PCG Garage: MotoGP 26, RIDE 6 und Co. - Spieleauswahl und fehlende Hardware

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Special Michael Grünwald - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
PCG Garage: MotoGP 26, RIDE 6 und Co. - Spieleauswahl und fehlende Hardware
Quelle: Milestone

In der PCG Garage dreht sich dieses Mal alles um die Welt der Zweirräder. Unter anderem fehlende Hardware-Komponenten sorgen für ein Immersionsproblem.

Wenig Auswahl, schwankende Umsetzung

Nach den letzten Folgen, in denen die Hauptdarsteller auf vier Rädern unterwegs waren, möchte ich dieses Mal die Motorrad-Simulationen in den Mittelpunkt stellen. Es gibt schließlich auch immer wieder Motorradspiele, die mit einem Realismus-Anspruch an den Start gehen.

Die Auswahl ist deutlich überschaubarer als bei den vierrädrigen Kollegen und deswegen sind die aktuellen Titel recht schnell zusammengefasst: Die MotoGP-Reihe kennen vermutlich die meisten Motorsport-Fans. Hier kann ich meinen eigenen Fahrer erstellen und die Karriereleiter von der Moto 3 bis in die MotoGP nach oben klettern oder in die Haut von Marc Marquez sowie der anderen realen Fahrer schlüpfen und meine Runden drehen.

Mir stehen außerdem die echten Bikes und Strecken der jeweiligen Moto-GP-Saison zur Verfügung. Die Reihe ähnelt durch die jährlichen Releases stark den F1-Spielen von Codemasters und das gilt auch für die schwankende Qualität.

Optisch überzeugen die Titel von Milestone alle Jahre wieder und müssen sich vor Spielen mit deutlich mehr Budget nicht verstecken. Quelle: PC Games Optisch überzeugen die Titel von Milestone alle Jahre wieder und müssen sich vor Spielen mit deutlich mehr Budget nicht verstecken. Entwicklerstudio Milestone sitzt aber nicht nur an der Marke MotoGP, sondern zusätzlich noch an RIDE. Mittlerweile gibt es bereits sechs Teile und die rücken die Hauptdarsteller, also die verschiedenen Motorräder, nochmal ein wenig mehr in den Mittelpunkt.

Was Gran Turismo für Automobilliebhaber ist, möchte RIDE für Fans von Bikes sein. Die Motorräder sind nicht so hochgezüchtet wie die PS-Monster der MotoGP, sondern oft auch straßentauglich und daher beliebt bei echten Bikern.

Außerdem kann ich mich auf dem PC noch in Spielen wie TrackDayR, MX Bikes und GP Bikes austoben, vor allem in Sachen Fahr-Physik. Ich muss zwar einige Abstriche eingehen und nehme nicht an Rennen gegen die KI oder menschliche Fahrer teil, aber erlebe dafür, wie sich ein Dirt- oder Renn-Bike bei Sprüngen, hohen Geschwindigkeiten und in engen Kurven anfühlt.

Diese Simulationen kommen der Realität am nächsten, doch ein großes Problem besteht nach wie vor. Im Vergleich zu iRacing, Le Mans Ultimate, RaceRoom und Co. gibt es einen deutlich niedrigeren Simulationsgrad, was aber nicht nur an der Software liegt. Fehlende Hardware-Komponenten verhindern ebenfalls eine gute Umsetzung. Die Fan-Szene schlägt bei den Spielen dennoch zu, aber richtig zufriedenstellend verlaufen die Veröffentlichungen nicht.

Mit RIDE 6 führt die Reihe das Ridefest ein, bei dem Spieler unter anderem gegen Motorrad-Legenden wie Troy Bayliss und Casey Stoner antreten. Quelle: PC Games Mit RIDE 6 führt die Reihe das Ridefest ein, bei dem Spieler unter anderem gegen Motorrad-Legenden wie Troy Bayliss und Casey Stoner antreten.

Keine passende Hardware

Den Entwicklern stellen sich schließlich noch viel mehr Hindernisse und Schwierigkeiten in den Weg, an die einige Leute meistens nicht denken. Ich möchte die lange Liste einmal mit euch durchgehen und erklären, warum die Hoffnungen auf bessere Motorrad-Simulationen auch in der nahen Zukunft ins Leere laufen.

Während ich mich in Rennsimulationen ins Rig oder hinters Lenkrad schwingen kann, funktioniert das bei Motorradspielen nicht. Es gibt zwar Arcade-Automaten, doch um die ins Wohnzimmer zu stellen, müsste ich erst einmal Summen im fünfstelligen Bereich blechen.

Ein Lenker-Eingabegerät existiert schlichtweg nicht und dadurch kann die Sim noch so gut sein, die fehlende Immersion lässt sich nicht umgehen. Weder mit einem angeschlossenen Lenkrad noch mit Gamepad kommt das Fahrgefühl an den gewünschten Realismus heran.

Die MotoGP ist das Pendant der Formel 1 auf zwei Rädern. Mit über 300 Sachen jagen die Piloten unter anderem über den deutschen Sachsenring. Quelle: PC Games Die MotoGP ist das Pendant der Formel 1 auf zwei Rädern. Mit über 300 Sachen jagen die Piloten unter anderem über den deutschen Sachsenring. Dazu fehlt mir das Gefühl des nicht vorhandenen Gasgriffs oder des Bremshebels, was auf einem Motorrad eben auch immens wichtig ist. Die Pedalerie sorgt in Rennspielen mit Autos für einen guten Simulationsgrad. Ich brauche dabei Gefühl im Gasfuß und bei Bremsmanövern, um das Optimum herauszuholen.

Moderne Controller bekommen die Umsetzung in Motorradspielen durch Trigger-Tasten und haptisches Feedback zwar recht gut umgesetzt, aber um ein realistisches Fahrgefühl zu erzeugen, fehlt noch ein gewaltiges Stück. Selbst mit Lenker und Bremshebel wäre eine Simulation allerdings immer noch nicht möglich.

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  1. Seite 1 Einleitung und Sim-Racing-News
  2. Seite 2 Motorradspiele und fehlende Hardware
  3. Seite 3 Körperverlagerung, Motorrad-Know-How und Frust
  4. Seite 4 Geringes Budget, KI-Probleme und Fazit
    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von softkey Gelegenheitsspieler/in
        Ich fahre auch seit 1989 Motorrad und ab einer bestimmten Geschwindigkeit (denke mal ab 60km/h), lenke ich garnicht mehr, da kippe ich das Bike nur noch in die Kurve 😏.
        Auf der PS2 habe ich noch gerne Moto GP gezockt, auch Moto GP 15 auf der PS4 war nicht schlecht, aber so richtig zündet das nicht mehr, obwohl hier die Überholmanöver und die Kurven fahrten cooler sind.
        Autorennspiele wie GT7, F1 oder WRC machen mir mehr Spass 😍.
      • Von softkey Gelegenheitsspieler/in
        Ich fahre auch seit 1989 Motorrad und ab einer bestimmten Geschwindigkeit (denke mal ab 60km/h), lenke ich garnicht mehr, da kippe ich das Bike nur noch in die Kurve 😏.
        Auf der PS2 habe ich noch gerne Moto GP gezockt, auch Moto GP 15 auf der PS4 war nicht schlecht, aber so richtig zündet das nicht mehr, obwohl hier die Überholmanöver und die Kurven fahrten cooler sind.
        Autorennspiele wie GT7, F1 oder WRC machen mir mehr Spass 😍.
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von Orkhammer
        Richtig!
        Wobei…ich drücke eher die linke Seite, um beispielsweise links abzukippen. Weiß nicht, aber ich bilde mir ein, da habe ich irgendwie mehr Gefühl drin, als wenn ich rechts ziehen würde.
        Jo, mal so, mal so, oder auch jeder anders.. kommt ja auf dasselbe hinaus. :)

        Zitat von Orkhammer
        Mit und auf einem Motrorrad muss man ganz anders „arbeiten“ als mit und in einem Auto.
        Wüßte nicht, wie man das bewerkstelligen könnte.
        Ein "Lenkrad", das sich ja mehr oder minder logisch verhält, kann man halt Leuten recht schnell vermitteln.

        Eine Lenkstange, die dann je nach Geschwindigkeit unterschiedliche Dinge tut (und gar nicht so relevant ist bei denn Tempi um die es in den einschlägigen Motorradspielen geht), halt weniger.. da kann man gleich via Controller fahren, ist auch nicht viel unrealistischer.
      • Von Orkhammer Hobby-Spieler/in
        Zitat von fud1974
        Sobald die Räder genug Kreiselkräfte aufbauen, ist ja der Lenker fast "fix", den dreht man nicht mehr großartig, und er verhält sich ANDERS HERUM als ein Laie erwarten würde, sprich, du ziehst RECHTS - nur kurz - am Lenker und das Motorrad kippt LINKS ab.
        Richtig!
        Das ist etwas, was kaum jemand nachvollziehen kann, der nicht selber schon mal Motorrad gefahren ist.
        Wobei…ich drücke eher die linke Seite, um beispielsweise links abzukippen. Weiß nicht, aber ich bilde mir ein, da habe ich irgendwie mehr Gefühl drin, als wenn ich rechts ziehen würde.
        Aber auch das andere, was du geschrieben hast, ist nahezu unmöglich, glaubhaft darzustellen in einer Sim.
        Die ganzen Bewegungen, die unterschiedlichen Möglichkeiten, ein Bike in eine Kurve zu legen. Mit und auf einem Motrorrad muss man ganz anders „arbeiten“ als mit und in einem Auto.
        Wüßte nicht, wie man das bewerkstelligen könnte.
      • Von fud1974 Mitglied
        Ich bin selber Motorradfahrer und machen wir es möglichst kurz..

        Es ist einfach ein undankbares Genre zum Simulieren weil viele Aspekte kaum umsetzbar sind in ein Spiel bzw. die Steuerung.

        Alleine schon wegen der recht komplexen Fahrphysik.

        Sobald die Räder genug Kreiselkräfte aufbauen, ist ja der Lenker fast "fix", den dreht man nicht mehr großartig, und er verhält sich ANDERS HERUM als ein Laie erwarten würde, sprich, du ziehst RECHTS - nur kurz - am Lenker und das Motorrad kippt LINKS ab.

        Also müsste man einen Motorradlenker für eine Simulation bauen, der bei geringen Tempo noch drehbar ist, sich dann aber zügig versteift und das ganze dann auch noch nachvollziehbar in die Simulation einbauen.. bring das mal Gelegenheitsspielern bei!

        Dazu kommt noch dass das "Legen" des Motorrades ja auch auf unterschiedliche Weisen passieren kann, entweder über "Drücken" (Oberkörper aufrecht), über "Hanging off" (GP Style), oder klassisch mit dem Oberkörper in einer Linie zur senkrechten Achse des Motorrades... und da hört es dann auch eigentlich schon auf wie man das nachbilden kann, denn selbst bei den Arcade Automaten wo diese Motorräder auf denen man sitzt, kippen, hat das nix mit der Realität zu tun, weil in dieser wird man durch die Zentrifugalkraft auf das Motorrad gedrückt und rutscht nicht runter.. wie man es da auf dem statischen Dummy tut in der Spielhalle.

        Sprich, da ist einfach alles sauschwer umzusetzen das es irgendwie nachvollziehbar ist.
      • Von Steamhans NPC
        Man sollte den Titel Tourist Trophy Isle of Man nicht vergessen, finde ich besser als Moto GP oder Ride!
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