Resident Evil - Code: Veronica Retro: Figuren, an die man sich erinnert

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Special Christopher Barnes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Resident Evil - Code: Veronica Retro: Figuren, an die man sich erinnert
Quelle: Capcom, Montage: PC Games

Steve, die Ashfords und Wesker: tragisch, trashig und teilweise nervig, dank genialem Overacting aber auch mehr als nur die üblichen One-liner-Maschinen.

Eine Synchro, die im Kopf bleibt

Wo man die Kritik dagegen sehr gut verstehen kann, erst recht aus heutiger Sicht, ist beim wohl nervigsten Nebencharakter der gesamten Spielereihe. Dabei ist Steve "Halt die Fresse" Burnside im Grunde eine tragische Figur. Nachdem sein Vater Umbrella auf die Füße getreten war, wurde dessen Frau ermordet und der erst 17-jährige, heftig pubertierende Steve ins Rockfort-Gefängnis gesteckt.

Das löste starke Vertrauensprobleme in ihm aus, weswegen er anfangs ausschließlich Interesse an sich und seinen Waffen hat. Weil Claire neben seiner Mutter aber anscheinend die erste Frau in seinem Leben ist - immerhin gibt es auf der gesamten Insel nur männliche Zombies -, verliebt er sich natürlich bald in die toughe Bikerin.

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Was damals einer der ersten Resi-Charaktere mit einem Hauch von Backstory war, wurde leider von seiner aufdringlichen Art und dem übertriebenen Voice Acting überschattet. Und auch seine letzten Worte galten 2000 vielleicht noch als rührend. Mittlerweile sind sie aber eher trashig komisch.

Nicht einfach nur der nächste Tyrant

Mehrere Monster aus Resident Evil auf weißem Grund Quelle: Capcom Die ersten Auftritte des Bandersnatch erzeugen richtig schön Panik. Dass er sich mit einem Messerschwung nach unten recht einfach besiegen lässt, hätten wir daher gerne früher gewusst.

Man kann allerdings nicht über CODE: Veronicas Overacting sprechen, ohne die wahren Stars des Spiels zu erwähnen: die Bösewichte. Natürlich musste man wieder gegen bekannte Monstrositäten wie den guten alten Tyrant kämpfen, der einem sogar ein ganz klein wenig Hirnschmalz abverlangt hat.

Oder gegen neue wie den Bandersnatch mit seinem ausfahrbaren Arm. Viel interessanter waren aber die menschlichen Gegenspieler. Wobei "menschlich" hier in dicken Anführungszeichen steht. Da sind zum einen die unangenehm inzestuös anmutenden Zwillinge Alfred und Alexia Ashford. Und da müssen wir jetzt ein bisschen ausholen - daher folgt die Resident-Evil-Lore in Ultrakurzform.

Schritt 1: Virus herstellen. Schritt 3: Profit

In den 60er Jahren entdeckten maßgeblich drei Männer den sogenannten Progenitor-Virus: Ozwell E. Spencer, James Marcus und Edward Ashford. Obwohl letzterer wirklich an Wissenschaft statt Macht interessiert war, gründeten die drei den Pharmakonzern Umbrella Corporation, um insgeheim den Virus zu erforschen. Mit dem haben sie dann später den T-Virus hergestellt, um B.O.W.s produzieren und an die Regierung verkaufen zu können. Wie das ausging, dürfte bekannt sein.

Umbrella ist die Deckfirma, durch die die profitorientierten Schurken der Spielereihe ihre Biowaffenforschung verstecken. Quelle: PC Games Umbrella ist die Deckfirma, durch die die profitorientierten Schurken der Spielereihe ihre Biowaffenforschung verstecken.

Obwohl in Wahrheit also diese drei Namen hinter dem ganzen Schlamassel steckten, hatten die in den bisherigen Resi-Teilen nur kleinere Nebenrollen. Spencer ist etwa der Namensgeber für das ikonische Anwesen in Teil 1 - Marcus wird in Teil 2 sogar nur in einem Dokument erwähnt. Resident Evil Zero, in dem Marcus der Antagonist ist, erschien nämlich erst 2002, und Spencer bekamen wir sogar erst 2009 in Teil 5 zum ersten Mal zu sehen. CODE: Veronica war also der erste Serienableger, der mit den Ashfords einen dieser drei Namen zum zentralen Handlungselement gemacht hat.

Von Nazis, Klonen und Übermenschen

Doch zurück zur eigentlichen Story: Nach Edward kam sein Sohn Alexander und der klonte wiederum seine berühmte Urahnin Veronica. Er schaffte es sogar, die Intelligenz seiner Schöpfung zu beeinflussen - wie auch immer das gehen soll. Aber hey, Wissenschaft!

Heraus kamen die beiden überdurchschnittlich intelligenten Zwillinge, die in ihrem späteren Leben plötzlich eine seltsame Vorliebe für creepy Bösewichtlachen hatten. Gerade Alfred bleibt mit seiner "durchgeknallter Nazi"-Art und seinem "Geheimnis" wirklich im Gedächtnis. Um die Anspielung noch klarer zu machen, stand sogar mal im Raum, die Zwillinge Hilbert und Hilda Krüger zu nennen.

Die wahren Strippenzieher

Alexia bekommt dagegen relativ wenig Screentime und wird bei ihrem ersten Auftritt natürlich erst mal schön angegafft. Was prinzipiell gar nicht das größte Problem hier wäre, verglichen damit, dass sie sich nach offiziellen Lore-Aufzeichnungen wohl mit 12 (!) Jahren in den Kryoschlaf begeben hat. Ja gut, ne ...

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Aber bevor es noch merkwürdiger wird, kommen wir lieber zum dritten großen Antagonisten: dem Mann, der seine Finger in nahezu allen großen Ereignissen der Reihe hat. Dem Mann, der so cool ist, dass er seine Sonnenbrille auch nachts trägt. Dem Mann, für den man erst einen Vulkan und ZWEI Raketen braucht, um ihn endgültig zu killen. The one and only Albert Wesker. Viel mehr muss man ihn eigentlich nicht vorstellen.

Doch seine zentrale Rolle in der Serie hat tatsächlich hier angefangen - wenn man nach Release-Reihenfolge geht. Seine Wiederauferstehung oder die Verbindung zu Ada wurden nämlich erst später ausformuliert. Damit brachte das Spiel eine der ikonischsten Figuren zurück, die noch dazu plötzlich Terminator-Augen und Matrix-Fähigkeiten hatte. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr darüber, warum CODE: Veronica keine Zahl im Titel hat.

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  1. Seite 1 Resident Evil und die Magie der 2000er
  2. Seite 2 Figuren, an die man sich erinnert
  3. Seite 3 Die Entwicklung hin zum Klassiker
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Shalashaska83 NPC
        RE CV war, neben Shenmue 1, der Grund schlecht hin, warum ich mir damals einen Dreamcast gekauft habe.

        Es erschien nur ein paar Monate vor Resident Evil Nemesis, aka RE3, welches ja nur wegen eines Sony Deals eine 3 im Namen tragen musste oder besser gesagt, warum CV eine Zahl verwert blieb, obwohl es der offizielle Nachfolger von Teil 2 war.

        Resi 3 Nemesis wirkte dann auch, nach dem ich Code Veronica gespielt hatte, irgendwie "alt", auch wenn's trotzdem ein spaßiges "Spin-Off" war bzw. mit dem Remake ist, aber mehr war es auch nie.

        Das RE CV nie so viel Aufmerksamkeit bekam, lag meiner Meinung nach aber auch am Sega exklusiv Deal und weil sich der Dreamcast, leider, nicht gut verkauft hat.
        Die PS2 Version erschien auch erst deutlich später und ich weiß auch bis heute nicht, ob ich die Idee das Ende (teilweise) für die PS2 Version abzuändern wirklich jemals gut fand...?

        Ein Remake hätte der Teil also definitiv verdient, vor allem da die Zeit damals noch eine andere war und ein RE CV , gerade bei den doch vielen Dialogen im Spiel, heute unbeholfener wirken als zur damaligen Zeit eigentlich Standard gewesen ist.
        Gerade Steve mit seiner "kreischigen" Stimme nervt heute deutlich mehr, als damals, wo man als Gamer ja ohnehin größtenteils noch trashige, weniger professionell klingende, Vertonungen in Videospielen bekam.

        Ein Remake, mit heutigen, deutlich professioneller Sprechern, im grafisch Stile der anderen Remakes, wäre daher absolut willkommen und könnte dem Teil vermutlich auch einen zweiten Frühling bescheren und es endlich dahin stellen wo es meiner Meinung nach hingehört, zu den besten Teilen der Reihe überhaupt.
      • Von Shalashaska83 NPC
        RE CV war, neben Shenmue 1, der Grund schlecht hin, warum ich mir damals einen Dreamcast gekauft habe.

        Es erschien nur ein paar Monate vor Resident Evil Nemesis, aka RE3, welches ja nur wegen eines Sony Deals eine 3 im Namen tragen musste oder besser gesagt, warum CV eine Zahl verwert blieb, obwohl es der offizielle Nachfolger von Teil 2 war.

        Resi 3 Nemesis wirkte dann auch, nach dem ich Code Veronica gespielt hatte, irgendwie "alt", auch wenn's trotzdem ein spaßiges "Spin-Off" war bzw. mit dem Remake ist, aber mehr war es auch nie.

        Das RE CV nie so viel Aufmerksamkeit bekam, lag meiner Meinung nach aber auch am Sega exklusiv Deal und weil sich der Dreamcast, leider, nicht gut verkauft hat.
        Die PS2 Version erschien auch erst deutlich später und ich weiß auch bis heute nicht, ob ich die Idee das Ende (teilweise) für die PS2 Version abzuändern wirklich jemals gut fand...?

        Ein Remake hätte der Teil also definitiv verdient, vor allem da die Zeit damals noch eine andere war und ein RE CV , gerade bei den doch vielen Dialogen im Spiel, heute unbeholfener wirken als zur damaligen Zeit eigentlich Standard gewesen ist.
        Gerade Steve mit seiner "kreischigen" Stimme nervt heute deutlich mehr, als damals, wo man als Gamer ja ohnehin größtenteils noch trashige, weniger professionell klingende, Vertonungen in Videospielen bekam.

        Ein Remake, mit heutigen, deutlich professioneller Sprechern, im grafisch Stile der anderen Remakes, wäre daher absolut willkommen und könnte dem Teil vermutlich auch einen zweiten Frühling bescheren und es endlich dahin stellen wo es meiner Meinung nach hingehört, zu den besten Teilen der Reihe überhaupt.
      • Von PCGH_Crispy Redakteur
        Ich denke, es ist auf jeden Fall ein Teil, der mehr Beachtung verdient. Klar, ist ne subjektive Frage, aber ich persönlich hab echt wenig für RE3 Nemesis übrig und auch wenn ich versteh, dass man den vorher remaken wollte, um die Reihe konsistent zu halten, verstehe ich echt nicht, warum sie den NOCH kürzer gemacht haben. Das 2er Remake haben sie ja auch schon eingedampft, nen Unterschied, ob ich zuerst Leon und dann Claire oder andersrum spiel, machts da glaub nicht mehr. Ist aber immerhin besser geworden. Beim 4er haben sie dann aber plötzlich richtig reingehauen und ich hoffe, das kriegen sie bei CV auch wieder hin
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Jupp, das scheint echt ein Klassiker zu sein.

        Gerade zugeschaut, wie Simon, Gregor und Fabian (das ist echt ein kraßer Unterschied, wenn da Leuten auf dem Sofa zuschaust und die Unterhalten sich, anstatt einem allein vor der Kamera, da sind entertainmentmäßig Welten dazwischen) von RBTV das, vor 10 Jahren oder so, durchgezockt haben. Das Fazit war aber glaub ich, daß das nicht der beste Teil der Serie war, aber auch nicht auch nicht der schlechteste.
      Direkt zum Diskussionsende
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