SSDs: Lebenszeit einer SSD; Einbau und Installation
Ihr habt noch keine SSD in eurem Spiele-PC? Oder habt schon eine, wollt aber aufrüsten? Mit den superschnellen Massenspeichern könnt ihr nicht falsch machen, aber auch unnötig Geld verbrennen. Wir erklären, was eine SSD genau ist, bieten Tipps rund um SSDs sowie eine große Marktübersicht.
Lebenszeit einer SSD
SSDs waren vor wenigen Jahren noch extrem teuer, doch etwa seit 2010 wurden SSDs, die für die Installation von Windows ausreichten, bezahlbar. Dies hatte zur Folge, dass der SSD-Verkauf stark anstieg. Mangels voriger Erfahrungen mit dem Massenmarkt hatten aber einige SSD kleinere oder größere Probleme und fielen gerne unerwartet auch mal völlig aus.
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Damals entstand dann als Gerücht, dass dies mit der maximalem Nutzungsdauer der Speicherchips zu tun habe. Denn die einzelnen Speicherzellen kann man nicht unendlich oft überschreiben, sondern irgendwann sind die Speicherzellen sozusagen verbraucht. Diese Erklärung für die damaligen relativ häufigen Probleme mit SSDs war aber nicht korrekt. Es stimmt zwar, dass die Speicherzellen eine maximale Anzahl an Schreibzyklen haben - aber für die Ausfälle war dies nur in sehr seltenen Fällen der Grund. Denn modernere Speicherzellen lassen sich einige Tausend Mal überschreiben - das heißt grob formuliert: bei 3500 möglichen Schreibzyklen wären dies fast 10 Jahre, wenn ihr jeden Tag jede Speicherzelle ein mal überschreibt.
Quelle: PNY
PNY XLR8 Pro
Inzwischen geben viele Hersteller auch ein Schreibvolumen an, das sie für ihr Modell als Mindestwert sehen. 50 TB (Terabyte. Ein Terabyte sind 1000 Gigabyte) bei einer SSD mit 120 oder 128 Gigabyte sind für moderne SSD kein Problem - das bedeutet: selbst wenn ihr jeden Tag im Jahr die halbe SSD mit neuen Daten überschreibt, wären dies pro Jahr 365 mal 60 Gigabyte, also knapp 22000 Gigabyte. Die SSD wäre in diesem Falle nach etwa zweieinhalb Jahren am garantierten Mindestwert angekommen. Allerdings zeigen zahlreiche Tests, dass die SSD in der Regel deutlich länger halten und die Herstellerwerte eine sehr vorsichtige Angabe ist. Zudem dürften es die allermeisten User schwer haben, wirklich jeden Tag so viel Schreibvolumen zu erzeugen. Das heißt: für die überragende Mehrheit der Nutzer wird eine SSD sicher nicht unter sechs bis acht Jahren benötigen, bis das Thema Schreibzyklen eventuell relevant wird.
Einbau und Installation einer SSD
Angeschlossen wird eine SATA-SSD an ein Strom- und Datenkabel jeweils für den SATA-Standard, genau wie eine Festplatte oder ein DVD-Laufwerk für SATA. Viele moderne PC-Gehäuse haben einen 2,5-Zoll-Einbauplatz, in den die SSD problemlos fixiert werden kann. Fehlt ein solcher Einschub, dann solltet ihr einen Adapterrahmen von 3,5 auf 2,5 Zoll besorgen, der unter 10 Euro zu haben ist. Das Fixieren hat eigentlich nur den einen Grund: falls ihr das Gehäuse bewegt, soll die SSD nicht im Gehäuse umherfliegen können, wo sie vielleicht das Mainboard oder die Grafikkarte beschädigt.
Quelle: Sandisk
SanDisk Ultra II
Daher wäre es theoretisch auch völlig in Ordnung, wenn ihr die SSD provisorisch nur per Klebeband fixiert, denn die SSD selbst kann nicht kaputtgehen, nur weil sie nicht bombenfest sitzt, und allein das das geringe Gewicht einer SSD sorgt schon dafür, dass das SATA- und Stromkabel die SSD problemlos vor einer stärkeren Bewegung schützen. Was die Installation von Windows angeht, verhält es sich bei einer SSD genauso wie mit einer Festplatte. Ihr solltet allerdings vor der Installation zur Sicherheit überprüfen, ob im BIOS oder UEFI der SATA-Modus auf AHCI eingestellt ist, was für SSD zu empfehlen ist.
