Die Erfolgsformel: Warum manche Spiele erfolgreicher sind als andere

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10% Steuerung + 30% Zielgruppe + 15% Grafik + 20% Atmosphäre + 10% Marketing + 5% Richtiger Zeitpunkt + 9% Extras = 99 Prozent Erfolgsgarantie.

STIEFKINDER DER SPIELEBRANCHE

Tragische Fälle aus der Spielekiste. Diese vorzüglichen Titel hätten mehr Beachtung verdient, als sie beim Publikum fanden.

Die Erfolgsformel: Warum manche Spiele erfolgreicher sind als andere Paraworld
Ganze 89 Prozent Spielspaß attestierte Tester Oliver Haake dem ungewöhnlichen Strategiespiel im Jahre 2006. Und auch der Rest der PC-Games - Redaktion zeigte sich begeistert vom Dino-Szenario, zockte teilweise bis tief in die Nacht Mehrspieler-Partien mit Brontosauriern und T-Rex. Doch es half alles nichts. Die Spieler verschmähten den Titel, Paraworld blieb weit hinter den Verkaufserwartungen zurück. Der deutsche Entwickler Spiele entwicklungskombinat-Ost musste im Januar 2007 schließlich Konkurs anmelden.

Die Erfolgsformel: Warum manche Spiele erfolgreicher sind als andere Quelle: THQ Psychonaus
Witz, Innovation, gutes Gameplay - Psychonauts hatte alles und scheiterte grandios an den Vorbehalten der Branche. Denn die Spieler ließen den Titel mit dem abgedrehten Humor links liegen. Jahrelang trauerte die PC-Games-Redaktion diesem Schmuckstück von Spiel hinterher. Selbst Branchenveteran Bill Roper ließ sich dazu hinreißen, Publisher Majesco die Schuld am Scheitern zu geben: "Die Publisher hatten einfach keinen Schimmer davon, wie sie Psychonauts vermarkten müssen", sagte er 2006, als das Schicksal des Spiels offenkundig war.

Die Erfolgsformel: Warum manche Spiele erfolgreicher sind als andere Quelle: Ubisoft Beyond Good and Evil
In der Rolle der Reporterin Jade decken Sie zahlreiche Verschwörungen auf dem Planeten Hillys auf. Nie ist hier etwas, wie es scheint, immer bringt die Geschichte eine neue Wendung. Dazu passte, dass sich Beyond Good and Evil nicht auf ein Genre festlegen ließ. Action-Adventure, Schleich-Spiel, Adventure - der Titel war unglaublich vielfältig. Trotzdem fiel er an den Kassen durch. Hoffnungsschimmer: Am 15. Mai dieses Jahres wurde bekannt, dass Designer Michel Ancel an einem zweiten Teil arbeitet.

Die Erfolgsformel: Warum manche Spiele erfolgreicher sind als andere Experience 112
Aktuelles Beispiel für verschwendete Innovation: Micro Applications Experience 112 spielte mit dem Moment des "suspense" (Spannung) dadurch, dass der Zuschauer mehr weiß als die Person auf dem Bildschirm. Anstatt sich direkt mit einer Spielfigur zu identifizieren, sah der Spieler die Hauptperson Lea Nichols nur über Videokameras und steuerte lediglich die Umgebung um sie herum. Dargestellt wurde das Ganze über verschiedene Überwachungsfenster. Das war vielen Käufern zu abgedreht, Experience 112 fand nur geringen Absatz.

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    • Kommentare (64)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von KONNAITN Spiele-Kenner/in
        AW:

        Zitat von Alf1507 am 07.01.2009 19:18
        @KONNAITN:

        Sry, aber das wird mir jetzt wirklich zu blöd. Ich habe versucht meinen Kommentar zu erklären. Du hast es nicht verstanden. Belassen wir es einfach dabei.
        Was ich verstanden habe ist schlichtweg, dass du in die Feststellung "Spiele verkaufen sich nicht zuletzt dank guter Grafik", das verspätete Eingeständnis der Redaktion hinein interpretiert hast, sie hätten manche Spiele, bzw. Crysis falsch bewertet; und damit liegst du einfach falsch. Es wurde nichts zugegeben, und da hilft es auch nicht wenn du danach die Summe deiner Crysis-Grafik-Hype-Erfahrungen in die Diskussion einbringst, weil sie damit einfach nichts zu tun haben.
        Aber gut, wenn du dich damit wohler fühlst, habe ich dich eben nicht verstanden.
      • Von KONNAITN Spiele-Kenner/in
        AW:

        Zitat von Alf1507 am 07.01.2009 19:18
        @KONNAITN:

        Sry, aber das wird mir jetzt wirklich zu blöd. Ich habe versucht meinen Kommentar zu erklären. Du hast es nicht verstanden. Belassen wir es einfach dabei.
        Was ich verstanden habe ist schlichtweg, dass du in die Feststellung "Spiele verkaufen sich nicht zuletzt dank guter Grafik", das verspätete Eingeständnis der Redaktion hinein interpretiert hast, sie hätten manche Spiele, bzw. Crysis falsch bewertet; und damit liegst du einfach falsch. Es wurde nichts zugegeben, und da hilft es auch nicht wenn du danach die Summe deiner Crysis-Grafik-Hype-Erfahrungen in die Diskussion einbringst, weil sie damit einfach nichts zu tun haben.
        Aber gut, wenn du dich damit wohler fühlst, habe ich dich eben nicht verstanden.
      • Von Alf1507 Spiele-Kenner/in
        AW:

        @KONNAITN:

        Sry, aber das wird mir jetzt wirklich zu blöd. Ich habe versucht meinen Kommentar zu erklären. Du hast es nicht verstanden. Belassen wir es einfach dabei.
      • Von nikiburstr8x Mitglied
        AW:

        Zitat von LordOfDance am 07.01.2009 16:30

        Vielleicht aber bin ich schon zu alt oder die Industrie vernachlässigt mich als Zielgruppe als vierzigjährigen, der eben gerne in ein Spiel richtig eintauchen möchte ...
        Die ganze Szene (sprich Computerspiele nebst Spieler) ist nicht mehr "freakig" genug. Der ganze Wirtschaftszweig verkommt zum Massenmedium. Die Spieleindustrie ist einfach kein "Special Interest"-Bereich mehr. Da geht es traurigerweise nur noch um irgendwelche Aktionäre deren Gewinne steigen müssen. Wirklich Neues wird immer seltener.

        Einerseits ist es schön zu sehen wie jede Menge Kohle gemacht wird. Wie jene Investitionen aber immer wieder in den selben Spielkonzepten verwurstet werden, ist schon eine Frechheit. Ein kleinwenig mehr Mut zu Neuem wünsch ich den CEOs von EA, Ubisoft und Co. %-)
      • Von KONNAITN Spiele-Kenner/in
        AW:

        Zitat von Alf1507 am 07.01.2009 16:31
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Genau darum ging es? Es ging ursprünglich einfach nur darum, dass du gemeint hast, endlich gibt die Redaktion zu, dass Spiele wie Crysis, CoD usw. in pixeliger S/W Grafik weniger erfolgreich gewesen wäre, was nun mal eine Tatsache ist und nichts was man zugeben müßte. Das hat aber relativ wenig damit zu tun was "einige Leute" im Forum über Crysis denken, oder welche Erfahrungen du mit Crysis-Fans gemacht hat.
        Ich bin mir sicher die PCG-Tester hätten kein Problem damit "zuzugeben", dass ein grafisch nur mäßiges Crysis eine niedrigere Wertung bekommen hätte, aber nirgendwo im Test stand etwas von "unabhängig von der Grafik der beste Shooter", also was soll hier zugegeben worden sein?
        Der Hype, die Überbewertung etc. das ist doch wieder ein ganz anderes Thema...
      • Von Alf1507 Spiele-Kenner/in
        AW:

        Zitat von LordOfDance am 07.01.2009 16:39
        .... ja genau, dass denke ich auch so .... Cryses ist nicht schlecht, aber auch nicht besser als andere ... wo ist denn die Innovation... da gab es bei HL2 schon mehr zu bestaunen ... nur die Grafik überzeugt, der Rest ist gut, vielleicht auch sehr gut ... aber nicht so gut, als das ein Hype dafür gerechtfertigt wäre... da sind ja die Spielemagazine mitverantwortlich, weil sie mit den Hypes mehr Exemplare umsetzen möchten...
        Ganz genau!
        HL2 habe ich damals durchgespielt und ich konnte nicht mehr aufhören bis ich den Abspann gesehen habe. Ich habe damals kaum noch etwas anderes gespielt. Heutige Shooter sind für mich einfach nur noch seelenloses Geballer mit beindruckender Optik. Sicher ist nichts dagegen einzuwenden wenn sich jemand nach Feierabend von toller Grafik berieseln lassen möchte. Wenn ich aber 50€+ für ein Spiel ausgebe, dann erwarte ich eben mehr als eine Spielzeit von nichtmal 10 Stunden und "nur" einer tollen Grafik. Was die Spielzeit angeht hatte da schon so manches AddOn mehr zu bieten.
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