Das Phänomen Hype und wie es Spieler und Entwickler beeinflusst
Alle einsteigen, der Hypetrain ist eingefahren! Wir klären über das Phänomen Hype in der Videospielewelt auf und erklären, was es mit uns und unserem Hobby macht.
Wenn man die nächsten Monate und Jahre dann für eventuelle Updates nutzt, hält man nicht nur die Relevanz des Spiels, sondern stellt auch noch nachträglich alle anfangs enttäuschten Konsumenten zufrieden. Diese Theorie macht natürlich nur Sinn, wenn das Spiel zu Release keine absolute Vollkatastrophe ist und zumindest irgendeine Stärke hat.
Nicht den Teufel an die Wand malen
Ist das nun also die Norm? Irreführende Trailer und unfertige Spiele veröffentlichen, durch den Hype haufenweise Geld abkassieren und die Games innerhalb der nächsten Jahre wiedergutpatchen? Nicht ganz, denn es gibt durchaus Spiele, die ihrem Hype gerecht wurden. Da wäre zum einen Elden Ring, From Softwares aktueller Titel, welcher von Kritikern und Spielern gleichermaßen hochgelobt wurde und die Erwartungen der Fans erfüllte. Bis heute hat sich das Spiel mehr verkauft als jedes andere in From Softwares Katalog an gefeierten Games.
Auch Horizon Zero Dawn löste mit seiner postapokalyptischen Atmosphäre und damit, dass es sich um ein neues Franchise handelte, einen Hype aus. Das Spiel konnte auf ganzer Linie überzeugen und bekam mit Horizon Forbidden West sogar schon einen ebenso umjubelten Nachfolger.
Nintendo erfreute Kritiker und Fans dieses Jahr mit The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom, dem Nachfolger des ebenso hoch angesehenen The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Tears of the Kingdom hat die Messlatte für zukünftige Zelda-Titel noch höher gelegt und gleichzeitig die Schwächen des ohnehin schon beeindruckenden Vorgängers korrigiert.
Quelle: Microsoft
Starfield
Die Liste an Spielen, die ihrem Hype gewachsen sind, ist - Gott sei Dank - ebenfalls lang und man sieht, dass Entwicklerstudios auch ohne große Kontroversen an ihr Ziel kommen - nämlich Profit. Trotz den ganzen negativen Folgen eines Hypes sollte man daher nicht von vornherein jedes gehypte Spiel verteufeln, denn man sieht, es gibt doch noch verdiente Hypetrains.
Die Kasse klingelt trotzdem
Jetzt könnte man sich die Frage stellen, warum gehypte Spiele am Ende vielfach doch profitabel werden, unabhängig davon, wie gut sie zu Release waren. Hätte man nicht wissen müssen, dass Todd Howard gerne zu dick aufträgt? Oder dass auch schon The Witcher 3 zum Release einige Bugs hatte? Dass der finanzielle Erfolg oft dennoch nicht ausbleibt, hat verschiedene Gründe.
Zum einen lässt sich das Konsumverhalten anhand der Geltungskonsumtheorie vom Ökonom Thorstein Veblen erklären: Einerseits möchte man dazugehören, andererseits möchte man seinen sozialen Status darstellen oder erhöhen.
Das heißt konkret, man kauft also ein gehyptes Spiel, weil gerade alle darüber sprechen und man auch ein Teil dieser Community werden will. Es geht also um FOMO - Fear of missing out.
Ein anderer Grund sind die Vorbestellungen. Cyberpunk 2077 etwa wurde ganze 8 Millionen Mal vorbestellt. Auch Starfield eroberte die Steam Charts, als es zum Vorbestellen angeboten wurde. Immer wieder wird auf die Risiken von Vorbestellungen hingewiesen. Wer ein Spiel vorbestellt, weiß im Grunde nicht genau, worauf er sich einlässt.
Quelle: Nintendo
The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom
Man wird mit bestimmten Boni - z.B. einmaligen Items oder dem Zugang zu einer Beta - angelockt und fühlt sich dabei fast schon wie ein Mitglied einer exklusiven Community. Games sind dennoch zum Launch nicht selten voller Bugs und werden den Erwartungen nicht gerecht - siehe die oben genannten Beispiele. Man sollte sich Vorbestellungen daher immer gut überlegen.
Weiters spielt mit Sicherheit auch das Vertrauen in einen Entwickler bzw. dessen Franchise eine Rolle beim Kauf. Fans der The-Witcher-3-Macher werden sich für Cyberpunk 2077 interessieren, genauso wie Starfield Skyrim-Veteranen und Sim City 2013 Fans des Sim-City-Franchises anzieht. Auch hier zeigt sich die schon erwähnte Tatsache, dass Erwartungen von bereits Bekanntem ausgehen.
Hinterher weiß man mehr
Wie man sieht, sind die Auslöser und Folgen vom Phänomen Hype sehr vielfältig. Es lässt sich somit feststellen, dass im Grunde alle dafür verantwortlich sind, wenn ein Spiel überhypet wird. Entwicklerstudios werben auf realitätsgetreue oder irreführende Weise für ihre Produkte, Medien mischen das Gehörte und Gesehene unters Volk und Konsumenten verbreiten es weiter bzw. setzen sich Erwartungen.
Mehr braucht es nicht, um einen Hypetrain ins Rollen zu bringen. Man sollte sich immer gut überlegen, ob man auf so einen Zug springt, denn welche Games ihre Hypes verdienen und welche nicht, lässt sich leider meistens erst feststellen, wenn es zu spät ist. Im Nachhinein ist man eben immer schlauer.

Solltet ihr öfter machen, vielleicht findet ihr darin sogar eure Berufung ;)
Kommen wir zum Artikel, in dem am Anfang darauf eingegangen wird, dass es drei Parteien beim Hype gibt.
Den Entwickler/Publisher, die Medien und den Konsumenten. An der Stelle war es das damit dann auch schon und es wird nicht weiter darauf eingegangen, sondern die restlichen drei Seiten bestehen dann nur noch aus "der Publisher nutzt verschiedene Trailer", "der Publisher verschönert Dinge", "der Publisher möchte das Spiel bestmöglich darstellen", ...
Schön und gut, aber damit ist dann auch nur eine der drei Seiten beleuchtet. Wichtig wäre mir hier gewesen, dass man eventuell auch mal kritisch hinterfragt, wie die eigene Seite an übertriebenem Hype verdient und diesen ganz gezielt weiter schürt. Ja, damit meine ich euch, liebe PCG Autoren! Bei einigen Autoren hier auf der Seite verdrehe ich sofort die Augen und weiß schon, dass da nur Müll bei rumkommen wird und ich ärgere mich richtig, dass ich wieder einen Schundartikel bestimmter Autoren geöffnet habe und damit sogar noch deren Klickzahlen erhöht habe.
Hier wird hemmungslos alles gehyped, was eine Chance auf genügend Clicks hat und genau an der Stelle hätte ich mir mal einen kritischeren Ansatz gewünscht, indem auch mal darauf eingegangen wird, wie man selbst daran mitverdient.
Klar, ihr wollt angeblich immer objektiv sein und wollt uns ja nur alle Infos geben und uns informieren, dabei werden aber teils aus einer winzigsten Information gleich mehrere Artikel veröffentlich (oft sogar am gleichen Tag), bei denen der Informationsgehalt null ist, also wirklich null. Da gibt es keinerlei Informationen, die ihr weitergebt, es ist einfach nur sehr viel blabla und weiter nichts. Da habe ich noch gut einen Artikel von vor zwei Wochen vielleicht im Kopf, bei dem angeblich das Releasedatum von irgendwas (Serie, Film, Spiel? Keine Ahnung) bekannt gemacht wurde und im Artikel stand dann "irgendwann nächstes Jahr". Auch so etwas halte ich für eine Unverschämtheit, bei der möglichst Clicks abgegriffen werden sollen, obwohl der Artikel überhaupt keinen Mehrwert bietet und das kann man hier inzwischen locker von 50% der News sagen, alleine wenn man sich die hunderten Artikel zu Marvel ansieht, an denen sich einige Autoren satt fressen.
- "Heftiger Absturz des MCU: Weiterer Negativrekord für The Marvels in den US-Kinocharts"
- "Rekord: Marvel-Desaster läuft noch schlechter als der größte Flop von DC"
- "Minus-Rekord: Neuer Marvel-Film legt Bruchlandung an den Kinokassen hin"
- "Marvel versagt völlig: So brutal floppt der neue Kinofilm am ersten Wochenende"
- "Brachialer Flop oder Milliarden-Erfolg? SO kurz wird der neue Marvel-Film"
- "Oje, The Marvels droht Bruchlandung an den Kinokassen - hat Marvel ausgedient?"
Übrigens alles Werke vom gleichen Autor [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] und innerhalb gut einer Woche veröffentlicht.
Muss denn sowas wirklich sein? Ich kann diesen AUtor ohnehin nicht verstehen, er wärmt zehnmal das gleiche Thema auf, ist aber ja angeblich so ein großer Fan davon. Ich erinnere mich nur an seine Artikelreihe zu "The Meg".
Ja, ihr werdet jetzt sagen "aber das ist ja gar kein Hype, hier geht es um Clickbait" und damit habt ihr vollkommen recht.
Ich möchte hier aber darauf hinweisen, dass ihr, liebe PCG, euer Geld damit macht, dass ihr vieles bis in den Himmel lobt. Wie sah das noch aus damals bei Cyberpunk? Das große wunderbare Spiel vom Heilsbringer des Gamings CDPR, da kann ja gar nichts schief gehen und man kann munter vor sich hin hypen, aber bitte nicht in jedem Artikel noch Kreuzverweise auf 20 andere nahezu gleiche Artikel zu verlinken und das Spiel kann man sicherlich auch schon vorbestellen irgendwo, also noch schnell nen Affiliate Link reingeklatscht, um auch damit vielleicht noch ein wenig mit zu verdienen.
Also jetzt liegt es an euch. Macht aus dem Artikel einen Dreiteiler, geht auch noch auf die beiden fehlenden Seiten Medien (und seid hier ausnahmsweise mal ehrlich und kritisch euch selbst gegenüber und dem Schund, den man hier oft vorgesetzt bekommt) und Konsument.
Zeigt, dass ihr nicht wirklich glauben könnte, dass es nur am bösen bösen Publisher liegt, der euch ganz gemein hinters Licht führt mit seinen tollen Trailern.
Und falls ja, wie ihnen das gefallen hat.
Und falls ja, wie ihnen das gefallen hat.
Hatte mit jedem Teil der Serie meinen Spaß und auch Phantom Pain hat mich sehr gut unterhalten.
Zum Thema Hype - es wird halt mittlerweile auch sehr viel von den Medien selbst aufgebauscht.
Und als "Endverbraucher" sollte man sowieso nicht alles glauben, was einem Spielepresse und PR Abteilungen so vorsetzen.
Mehrere Quellen bemühen, Geduld und ein wenig kritisches Denken.. dann wird man auch nicht so schnell von nem Hypetrain überrollt ..
Mein letztes richtiges Hype game war wohl cyberpunk. Es hat schon spaß gemacht, jeden Schnipsel vorab aufzusagen und zu überanalysieren. Ich empfand es auch immer noch als ein tolles Spiel, aber einiges hatte mich auch sehr enttäuscht oder geärgert.