Meisterwerke: Space-Sims - Seite 4
Mit Lichtgeschwindigkeit in die Neunziger: Das goldene Zeitalter der Weltraum-Simulationen bescherte uns interstellare Meisterwerke und Merkwürdigkeiten. Wir werfen in unserer Meisterwerke-Reihe einen Blick auf die großen Vertreter eines lange Zeit für Tot gehaltenen Genres.
Meisterliche Sternstunden
ELITE (1984)
Der Stammvater aller modernen Weltraumspiele. Dürre weiße Vektorlinien zeichneten Dramen vor der Schwärze des Universums. Noch revolutionärer als die 3D-Grafik war die spielerische Freiheiten bei der langfristigen Erkundung Tausender Sternensysteme.
Quelle: PC Games
Wing Commander (1990)
WING COMMANDER (1990)
Mit bunten Bitmap-Schiffen und einem Fokus auf militärischen Kampfeinsätzen läutete Chris Roberts ein neues Sternen-Zeitalter ein. Wing Commander setzte stark auf Story, Präsentation und actionlastige Weltraum-Dogfights.
X-WING (1993)
Schon die ersten Takte der Star Wars-Titelmusik verursachten Gänsehaut. LucasArts' Antwort auf Wing Commander wirkte durch ausgefüllte Polygongrafik und anspruchsvolle Simulationssteuerung realistischer, spielte sich aber auch um einiges schwerer.
Quelle: PC Games
Tie Fighter (1994)
TIE FIGHTER (1994)
Die Macht zeigt sich von ihrer besten, nämlich der dunklen Seite. Nicht nur wegen des Fraktionswechsels zum Imperium gilt TIE Fighter als das bessere X-Wing. Die Grafik war detaillierter, das Missionsdesign fairer und die Steuerung ausgefeilter als im Rebellenlager.
WING COMMANDER 3 (1994)
Das CD-ROM-Zeitalter war angebrochen! Die Wing Commander-Serie wurde durch eine neue Polygongrafik-Engine aufgefrischt, doch der größte Aufreger waren digitalisierten Story-Videosequenzen mit Stars wie Mark Hamill.
Kompetente Flugbegleiter
PRIVATEER (1993)
Dieser Wing Commander-Ableger besann sich auf alte Elite-Tugenden zurück: Bei Privateer sorgten Abenteuerlust, Handel und Schiffs-Upgrades für Motivation, die nur vom gerade zu Spielbeginn anstrengenden Schwierigkeitsgrad und der altbackenen Grafik gebremst wurde.
Quelle: PC Games
Starfleet Academy (1997)
STARFLEET ACADEMY (1997)
Prüfungsstress mit Kobayashi Maru: Im Simulator der Starfleet Academy erwarteten uns 30 Raumschiffe aus dem Star Trek-Universum. Das Steuerungsgefühl war etwas hektisch, dafür gab's eigens für das Spiel gedrehte Videosequenzen mit Kirk, Chekov und Sulu.
DESCENT: FREESPACE (1998)
Der Weltraum trieb es bei diesem Space-Spektakel ganz schön bunt – mit grafischen Schikanen wie ansehnlich auseinanderbrechenden Riesenschiffen. Das Spielgefühl bei den abwechslungsreichen Missionen lag etwa zwischen TIE Fighter und Wing Commander.
Kuriose Schiffswracks
FOFT (1989)
Ein Spiel wie Elite, mit mehr Details, Komplexität … und Langeweile. Gremlin Graphics hatte leider nur schlecht geklaut und die Weltraumhändler-Simulation Federation of Free Traders durch eine umständliche Bedienung, ein fades Fluggefühl und reichlich Bugs ruiniert.
Quelle: PC Games
UFO (1989)
UFO (1989)
"Guck guck, i han a UFO gsea", berichtete einst der Schwabenrocker Wolle Kriwanek. Wie das so ist, mit einer fliegenden Untertasse die Erdlinge zu erschrecken, konnte man mit UFO von Flight Simulator-Macher Sublogic selber ausprobieren: ziemlich sinnfrei.
In diesem Artikel
BATTLE CRUISER 3000AD (1996)
Angesichts der schlechten Simulation von Derek Smart urteilte die Fachpresse gnadenlos: "Zu fehlerhaft, zu unübersichtlich, zu sinnlos die Features" (PC Games), "Das riesige Schlachtschiff steuert sich eher wie eine fliegende Tabellenkalkulation" (Power Play).

Eine neue Glanzzeit des Genres würde mich freuen. Ein X Nachfolger im Stile von X3 oder ein Freespace 3 in Kombination mit einer Engine wie von Space Engineers wären doch spektakuläre Highlights.
Einzig der aktuelle Fokus auf Multiplayer macht vieles zunichte und tötet jede spannende Storyline.
Achja, ob meine Träume irgendwann in Erfüllung gehen werden? :)
Auf jeden Fall ist es schön, das jetzt endlich wieder neues Futter für Weltraumpiloten auf dem Markt ist.