bis hin zu - festhalten - 1217,37€ in Korrelation zu einem nach wie vor sehr unfertigen Spiel für mich jedenfalls mehr Fragen auf, als sie beantworten.

        Ich beobachte SC seit jeher kritisch, schaue mir Updates, Videos und Mitteilungen dazu an. Seit geraumer Zeit glaube ich weder an eine finale Fertigstellung noch an die Umsetzung der Vorhaben in avisierter Qualität und Umfang. Das primäre Problem dabei ist der Selbstanspruch des führenden Entwicklers sowie völlig entgleiste Abgrenzung in Zielen und Machbarkeiten.

        So bleibt SC vor allem eines, ein hochlukratives Franchise, für mich sehr, sehr nahe am Scam - jedoch unfreiwillig - und es liegt im Auge des Betrachters, ob man es dann auch noch als solchen bezeichnen kann.

        Mittelfristig wird SC an sich selbst scheitern. Am Anspruch, und dem Wunsch alles zu sein. Weder gibt es Ansätze dafür, dass dies in einer Live-Service Umgebung umsetzbar ist, noch bietet SC realistische Ansätze jemals wirklich als Vollversion umgesetzt und umfänglich spielbar zu sein, schlichtweg, weil die technologische Weiterentwicklung dem Projekt im Nacken sitzt und früher oder später überholt.

        Was bleibt, ist ein überbordender Sci-Fi Merchandising Laden für virtuelle Träume, und genau das kann und macht SC bis jetzt so erfolgreich wie kaum ein anderes Projekt. Auch wenn der Ausgang des Traumes mittelfristig genau so traurig wie kein anderes absehbare Scheitern in dieser Dimension ist.
      • Von Cortex79 Gelegenheitsspieler/in
        SC verkauft einen virtuellen Traum, nicht mehr und nicht weniger! Dass sich hier Sandbox-Enthusiasten austoben ist kein Wunder, schließlich lässt das aktuell spielbare auch kaum mehr zu. Was mich hier seit jeher bedenklich stimmt, ist die Verhältnismäßigkeit von Kosten zum Produkt. Die träumenden Kunden zahlen hier durchschnittlich einen absurd hohen Preis für den Traum der Immersion einer virtuellen Welt. Klar kann man jetzt die übliche Keule anbringen, dass hier niemand gezwungen wird Geld auszugeben oder sich mit den mannigfaltigen Zugänglichkeiten und Unzulänglichkeiten von SC auseinanderzusetzen. Jedoch werfen die seit Jahren im stylischen Space-Shop zum Kauf angeboten Pakete mit einem Startpreis von 49,80€ bis hin zu - festhalten - 1217,37€ in Korrelation zu einem nach wie vor sehr unfertigen Spiel für mich jedenfalls mehr Fragen auf, als sie beantworten.

        Ich beobachte SC seit jeher kritisch, schaue mir Updates, Videos und Mitteilungen dazu an. Seit geraumer Zeit glaube ich weder an eine finale Fertigstellung noch an die Umsetzung der Vorhaben in avisierter Qualität und Umfang. Das primäre Problem dabei ist der Selbstanspruch des führenden Entwicklers sowie völlig entgleiste Abgrenzung in Zielen und Machbarkeiten.

        So bleibt SC vor allem eines, ein hochlukratives Franchise, für mich sehr, sehr nahe am Scam - jedoch unfreiwillig - und es liegt im Auge des Betrachters, ob man es dann auch noch als solchen bezeichnen kann.

        Mittelfristig wird SC an sich selbst scheitern. Am Anspruch, und dem Wunsch alles zu sein. Weder gibt es Ansätze dafür, dass dies in einer Live-Service Umgebung umsetzbar ist, noch bietet SC realistische Ansätze jemals wirklich als Vollversion umgesetzt und umfänglich spielbar zu sein, schlichtweg, weil die technologische Weiterentwicklung dem Projekt im Nacken sitzt und früher oder später überholt.

        Was bleibt, ist ein überbordender Sci-Fi Merchandising Laden für virtuelle Träume, und genau das kann und macht SC bis jetzt so erfolgreich wie kaum ein anderes Projekt. Auch wenn der Ausgang des Traumes mittelfristig genau so traurig wie kein anderes absehbare Scheitern in dieser Dimension ist.
      • Von Martina Hobby-Spieler/in
        Zitat von 80sGamer
        Wer sagt denn, dass dieses Star Dings "so beliebt" ist?

        This
      • Von IngloriousBasterd Anfänger/in
        Ich glaube ehrlich gesagt nicht daran, dass Star Citizen irgendwann einmal technisch sauber, fehlerarm und flüssig spielbar veröffentlicht wird. Dafür ist das Technikgerüst viel zu kompliziert und zu aufwändig. Solange die Fanbase aber immer fleißig Backer-Geld nachschießt, kann es ewig so weitergehen. Und warum auch nicht? Dann ist eben der Weg das Ziel. Es gibt ja offenbar viele Leute, die so wie es jetzt ist auch schon viel Spaß daran haben.
      • Von Splash42 NPC
        Man muss Spacsims mögen, aber dann kann man da ziemlich viel Zeit drin versenken. Gibt glaube ich kein Spiel, in dass ich mehr Stunden investiert und dass ich in Jahren gesehen länger gespielt hätte und das für einmalig 60 Euro inkl S42, Arena Commander und wahrscheinlich noch einem Theatre of war (Battlefield Modus).
        Und es wird ja immer besser. Der 30k sollte mit dem nächsten Update Geschichte sein, es kommt ein neues Sternensystem und massig Content, ein ordentliches Grafikupdate und alleine für dieses Jahr ist ja noch ordentlich was geplant.
        Nicht für jeden was, aber wer so etwas mag findet jetzt schon kaum was besseres. Sicherlich kein Starfield.
      • Von Inkuraa NPC
        Ein sehr guter Artikel. Der mir aber zeigt das dieses Game nichts für die Masse ist und am Ende teuer gewesen ist, wenn man rein auf die Spielerzahlen schaut. Einige werden sagen 50k ist eine super Spielerbase für ein unfertiges Spiel. Und das stimmt sogar, aber mehr werden es nie werden. Wenn Spieler das feiern das sie ein Rennen auf irgendeinen Planeten fahren können, und am Ende der Server nicht mal das schafft nach 12!!! Jahren Entwicklung, kann ich ehrlich gesagt das nicht nachvollziehen. Ich bin selbst Backer der ersten Stunde und hab damals 60€ für ein Paket ausgegeben um ins Verse zu kommen. Aber irgendwann denkt man sich halt pfeiff drauf war ja nicht sehr viel und vergisst das ganze wieder.
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