Die Spielindustrie in der Abwärtsspirale: Wie sich Gaming gerade selbst zerstört

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Special Olaf Bleich - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Die Spielindustrie in der Abwärtsspirale: Wie sich Gaming gerade selbst zerstört
Quelle: Sony

Entlassungen, Studioschließungen und Mega-Flops: Die Games-Branche ist erfolgreich wie nie ... und steckt trotzdem in der Krise. Wo liegen die Probleme und warum sind sie zum Teil hausgemacht?

Wie sehr sich der Preis auf das Kaufverhalten auswirken kann, zeigte sich bei der PlayStation VR 2. Der Verkauf der rund 600 Euro teuren VR-Brille verlief zunächst schleppend. Eine Preissenkung von 550 US-Dollar auf 350 US-Dollar löste jedoch einen regelrechten Run auf das Gerät aus.

Wie sich dagegen die mit 799 Euro ebenfalls sehr kostspielige PlayStation 5 Pro langfristig am Markt etablieren wird, bleibt indes abzuwarten. Schon in der Vergangenheit richteten sich Pro-Modelle in erster Linie an eine Hardcore-Zielgruppe und nicht an die breite Masse. Analysten rechnen mit einem soliden Absatz, der etwa zehn Prozent der insgesamt verkauften PS5-Konsolen ausmachen wird.

Der Faktor Zeit

Die Gewohnheiten der Gamer weltweit haben sich dem Markt angepasst. Das bedeutet: Der durchschnittliche User konzentriert sich stärker auf wenige Titel und ist gegenüber neuen Marken eher zurückhaltend. Umfangreiche Open-World-Spiele erfordern Zeit, Free-to-Play-Titel und Service-Games binden die Spieler ebenfalls dauerhaft. Sie motivieren mit Events, stetigem Fortschritt und immer neuen Inhalten.

Der kostenlose Online-Shooter Fortnite von Epic macht es vor: Popkulturelle Cross-over locken immer wieder Millionen von Spielern vor die Bildschirme - so auch bei den Ingame-Konzerten von Travis Scott im April 2020. Damals tummelten sich über zwölf Millionen Spieler gleichzeitig auf den Fortnite-Servern. Mit dem Start von Fortnite OG wurde sogar kurzzeitig die Marke von sieben Millionen Spielern überschritten.

Fortnite Quelle: Epic Games Durch die ständige "Beschallung" mit neuen Inhalten und Events binden die großen Free-to-Play-Spiele einen Teil der Community an sich. Nicht zu vergessen ist auch hier das liebe Geld: Wer einmal so tief in die Materie eingetaucht ist, dass er Geld in Ingame-Content investiert, wird diese Titel nicht so schnell wieder verlassen, sondern im besten Fall noch mehr Kohle ausgeben.

Dazu mischen immer mehr Abo-Dienste auch im Spielebereich mit: Amazon-Prime-Abonnenten erhalten regelmäßig frische PC-Spiele wie zuletzt Bioshock Remastered und Tomb Raider: Legend. Auch bei Netflix sind zumindest Mobile-Games mit dabei. Die Vertriebsplattformen Steam und Epic bieten regelmäßig kostenlose Spiele für die eigene Online-Bibliothek an.

Und dann gibt es natürlich noch die Gaming-spezifischen Plattformen wie Xbox Game Pass oder PlayStation Plus. Kurzum: Als Nutzer werden wir von Angeboten geradezu überschwemmt. Doch die eigene Lebenszeit ist natürlich begrenzt. Entsprechend streng ist mittlerweile der Auswahlprozess bei vielen Gamern.

Ein Flop nach dem anderen

Das Jahr 2024 hat vor allem eines gezeigt: Nicht nur neue, sondern auch bekannte Marken haben es auf dem aktuellen Spielemarkt enorm schwer. Der Elefant im Raum ist dabei sicherlich Sonys Helden-Shooter Concord.

Während der achtjährigen Entwicklungszeit verschlang das Projekt über 400 Millionen US-Dollar. Am Ende kam zwar ein solides Spiel heraus, das die Community neben etablierten Titeln wie Overwatch, Valorant und Apex Legends aber nicht interessierte. Sony nahm Concord nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung wieder vom Netz. Noch nie wurde ein Spiel dieser Größenordnung so schnell für gescheitert erklärt.

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    • Kommentare (40)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Limerick Spiele-Enthusiast/in
        Sony tut sich schwer im Mehrspieler Markt. Ist ja nichts neues. Warum sich die Branche deswegen zerlegen sollte erschließt sich nicht.
      • Von Limerick Spiele-Enthusiast/in
        Sony tut sich schwer im Mehrspieler Markt. Ist ja nichts neues. Warum sich die Branche deswegen zerlegen sollte erschließt sich nicht.
      • Von NForcer-SMC Gelegenheitsspieler/in
        Hmm, witzig, wie zwar einige Punkte im Beitrag angesprochen, aber andere Dinge, die noch damit zu tun haben, gar nicht erst ausgesprochen werden. Denn dieser teils übelst reingedrückte woke Wahnsinn oder immer dieses "Wir haben Leute, die dies und das sind", anstatt Leute nach Fähigkeiten auszuwählen (was nicht heißt, daß ich anderen die Fähigkeiten abspreche, bei weitem nicht), dann machen die sich selbst damit halt auch so noch extra platt

        Die Realität ist schon ätzend genug, da brauche ich in den Spielen nicht auch noch das hinein Gedrücke der nervigen Thematiken aus der realen Welt. Das macht einem das Spiele spielen nur noch madig, weil die IDEOLOGIEN aufgezwängt werden und so etwas geht mal gar nicht
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Man sollte sich halt ein paar Sachen überlegen. Ein Beispiel: Ich hätte zum Beispiel Bock die SP-Kampagne von dem neuen Call of Duty zu spielen, der MP interessiert mich nicht. Aber ich geb doch keine 80 Euro dafür aus. Da wäre es nett z.B. wenn man einfach nur den SP für einen geringeren Preis kaufen könnte.
      • Von Sunny_85 NPC
        Man kann erzählen was man will.
        Es gibt genügend Spiele die sich hervorragend verkauft haben, einige sogar weit aus besser als das. (Wukong lässt Grüßen.)
        Es gibt dieses Jahr eine Sorte von Spiele die durch die Bank floppt.
        Wer das nicht einsehen will, scheint noch nicht verstanden zu haben, dass die breite Kundschaft in ihrem eigenen Zuhause keinen Platz für bestimmte Einflüsse hat. Es reicht, dass diese Dinge außerhalb bereits als aufdringlich und überzogen empfunden werden – da möchte man in den eigenen vier Wänden Ruhe davon haben.

        Dazu gibt es folgendes Problem :
        Wenn Menschen primär wegen ihrer Einstellung/Herkunft angestellt werden und nicht wegen der Fähigkeit, ist es doch logisch das das Produkt am Ende darunter leidet. Vor allem da diese Menschen mit einer Agenda dazu neigen Primär diese Agenda auch in den Vordergrund zu setzten, wodurch die "wichtigen" Elemente eines Produktes um so mehr in den Hintergrund geschoben werden, was die Qualität noch weiter verschlechtert.
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von theGucky
        Das gibt es viele allgemeine Beispiele.
        Von Angriffen von westliche Medien bis zur Sperrung der Geldzahlungsmittel seitens Visa und Co. Speziell die japanische Anime-Kultur wird seit längerem schon angegriffen.
        Was Sony und Spiele angeht, so müssen sie aktuelle viele Regeln einhalten, damit die auf den Märkten verkauft werden dürfen.
        Genau darauf zielt meine Frage ab. Welche? Sony sollen sich an Regeln halten müssten okay aber.. welche sollen das genau sein? Vor allem, was wenn ein Spiel dann bei Sony zensiert ist, durch Sonys eigene Regularien aber ganz normal rauskommt auf einer anderen Plattform?

        Hier ein Beispiel:

        https://devilmaycry.org/proxy.php?image=https%3A%2F%2Fi.imgur.com%2Fs28enYq.jpg&hash=413ea4a012df82e20a60b610cf6d3599


        Wie glaubwürdig ist es also dass es nicht an Sony, sondern an einer Dritten Partei liegt?

        Du hast grundsätzlich Recht was die Angriffe ausgeht. Es gibt an verschiedenen stellen Individuen mit großen Problemen bezüglich japanischer Kultur und Kunst aber das ist nicht gleichbedeutend mit Regularien, die grundsätzlich Veröffentlichungen verhindern würden. Ich meine, ich hab hier im Saturn Hentaipornographie kaufen können, ganz offen. Das ist nicht gleichbedeutend damit, dass es eben nicht sowas wie die Visa/Paypal-Geschichten gibt aber setzt halt ein Fragezeichen hinter die Ausgangsbehauptung.

        Zitat von theGucky
        Man sieht es oft bei Remaster oder Remakes von alten Spielen, bei denen viele Unterschiede zu sehen sind.
        Von grafischen Änderungen bis zu Änderungen im Text und sogar ganze Szenen sind rausgeschnitten.
        Die viele Gründe haben können, von keiner wüsste ich, dass Behörden interveniert hätten.

        Zitat von theGucky
        Auch die deutschen Zensurbehörden USK und CO sind auf dem Vormarsch in sachen Spiele. Nur fällt es halt keinem auf, wenn die Spiele nie z.b. auf der Steampage auftauchen. Die großen Firmen zensieren die Spiele, damit die auf dem Markt erscheinen, aber viele kleine Indie-Spiele sind unsichtbar/nicht erreichbar in Deutschland.
        Das hört sich schlimm an, dabei geht es aber nur darum, das Steam keine in DE gültige 18+ Altersbestätigung hat. Alle Spiele die nicht von der USK geprüft sind, werden von Steam auf dem deutschen Markt geblockt.
        Einerseits sagt es Bonkic schon, eine Selbsteinstufung hilft schon und auch wenn ich Alterseinstufungen grundsätzlich für falsch halte - niemand hindert irgendjemanden daran die Spiele vorzulegen.
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