Die Geschichte der Rollenspiele: Die 1980er-Jahre

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Mehr als 25 Jahre hat das Genre der Computer-Rollenspiele schon auf dem Buckel. Wir beleuchten seine Meilensteine anhand wichtiger Spiele.

Rogue, 1980 Quelle: PC Games Rogue, 1980 Den nächsten Meilenstein in der Entwicklung von Rollenspielen bildete Rogue im Jahre 1980. Rogue stellte alle Spielelemente grafisch dar, wenn auch nur mit ASCII-Zeichen (Zahlen, Buchstaben, Sonderzeichen). Ein Zombie wurde zum Beispiel durch den Buchstaben "Z" symbolisiert. Außerdem verfügt Rogue über eine zufallsgenerierte Spielwelt, sowohl in Hinblick auf die Dungeons als auch die Positionen von Gegenständen und Schatztruhen. Rogue wurde von Michael Toy, Glenn Wichman und Ken Arnold an der Universität von Berkeley, Kalifornien entwickelt. Später wurde das Spiel sogar für Atari ST, Amiga und Commodore 64 umgesetzt.

Ebenfalls aus dem Jahr 1980: Ultima, mit dem sich Richard "Lord British Garriott einen Namen machte. Kurz zuvor veröffentlichte er ein Rollenspiel mit dem Titel Akalabeth, das ebenfalls sehr populär war und ihn zur Entwicklung von Ultima veranlasste. Garriot begann mit der Programmierung, als er an der Universität von Texas studierte. Unterstützung erhielt er von seinem Freund Ken Arnold, der schon an der Entwicklung von Rogue beteiligt war. Als erster Genre-Vertreter setzt Ultima auf eine "kachelartige" Optik. Die komplette Serie (Ultima besteht aus insgesamt neun Teilen, nebst zwei Online-Ablegern) hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Rollenspiele, denn fast jeder Teil enthielt wegweisende Innovationen, wie zum Beispiel das Tugenden-System in Ultima 4 oder die Thematisierung sozialer Phänomene in der Hintergrundgeschichte von Ultima 5.

Wizardry, 1981 Quelle: PC Games Wizardry, 1981 1981 legte Wizardry von Andrew Greenberg und Robert Woodhead einen grafischen Meilenstein: Es stellte alle Dungeons in einer vollständig dreidimensionalen Umgebung dar. Im Zuge dessen erfolgte ein Perspektivwechsel: Nicht mehr aus der Vogelperspektive, sondern aus der Ego-Ansicht durchstreiften Spieler die Spielwelt, öffnete geheimnisvolle Truhen und verbesserten ihren Charakter. In den folgenden Jahren übernahmen viele Rollenspiele diese Neuerung, darunter auch das legendäre The Bard's Tale von Interplay. Das Kampfsystem lehnte sich zu dieser Zeit an Pen-&-Paper-Rollenspiele an. Nicht in Echtzeit, sondern in rundenbasierten Scharmützeln legte man sich mit den fiesen Monstern an.

Erst mit Dungeon Master (1987) hielten Echtzeitkämpfe Einzug ins Computer-Rollenspiel. Die Monsterpositionen waren nicht zufällig generiert, sondern vom Spiel vorher festgelegt. Allerdings konnten sich die Ungeheuer bewegen... und in Echtzeit angreifen! Nicht mehr durch Textbefehle, sondern durch einfaches Klicken mit der Maus wurden die Gegner ins Jenseits befördert. So funktionierte auch das flexible Magiesystem, in dem Mausklicks Runen-Kombinationen auswählten und Zaubersprüche entfesselten. Eine weitere Neuerung: Um Fertigkeiten aufzubessern, vergaben Sie in Dungeon Master keine Erfahrungspunkt - je öfter man eine Fähigkeit nutzt, desto stärker wurden sie. Als das Spiel 1987 für den Atari ST erschien, brach es alle Verkaufsrekorde, die je für die Konsole aufgestellt wurden. Kein Wunder, dass Dungeon Master in den Folgejahren auf unzählige andere Plattformen, darunter Amiga, PC und Super Nintendo, portiert wurde.

Meilensteine der 80er-Jahre im Überblick

- grafische Darstellung aller Spielelemente durch ASCII-Zeichen
- Zufallsgenerierte Spielwelten
- kachelartige Optik
- rundenbasierte Kampfsysteme
- Ego-Perspektive als neue Spielansicht
- Ende der 80er: Echtzeitkämpfe
- Automatischer Ausbau genutzter Fähigkeiten

Bildergalerie: Das Genre der Rollenspiele im Wandel der Zeit

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Die Geschichte der Rollenspiele: Die 1970er-Jahre
  2. Seite 2 Die Geschichte der Rollenspiele: Die 1980er-Jahre
  3. Seite 3 Die Geschichte der Rollenspiele: 1990 bis 1995
  4. Seite 4 Die Geschichte der Rollenspiele: 1996 bis 2000
  5. Seite 5 Die Geschichte der Rollenspiele: Das 21. Jahrhundert
    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MrBigX Spiele-Enthusiast/in
        AW:

        Zitat von Enisra
        Ich mein Viele RTS haben ja jetzt einen Helden, der an Erfahrung gewinnt und den man mit Ausrüstung bedenken kann und wenn WC3 das erste war, dann muss WC3 eben auch in die Liste
        Viele? Ich kenn ... 3? WC3, Spellforce und Spellforce 2. Was gibts da sonst noch?
      • Von MrBigX Spiele-Enthusiast/in
        AW:

        Zitat von Enisra
        Ich mein Viele RTS haben ja jetzt einen Helden, der an Erfahrung gewinnt und den man mit Ausrüstung bedenken kann und wenn WC3 das erste war, dann muss WC3 eben auch in die Liste
        Viele? Ich kenn ... 3? WC3, Spellforce und Spellforce 2. Was gibts da sonst noch?
      • Von nikiburstr8x Mitglied
        Zitat von Ketchup33
        Hmmm, darüber denke ich anders. Im Vergleich zu BG/BG2 spielte sich PS:T durch die imensen Textmengen wesentlich lahmer. Meine Meinung!
        Natürlich sind die Textmengen enorm, wenn du aber die Kämpfe gesondert betrachtest, liefen die recht flott ab. So war das gemeint. :)

        Zitat von Ketchup33
        IWD/IWD2 waren da schon wesentlich mehr Richtung Action-Rollenspiel ausgelegt.

        Das "Hack 'n Slay" der Infinity-Engine-Games. 
      • Von Ketchup33 Hobby-Spieler/in
        Zitat von nikiburstr8x
        Zitat von "Ketchup33, post: 8467233, member: 837225"
        Zitat:" ............. 1999/2000, erschien mit Planescape: Torment ebenfalls
        ein Action-Rollenspiel .................
        Vergleich zu anderen Genre-Vertretern setzt Planescape: Torment mehr
        auf Handlung und Dialoge als auf Kämpfe
        . ....."


        LOL! Ich denke, wir sollten erstmal über grundsätzliche Definitionen reden, bevor wir die Meilensteine der Rollenspiele ausgraben.
        Also ne richtige Taktik um die Gegner zu plätten hat's imho nicht gebraucht. Das war schon ziemlich actionorientiert. Im Vergleich zur Baldur's Gate-Reihe spielte sich PS:T flotter, wie ich denke. :]

        Hmmm, darüber denke ich anders. Im Vergleich zu BG/BG2 spielte sich PS:T durch die imensen Textmengen wesentlich lahmer. Meine Meinung! IWD/IWD2 waren da schon wesentlich mehr Richtung Action-Rollenspiel ausgelegt.
      • Von nikiburstr8x Mitglied
        Zitat von Ketchup33
        Zitat:" ............. 1999/2000, erschien mit Planescape: Torment ebenfalls
        ein Action-Rollenspiel .................
        Vergleich zu anderen Genre-Vertretern setzt Planescape: Torment mehr
        auf Handlung und Dialoge als auf Kämpfe
        . ....."


        LOL! Ich denke, wir sollten erstmal über grundsätzliche Definitionen reden, bevor wir die Meilensteine der Rollenspiele ausgraben.
        Also ne richtige Taktik um die Gegner zu plätten hat's imho nicht gebraucht. Das war schon ziemlich actionorientiert. Im Vergleich zur Baldur's Gate-Reihe spielte sich PS:T flotter, wie ich denke. :]
      • Von Enisra Mitglied
        AW:

        Zitat von Goldbaersche
        Zitat von "DrHasenbein, post: 8467278, member: 834582"
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        hm ja
        die Übliche WoW-Paranoidität
        und naja
        WC3 ist zwar ein Strategiespiel, aber das hat wirklich seine Berechtigung deswegen, weil es eben nicht nur ein RTS sondern viel mehr schon ein Anfang eines Crossovers
        Und wenn nicht WC3 dann hätte auf jedenfall dann Spellforce rein gemusst

        Ich mein Viele RTS haben ja jetzt einen Helden, der an Erfahrung gewinnt und den man mit Ausrüstung bedenken kann und wenn WC3 das erste war, dann muss WC3 eben auch in die Liste
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