Resident Evil 4 Remake angespielt: Schöner, taktischer, brutaler!

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Resident Evil 4 Remake angespielt: Schöner, taktischer, brutaler!
Quelle: Capcom

Der Horror-Meilenstein bekommt endlich sein wohlverdientes Remake, inklusive neuer Grafik und Gameplay-Features. Wir haben probegespielt - mit Video!

Schön altmodisch kloppen wir dafür weiterhin Kisten und Fässer kaputt und erschießen Krähen, um Munition, Kräuter und Pesos einzusacken. Patronen lassen sich nun außerdem mit Schießpulver in einem separaten Crafting-Bildschirm herstellen, in dem wir auch unsere verschiedenfarbigen Kräuter zu Heilsprays kombinieren. Wer nun angesichts solcher Komfortfunktionen befürchtet, das berühmt-berüchtigte Inventarmanagement wäre im Remake allzu simpel geworden, kann aufatmen: Unser Inventarkoffer ist weiterhin in Quadrate unterteilt, in die wir all unsere sperrigen Ausrüstungsgegenstände einsortieren müssen. Allerdings gibt's nun eine automatische Sortierfunktion.

Beim großen Kampf in der Dorfmitte lässt das Remake dann seine Muskeln spielen: Nachdem wir unseren Begleiter brennend auf einem Scheiterhaufen gefunden und uns an ein paar Dorfbewohnern vorbeigeschlichen haben, werden wir zwangsläufig entdeckt und der Mob geht mit Äxten, Mistgabeln und der berühmten Kettensäge auf uns los. Weil die KI einen verdammt guten Job dabei macht, uns Fluchtwege abzuschneiden und uns zu umzingeln, dürfte die Szene auch Kenner des Originals wieder ins Schwitzen bringen.

Wie eine gesengte Kuh

Neben den bereits erwähnten Roundhousekicks ist natürlich die gute, alte Shotgun hilfreich, die wir immer noch neben einer Handgranate und einem Munitionspäckchen im ersten Stock eines Hauses einsacken.

Trotz des vertrauten Aufbaus hat das Remake aber auch hier ein paar nette, neue Details in petto: In der kleinen Scheune mit der Kuh hängt etwa eine Öllampe an der Decke, die wir herunterschießen können. "Praktischerweise" zünden wir damit auch die Kuh an, die dann panisch über den Dorfplatz läuft und dabei hoffentlich ein paar Infizierte mitnimmt.

Die KI der Ganados, also der infizierten Dorfbewohner, wirkt ordentlich aufgewertet. Sie verstehen sich sehr gut darin, uns den Weg abzuschneiden und in den ungünstigsten Situationen vor uns aufzutauchen.  Quelle: Capcom Die KI der Ganados, also der infizierten Dorfbewohner, wirkt ordentlich aufgewertet. Sie verstehen sich sehr gut darin, uns den Weg abzuschneiden und in den ungünstigsten Situationen vor uns aufzutauchen. 

In dieser Szene feiert auch der ikonische Kettensägenmann sein Debüt, der uns mit neuen, extrem brutalen Animationen der Garaus macht, sobald er uns erwischt. Neben heftigem Gore hat die Engine nun aber auch zerstörbare Umgebungen auf Lager: In bestimmten Bereichen des Dorfes kann der Hüne Stützpfeiler zersägen und etwa Terrassen zum Einsturz bringen, wodurch uns Fluchtrouten abgeschnitten werden.

Haben wir uns lange genug gegen die blutrünstige Bauernarmee verteidigt, läutet die Kirchenglocke und das ganze Dorf pilgert plötzlich in gespenstischer Ruhe zum Gotteshaus.

Eine sichere Bank

Die Anspielsession ist beendet und wir bleiben mit einem sehr positiven Eindruck zurück: Wie zu erwarten war, spielt sich das Remake für Kenner des Originals und Resident Evil 2 und 3 sehr vertraut. Grafisch liefert die RE Engine wieder ein hübsches und technisch bereits sehr sauberes Ergebnis, bei dem vor allem Beleuchtung, Detailreichtum und die flüssige Bildrate von 60 Fps überzeugen.

Leon vor einer Karte in Resident Evil 4 Quelle: Capcom Wir sind schon sehr gespannt darauf, Leons spätere Reiseziele im neuen Gewand zu sehen. Außerdem steht noch die Frage im Raum, wie die Abschnitte mit Ashley funktionieren werden. 

Verglichen mit dem Original ist die Optik natürlich um Lichtjahre besser - zu anderen modernen Resident Evils bleibt der Quantensprung unserem Ersteindruck nach zwar aus, aber hier liegt die Messlatte ohnehin schon sehr hoch. Wir sind gespannt, wie sich die Detailveränderungen und die neuen Features im fertigen Spiel auswirken werden, sind aber jetzt schon guter Dinge, dass das Remake genug neu macht, um die Rückkehr spannend zu gestalten, während der gewohnt-geniale Kern nahezu vollständig intakt bleibt.

Meinung

Wie sehr uns Ashley diesmal auf die Nerven gehen wird, ob der Söldnermodus und die Ada-Kapitel an Bord sind und ob Capcom vielleicht sogar ganz neue Abschnitte eingefügt hat, erfahren wir vermutlich in den nächsten Wochen und Monaten, bis Resident Evil 4 am 24. März 2023 für PC sowie Playstation- und Xbox-Konsolen erscheint.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1705533002 Mitglied
        Liest sich sehr gut und der Trailer vom RE Showcase macht Bock auf mehr! Ich hab RE4 seinerzeit erst auf dem GCN, dann kurz darauf auf der PS2 durchgezockt. Danach erst wieder Anfang diesen Jahres auf der Quest 2 in VR und das war der Oberhammer. Die Q2 wich mittlerweile einer Index und da das Game leider Zuckerberg-exklusiv ist, beschränkt sich der Zugriff darauf genau wie schon jener für RE7 auf eine Nischen-Hardware :/

        In VR war es zwar wieder phänomenal, aber selbst dann noch hat mich die angestaubte Optik schon angeödet. Da nehm ich dann doch liebend gerne das Remake in pr0n Grafik! :D
      • Von Gast1705533002 Mitglied
        Liest sich sehr gut und der Trailer vom RE Showcase macht Bock auf mehr! Ich hab RE4 seinerzeit erst auf dem GCN, dann kurz darauf auf der PS2 durchgezockt. Danach erst wieder Anfang diesen Jahres auf der Quest 2 in VR und das war der Oberhammer. Die Q2 wich mittlerweile einer Index und da das Game leider Zuckerberg-exklusiv ist, beschränkt sich der Zugriff darauf genau wie schon jener für RE7 auf eine Nischen-Hardware :/

        In VR war es zwar wieder phänomenal, aber selbst dann noch hat mich die angestaubte Optik schon angeödet. Da nehm ich dann doch liebend gerne das Remake in pr0n Grafik! :D
      • Von ElvisMozart Hobby-Spieler/in
        Muss sagen, dass ich mich drauf freue :)
      • Von RevolverOcelot Hobby-Spieler/in
        Zitat von Dodo1995
        CV wird genauso wie RE0 niemals wieder zu Gesicht bekommen weil es Spin Off waren die weder finaziell noch bei Fans sonderlich gut ankamen. Diese Remakes kosten Unsummen das macht man nicht wenn wenn man sicher nicht sicher ist ob sie Erolfgreich werden.
        Eigentlich sollte CV das richtige Sequel zu RE2 werden und RE Nemesis das Spin Off die beiden Spiele wurden parallel entwickelt, aber es gibt mehrere verschiedene Angabe wie es zu der ganzen Situation kam.
        Eine Meldung besagt das Sony damals mit Capcom vereinbart hatte das mindesten noch ein Nummerierter Teil auf der PS1 kommen sollte, was dann dazu geführt hatte das Nemesis die Drei bekam. Gibt aber auch ein Interview mit Shinji Mikami in dem behauptet wird das die die Nummerierung auf der PS lassen wollten und alle anderen Konsolen dann RE Spiele mit Untertiteln bekommen solle. Die Story von CV spielt auch drei Monate nach RE2 und die Story von Nemesis spielt sich parallel zu RE2.
      • Von pineappletastic Gelegenheitsspieler/in
        Code: Veronica war schon damals sehr drüber und hanebüchen, aber ich muss gestehen, dass das Spiel über die Jahre hinweg durchaus gewachsen ist. Das Spiel hat seine Fanbase, es genießt einen gewissen Kult und hat die gut aufgelegten Ashfords und den immer gleich lachenden Wesker im Gepäck. Das Ding ist, CV war ein Spiel seiner Zeit und ein 1:1 Remake würde nach heutigen Maßstäben nicht funktionieren. Andererseits würde man CV auch den Charme nehmen, wenn man die Tonalität ändert und eine bierernste Inszenierung anstrebt.

        Das Gameplay Material von RE4 sieht schon verdammt gut aus. Ich bin gespannt, ob sie so manche Bosskämpfe aufwerten und gewisse Levelpassagen (Grüße gehen raus an das Inselgebiet) erträglicher gestalten können.
      • Von LOX-TT Mitglied
        Zitat von bide
        Code Veronica wird 100pro auch noch kommen. Bei dem Erfolg der Remakes.
        würde ich begrüßen, auch von Zero gerne und vom ersten ein Re-Remake, so dass alle alten "Panzersteuerungs"-Teile nach dem Schema von Teil 2 (Remake) ablaufen. Undd danach bitte noch von Dino Crisis
      Direkt zum Diskussionsende
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