Insider berichten: Neues Fallout bei Obsidian in Arbeit, Avowed 2 dafür gecancelt
Gut informierte Quellen behaupten: Avowed 2 wurde gecancelt, dafür arbeiten die Macher von New Vegas nun am nächsten großen Fallout.
Während Microsoft den radikalen Personalabbau in seiner Xbox-Sparte vorantreibt, sickern immer mehr Informationen zu neuen, noch unangekündigten Projekten durch. Eines davon soll ein brandneues Fallout sein.
Der Bericht geht auf Bloombergs Jason Schreier zurück, gestützt durch Quellen von Windows Central, denen die gleichen Informationen vorliegen. Laut den Meldungen soll Obsidian Entertainment damit beauftragt worden sein, den nächsten Ableger der Fallout-Reihe zu entwickeln. Das Projekt soll in Zusammenarbeit mit Bethesda Game Studios entstehen, die derzeit primär an The Elder Scrolls 6 arbeiten und über die Fallout-Marke wachen.
Laut Schreier und Windows Central soll kein Geringerer als Josh Sawyer das neue Fallout-Projekt verantworten. Sawyer war bereits der Director von Fallout: New Vegas, das bei vielen Fans besonders hoch im Kurs steht. Danach war er stark in Pillars of Eternity involviert. Laut den Gerüchten soll Saywer zuvor an einem anderen Projekt gearbeitet haben, das zwar Ähnlichkeiten mit Fallout besaß, aber nicht direkt mit dem Franchise verbunden war.
Screenshots aus Fallout: New Vegas
Im Zuge der Neuausrichtung von Microsoft, die zu massiven Einschnitten bei Bethesda, id Software und Obsidian geführt hat, wurden auch mehrere Projekte eingestellt. Eines davon soll Avowed 2 gewesen sein, das sich angeblich bereits in Entwicklung befunden habe und auf einem guten Weg gewesen sei. Wie Schreier berichtet, sollen einige Angestellte weiter an dem Projekt arbeiten, in der Hoffnung, es eines Tages wiederbeleben zu können.
Ob das allerdings jemals passieren wird, erscheint derzeit bestenfalls fragwürdig. Das erste Avowed (hier im Test) ist im Februar 2025 erschienen und konnte weder die Verkaufserwartungen erfüllen, noch übermäßig gute Bewertungen einfahren. Nach Avowed hatte Obsidian noch The Outer Worlds 2 und Grounded 2 (via Early Access) veröffentlicht. The Outer Worlds 2 wurde positiv von Fans und Fachpresse aufgenommen, verkaufte sich aber ebenfalls unter den Erwartungen von Xbox. Die Arbeiten an Grounded 2, einem Survival-Multiplayerspiel, sollen fortgesetzt werden.
All diese Informationen sind bislang noch nicht von offizieller Seite bestätigt.
Microsoft hatte erst vor ein paar Tagen einen beispiellosen Kurswechsel angekündigt. Rund 4.800 Stellen sollen gestrichen werden, davon alleine 3.200 Posten nur in der Xbox-Games-Sparte. Die Hälfte der Leute muss sofort gehen, während die nächsten 1.600 Entlassungen im Laufe der kommenden 12 Monate vollzogen werden. Alleine bei id Software sollen knapp 100 Stellen wegfallen, darunter auch zahlreiche Coder.
Die Einschnitte betreffen sämtliche Studios, darunter auch traditionsreiche Teams wie Blizzard und Bethesda bis hin zu id Software und Obsidian. Kleinere Studios wie Double Fine oder Compulsion Games werden zwar nicht geschlossen, aber abgestoßen. Sie arbeiten nun wieder unabhängig und ohne Unterstützung von Xbox, dürfen aber sämtliche ihrer Eigenmarken behalten. Ninja Theory, die derzeit am Hellblade-Nachfolger "Senua" arbeiten, sollen einen neuen Besitzer finden. Einen ähnlichen Weg soll angeblich auch Undead Labs (State of Decay 3) derzeit einschlagen.
Sie alle sind nicht mehr Teil von Xbox.
Über die Zukunft der französischen Arkane Lyone (Deathloop, Marvel's Blade) gibt es derzeit noch keine gesicherten Informationen, angeblich soll Microsoft aber ebenfalls planen, das Team zu veräußern. Die US-Niederlassung Arkane Austin wurde bereits im Mai 2024 von Zenimax geschlossen. Das Team hatte zuletzt am gescheiterten Redfall gearbeitet.
Asha Sharma hatte Ende Februar die Nachfolge von Phil Spencer als CEO von Xbox angetreten. In einer offenen Mitteilung an ihre Mitarbeiter hat sie am Montag, dem 6. Juli 2026, die radikalen Umstrukturierungspläne in der Xbox-Sparte verkündet. Die Strategie der letzten Jahre sei gescheitert, das Geschäft defizitär. Multiplattform-Releases, aggressive Zukäufe von Studios und Marken sowie der Fokus auf den Game Pass hätten nicht die gewünschten Umsätze gebracht, auch das Konsolengeschäft sei schwieriger denn je. Die Entwicklerteams sollen sich in Zukunft noch stärker auf ihre Kernmarken konzentrieren und in kürzerer Zeit Spiele produzieren, die den größten Erfolg versprechen - darunter Spiele wie The Elder Scrolls, Doom, Quake, Wolfenstein oder Fallout. Ausgewählte Spiele wie Gears of War: E-Day sollen künftig außerdem wieder exklusiv für Xbox-Konsolen und PC erscheinen.
Quellen: Bloomberg, Windows Central
