Split Fiction im Test: Das Koop-Meisterwerk ist das Spiel des Jahres - ihr müsst es spielen!

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Test Michael Grünwald - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Split Fiction im Test: Das Koop-Meisterwerk ist das Spiel des Jahres - ihr müsst es spielen!
Quelle: Hazelight Studios | Bildmontage: PC Games

Es gibt Spiele, da gehen einem die Superlative aus. Split Fiction ist eines davon! In unserem Test stellt sich heraus, dass das Koop-Abenteuer komplett abliefert.

Der Herr der Ringe gegen Star Wars

Um noch deutlicher zu machen, wie das Gameplay insgesamt abläuft, komme ich nochmal zurück zu den beiden Hauptfiguren. Während Mio hauptsächlich Ideen zu actiongeladenen Science-Fiction-Szenen im Kopf hat, ist Zoe ein großer Fan von Fantasy. Allein die Hauptstränge glänzen dadurch mit purer Abwechslung. In Mios Storys trete ich gegen gewaltige Mechs an, schwinge mich auf abgefahrene Fortbewegungsmittel und kämpfe mich so durch futuristische Settings.

Da sind die beiden Hauptfiguren einmal Cyber-Ninjas und wehren sich mit Schwert und Laserpeitsche gegen anstürmende Gegner, später im Spiel wird dann eine gigantische Fabrik in der Rolle zweier schießwütiger Trooper infiltriert. Und das ist ja nur der eine Part. Geht's in Zoes Geschichten, verwandelt sich das Erlebnis in ein Fantasy-Abenteuer vom Feinsten.

Zoe und Mio schießen auf Roboter Quelle: Hazelight Studios Der andere Handlungsstrang kommt deutlich bunter daher als das düstere Sci-Fi-Pendant. Mit meinem Mitspieler hüpfe ich durch farbenfrohe Welten, lege mich mit riesigen Trollen und anderen fiesen Monstern an und genieße immer wieder die hübsche Aussicht zwischendurch. Obwohl Zoe häufiger betont, dass ihre Storys weniger gefährlich sind, geht's auch in denen ordentlich rund.

Als Gestaltwandler switchen die beiden je zwischen drei verschiedenen Figuren und bahnen sich so einen Weg durch die Welt. In einem anderen Level bekomme ich Hilfe von Drachen. Ja, Drachen! Die gehören zu Fantasy schließlich dazu. Zwischendurch lockern Rätsel die rasante Reise immer wieder auf.

Und die ständigen Interaktionen zwischen Zoe und Mio während der Erlebnisse sorgen für eine Extra-Prise Atmosphäre. Es ist einfach absolut fantastisch, was die Entwickler da auf die Beine gestellt haben. In Sachen Abwechslung stellt Split Fiction andere Spiele locker in den Schatten.

Ein Affe und ein lebender Baum in Split Fiction Quelle: Electronic Arts

Passiert das gerade wirklich?

Und dann gibt's da auch noch die Nebenstränge. Puh, was soll ich nur zu den fantastischen Nebensträngen schreiben? In den unterschiedlichen Spielwelten kann ich immer wieder kleine Blasen entdecken. Sobald ich mich denen nähere, kommentieren Zoe und Mio das auch - quasi als Hilfestellung.

Die Nebenkapitel sind rein optional und lösen im Großen und Ganzen die Minispiele aus den Vorgängern ab. Solange ich in einem Fantasy-Level unterwegs bin, schleicht sich meistens ein wenig Science-Fiction in diese Nebenstränge - und andersherum. Teilweise wird es auch komplett abgedreht, weil einen Fiebertraum muss es doch in jedem Spiel von Hazelight geben.

In einem Abschnitt nehmen die beiden Heldinnen beispielsweise die Form von Schweinen an. Eins pupst sich per Regenbogen durch die Spielwelt, das andere wird zu einer Art Sprungfeder. Nach einem kleinen Unfall "verwandeln" sich die Schweinchen im Anschluss zu Würstchen. Die müssen auf den Grill und danach gibt's noch eine ordentliche Senf- und Ketchup-Dusche: Fertig ist das Bratwurstbrötchen. Das sind Kindheitsgeschichten der Zwei und die machen besonders viel Spaß.

Zoe entspannt in einem Schwimmreifen und Mio sprintet an einer Hauswand entlang Quelle: Hazelight Studios Aber nicht alle Nebenstränge fallen so skurril aus. Trotzdem zählen die kurzen Storys zu meinen absoluten Highlights. In einem Level muss ich mir beispielsweise den Weg zu einer sterbenden Sonne bahnen. Vor den regelmäßigen Eruptionen kann ich mich immer nur an bestimmten Stellen schützen. Es passt dabei einfach alles zusammen: die Grafik, das Gameplay und bei diesem Abschnitt ganz besonders noch das Sounddesign.

F*ck the Oscars

In allen Kapiteln entdecke ich außerdem immer wieder einige Anspielungen, die sich um andere Spiele, Serien und Filme drehen. Wer die Augen offenhält, kann viele versteckte Geheimnisse erspähen. Das ist alles sehr cool und vor allem auch unauffällig direkt in die Spielwelt eingebunden. Ganze Kapitelabschnitte erinnern sogar stark an andere Titel aus der Videospielegeschichte. In Split Fiction steckt so viel Liebe zum Detail, da werden sich weitere Releases in diesem Jahr noch die Zähne dran ausbeißen.

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von groe69 Spiele-Novize/Novizin
        Bei COOP bin ich raus, egal wie gut das Spiel ist.
      • Von groe69 Spiele-Novize/Novizin
        Bei COOP bin ich raus, egal wie gut das Spiel ist.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Zitat von Michael Grünwald
        Du darfst gerne einmal einen Blick über den Tellerrand wagen und auf Steam schauen. 97 Prozent an positiven Rezensionen und dazu 4,9 Sterne im PSN sind jetzt nicht gerade alltäglich. :) Über 170.000 gleichzeitige Spieler (laut Steamdb) sprechen ebenfalls Bände. Manchmal liegen wir mit unseren Einschätzungen vielleicht doch nicht so daneben und meine Hand hinter dem Rücken versteckt leider keine Millionen der Entwickler oder Publisher. :-D
        Ein Großteil meiner Kritik zielt auch auf die inhaltliche Ausarbeitung des Artikels ab aus der sich für mich keine 10/10 ergab. Klar, das Spiel ist so konzeptiert, dass es nur zu zweit geht, aber das ist für mich genauso wie dass man ein Solo-Abenteuer mit Online-Zwang spielen muss. Ich hoffe ja letztendlich auch dass die guten Wertungen auch meinen Freundeskreis erheitern werden, aber du hast mir im Test keine entscheidenden Argumente geliefert ;)

        Das mit der Hand hinter dem Rücken zielte übrigens auf eine alte Geste ab, bei der man mit der einen Hand ein positives Signal ausgibt, während man es mit der anderen Hand durch ein anderes Signal (gekreuzte Finger) wieder widerruft.
      • Von Michael Grünwald Redakteur
        Zitat von Nevrion
        Wenn der arme Michael auf dem Cover einen Daumen nach oben reckt und gleichzeitig die andere Hand hinter seinen Rücken versteckt, könnte man schon meinen, er hat was zu verheimlichen ;)
        Dass das Spiel 10/10 erhält, obwohl man es gar nicht alleine Spielen kann, wundert mich. Das wird auch für mich so ein Grundproblem sein. Einen zweiten Spieler aus meinen Freundeskreis finde ich bei sowas, wenn ich wirklich gute Argumente dafür habe. Wie viel RPG steckt im Spiel? Mit wie viel Spielzeit muss man rechnen? Wie hoch die Wiederspielbarkeit? Sind die beiden Damen mehr als einfach nur introvertiert vs. extrovertriert oder haben die auch echte Charaktereigenschaften, bei denen man als Spieler das Gefühl bekommt, dass einen der Charakter, den man gerade spielt nicht weitesgehend egal ist? Bei solchen Abschnitten wie diesen hier, würde ich sagen, ich gehöre dann wohl nicht zum Zielpublikum, denn das wäre mir zu albern, für ein Spiel das mir nicht wie eine Komödie vorkommt.

        Dass man hier gar nichts aus der Geschichte verrät außer, dass die Autorinnen in ihren Büchern irgendwelche Traumata verarbeiten, lässt mich dann aber doch etwas skeptisch zurück. Vergleiche zu "it takes two" ziehen bei mir gar nicht, da ich es nicht gespielt hab und auch nicht sonderlich spannend fand.
        Du darfst gerne einmal einen Blick über den Tellerrand wagen und auf Steam schauen. 97 Prozent an positiven Rezensionen und dazu 4,9 Sterne im PSN sind jetzt nicht gerade alltäglich. :) Über 170.000 gleichzeitige Spieler (laut Steamdb) sprechen ebenfalls Bände. Manchmal liegen wir mit unseren Einschätzungen vielleicht doch nicht so daneben und meine Hand hinter dem Rücken versteckt leider keine Millionen der Entwickler oder Publisher. :D
      • Von Desotho Spiele-Enthusiast/in
        Brothers (noch Single Player) war geil. A way out war geil. It Takes Two war mega geil. Also wir scharen mit den Hufen. Und es gibt auch einfach nichts vergleichbares.
      • Von Gast1754039402 Mitglied
        Gut, dass die Frage nach Koop only beantwortet wurde.
        Damit ist es für mich auch raus, ich mag Koop überhaupt nicht und fand auch „It takes Two“ schon nicht sonderlich gut. Hat mir (uns) überhaupt keinen Spaß gemacht.
      Direkt zum Diskussionsende
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