SSD-Kaufberatung: Preisentwicklung, Wissenstipps zur Technik und konkrete Kauf-Links
SSDs werden wegen der Speicherkrise immer teurer - noch ist Zeit, zuzuschlagen. Wir geben euch Wissenstipps zur Technik und einige konkrete Kauflinks.
In unserem Special wollen wir euch eine aktuelle Kaufberatung zu SSDs geben. Diese schnellen Festspeicherlaufwerke sind allerdings leider in den letzten Monaten deutlich teurer geworden. Durch eine extrem hohe Nachfrage nach Speicherchips ist seit dem letzten Oktober Arbeitsspeicher um das Drei- bis Fünffache teurer geworden. Die SSD-Preise stiegen erst später an, sind aber mittlerweile bei etwa dem Doppelten im Vergleich zum Spätsommer 2025 angekommen und dürften noch weiter steigen.
Um dies zu verdeutlichen: SSDs mit 1TB (TB = Terabyte) kosten ab etwa 120 Euro - das ist deutlich mehr als das Doppelte im Vergleich zum letzten September. Bei 2TB-SSD ist es ziemlich genau eine Verdopplung mit Einstiegspreisen von 190 bis 200 Euro statt 90 bis 100 Euro. Bei 4TB-SSDs zahlt ihr aktuell mit Glück ab etwa 300 Euro statt 210 Euro im Spätsommer. Pro TB gemessen war der Preisanstieg bei den 1TB-Modellen also am höchsten, dann folgen die 2TB-SSDs. In unserer heutigen Kaufberatung bieten wir euch Links zu 14 SSDs mit 2TB und 4TB Speicherplatz, die es bei unseren Partnern derzeit für einen relativ guten Kurs ab Lager zu kaufen gibt. Für eine optimale Kaufentscheidung erklären wir euch aber einige technische Dinge, durch die ihr abschätzen könnt, auf welche Daten ihr achten solltet: Bauweise, Schnittstellen, Kühler, Lebensdauer und die Relevanz der Datenrate, die eine SSD liefern kann. Starten wollen wir mit der Bauweise und den zwei für normale Endkunden wichtigen Schnittstellen.
Baugrößen und mehr: SATA, M.2 und PCIe-Anbindungen
Bei SSDs gibt es zwei generelle Bauweisen, die für einen normalen Gaming-PC infrage kommen: SSDs in einem 2,5-Zoll-Gehäuse mit SATA-Schnittstelle sowie M.2-SSDs. Die 2,5-Zoll-SSDs haben Anschlüsse für ein SATA-Stromkabel und ein SATA-Datenkabel. Mit Letzterem erfolgt die Verbindung zum Mainboard. Da der SATA-Standard auf maximal 600 MB/s (Megabyte pro Sekunde) beschränkt ist, liegen 2,5-Zoll-SATA-SSDs bei ihren maximalen Datenraten für das Lesen und Schreiben von Daten meist bei 540 bis 590 MB/s. M.2-SSDs sind potenziell deutlich schneller und zudem platzsparender, da es sich um kleine Steckmodule handelt, die zudem keine Kabel benötigen.
Quelle: Samsung
Mehrere Samsung SSDs im M.2 Format sowie rechts oben ein 2,5-Zoll-SATA-Modell
Eine M.2-SSD kommt in einen passenden M.2-Slot des Mainboards. Moderne Mainboards haben oft auch zwei oder mehr solcher Slots. Die SSD sitzt nach dem Einbau quasi flach auf dem Mainboard und nicht, wie RAM-Riegel, nach obenragend. Das typische Längenformat für eine M.2-SSD beträgt 80mm. Da die Breite bei allen M2-SSDs bei 22mm liegt, kombiniert man beide Werte und verwendet die Bezeichnung 2280. Andere Formate sind 2230, 2242, 2260 und 22110, wobei die Zahlen hinter der 22 immer die Länge in Millimetern angeben. Mehr als 90 Prozent der M.2-SSDs haben allerdings das 2280-Format - schaut trotzdem vor dem endgültigen Kauf vorsichtshalber genau nach, welche Länge die SSD hat, die ihr kaufen wollt, und ob diese Länge zu einem M.2-Slot eures Mainboards passt.
Aktuelle SSDs sind schon seit vielen Jahren mit einer PCIe-Schnittstelle versehen. Es gibt noch einige wenige M.2-SSDs mit SATA-Schnittstelle für sehr alte Mainboards, da in den Anfangszeiten auch noch SATA für M.2 verwendet wurde - achtet beim Kauf darauf, dass ihr nicht versehentlich eine SATA-SSD erwischt. Der PCIe-Standard der SSD oder auch des M.2-Slots kann 3.0, 4.0 oder 5.0 lauten. Bei PCIe 3.0 sind maximal 3.500 MB/s möglich, bei PCIe 4.0 sind es bis zu 7.500 MB/s und bei 5.0 im Höchstfall 15.000 MB/s. Ihr könnt eine SSD problemlos in einem Slot eines anderen Standards verwenden, aber es gilt: Der Maximalspeed hängt vom kleinsten Standard ab, den entweder die SSD oder der Slot bietet. Eine M.2-SSD mit 4.0-Standard läuft also auch in einem 5.0-Slot mit maximal 7.500 MB/s. In einem 3.0-Slot würde sie wiederum maximal 3.500 MB/s liefern.
