Zelda: Breath of the Wild im Test: Riesengroß, abwechslungsreich, wunderschön - Nintendo übertrifft sich selbst!
The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Test: Die Legende lebt! Heroe Link begibt sich in sein bisher größtes Abenteuer - und wir haben ihn viele Stunden dabei begleitet. Nun klären wir die brennende Frage: Lohnt es sich, dem Ruf der Wildnis zu folgen - oder wandert Nintendo hier in eine Sackgasse? Die Antwort geben wir in unserem großen Review - inklusive Test-Video!
Jahrzehntelang galt es als unumstößliches Gesetz: The Legend of Zelda-Spiele müssen ohne Sprachausgabe auskommen - nach Meinung der Entwickler deshalb, weil dadurch die Möglichkeit für die Spieler geschwächt würde, sich die Stimmen der Figuren selbst vorzustellen und so tiefer in die Welt einzutauchen. Nun, mit Breath of the Wild, ist sie da, die Sprachausgabe - und keiner redet wirklich drüber. Warum? Weil dieser Aspekt angesichts der schieren Masse an kleinen und großen Veränderungen, welche der Titel am seit dem ersten Spiel der Reihe von 1986 etablierten Konzept vornimmt, verschwindend wenig Relevanz hat.
In diesem Artikel
- Seite 1 The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Story, Entscheidungsfreiheit, Gestaltung der Spielwelt
- Seite 2 The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Aktivitäten, Abwechslungsreichtum, Dungeon-Gestaltung
- Seite 3 The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Module, Klamotten und Crafting
- Seite 4 The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Kämpfe, Technik und Fazit
- Seite 5 Bildergalerie
Eine gewaltige, offene Welt, fast völlige Freiheit bei der Auswahl von Haupt- und Nebenaufgaben, Heilitem-Crafting und, und, und - Breath of the Wild lässt tatsächlich keinen Zelda-Stein auf dem anderen und macht sich anscheinend fast schon einen Spaß daraus, scheinbar unumstößliche Konventionen zu brechen. Das ist gewagt und wird ohne jede Frage zahlreiche alteingesessene Serien-Liebhaber unzufrieden zurücklassen. Nach gut 60 Stunden, die wir inzwischen in Hyrule verbracht haben, können wir aber jedem - egal ob Zelda-Kenner oder Neueinsteiger - nur dringend dazu raten, dem Abenteuer eine Chance zu geben. Was Nintendo hier geschaffen hat, ist nämlich nicht nur der andersartigste, sondern auch einer der besten Zelda-Teile in der ruhmreichen Seriengeschichte. Und obendrein ist es ein grandioses Open-World-Abenteuer und gleichzeitig ein toller Abgesang auf die altehrwürdige Wii U sowie ein famoser Einstieg in die schöne, neue Switch-Welt.
Zelda: Breath of the Wild im Test: Aufbruch in eine neue Welt
Quelle: PC Games
Der Paragleiter, den wir schon sehr früh erhalten, ist ein unerlässlicher Helfer auf unserer Reise durch die weite Welt von Hyrule.
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Dabei fängt alles an wie (fast) immer: Serienprotagonist Link wird in seiner aktuellen Reinkarnation zu Beginn des Spiels aus dem Schlaf gerissen - allerdings aus keinem Mittagsschläfchen, sondern einer hundert Jahre dauernden Ruhe, und dummerweise seiner gesamten Erinnerung beraubt. Was er jedoch schnell rausfindet, ist, dass mit seiner Heimatwelt einiges im Argen liegt: Riesige, mechanische Monster durchkämmen das Land, Monster machen allenthalben den Hylianern das Leben schwer und über Schloss Hyrule kreist, wie ein bedrohlicher Schatten, der Urheber all dieses Übels: Die Verheerung Ganon, die aktuelle Reinkarnation des Serienbösewichts, und darauf aus, alles in der Welt zu vernichten. Irgendwie hängt die Bedrohung mit dem zusammen, was vor Tausenden von Jahren in Hyrule passiert ist ... Was wie ein spannender Start in eine interessante Geschichte klingt, entwickelt sich allerdings leider nicht wirklich zu einer solchen:
Quelle: PC Games
Die illustre Riege an Figuren, die wir in den Zwischensequenzen treffen, ist toll gestaltet, bleibt jedoch blass. Die Handlung hätte generell deutlich mehr Tiefe vertragen.
Vielmehr hat man nach wenigen Stunden Spielzeit alles erfahren, was man über die Handlung wissen muss und überraschende Wendungen gibt es überhaupt keine. Sämtliche Story-Entwicklungen beleuchten höchstens zusätzliche Details der Prämisse, dazu bekommt man verschiedene Handlungs-Hintergründe mit Fokus auf leicht unterschiedliche Aspekte mehrmals erzählt. Die zu Beginn erwähnte Sprachausgabe beschränkt sich ausschließlich auf Hauptstory-Cutscenes, in normalen Zwischensequenzen sowie im Gespräch mit NPCs muss wie üblich gelesen werden - und Held Link selbst macht, wie sonst auch, prinzipiell den Mund nicht auf. Wer des Englischen mächtig ist, stellt übrigens unbedingt die Systemsprache seiner Konsole um und genießt die entsprechenden Sprecher, denn die deutsche Synchro ist leider unterdurchschnittlich ausgefallen und bestenfalls auf Samstag-Morgen-Cartoon-Niveau. Übrigens: Da Link in diesen Sequenzen auch regelmäßig beim Namen gerufen wird, ist es uns diesmal nicht mehr möglich, dem Helden einen eigenen Namen zu verpassen.
Quelle: PC Games
Ob zu Fuß, in der Luft, kletternd oder auf dem Rücken eines Pferdes - es macht fast schon unverschämt viel Spaß, die riesige, abwechslungsreiche Spielwelt zu erforschen.
Zelda: Breath of the Wild im Test: Tu, was dir gefällt
Quelle: PC Games
In der Mitte Hyrules thront Schloss Hyrule, bedrohlich umschlungen von den düsteren Fängen der Verheerung Ganon. Wer hier bestehen will, sollte gut vorbereitet sein!
Die spannungsarme Geschichte als vielleicht größter Kritikpunkt am Spiel hat aber einen triftigen Grund: Ähnlich, wie man das von vergleichbaren Spielen wie The Elder Scrolls V: Skyrim kennt (das in einigen Monaten ebenfalls für Nintendo Switch erscheint), hat die Handlung einfach keine allzu große Relevanz für das Abenteuer. Stattdessen gilt die Maxime: Tu, was du willst und zwar in der Reihenfolge, die dir gefällt! Die Entwickler haben im Vorfeld nicht zu viel versprochen, als sie versprachen, in Breath of the Wild Entscheidungsfreiheit in den Mittelpunkt zu stellen. Zu Beginn des Spiels ist man an eine Handvoll kurzer Quests gebunden, welche einem die primären Items - dazu später mehr - an die Hand geben. Doch danach steht es einem völlig frei, zu tun, was immer einem beliebt. Tatsächlich poppt die finale Hauptquest "Besiege die Verheerung Ganon" schon nach diesen Einstiegsmissionen im Missionslogbuch auf, und wer das möchte, kann zu Schloss Hyrule rennen und dies auch sofort tun - wird dabei aber wohl kaum Land sehen. Alternativ kann man diverse optionale Hauptquests (der Widerspruch ist uns bewusst) erledigen, die uns unter anderem in die vier primären Dungeons des Abenteuers führen, über 70 Nebenmissionen erledigen, die knapp 120 Schreine (teils gut versteckte Mini-Dungeons) absolvieren, mehrere Hundert versteckte Krogs (kleine Baumwesen mit Blättern als Gesicht) aufspüren und, und, und.
Zelda: Breath of the Wild im Test: Eine Welt, die gefällt
Angesiedelt sind all diese Aktivitäten in einer offenen Spielwelt, die größer und besser ist, als alles, was Nintendo in dieser Hinsicht jemals geschaffen hat, und sich mühelos mit den virtuellen Spielwelten vergleichbarer Action-Adventure- und Action-RPG-Platzhirsche messen kann. Was Nintendo schon beim ersten Open-World-Ausflug auf die Beine gestellt hat, ist schlicht und ergreifend erstaunlich: Trotz der wirklich gewaltigen Größe Hyrules gibt es an allen Ecken und Enden etwas zu entdecken, seien es Sammelgegenstände, bunt bevölkerte Siedlungen, gefährliche Areale voller richtig mächtiger Gegner oder zahlreiche launige Minispiele. Wenn man einfach drauflosrennt, kann man sich sicher sein, auf dem Weg zehn Dingen über den Weg gelaufen zu sein, die man nicht erwartet hat. Wie wäre es etwa mit einer völlig in Dunkelheit getauchten Insel? Einem gewaltigen Labyrinth, in dem wir uns heillos verlaufen? Oder dem ein oder anderen überlebensgroßen Zwischenboss, der sich auf einmal vor uns aufbaut? Das Gefühl, dass hinter jeder Ecke ein neues Geheimnis lauern könnte, ist ungemein befriedigend und sorgt dafür, dass einem auch bei langen Reisestrecken kaum jemals langweilig wird.
Quelle: PC Games
Die verschiedenen Tageszeiten und Wetterbedingungen können ein und dasselbe Gebiet völlig unterschiedlich wirken lassen.
Hinzu kommt der gewaltige thematische Abwechslungsreichtum des Geschehens, der uns unter anderem in das feurige Gebiet rund um den bekannten Todesberg, in die knochentrockene Gerudowüste, über ewig weite, grüne Wiesen, in verschneite Gebirgsketten, an wunderschöne Sandstrände und an zahlreiche weitere beeindruckende Orte führt. Nur die wenigsten davon muss man zwingend besuchen, selbst im Rahmen der Hauptmissionen, und alle versprühen sie einen ganz eigenen, wunderbaren Flair. Zusätzlich begeistert die Vertikalität der Welt, die dafür sorgt, dass wir teilweise gefühlt mehrere hundert Meter Höhenunterschied überwinden - was die Suche nach versteckten Gegenständen und Orten noch reizvoller macht. Zudem ist es toll, zu beobachten, wie unterschiedlich ein und dieselbe Umgebung zu verschiedenen Tageszeiten und angesichts unterschiedlicher Wetterbedingungen wirken kann. Selten zuvor standen wir so gerne im virtuellen Sturm und sahen zu, wie Blitze neben uns in den Boden stießen, noch nie in einem Nintendo-Spiel genossen wir es so sehr, am Strand zu sitzen und den virtuellen Sonnenuntergang zu bewundern. Ebenfalls gefallen uns die Routinen der Bewohner Hyrules: Nicht nur haben so gut wie alle der Figuren Namen, sie haben auch feste Tagesabläufe, sodass man zusätzlich das Gefühl bekommt, sich in einer belebten, echten Welt zu befinden. Unser einziger Kritikpunkt: Die Grenzen der Welt werden durch unsichtbare Wände markiert, was ein wenig am ansonsten brillanten Gesamtbild kratzt - hier hätten wir uns eine etwas elegantere Lösung gewünscht.
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Ich wechsel immer zwischen Zelda und Horizon hin und her ...da gibt es keine Eingewöhnung ^^
Permanent habe ich Aktionen abgebrochen, weil die B Taste (also Aktion abbrechen) da liegt, wo bei anderen Pads (z.B. beim Playstationpad die X Taste) die "Aktion bestätigen Taste" liegt.
Gerade im Kampf, wo ich mich schnell heilen wollte, war das mehr als Fatal ...
Permanent habe ich Aktionen abgebrochen, weil die B Taste (also Aktion abbrechen) da liegt, wo bei anderen Pads (z.B. beim Playstationpad die X Taste) die "Aktion bestätigen Taste" liegt.
Gerade im Kampf, wo ich mich schnell heilen wollte, war das mehr als Fatal ...
Hab Last Guardian gerade durch und fange nun auch mit Zelda an. Ansprüche und Erwartungen hab ich erstmal keine, ist schliesslich die WiiU Version.
erstmal muss ich loswerden, dass breath of the wild für mich mit abstand das beste zelda überhaupt ist, nicht ganz so wegweisend wie damals ocarina of time, aber dennoch mit kleinen, aber feinen einzigartigkeiten, die ich zuvor noch in keinem spiel erlebt habe. perfekt ist das spiel nicht, dennoch stellt es bis auf den hexer alle ansaatzweise vergleichbaren spiele in den schatten, und auch der vergleich mit geralt ist eigentlich ein stetiges pro und kontra. fangen wir mit den grundlegenden sachen an, der steuerung. link steuert sich sowohl zu fuß, in der luft, zu pferd, im kampf, im spurt stets gut, soll heißen, der spieler verliert sowohl nie den überblich, die kamera bockt nicht, die switch geht nicht in die knie und mittels lock-on und der bewährten kampfsteuerung hat man den kampf, obwohl fordernder als früher, stets zu 100% in eigener hand.
im dockingmodus kommt es zu kleinren frameratedrops, die aber nicht sonderlich störend sind, zumindest nicht für spieler, die 30fps gewohnt sind. hier soll die wiiU-version ja deutlich mehr schwierigkeiten haben. dies ist aber ein problem, mit dem zumindest auf konsole eigentlich jedes spiel mit einer so großen spielwelt zu kämpfen hat, auch das angesprochene the witcher 3. was aber beeindrucken dist, ist, dass the legend of zelda die höhere weitsicht und um vieles geringere ladezeiten hat wie sämtliche spiele mit ähnlich großer spielwelt, zudem auch alles, was man sieht für einen auch erreichbar ist.
die grafik ist natürlich nicht so aufwändig und detailreich wie in uncharted 4 gestaltet, punktet aber mit einem sehr charmanten stil, der einfach perfekt in das abenteuer passt und mit knalligen, schönen farben. die weitsicht wurde ja schon angesprochen.
ein highlight von zelda ist aber der sound. hier hat man sich wirklich mühe gegeben, die wildnis so gut wie möglich darzustellen und dies ist auch mmn sehr gut gelungen. der soundtrack ist sehr gut gemacht und begleitet teils mit bekannten melodien, teils mit beruhigenden klavierklängen, im kampf auch mit flotteren geschichten. er hebt sich zudem einfach sehr angenehm vom üblichen pompös-soundtrack alla hollywood aus anderen großen produktionen ab. positiv zu erwähnen ist, dass sich auch im kampf und im laufen je nach untergrund und waffe sich deutliche, aber auch feine unterschiede raushören lassen.
der kampf im allgemeinen ist wieder ein highlight in breath of the wild. bekommt man in naderen spielen vorgeschrieben, wie man einen gegner zu bezwingen hat, hat man bei breath of the wild komplette narrenfreiheit. haut ihr z.b. einen naheliegenden baum um. könnt ihr den auf unter euch befindende gegner runterrollen lassen, könnt sie mit pfeilen aller art, frontal, im hinterhalt (auch im schlaf), zu ross, mittels überraschungsangriff von der luft, etc. angreifen. gut getimte abwehren und ausweichmanöver ermöglichen eine serienattacke. wichtig bei gegnern ist allerdings, dass sie sehr unterscheidlich auf waffentypen reagieren. v.a. elementarwesen und elektronische wesen folgen hier richtlinien. weiters positiv ist, dass man in jedem spielfortschritt mit geschick sogar die größten brocken besiegen kann. waffen gehen allesamt zu bruch, was ich als den größten kritikpunkt anbringen will. dennoch halb so schlimm, da eigentlich jeder gegner prompt eine neue waffe fallen lässt. ich hätte mir dennoch einen reparaturservice mitsamt stärkungsoption gewünscht. ich bin mir aber keinesfalls sicher, ob dies nicht noch später im spiel, bzw. in anderen, von mir noch nicht besuchten regionen stattfinden wird.
die spielwelt ist schlicht mit gigntisch zu bezeichnen und ich muss wieder die enorme weitsicht hervorheben, in der man von einem hohen berggipfel eigentlich über ganz hyrule hinwegsehen kann. ein absolutes manko bei spielen wie skyrim, die ladezeiten sind auch beim kompletten neuladen dieser enormen welt verschwindend klein, sprich zwischen 4 und 8 sekunden, wo ich bei anderen spielen gerade beim ableben halb verzweifle, da es im vergleich halt bis zum 10fachen dauert, bis ich wieder einsteigen darf.
ein weiteres highlight sind die npc's, aber vor allem die tiere. beeindruckt es mich schon, dass 90% der charaktere ihr eigenleben führen und ähnlich wie in majora's mask ihren fixen tagesablauf haben (manche reisen sogar in der ganzen region herum), haut mich diese lebendige, autentische tierwelt vom hocker. wölfe sind nicht wie in anderen spielen blutdrünstige bestien, die automatisch auf einen losgehen, sondern attackieren meist erst, wenn man sich ihnen bis auf wenige meter nähert, nachdem sie einen mit geheul warnten. ungewohnt attackierfreudig, aber einfach realitätsnäher als von mir bisher gespielt verhalten sich auch wildschweine, hirsche, rehe etc... das heißt nicht, dass sie sich gleich verhalten, wie die wölfe, dennoch sollte man sich ihnen nicht komplett arglos nähern. absolut scheu sind füchse und hasen, eben wie im realen wildleben. die fische sind mir diesmal ein wenig zu leicht zu fangen, das kommt dem spiel aber mehr zugute, als es ihm schadet, immerhin muss man auch fische für gewisse zutaten und das crafting haben. absoluter hammer sind aber ide pferde. epona gibt es nicht wie gewohnt in einer farm abzuholen, nein, link muss sich diesman seinen reitbaren untersatz selbst besorgen. hier gilt: anschleichen und im sattel bleiben, dann das pferd in einem reitstall registrieren, beschlagen und satteln lassen, ihm einen namen zu geben, etc. klingt nicht spannend? wäre es auch nicht, hätten die pferde diesmal nicht ihre persönlichen eigenschaften. die stärksten pferde sind eben oft auch die widerborstigsten, ändern halt einfach mal die reitroute, weigern sich weiterzugehen und man muss oft mit streicheleinheiten und striktem zügeln den gaul zum weitermarschieren bewegen. hier gibt es zuneigungswerte, die man optional aufwerten kann, wodurch das pferd dann auch besser folgt. hat man keine lust drauf? dann gibt es noch die langsameren, gemütlicheren pferde, die aber dafür bereitwilliger sind, das zu tun, was der reiter will. neu ist auch, dass man angehalten ist, von den pferden nichts übernatürliches zu verlangen. einen sprung aus 30 meter überlebt es nicht. ach ja, die pferde rennen nun auch nicht mehr gegen bäume, wände etc. springen automatisch über zäune oder weigern sich, das mit ihnen machen zu lassen. kurz: das reiten war nie so autentisch in einem vergleichbaren spiel, die konkurrenz befindet sich hier ja eigentlich immer noch bei dem, was ocarina of time damals vorgegeben hat.
die größe der spielwelt ist gerade am anfang schlicht enorm, so enorm, dass man sich fasst erschlagen fühlt. allerdings wird einem gleich zu beginn nahe gelegt, die aussichtstürme zu nutzen, da diese auch dazu dienen, einem eine detaillierte karte zu den unterschiedlichen, mit phänomenaler vielfalt gestalteten regionen hyrules zu spendieren. hauptziele werden einem auf der karte angezeigt, allerdings nicht immer wie bei rpg's, sodass man nicht mal suchen muss, sondern oftmals nur wage beschrieben, bzw. muss man gerade bei einer hauptquest des spiels einfach suchen. obwohl ich selbst diese bilderrätsel sehr gerne habe, könnte sich die breite masse doch etwas daran stören, da man heute einfach gewohnt ist, alles auf dem serviertablet präsentiert zu bekommen. allerdings muss ich sagen, dass auch dieses hauptquest absolut optional ist, wie eigentlich alles im spiel, außer dem besiegen von ganon.
die dungeons, bzw. schreine und titanen im spiel sind für mich ein weiteres highlight und war meine größte sorge im vorfeld. es gibt über 100 schreine im land, allesamt an eine prüfung gebunden, die mal ein serientypisches rätsel, oder eine herausforderung im kampf bieten. als belohnung gibt es sowohl ein bewährungszeichen (die mit dem unterschied, dass man nun auch die ausdauer aufwerten kann die funktion der herzteile übernehmen) als auch immer optionale schatzkisten, die aber zum teil wirklich gute items bereithalten. zudem funktionieren sie als teleportationsorte. die vier haut"dungeons" sind aber die vier titanen, um die es auch in der geschichte geht. diese fühlen sich wieder wie klassische dungeons in der serie an, nur, dass sie halt auch mit dem basismodul, dem shieka-stein lösbar sind. die zwei, die ich bis jetzt gespielt habe, sind mit einigen der besten kopfnüssen der serie versehen. ich weiß noch nicht, ob das schloss auch wie ein klassischer dungeon aufgebaut sein wird, würde es mir aber wünschen. der gelesene mangel an dungeons gibt es aber wegen den schreinen eben absolut nicht.
es gibt auch jede menge sidequests, die aer nicht so tiefgründig wie erhofft sind. oft sind es gewisse bring, gehe zu etc. aufgaben, werden aber meist mit guten items, aber auch tips zu gewissen fundorten belohnt. für zukünftige teile wünsche ich mir aber hier etwas mehr tiefgang.
die story ist, wie in sämtlichen anderen teilen der serie recht schlicht, den tiefgang in der geschichte findet man auch hier beim erkunden der welt. diesmal soagar mit animierten, vollsynchronisieren cut-szenes, einem superb eingefügten, längst fälligen novum der serie. man erfährt einfach viel mehr über die charaktere, deren beweggründe, die welt, deren zerfall etc., als wenn man einfach nur die hauptdungeons und das nötigste der schreine erforscht. ist das schlecht? für mich ist es sogar wirklich brilliant, da man wirklich für das erforschen der welt ausgiebig belohnt wird.
in allem ist breath of the wild ein atemberaubender neuanfang der serie. nicht ganz ohne makel, dennoch als absolut hervorragendes spiel zu bezeichnen, das viele kleinigkeiten erfirschend anders als andere titel dieser region macht, die serie in ein neues, offneres konzept erfolgreich eingeführt hat und schlicht enorm viel spaß macht.