PCG Garage: Streamerin ShevaLion über Lizenzen und die Zukunft von iRacing
Streamerin ShevaLion spricht in der PCG Garage über das iRating und die mögliche Zukunft von der Racing-Sim iRacing.
Wie funktioniert das mit den Lizenzen in iRacing?
Michi: Jetzt hast du ja gerade von der GT4- und der Rookie-Klasse gesprochen. Was mich jetzt als Anfänger interessieren würde: Wie steige ich auf? Und wie verändern sich meine Lizenzen und mein Safety-Rating?
ShevaLion: Wie kommst du zu Max Verstappen?
Michi: Genau, das möchte ich unbedingt!
ShevaLion: Das ist die Frage, die vermutlich viele beschäftigt. Als ich anfing, war ich der Meinung, ich könnte das auch. Zu der Zeit war ich großer Formel-1-Fan und mein Partner schon länger in iRacing aktiv - auch mit einem gewissen hohen Rating. Er hat mich damals irgendwann gerufen und gesagt: "Guck mal, ich fahre gegen Max Verstappen." Deswegen habe ich mich bei iRacing angemeldet.
Quelle: PC Games
Der Mazda MX5 ist das perfekte Einsteigerauto. Trotz weniger Topspeed macht der kleine Racer extrem viel Spaß.
Aber zurück zum eigentlichen Thema: Im Lizenzsystem oder der Karriere, die ich in iRacing durchschreite, fange ich als Rookie an. Das ist auch die Lizenz mit "R" ausgeschrieben. Danach geht es mit der D-Lizenz weiter und steigert sich bis A nach oben. In den unterschiedlichen Lizenzen, in denen ich unterwegs bin, fahre ich auch verschiedene Fahrzeugklassen.
Man unterscheidet außerdem zwei Ratings. Das eine hat was mit der Lizenz zu tun, das ist das sogenannte Safety Rating. Man steigt nur in der Lizenz auf, wenn man ein gewisses Safety Rating besitzt - ein sicheres Fahren und ein fairer Umgang mit Autos um sich herum. Wenn ich zum Beispiel regelmäßig kollidiere oder häufig die Strecke verlasse, dann sammele ich sogenannte Incident Points. Die sind schlecht für das Safety Rating.
Ich kann sogar heruntergestuft werden. Dann kann es passieren, dass ich gerade noch GT3 gefahren bin und im nächsten Rennen aber kein GT3 mehr fahren darf, weil ich leider doch zu schlecht dafür war. Die Lizenzen bestimmen eben, welches Auto ich steuern darf: Rookie, GT4, GT3, Porsche Cup oder eben die Hypercars.
Das andere Lizenzsystem, was wichtig ist, ist das sogenannte I-Rating. Das kennt man aus anderen Simulationen meistens als ELO. Das I-Rating sagt die Wahrheit über den eigenen Fahrskill aus. Das I-Rating sammele ich, weil ich in einer Lobby beispielsweise gewonnen habe, obwohl die restlichen Piloten im Vergleich an sich viel stärker waren. In anderen Genres nennt man das System häufig skillbasiertes Matchmaking. Es wird geschaut, dass ich mit Leuten zusammenkomme, die ungefähr gleichstark sind. Sobald ich von denen der Beste bin, bekomme ich Rating dazu. Je mehr Rating ich besitze, umso weiter steige ich auf. Um mit Max Verstappen oder den ganz Großen zu fahren, braucht man ein iRating von 8000 bis 10000 oder sogar mehr.
Quelle: iRacing
Die Strecken in iRacing sind allesamt lasergescannt und kommen ihren realen Pendants so nah wie möglich.
I-Rating und Zukunft der Sim
Michi: Wie weit bist du in den letzten Jahren schon aufgestiegen?
ShevaLion: Ich bin tatsächlich bei 2000. Das hört sich auf den ersten Blick wenig an. Es gibt aber Statistik-Webseiten, auf denen man sich vergleichen kann, und da fällt auf, dass man im gesunden Mittelmaß liegt.
Michi: Das geht auch wirklich langsam, das kann ich als Amateur schon bezeugen. Man fängt so rund bei 1000 an und ich komme nicht von der Stelle.
ShevaLion: Ja, es ist auch ein Prozess, weil ich eventuell nur von der Stelle komme, da mir ein GT4 liegt. Danach darf ich mit den GT3s fahren, und ein neuer Lernprozess steht an. Das ist auch immer sehr volatil.
Michi: Als Letztes fällt mir noch die Frage ein, wie es mit iRacing weitergehen könnte. Glaubst du, es wird ein iRacing 2 geben, oder wie wird sich die Sim in der Zukunft entwickeln?
ShevaLion: Ich denke, iRacing wird immer so bleiben. Im Gegensatz zu anderen Simulationen werden wir keinen Teil zwei oder Evo-Weiterentwicklungen sehen, sondern es wird sich stetig entwickeln. Vielleicht kommen Ableger aus der ein oder anderen Rennserie, wie zuletzt NASCAR 25 vom iRacing-Studio.
Quelle: iRacing
Die NASCAR-Saison 2025 ist im eigenständigen Spiel komplett lizenziert eingebunden, allerdings weniger realistisch im Vergleich zu iRacing.
Ich glaube aber, iRacing wird insgesamt weiterhin den Markt sehr stark im Griff haben und auch weiter wachsen. Der Grund dafür ist genau diese ständige Weiterentwicklung. Als Nächstes kommt schon die überarbeitete Grafik-Engine, das ist für viele ein sehr wichtiges Thema.
Zudem wächst die Faszination Motorsport vor allem bei den jungen Leuten. Es gibt verschiedene Expos, eine davon auch in Deutschland, die immer weiter wachsen. Man sieht also, das Interesse ist vorhanden. Solange die Nische Sim-Racing überhaupt vorankommt, wird auch iRacing weiterhin wachsen, da es die ganzen Real-Life-Fahrer beheimatet.
Und obendrauf kommt auch noch, dass die Nordschleife ihre Permit-Lizenz auch mit iRacing erweitert hat. Um die Permit auf der Nordschleife zu bekommen, kann ich einen Teil davon in der DNLS, der Digitalen Nürburgring Langstrecken Serie, in iRacing abhalten. Das ist natürlich auch für viele Einsteiger in den echten Motorsport ein extrem wichtiges Thema.
Michi: Dann schwingen wir uns doch wieder hinters Lenkrad, damit wir auch endlich mal auf der Nürburgring-Nordschleife fahren können - also in der Realität.
Seid ihr denn ebenfalls viel in iRacing unterwegs, oder was hat euch bislang davon abgehalten? Lasst es uns in den Kommentaren einmal wissen. Die nächste Folge der PCG Garage mit spannenden Themen erwartet euch erneut in knapp einem Monat und bis dahin heißt es wieder: Drivers, start your engines!
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Was ich nicht gut finde: Neben dem Abo kauft man ja auch Content, kann den ohne aktives Abo aber gar nicht nutzen. Nicht einmal für's Training ohne Gegner. War zumindest damals so.
Aber wenn man viel Zeit hat und bereit ist ein paar Euro zu investieren, dann ist iRacing definitiv nen Blick wert.
Das verleidet einem oft das fahren in Teams oder in Rennserien
und wir haben ja heutzutage das glück, dass glaube ich jeder seine sim finden kann und damit spaß haben kann ;)
in diesem sinne: keep racing
Die Auswahl ist groß sofern man bereit ist Geld dafür auszugeben. Wenn man dauerhaft Rennen mit anderen fahren will, dann ist es durchaus ne gute Platform. Aber von einem Abomodell erwarte ich einfach tadellosen Service.
Und dieser hat so seine Schattenseiten. Warum?
Trotz Highend-Rechner und top Glasfaserleitung hatte ich in manchen Rennen desyncs bzw manche andere Fahrer sind rumgewarpt oder gar unsichtbar geworden und nach paar Sekunden waren sie wieder da.
Kollege von mir der woanders in Deutschland wohnt, hat es gleichzeitig mit mir getestet und die gleiche Erfahrung gemacht. Dh. Problem liegt nicht auf meiner Seite. Für ein Bezahlmodell ist das nicht in Ordnung!
Ich spiele seit ca.1994 und habe eigentlich alles gezockt, aber man ist hier trotzdem als Anfänger deklariert was ja ok ist. Aber wenn ich fast in jeder Ranking-Rennen bewusst abgeschossen werde bzw. der eine oder andere Idiot mit Komplexen eine Runde wartet um mich grundlos wegzukegeln, dann ist das einfach bescheuert.
Wenn man sich einigermaßen vom dem Kloakenniveau hocharbeitet hat, dann ist es "weiter oben" auch nicht sonderlich besser. Ja, mit solchen Problem müssen andere Sims auch kämpfen, aber dachte, dass man hier ein strengeres Auge drauf hat..... anscheinend nicht.
Positiv ist es jedenfalls, dass es in VR gut läuft, aber grafisch zieht es nicht die Wurst vom Teller.
Sehr großer Nachteil ist jedenfalls, dass man nicht gemeinsam mit einem Kollegen im selben Rennen fahren kann, weil das Rankingsystem und beide halt so oder so trennt. Bzw. wir haben keine Möglichkeit gefunden.
Naja, jedenfalls hat mich das Gesamtpaket nicht abgeholt und ob da jetzt weltbekannte Fahrer rumeiern ist mir egal.
Kann den Hype jedenfalls nicht nachvollziehen und Sims wie LMU, Raceroom, AMS2 oder AC Evo machen die Sache genauso gut. Um ehrlich zu sein, da macht es gar in Raceroom mehr Spaß zu fahren.
Ich habe den ganzen Liga-Schwitzkram längst hinter mir und fahre mit nem Kumpel gemeinsam verschiedene Rennen. Darum bin ich vielleicht nicht der "richtige" iRacing-Kunde......
Iracing bietet aber auch vielmehr, als alle anderen Rennsims und besitzt eine Liebe zum detail, die auch ziemlich einzigartig ist.
Welche Sim kann schon von sich behaupten, dass der Regen genau dort Pfützen bildet, wie auf der Original strecke, da sich die Leute von Iracing auch das Drainagesystem anschauen. Streckenteile die nicht von Sonne bestrahlt werden, sind kälter als die, wo sonne einstrahlt. Autos hinterlassen eine Wärmesignatur auf der Straße etc.
Das zieht natürlich viele echte rennsportler an.
Natürlich ist nicht alles gold was glänzt, aber für die leistung, die mir geboten wird, bin ich auch bereit etwas zu zahlen, zumal sich die sim ja sowohl grafisch, als auch technisch immer weiterentwickelt