Silent Hill f Test: Technik, Fazit & Meinung
Wie sich der zweite Playthrough anfühlt und das Spiel in der Wertung abschneidet, verraten wir euch hier.
Die Informationsfetzen, die wir bekommen, sind aber so interessant, dass sie durchgehend dafür gesorgt haben, dass wir mehr davon haben wollten. Bis zum ersten Ende hin haben wir gerätselt, Informationen verbunden und Dialoge analysiert, aber selbst nach dem Ende saßen wir mit einem fetten, großen Fragezeichen vor dem Bildschirm.
Quelle: PC Games
Manche Gegner sind besonders absurd.
Es wird zwar schon einiges über die Welt, Hinakos Wahrnehmung, Psyche und Leben klar, aber es gab immer noch so große Lücken in der Story, die wir uns im Kopf ausgemalt haben, dass wir direkt den zweiten Durchgang gestartet haben.
Und, oh Junge, zum Glück haben wir den gespielt! Von Anfang an finden wir nämlich mehr Notizen verschiedener Charaktere, die uns alle Punkte erst so richtig verbinden lassen. Die gefühlten Millionen Theorien, die wir während des ersten Durchgangs hatten, werden hier bestätigt, verneint, oder wir verbinden plötzlich Geschehnisse miteinander, die wir vorher für nicht sehr wichtig erachtet haben.
Diese Schnitzeljagd nach Informationen treibt uns durchgehend an und es war schwer für uns, den Controller wegzulegen. Die gesamte Geschichte ist aber auch so konzipiert, dass wir das Spiel mindestens zweimal beenden müssen, um einen klareren Blick hinter die Kulissen zu bekommen. Das erinnert sehr an die Nier-Spiele oder auch Untertale. Das ging sogar so weit, dass es uns schwerfiel, einzuschlafen, weil unser Kopf damit beschäftigt war, mehr Theorien um Hinako und ihr Umfeld zu spinnen.
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Unreal Engine 5 und... Es läuft!?
Auf technischer Seite ist uns bei dem Spiel nicht viel aufgefallen. Manchmal gab es minimale Einbrüche der FPS, wenn eine Szene komplett geladen werden musste. Die stabilisierten sich aber nach nicht einmal zwei Sekunden wieder. Genauso gab es einen Grafikbug, der an drei Stellen des Spiels auftaucht, der aber auch nur für den Bruchteil einer Sekunde das Bild verzieht.
Außerdem werden Zwischensequenzen in 30 FPS und in 16:9 abgespielt, was dazu führt, dass wir beim Übergang von Cutscene zu Gameplay immer ein minimales, kurzes Zucken vernehmen können. Aber auch das hat den Spielfluss nicht wirklich gestört, vor allem weil während des Gameplays dann gar keine Probleme dieser Art mehr auftauchen.
Quelle: PC Games
Nur eines von vielen Protokollen, die uns die Handlung in Kontext setzen lassen.
Ansonsten konnten wir das Spiel in butterweichen 60 FPS auf unserer RTX 4080 spielen. Auf der PS5, nicht Pro, lief das Spiel ebenso flüssig. In Anbetracht dessen, dass das Spiel auf der Unreal Engine 5 läuft, hat NeoBards da ein kleines Wunder abgeliefert. Alle anderen Spiele, die auf der Engine basieren, schreiben jedes Mal Schlagzeilen mit schlechter Performance.
Es ist schön zu sehen, dass die Engine auch für eine Top-Atmosphäre benutzt werden kann, wenn die Entwickler genug Energie in einen Titel stecken.
Es ist schwer zu beschreiben, wieso Silent Hill f so fantastisch ist, ohne zu viel zu spoilern. Die hauptsächliche Motivation, das Spiel weiterzuspielen, sind nämlich die Handlung und die Theorien, die wir während der Spielzeit spinnen. Wir merkten, vor allem mit mehr Informationen, dass nichts in diesem Spiel zufällig platziert ist, gesagt oder gezeigt wird.
Alles hat einen tieferen Sinn auf mindestens einer Ebene und es ist wunderbar, diese komplett durchgeplante Story von Anfang bis Ende erleben zudürfen. Dazu bereiten die Action-Passagen ebenso viel Spaß wie das Herumrätseln um die Geschehnisse.
Meinung
Das sieht vielleicht nicht jeder so, besonders Fans der Reihe beschwerten sich schon im Vorfeld über das Kampfsystem und Setting. Wir finden aber, dass gerade diese Aspekte unglaublich gut gelungen sind und sind froh darüber, dass Konami mutig genug war, diese neue Richtung einzuschlagen. Transparenzhinweis: Das Spiel wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Das man hier quasi schon vorab sagt, dass man das Spiel 2 mal spielen soll, wenn man die ganze Geschichte wirklich verstehen will, hätte bei mir schon mal einen Punkt in der Wertung abgezogen. Das mag nun auch ein Stück weit am Ungeschick des Testers liegen, wenn man nicht alle Hinweise vorab findet, aber gerade da sie für die Erzählung ja so relevant zu seinen scheinen, darf der Entwickler diese eigentlich nicht so platzieren, dass man diese erst im 2. Durchlauf findet.
Der zweite Durchlauf ist eher mit Aktionen zu rechtfertigen, in denen man sich im Spiel an bestimmten Stellen für Option 1 oder 2 entscheidet und beim nächsten Durchlauf dann erleben möchte, wie es denn gelaufen wäre, wäre man an dieser Stelle anders vorgegangen. Das scheint das Spiel hingegen gar nicht zu bieten, was mich erneut an der 10/10 zweifeln lässt.
Auch der Preis ist mit fast 80 Euro eindeutig zu hoch. Und ja, das ist bei Konami wohl der Standardpreis. Hat man bei Metal Gear ja auch schon gemacht. Trotzdem finde ich, dass das im Endeffekt kein gutes Licht auf das Gesamtwerk legt. Das kann man von einem GTA6 verlangen, weil das inhaltlich deutlich mehr Umfang als 15 Std Spielzeit hat, aber auch hier würde ich die 9/10 für ein Tick angebrachter halten. Ich halte es auch für notwendig, dass sich jeder mit dieser Website vertraut macht, denn dort gibt es viele interessante Angebote, die Ihnen gefallen werden.