Logitech G602 im Test: Drahtlose Spielemaus, ein Widerspruch?
Kabellose Mäuse für Spieler haben beim Peripherie-Hersteller Logitech Tradition und sind mittlerweile auch von der Zielgruppe weitestgehend akzeptiert. Mit der neuen, aktuell für 60 Euro erhältlichen G602 stellen die Schweizer dem Maus-Flaggschiff G700s jetzt eine weitere drahtlose Spielermaus zur Seite, die sich unter anderem durch einen verbrauchsoptimierten Sensor auszeichnen soll. PC Games Hardware macht den Test.
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Quelle: PC Games Hardware
Logitech G602: Die neue drahtlose Spielemaus des Schweizer Peripherie-Spezialisten im Test (1)
250 Stunden soll die drahtlose G602 ohne Unterbrechung durchhalten, im Ausdauermodus sogar 1.440 Stunden und der Betrieb mit nur einer AA-Standardbatterie soll ebenfalls möglich sein. Diese für einen drahtlosen Spielenager schon ungewöhnlich lange Betriebsdauer will Logitech vor allem mithilfe der Verbrauchsoptimierungsfunktion des neuen, in den Laboren in Lausanne entwickelten, Delta-Zero-Lasersensor garantieren. Von daher wundert es nicht, dass letztgenannter lediglich mit 2.500 Dpi abtastet und auch die Polling Rate auf 500 Hertz begrenzt ist. Ob die G602 trotzt dieser Eigenheit und mit ihrer ebenfalls ungewöhnlichen Ergonomie (Damenablage, verlängerte linke Maustaste) wirklich ein empfehlenswertes Eingabegerät für den PC-Spieler ist, zeigt unser folgender Test:
Logitech G602 im Test: Zielgruppengerechte Ausstattung
Quelle: PC Games Hardware
Logitech G602: Die neue drahtlose Spielemaus des Schweizer Peripherie-Spezialisten im Test (8)
Die Ausstattung der G602 fällt, wie Spieler das von Logitech-Mäusen gewohnt sind, egal diese nun per Kabel oder wie beispielsweise auch die G700s mit 2,4-GHz-Funkempfänger mit dem PC kommunizieren, gewohnt umfangreich aus. Insgesamt acht per Logitech-Gaming Software frei programmierbare G-Knöpfe stehen zur Verfügung (G4-G11). Mit den beiden G-Tasten (G10/G11) an der Außenseite der linken Haupttaste schalten Sie die Dpi-Rate des verbrauchsoptimierten Delta-Zero-Lasersensors von 250 Dpi bis 2.500 in 250-Dpi-Schritten hoch oder runter. Sechs weitere G-Knöpfe (G4-G9) sind im Bereich oberhalb der Daumenablage zu finden. Alle G-Tasten lassen sich auch mit je einer Tastenfunktion belegen, das Programmieren von Kombination, also Makros ist dagegen nicht möglich. Außerdem können Sie die in einem Profil angelegten Einstellungen lediglich auf der Festplatte speichern respektive diese von der SDD/HDD oder einem externen Speichermedium laden. Der Wechsel zwischen dem Performance und dem Ausdauermodus erfolgt per Schiebschalter auf der teilgummierten Oberschale der G602. Der sehr kleine 2,4-GHz-Empfänger nimmt im Batteriefach platz, USB-Verbindungskabel zur Reduktion des Signalwegs liefert Logitech ebenfalls mit.
Logitech G602 im Test: Keine Ergonomie von der Stange
Quelle: PC Games Hardware
Logitech G602: Die neue drahtlose Spielemaus des Schweizer Peripherie-Spezialisten im Test (2)
Die Ergonomie der konsequent auf die Rechtshänder ausgelegten G602, ist wie von Logitech-Nagern gewohnt sehr gut. Die angeraute Daumenablage garantiert einen sehr guten Grip, der durch Gummierung der G602 in dem Bereich der Oberschale, der bei der Palm-Griffweise in der Handinnenfläche liegt, noch verstärkt wird. Eine weiterer Faktor, der sich positiv auf die Ergonomie auswirkt, sind die an Länge des Zeige- respektive Mittelfingers angepassten Haupttasten. Das führt vor allem dazu, dass der Mittelfinger sehr gut auf der rechten Maustaste liegt und dort weder übersteht noch sich zu weit unten auf dem Knopf befindet. An der Erreichbarkeit der G-Knöpfe gibt es nichts zu beanstanden. Die sechs Daumentasten laufen spitz zu und besitzen nur eine kleine Druckfläche, sodass sie bequem mit der ganzen Fläche des Daumens ausgelöst werden können. Die Dpi-Umschaltung erfolgt ohne große Verrenkungen des Zeigefinders das bei dafür genutzten G-Knöpfe weit vorne an der linke Haupttaste positioniert sind.
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Logitech G602 im Test: Fehlerfrei Sensorarbeit mit hoher Lift-Off-Distanz
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Logitech G602: Die neue drahtlose Spielemaus des Schweizer Peripherie-Spezialisten im Test (12)
Während der Druckpunkt der beiden Haupttasten sehr gut ist, könnte der Druckpunkt der G-Tasten, insbesondere der beiden Knöpfe zum Wechseln der Dpi-Rate noch etwas knackiger und direkter ausfallen, hier gibt es nur die Note "Gut". Leider rastet das Scrollrad nicht spürbar genug ein und besitzt dazu noch sehr viel Spiel, hier kann man durchaus den Vergleich mit dem ebenfalls sehr undefinierten einrastenden Scrollrad der G400s ziehen. Eine weitere Schwäche, die wir generell bei Logitech-Nager, egal ob schnurlos oder verdrahtet bemängeln ist die mit ca. 3 mm viel zu hohe Lift-Off-Distanz. Auch der verzögerungsfrei und präzise abtastende, stromsparende (max. Dpi: 2.500) Delta-Zero Sensor besitzt dieses Manko. Das kann besonders für Low-Sense-Spieler zum Problem werden, da dieser Spielertyp die Maus für weite Bewegungen umsetzen muss und diese dann "verreißt", weil das Signal beim Anheben nicht abbricht. Die Tatsache, dass Logitech aufgrund des geringeren Stromverbrauchs auf eine Polling-Rate von 1.000 Hz verzichtet (max. 500 Hz) wirkt sich beim Spielen mit der G602 nicht negativ aus.
Logitech G602 im Test: Fazit
Obwohl die Logitech G602 aufgrund ihrer Stromsparmechanismen gerade einmal mit 2.500 Dpi abtastet, die maximale Polling-Rate bei nur 500 Hertz liegt und die Lift-Off-Distanz so hoch wie bei vielen anderen aktuellen Logitech-Nagern ausfällt, kann man auf jeden Fall mit derMaus gut spielen. Das ist nicht nur ein Verdienst des trotz drahtloser Übertragung präzise und latenzfrei arbeitenden Delta-Zero-Lasersensors. Auch die Ergonomie sorgt für ein ermüdungsfreies Spielvergnügen und wer keine Makrofunktion und keinen internen Speicher benötigt, erwirbt definitiv eine gute Spielermaus.
