Immersion in Games: Definition & Beispiele

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Special Manuel Zippl - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Immersion in Games: Definition & Beispiele
Quelle: mobygames

Immersion erklärt: Definition, Geschichte und Beispiele wie Red Dead Redemption 2, Skyrim und Journey.

Der Begriff "immersiv" wird in der Gaming-Welt oft wahllos herumgeworfen oder gar falsch verwendet. Zugegeben: Die etwas vage Definition "Eintauchen" macht das Konzept schwer greifbar. Deswegen hier eine Auflistung der wichtigsten Eigenschaften, die ein Videospiel immersiv machen können.

Red Dead Redemption 2 wird regelmäßig als eines der immersivsten Spiele aller Zeiten gehandelt - nicht zuletzt aufgrund seiner glaubwürdigen und detailgetreuen Spielwelt. Quelle: mobygames Red Dead Redemption 2 wird regelmäßig als eines der immersivsten Spiele aller Zeiten gehandelt - nicht zuletzt aufgrund seiner glaubwürdigen und detailgetreuen Spielwelt. Zunächst sollten die eigenen Sinne stimuliert und in den Bann gezogen werden. Konkret ist hier die Rede von den Seh- und Hörsinnen. Eine fesselnde, stimmige und glaubwürdige Spielwelt trägt bereits einen großen Teil zur Immersion bei. Es darf nichts wie eine Kulisse wirken, die von Entwicklern einfach zweckmäßig hingerotzt wurde. Red Dead Redemption 2 zum Beispiel - oft als eins der immersivsten Spiele überhaupt bezeichnet - fesselt den Spieler mit einer glaubwürdigen und realistischen Spielwelt, in der Animationen, Wetter, NPC-Verhalten, der Soundtrack und die Geräuschkulisse bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmt sind und die Sinne des Spielers pausenlos reizen. Auch Journey sorgt mit einem einheitlichen Stil und einer dynamischen Audiokulisse für Immersion - und das ganz ohne fotorealistische Grafik.

Ein weiterer Indikator für Immersion ist die Reaktion des Spiels auf das, was der Spieler macht. Kann man diesen Berg da ganz hinten besteigen? Was passiert, wenn man diesen Felsen auf den Gegner da unten rollen lässt? Wie reagieren NPCs, wenn sich der Spieler verkleidet? Je nachdem, wie man diese Fragen beantwortet, handelt es sich tendenziell um ein mehr oder weniger immersives Spiel. Spürnasen haben bei den gestellten Fragen richtigerweise an Skyrim, The Legend of Zelda: Breath of the Wild und Hitman gedacht - allesamt Musterbeispiele im Bereich der Immersion. Natürlich dürfen auch Sandbox-Spiele wie Minecraft, Terraria oder das sich noch in der Early-Access-Phase befindende Hytale in diesem Punkt nicht fehlen. Hier reagiert praktisch alles und jeder auf die Handlungen des Spielers.

Durch Ellies und Joels bewegende Geschichte vergisst der Spieler schnell den Alltag um sich herum. Quelle: mobygames Durch Ellies und Joels bewegende Geschichte vergisst der Spieler schnell den Alltag um sich herum. Ein vor allem für RPGs und Action-Adventures relevanter Punkt für Immersion ist die Fähigkeit des Spiels, den Spieler in sein Narrativ zu befördern. Wie spannend, interessant und fesselnd ist die Story beziehungsweise die Lore des Spiels? Wie sehr wird der Spieler motiviert, das Spiel bis zum Ende durchzuziehen? Die Persona-Spiele, die Life-is-Strange-Reihe oder auch das The-Last-of-Us-Franchise werden oft als Vorzeigespiele für packende Storys genannt. Das gilt genauso für Titel, die unter anderem für ihre umfangreiche Lore bekannt sind, wie Portal, Half-Life oder die Souls-Spiele. Auch bei handlungszentrierten Games wie Detroit: Become Human, Heavy Rain oder What Remains of Edith Finch lebt beziehungsweise stirbt die Immersion mit der fesselnden Story.

Ein süchtig machender und befriedigender Gameplay-Loop kann ebenfalls zur Immersion beitragen. Hier gehören etwa Spiele wie Hades (kämpfen → Belohnungen → sterben → mit NPCs reden), Stardew Valley (bauen → gärtnern → Rohstoffe abbauen → mit NPCs reden), Factorio (bauen → kämpfen → craften) oder Dave the Diver (fischen → Gäste bedienen → gärtnern) erwähnt. Der Schlüssel für einen mitreißenden Gameplay-Loop - die Karotte vor der Nase - sind unter anderem regelmäßige Challenges, Belohnungen oder auch Ziele. Hier erfahrt ihr mehr zum Thema, wie Videospiele euch "manipulieren", sie zu spielen.

Doom 2016 ist ein Vorzeigebeispiel für flüssiges und präzises Gunplay.  Quelle: mobygames Doom 2016 ist ein Vorzeigebeispiel für flüssiges und präzises Gunplay.  Ein letzter - aber nicht minder wichtiger - Punkt für Immersion ist die Steuerung. Niemand wird ein Spiel immersiv finden, das den Spieler krampfartige Fingertänze machen lässt, nur um einen Gegner auszuschalten, oder erst nach fünf Werktagen die Aktion des gedrückten Knopfes ausführt. Eine butterweiche und präzise Steuerung ist fast essenziell, um dem Spieler das Eintauchen in eine Spielwelt zu ermöglichen. Hier stechen etwa Action-Adventures wie Sekiro oder Mirror's Edge, Platformer wie Hollow Knight oder Celeste sowie Shooter wie die Halo-Reihe oder Doom 2016 heraus.

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  1. Seite 1 Immersion - Wenn Spiele zu Kunst werden
  2. Seite 2 Was Immersion wirklich ausmacht
  3. Seite 3 Mythen über Immersion & das moralische Dilemma Krieg
  4. Seite 4 Krieg als Immersionsmotor - Chancen und Verantwortung
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Weedotastisch Hobby-Spieler/in
        Zitat von Orkhammer
        Welches erste Doom meinst du?
        Das tatsächlich erste oder das 2016er Doom?
        Das zum Besipiel hat mich mit seinen Glory-Kills und dem ganzen Gedöns nicht abgeholt. Doom Eternal dann gleich gar nicht. War mir zu viel Herum-Gehopse und zu viele Arena-Fights. The Dark Ages hab ich ganz ausgelassen.
        Aber ich bin auch jemand der sagt, das letzte gute Doom war Teil 3. Das sehen auch viele nicht so.
        Das erste und das zweite aus den 90ern (ich bin allerdings auch ein klassisches Boomershooter Opfer, sind halt leider, immer noch, geil). Die "neuen" Doom sind aber auch sehr geil gemacht. Da haben se die Reihe Anno 2016 gut neu auf den Weg gebracht.
      • Von Weedotastisch Hobby-Spieler/in
        Zitat von Orkhammer
        Welches erste Doom meinst du?
        Das tatsächlich erste oder das 2016er Doom?
        Das zum Besipiel hat mich mit seinen Glory-Kills und dem ganzen Gedöns nicht abgeholt. Doom Eternal dann gleich gar nicht. War mir zu viel Herum-Gehopse und zu viele Arena-Fights. The Dark Ages hab ich ganz ausgelassen.
        Aber ich bin auch jemand der sagt, das letzte gute Doom war Teil 3. Das sehen auch viele nicht so.
        Das erste und das zweite aus den 90ern (ich bin allerdings auch ein klassisches Boomershooter Opfer, sind halt leider, immer noch, geil). Die "neuen" Doom sind aber auch sehr geil gemacht. Da haben se die Reihe Anno 2016 gut neu auf den Weg gebracht.
      • Von Orkhammer Hobby-Spieler/in
        Zitat von Weedotastisch
        Der Witcher 1 ist z.B. das beste Spiel der Reihe
        Uii, das bist du der Erste den ich kenne, der das sagt.
        Meine Reihenfolge aufsteigend: 1, dann 2 und mit ziemlichem Abstand dann der 3. Teil.

        Zitat von Weedotastisch
        Anderseits wollte ich das neue Doom nachholen, das Mittelalterzeug ist ne geile Idee, ich zock aber grad das erste auf der Swich2, weil es mich voll abholt.
        Welches erste Doom meinst du?
        Das tatsächlich erste oder das 2016er Doom?
        Das zum Besipiel hat mich mit seinen Glory-Kills und dem ganzen Gedöns nicht abgeholt. Doom Eternal dann gleich gar nicht. War mir zu viel Herum-Gehopse und zu viele Arena-Fights. The Dark Ages hab ich ganz ausgelassen.
        Aber ich bin auch jemand der sagt, das letzte gute Doom war Teil 3. Das sehen auch viele nicht so.
      • Von Neawoulf Mitglied
        Immersion und Realismus sind für mich an sich auch zwei verschiedene Dinge, auch wenn beide sehr gut miteinander harmonieren. Der Realismus (Physik, echte Fahr- und Flugzeuge usw.) in einer guten Flug- oder Fahrsimulation hilft auf jeden Fall bei der Immersion. Nicht nachvollziehbare Physik dagegen würde die Immersion zerstören, zumindest bei Spielen bei denen diese Spielmechaniken im Vordergrund stehen.

        Anders sieht es bei nem Shooter, Adventure, Action Adventure oder sowas aus. Grafik, eine glaubwürdige lebendige Spielwelt, passende Soundkulisse und viele Interaktionsmöglichkeiten und Arten, wie die Spielwelt auf einen reagiert können solche Spiele sehr immersiv machen, auch unabhängig vom Realismus.

        Umgekehrt ist z. B. Workers & Resources: Soviet Republic eine sehr detaillierte und realistische Stadtbausimulation. Aber Immersion ist da nicht wirklich ein Thema.

        Im Endeffekt geht es meiner Meinung nach bei Immersion einfach darum, dass einen etwas so sehr "umschließt" beim Spielen, Lesen, Anschauen etc., dass man für die Dauer des Konsums Zeit und Raum um sich herum vergisst. Das ist eine sehr subjektive Sache und kann bei jedem anders aussehen.

        Realismus dagegen ist objektiv beweisbar. Da müssen Zahlen und andere Daten stimmen.

        Immersion = Emotion, subjektiv
        Realismus = Mathematik, objektiv
      • Von Weedotastisch Hobby-Spieler/in
        Zitat von Orkhammer
        Findest du wirklich, dass der Grad der Immersion automatisch im umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Grafik steht?
        Ich finde, das hat miteinander überhaupt nichts zu tun.
        Dann müsste ja ein Witcher 2 weniger immersiv sein als ein Witcher 1 und ein Witcher 3 deutlich weniger immersiv als die Teile 2 und 1 oder ein KCD 2 ebenso gegenüber dem ersten Teil.
        Es mag durchaus Spiele geben, da trifft das zu, dass ein Nachfolger oder allgemein neue Spiele mit hübscherer Optik weniger immersiv sind oder einem so erscheinen als Vorgänger oder ältere Vertreter des gleichen Genres, aber das liegt dann bestimmt nicht an der Grafik, sondern an vielen anderen Dingen, die in den älteren Spielen besser gemacht wurden.
        Wie gesagt, das kannst schlecht beurteilen. Der Witcher 1 ist z.B. das beste Spiel der Reihe, weil es von der Atmo einfach fett abliefert. Der zweite Teil sieht viel besser aus und spielt sich auch einfach geiler, ist aber nicht mehr so ein Brett. Der dritte Teil ist ja ja endsgeil und besser als der zweite Teil.

        Kopfkino ist da glaub ich entscheidend. Wenn das Spiel und die Atmo stimmt zieht das einen mehr rein als gute Grafik. Es geht aber auch beides, schau Dir Cyberpunk 2077 oder ein Kongdome Come an.

        Die Geschichte, welche sich die Spieler selber dazu machen ist wohl "immersionsentscheidend". Bei nem Doom oder nem Fifa brauch ich jetzt keine tolle Story für die "Immersion", da ist es eher wieder die Grafik. Anderseits wollte ich das neue Doom nachholen, das Mittelalterzeug ist ne geile Idee, ich zock aber grad das erste auf der Swich2, weil es mich voll abholt.

        Das mit der Grafik ist die Idee von Realität in der Digitalität und daß das irgendwann mal verschmilzt. Nun wird erschreckt festgestellt, daß egal was man tut, die Fiktionalität in ihrer (versuchten) Perfektion niemals das Begehren nach der unperfekten Realität verdrängen kann. Ist wohl wie mit Frauen. :D :D :D
      • Von Orkhammer Hobby-Spieler/in
        Zitat von Weedotastisch
        Anbei, je besser die Grafik wird, desto weniger "immersiv" wird ein Spiel.
        Findest du wirklich, dass der Grad der Immersion automatisch im umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Grafik steht?
        Ich finde, das hat miteinander überhaupt nichts zu tun.
        Dann müsste ja ein Witcher 2 weniger immersiv sein als ein Witcher 1 und ein Witcher 3 deutlich weniger immersiv als die Teile 2 und 1 oder ein KCD 2 ebenso gegenüber dem ersten Teil.
        Es mag durchaus Spiele geben, da trifft das zu, dass ein Nachfolger oder allgemein neue Spiele mit hübscherer Optik weniger immersiv sind oder einem so erscheinen als Vorgänger oder ältere Vertreter des gleichen Genres, aber das liegt dann bestimmt nicht an der Grafik, sondern an vielen anderen Dingen, die in den älteren Spielen besser gemacht wurden.
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