Die Spielindustrie in der Abwärtsspirale: Wie sich Gaming gerade selbst zerstört

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Special Olaf Bleich - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Die Spielindustrie in der Abwärtsspirale: Wie sich Gaming gerade selbst zerstört
Quelle: Sony

Entlassungen, Studioschließungen und Mega-Flops: Die Games-Branche ist erfolgreich wie nie ... und steckt trotzdem in der Krise. Wo liegen die Probleme und warum sind sie zum Teil hausgemacht?

Einen ähnlichen Flop landete Warner Bros. mit dem Loot-Shooter Suicide Squad: Kill the Justice League. Das von den Rocksteady Studios (bekannt durch die Batman-Arkham-Reihe) entwickelte Actionspiel war zwar nicht katastrophal schlecht, fand aber keinen Platz auf dem überfüllten Markt und in den Herzen der Community.

Das Projekt kostete Warner rund 200 Millionen US-Dollar und sorgte darüber hinaus für einen massiven Einbruch des Gesamtumsatzes. Hier scheint der Weg eher in Richtung Free-to-Play-Umstellung zu gehen.

Concord und Suicide Squad: Kill the Justice League zeigen: Ein Flop kostet ein Unternehmen heute deutlich mehr als noch vor zehn Jahren. Und der Druck ist größer denn je. Um dem drohenden Aus in einem "überhitzten Markt" nach fetten Jahren entgegenzutreten, greifen viele Unternehmen zu Entlassungen.

Nach der Übernahme von Activision Blizzard kam es zuletzt etwa bei Microsoft zu wahren Wellen: Bereits Januar 2024 und damit nur wenige Monate nach der vollzogenen Übernahme wurden 1.900 Stellen gestrichen. Im Mai 2024 wurde etwa auch Tango Gameworks (bekannt durch Ghostwire Tokyo oder Hi-Fi Rush) geschlossen.

Ghostwire Tokyo Quelle: Tango Gameworks Im September folgten weitere 650 Mitarbeiter der Games-Sparte. Andere Unternehmen wie etwa die Embracer Group, Riot Games oder auch Take-Two Interactive zogen ebenfalls die Reißleine, und wenig überraschend gab kurz vor Veröffentlichung dieses Artikels Sony das Ende des Concord-Entwicklers Firewalk Studios bekannt.

Inzwischen gibt es Websites, die die andauernden Entlassungswellen tracken und veröffentlichen. So wurden allein im Jahr 2024 bisher rund 13.000 Arbeitsplätze abgebaut, 2023 waren es 10.500 und 2022 noch 8.500. Ein Ende scheint angesichts der jüngsten Meldungen nicht in Sicht.

Vibe, Timing und Social-Media-Hype

Es ist schon fast kurios: Das Hobby Computer- und Videospiele ist gleichzeitig so teuer und so billig wie nie zuvor und steht gleichzeitig in immer stärkerer Konkurrenz zu anderen Medien. Auch wenn der Markt weltweit stabil bleibt oder sogar leicht wächst, scheint sich die Community auf immer weniger Einzelspiele zu konzentrieren.

Das führt dazu, dass selbst ambitionierte und gute Spiele durch das Raster fallen. Und genau deshalb müssen Entwickler und Publisher einen neuen Ansatz finden. Es reicht nicht mehr aus, ein gutes Spiel zu entwickeln.

Ein Spiel muss den Markt und damit vor allem den Geschmack der Community treffen. Helldivers 2 von Arrowhead ist das perfekte Beispiel. Wir hatten alle gehofft, dass der Online-Shooter gut und erfolgreich werden würde, aber dass er mit zwölf Millionen Verkäufen in den ersten drei Monaten ein Mega-Hit werden würde, war unerwartet.

Helldivers 2 steht damit exemplarisch für die aktuelle Spielegeneration: Der richtige Vibe kombiniert mit dem perfekten Timing und dem entsprechenden Social-Media-Hype dahinter. Ein Patentrezept für die neue Zeit nach der Corona-Pandemie hat die Spieleindustrie jedenfalls noch nicht gefunden. Veränderungen sind notwendig, damit aus dem derzeitigen Trudeln keine Abwärtsspirale wird.

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    • Kommentare (40)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Limerick Spiele-Enthusiast/in
        Sony tut sich schwer im Mehrspieler Markt. Ist ja nichts neues. Warum sich die Branche deswegen zerlegen sollte erschließt sich nicht.
      • Von Limerick Spiele-Enthusiast/in
        Sony tut sich schwer im Mehrspieler Markt. Ist ja nichts neues. Warum sich die Branche deswegen zerlegen sollte erschließt sich nicht.
      • Von NForcer-SMC Gelegenheitsspieler/in
        Hmm, witzig, wie zwar einige Punkte im Beitrag angesprochen, aber andere Dinge, die noch damit zu tun haben, gar nicht erst ausgesprochen werden. Denn dieser teils übelst reingedrückte woke Wahnsinn oder immer dieses "Wir haben Leute, die dies und das sind", anstatt Leute nach Fähigkeiten auszuwählen (was nicht heißt, daß ich anderen die Fähigkeiten abspreche, bei weitem nicht), dann machen die sich selbst damit halt auch so noch extra platt

        Die Realität ist schon ätzend genug, da brauche ich in den Spielen nicht auch noch das hinein Gedrücke der nervigen Thematiken aus der realen Welt. Das macht einem das Spiele spielen nur noch madig, weil die IDEOLOGIEN aufgezwängt werden und so etwas geht mal gar nicht
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Man sollte sich halt ein paar Sachen überlegen. Ein Beispiel: Ich hätte zum Beispiel Bock die SP-Kampagne von dem neuen Call of Duty zu spielen, der MP interessiert mich nicht. Aber ich geb doch keine 80 Euro dafür aus. Da wäre es nett z.B. wenn man einfach nur den SP für einen geringeren Preis kaufen könnte.
      • Von Sunny_85 NPC
        Man kann erzählen was man will.
        Es gibt genügend Spiele die sich hervorragend verkauft haben, einige sogar weit aus besser als das. (Wukong lässt Grüßen.)
        Es gibt dieses Jahr eine Sorte von Spiele die durch die Bank floppt.
        Wer das nicht einsehen will, scheint noch nicht verstanden zu haben, dass die breite Kundschaft in ihrem eigenen Zuhause keinen Platz für bestimmte Einflüsse hat. Es reicht, dass diese Dinge außerhalb bereits als aufdringlich und überzogen empfunden werden – da möchte man in den eigenen vier Wänden Ruhe davon haben.

        Dazu gibt es folgendes Problem :
        Wenn Menschen primär wegen ihrer Einstellung/Herkunft angestellt werden und nicht wegen der Fähigkeit, ist es doch logisch das das Produkt am Ende darunter leidet. Vor allem da diese Menschen mit einer Agenda dazu neigen Primär diese Agenda auch in den Vordergrund zu setzten, wodurch die "wichtigen" Elemente eines Produktes um so mehr in den Hintergrund geschoben werden, was die Qualität noch weiter verschlechtert.
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von theGucky
        Das gibt es viele allgemeine Beispiele.
        Von Angriffen von westliche Medien bis zur Sperrung der Geldzahlungsmittel seitens Visa und Co. Speziell die japanische Anime-Kultur wird seit längerem schon angegriffen.
        Was Sony und Spiele angeht, so müssen sie aktuelle viele Regeln einhalten, damit die auf den Märkten verkauft werden dürfen.
        Genau darauf zielt meine Frage ab. Welche? Sony sollen sich an Regeln halten müssten okay aber.. welche sollen das genau sein? Vor allem, was wenn ein Spiel dann bei Sony zensiert ist, durch Sonys eigene Regularien aber ganz normal rauskommt auf einer anderen Plattform?

        Hier ein Beispiel:

        https://devilmaycry.org/proxy.php?image=https%3A%2F%2Fi.imgur.com%2Fs28enYq.jpg&hash=413ea4a012df82e20a60b610cf6d3599


        Wie glaubwürdig ist es also dass es nicht an Sony, sondern an einer Dritten Partei liegt?

        Du hast grundsätzlich Recht was die Angriffe ausgeht. Es gibt an verschiedenen stellen Individuen mit großen Problemen bezüglich japanischer Kultur und Kunst aber das ist nicht gleichbedeutend mit Regularien, die grundsätzlich Veröffentlichungen verhindern würden. Ich meine, ich hab hier im Saturn Hentaipornographie kaufen können, ganz offen. Das ist nicht gleichbedeutend damit, dass es eben nicht sowas wie die Visa/Paypal-Geschichten gibt aber setzt halt ein Fragezeichen hinter die Ausgangsbehauptung.

        Zitat von theGucky
        Man sieht es oft bei Remaster oder Remakes von alten Spielen, bei denen viele Unterschiede zu sehen sind.
        Von grafischen Änderungen bis zu Änderungen im Text und sogar ganze Szenen sind rausgeschnitten.
        Die viele Gründe haben können, von keiner wüsste ich, dass Behörden interveniert hätten.

        Zitat von theGucky
        Auch die deutschen Zensurbehörden USK und CO sind auf dem Vormarsch in sachen Spiele. Nur fällt es halt keinem auf, wenn die Spiele nie z.b. auf der Steampage auftauchen. Die großen Firmen zensieren die Spiele, damit die auf dem Markt erscheinen, aber viele kleine Indie-Spiele sind unsichtbar/nicht erreichbar in Deutschland.
        Das hört sich schlimm an, dabei geht es aber nur darum, das Steam keine in DE gültige 18+ Altersbestätigung hat. Alle Spiele die nicht von der USK geprüft sind, werden von Steam auf dem deutschen Markt geblockt.
        Einerseits sagt es Bonkic schon, eine Selbsteinstufung hilft schon und auch wenn ich Alterseinstufungen grundsätzlich für falsch halte - niemand hindert irgendjemanden daran die Spiele vorzulegen.
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