Immersion in Videospielen: Wie realistisch müssen Spiele sein?
Zwischen Kunst und Kontroverse: Wie Videospiele Immersion erzeugen, warum Krieg als Setting so häufig genutzt wird und wo moralische Fragen im modernen Gaming 2026 entstehen.
Dass Videospiele eine Form von Kunst sind, hat sich mittlerweile bei vielen als anerkannter Fakt in der Gaming-Landschaft eingebürgert. Als solche hat es verschiedene Daseinszwecke, die sich auch in diversen Spielereihen widerspiegeln. Darunter etwa die kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft in Persona oder BioShock, die Reflexion historischer Ereignisse in Assassin's Creed oder Total War, das Vermitteln von Schönheit in Journey oder ABZÛ sowie das bloße Ausdrücken von Gefühlen im Allgemeinen.
Gerade der letzte Punkt ist essenziell, um Videospiele von einem stumpfen Zeitvertreib zu einer Form der Kunst zu erheben. Im besten Fall lösen sie beim Spieler eine Gefühlsreaktion aus, regen ihn zum Nachdenken an oder verändern seinen Blick auf bestimmte Sachverhalte nachhaltig.
Setzt man sich mit der emotionalen Bindung auseinander, die ein Spieler zu einem Spiel aufbaut, stößt man früher oder später auf den Begriff Immersion. Häufig werden hochgelobte Titel von Kritikern und Gamern als immersiv bezeichnet. Die Frage, was genau hinter diesem abstrakt erscheinenden Begriff steckt und wie sich Immersion in der Gaming-Landschaft manifestiert, ist ein relevantes, aber oft missverstandenes Thema im Bereich der Spieleentwicklung.
In diesem Artikel
Was versteht man unter Immersion?
Um nachvollziehen zu können, wie ein heikles Thema wie Krieg glaubwürdig in ein Spiel eingebaut werden kann, muss man zuerst etwas ausholen, um den Begriff Immersion im Allgemeinen zu verstehen.
Immersion ist im Grunde nur ein fachsprachliches Wort für "Eintauchung". Es beschreibt den psychologischen Effekt, den Menschen erleben, wenn sie sich so stark in eine fiktive Welt hineingezogen fühlen, dass die reale Welt zumindest für einen Moment in den Hintergrund gerät. Im Unterschied zu anderen Medien ist es dem Konsumenten bei Videospielen möglich, die fiktive Umgebung zu beeinflussen und sich in ihr wiederzufinden, wodurch das Gefühl des Eintauchens noch intensiver entsteht. Dieser Effekt ist bei Virtual Reality (VR) naturgemäß am stärksten, kann aber auch bei traditionellem Gaming mit Maus und Tastatur beziehungsweise Controller beobachtet werden.
Quelle: pexels
Bei Virtual Reality ist der Effekt der Immersion naturgemäß am stärksten.
Der Effekt feiert dieses Jahr tatsächlich sein 100-jähriges Jubiläum: Bereits 1926 wurde er vom Journalisten Ludwig Kapeller beschrieben, der - ohne den Begriff zu verwenden - davon sprach, wie damals noch zukünftige Fernsehübertragungen Erlebnisse ermöglichen würden, die man nur durch das Drücken eines schwarzen Knopfes mit allen Sinnen erfassen könne.
Bei Immersion handelt es sich um ein persönliches, relatives und vielschichtiges Erlebnis. Wie immersiv ein Spiel wirkt, hängt letztendlich von der Persönlichkeit des Spielers und seinen Empfindungen ab. Trotzdem gibt es im Bereich der Videospielentwicklung ein paar Indikatoren bei der Gestaltung eines Spiels, die sich positiv auf die wahrgenommene Immersion des Spielers auswirken können. Aber eins nach dem anderen.

Das tatsächlich erste oder das 2016er Doom?
Das zum Besipiel hat mich mit seinen Glory-Kills und dem ganzen Gedöns nicht abgeholt. Doom Eternal dann gleich gar nicht. War mir zu viel Herum-Gehopse und zu viele Arena-Fights. The Dark Ages hab ich ganz ausgelassen.
Aber ich bin auch jemand der sagt, das letzte gute Doom war Teil 3. Das sehen auch viele nicht so.
Meine Reihenfolge aufsteigend: 1, dann 2 und mit ziemlichem Abstand dann der 3. Teil.
Das tatsächlich erste oder das 2016er Doom?
Das zum Besipiel hat mich mit seinen Glory-Kills und dem ganzen Gedöns nicht abgeholt. Doom Eternal dann gleich gar nicht. War mir zu viel Herum-Gehopse und zu viele Arena-Fights. The Dark Ages hab ich ganz ausgelassen.
Aber ich bin auch jemand der sagt, das letzte gute Doom war Teil 3. Das sehen auch viele nicht so.
Anders sieht es bei nem Shooter, Adventure, Action Adventure oder sowas aus. Grafik, eine glaubwürdige lebendige Spielwelt, passende Soundkulisse und viele Interaktionsmöglichkeiten und Arten, wie die Spielwelt auf einen reagiert können solche Spiele sehr immersiv machen, auch unabhängig vom Realismus.
Umgekehrt ist z. B. Workers & Resources: Soviet Republic eine sehr detaillierte und realistische Stadtbausimulation. Aber Immersion ist da nicht wirklich ein Thema.
Im Endeffekt geht es meiner Meinung nach bei Immersion einfach darum, dass einen etwas so sehr "umschließt" beim Spielen, Lesen, Anschauen etc., dass man für die Dauer des Konsums Zeit und Raum um sich herum vergisst. Das ist eine sehr subjektive Sache und kann bei jedem anders aussehen.
Realismus dagegen ist objektiv beweisbar. Da müssen Zahlen und andere Daten stimmen.
Immersion = Emotion, subjektiv
Realismus = Mathematik, objektiv
Ich finde, das hat miteinander überhaupt nichts zu tun.
Dann müsste ja ein Witcher 2 weniger immersiv sein als ein Witcher 1 und ein Witcher 3 deutlich weniger immersiv als die Teile 2 und 1 oder ein KCD 2 ebenso gegenüber dem ersten Teil.
Es mag durchaus Spiele geben, da trifft das zu, dass ein Nachfolger oder allgemein neue Spiele mit hübscherer Optik weniger immersiv sind oder einem so erscheinen als Vorgänger oder ältere Vertreter des gleichen Genres, aber das liegt dann bestimmt nicht an der Grafik, sondern an vielen anderen Dingen, die in den älteren Spielen besser gemacht wurden.
Kopfkino ist da glaub ich entscheidend. Wenn das Spiel und die Atmo stimmt zieht das einen mehr rein als gute Grafik. Es geht aber auch beides, schau Dir Cyberpunk 2077 oder ein Kongdome Come an.
Die Geschichte, welche sich die Spieler selber dazu machen ist wohl "immersionsentscheidend". Bei nem Doom oder nem Fifa brauch ich jetzt keine tolle Story für die "Immersion", da ist es eher wieder die Grafik. Anderseits wollte ich das neue Doom nachholen, das Mittelalterzeug ist ne geile Idee, ich zock aber grad das erste auf der Swich2, weil es mich voll abholt.
Das mit der Grafik ist die Idee von Realität in der Digitalität und daß das irgendwann mal verschmilzt. Nun wird erschreckt festgestellt, daß egal was man tut, die Fiktionalität in ihrer (versuchten) Perfektion niemals das Begehren nach der unperfekten Realität verdrängen kann. Ist wohl wie mit Frauen. :D :D :D
Ich finde, das hat miteinander überhaupt nichts zu tun.
Dann müsste ja ein Witcher 2 weniger immersiv sein als ein Witcher 1 und ein Witcher 3 deutlich weniger immersiv als die Teile 2 und 1 oder ein KCD 2 ebenso gegenüber dem ersten Teil.
Es mag durchaus Spiele geben, da trifft das zu, dass ein Nachfolger oder allgemein neue Spiele mit hübscherer Optik weniger immersiv sind oder einem so erscheinen als Vorgänger oder ältere Vertreter des gleichen Genres, aber das liegt dann bestimmt nicht an der Grafik, sondern an vielen anderen Dingen, die in den älteren Spielen besser gemacht wurden.