Onimusha Preview: Inszenierung und Story

0
Special Yannik Cunha - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Onimusha Preview: Inszenierung und Story
Quelle: Capcom

Mit Onimusha: Way of the Sword gräbt Capcom eine Spielereihe aus, bei der Fans dachten, sie würden ihn nie wieder sehen. An der Reihe wurden einige Änderungen vorgenommen. Was bleibt sind Paraden, Katanas und wilde Charaktere!

Wie im Film!

Das trifft aber allgemein auf Onimusha: Way of the Sword zu. Das Acting der Charaktere erinnert stark an asiatische Filme und deren Kunst des Schauspielerns. Von Mimik bis Gestik stimmt da einfach alles! Dazu sind die Charaktere auch wie in den alten Onimusha-Titeln sehr in den Vordergrund gerückt.

Held Musashi scheint ein fähiger Kämpfer zu sein, der außer seiner Schwertkunst nicht allzu viel ernst nimmt. Selbst wie gelassen er seine Hand über dem Katana hält, verrät, wie lässig der Ronin ist.

Diesem etwas zerstreuten Krieger steht Ganryu gegenüber. Allein schon an seiner Haltung ist zu erkennen, dass er sich selbst völlig überschätzt. Sogar sein Katana führt er mit nur einer Hand, was auf ein vielleicht etwas zu hohes Selbstbewusstsein schließen lässt. Dazu ist seine Mimik einschüchternd, fast schon monströs. Bei ihm haben wir es offensichtlich mit einem psychopathischen Killer zu tun, dazu muss er nicht einmal groß Reden schwingen - was er trotzdem tut.

Ganryus Grimasse beim Grinsen. Quelle: PC Games Ganryus Grimasse beim Grinsen. Das alles wird durch eine fantastische deutsche Synchronisation abgerundet, sodass wir von allen Charakteren ein klares Bild bekommen. Das ist gerade bei einem so Charakter-fokussierten Spiel unfassbar wichtig und wir finden es super, wie viele Tools benutzt werden, um die Charaktere zum Leben zu erwecken.

Die japanische Aufmachung, auch im Schauspiel, ist aber nicht für jeden zwingend etwas. Die Bewegungen im fernöstlichen Filmraum sehen etwas anders aus, als wir es im Westen gewohnt sind. Teilweise könnte das für Spieler, die noch nie einen asiatischen Film gesehen haben, etwas befremdlich wirken. Ich fand diesen Aspekt aber unglaublich passend zum Setting, während den Zwischensequenzen hat sich das Spiel angefühlt, als würde ich einen Akira-Kurosawa-Streifen sehen - nur mit übertriebener Action.

Irgendwas mit Dämonen

Die ganze Machart und das Feeling vom Spiel haben mich so fasziniert, dass ich zwischenzeitlich vergessen habe, dass mein Held Musashi ja auch einen dämonischen Handschuh trägt! Einige dämonische Kräfte scheint er auch selbst zu besitzen, in unserer Version konnten wir dadurch bisher aber nur zwei kleine Schwerter beschwören, um in einem kurzen Zeitraum hohen Schaden anzurichten. Das ist passend für Musashi Miyamoto, der Legenden nach dafür bekannt war, ungewöhnlicherweise mit zwei Schwertern zu kämpfen.

Mit seiner neuen Kraft sieht Musashi die vergangenheit. Quelle: PC Games Mit seiner neuen Kraft sieht Musashi die vergangenheit. Im späteren Verlauf können wir uns mit dem Handschuh wahrscheinlich auch noch in den namensgebenden Onimusha verwandeln. Das sind dämonische Formen von Menschen, die ein gutes Stück stärker sind als ihre eigentliche Gestalt. Falls das System nicht für die beschwörbaren Waffen über Bord geworfen wurden.

Natürlich lassen sich auch wieder Seelen mit dem Handschuh einsammeln. Dabei dienen die einen für gewöhnlich als Währung und mit anderen lade ich meine Gesundheit auf. So war es zumindest in den alten Spielen. Wofür genau sie dieses Mal gut sind, konnten wir noch nicht feststellen. Erfreulich: Zum Aufsaugen der Seelen in unseren Handschuh müssen wir nicht mehr, wie in den alten Spielen, stehen bleiben - sehr komfortabel!

Musashis dämonischer Handschuh. Quelle: PC Games Musashis dämonischer Handschuh.

Warte mal, bin ich nicht tot?

In die Handlung von Onimusha konnte ich noch keinen tiefen Blick wagen, es stehen nur ein paar Dinge fest: Wir sind auf jeden Fall nicht der Einzige mit einem Dämonen-Handschuh, der uns verschiedene Kräfte verleiht. Ganryu besitzt nämlich auch so einen. Neben den erwähnten Fähigkeiten im Kampf kann Musashi auch vergangene Geschehnisse von Orten mit seinen neuen Kräften beobachten. Ach ja, und so ganz nebenbei sollte Musashi, genau wie Ganryu, eigentlich schon tot sein. Wie sie wieder zum Leben erweckt wurden, wissen wir noch nicht. Das hat bestimmt auch mit Dämonen zu tun, warum genau die zwei aber wieder leben, werden wir wohl im späteren Verlauf des Spiels herausfinden.

Meinung

Onimusha: Way of the Sword hat vom Spielprinzip sehr wenig mit den alten Spielen zu tun. Das Einzige, was geblieben ist, sind Katanas und die Paraden, aber selbst die fühlen sich nicht nur anders an, sie funktionieren auch anders. Aber das ist überhaupt nichts Schlechtes! Die Schwertkämpfe fühlen sich nämlich unglaublich gut an, sie sehen super aus und sind, ein letztes Mal, einfach befriedigend. Wenn der Qualitätsstandard gleichbleibend so hoch bleibt, hat Onimusha das Potenzial, das beste Samurai-Spiel mit den coolsten Szenen jemals zu werden.

0
  1. Seite 1 Onimusha Preview: Das Kampfsystem
  2. Seite 2 Onimusha Preview: Inszenierung und Story
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk