Lies of P im Test: Ein Lügenmärchen im Soulslike-Gewand
In unserem Test zu Lies of P klären wir, ob das eigenwillige Soulslike mit Pinocchio-Steampunk-Setting uns unterhalten kann oder ob der Spielspaß uns stattdessen eine lange Nase dreht.
Ihr findet außerdem nicht nur am laufenden Band Waffen, sondern könnt deren Griffe und Klingen beliebig miteinander kombinieren sowie das Skalieren mit bestimmten Statuswerten verändern und so eine individuelle Ausrüstung erschaffen. Der linke Arm von P wird kurzerhand zu einer Legionswaffe, die zum Beispiel Feuerströme versprüht, Elektroschocks verpasst oder kleinere Gegner heranzieht.
Außerdem gibt es je nach Waffenkonstellation spezielle Fabel-Angriffe, die sich während des Kampfes aufladen müssen. Dazu kommt, dass ihr nicht nur zwischendurch eure Waffe wieder schärfen müsst, sondern diese kurzzeitig mit einem besonderen Statuseffekt wie Feuerschaden versehen könnt. Allerdings ist das normale Schleifen nur in bestimmten Situationen notwendig und nichts, worauf ihr wirklich konstant achten müsst.
Zudem gibt es mit dem P-Organ einen Fähigkeitenbaum, durch den ihr mithilfe von Quarz hilfreiche Verbesserungen freischaltet. Das Material bekommt ihr beispielsweise von Minibossen oder aus Schatztruhen. Je nach Verbesserung müsst ihr zwei bis vier Stück davon investieren, um sie freizuschalten, jedoch habt ihr bei jedem Slot bereits die Auswahl für ein kleines Upgrade aus vier verschiedenen Kategorien, wodurch ihr euren Naseweis individuell anpassen könnt.
Quelle: Neowiz
Da vor allem die Bossgegner anfällig gegen unterschiedliche Statuseffekte sind, ist die Zusammenstellung der Ausrüstung nicht nur eine Frage des präferierten Spielstils, sondern auch der aktuellen Herausforderung. Zur Vorbereitung tauscht ihr die gewonnen Ergos bei Sophia gegen Levelerhöhungen ein, die vor allem direkt vor Bosskämpfen wichtig sind, wenn ihr zu wenig Schaden macht und euch deshalb schwertut.
Und das werdet ihr, denn Lies of P ist schwierig. Verdammt schwierig! Einsteigern können wir es absolut nicht ans Herz legen. Wenn das Setting es euch angetan hat, sammelt erstmal etwas Erfahrung in den FromSoftware-Spielen oder einfacheren Soulslikes wie Steelrising, sonst werdet ihr vermutlich nicht weit kommen und vor allem keinen Spaß haben. Selbst mit Soulsborne-Expertise hatten wir es nicht leicht, was auch unser großer Kritikpunkt an dem Spiel ist.
Schwieriger ist nicht gleich besser!
Ja, mit dieser Aussage begeben wir uns auf dünnes Eis, schließlich macht der hohe Schwierigkeitsgrad diese Spiele aus. Aber es kommt ganz darauf an, wie er zustande kommt und mit potenziellem Frust umzugehen weiß. Hier schießt sich Lies of P selbst ins hölzerne Knie, denn der Titel scheint nicht zu wissen, worauf er seinen Fokus legen will, was sich in fast jedem Bosskampf widerspiegelt.
Denn bei der Konzeption haben sich die Entwickler anscheinend mehr an FromSoftwares schlechten Angewohnheiten als an ihren gelungenen Kreationen orientiert. Die größten Probleme sind die verzögert ausgeführten Angriffe, auf die fast alle Endgegner zumindest teilweise zurückgreifen, und wilde Kombos, die nicht nur schnell, sondern auch unübersichtlich sind. Dadurch wird das Reagieren stark erschwert, zumal die Bosse scheinbar willkürlich noch optionale Schläge dranhängen können.
Es gibt nur wenige Momente, in denen ihr halbwegs sicher zuschlagen oder euch heilen könnt. Dazu kommt die nächste Fehlentscheidung: Während die Vorbilder sich klar für jeweils eine Option aus Parieren oder Ausweichen entschieden haben und die andere stark in den Hintergrund rückt, ist hier beides gefragt. Vor allem zu Beginn ist die Ausweichrolle allerdings absolut unbrauchbar und das richtige Zeitfenster für eine Parade zu treffen, erfordert stumpfes Auswendiglernen.
Im Gegensatz zu Sekiro, was es zu seinem Kernelement gemacht hat, so lange die gegnerischen Hiebe abzuwehren, bis die Haltungsleiste bricht, müsst ihr bei Lies of P bereits deshalb Parieren, um nicht direkt in einer verheerenden Kombi gefangen zu sein. Bei manchen Angriffen ist Ausweichen dann doch wieder praktischer, um mal für kurze Zeit der Schusslinie zu entkommen. Eine Kombination aus beidem ist also essenziell dafür, nicht das Zeitliche zu segnen, überhaupt mal Schaden auszuteilen ist so aber knifflig.
Bin jetzt langsam am ueberlegen ob ichs zocken soll. brauch neues futter, denn elden ring hab ich schon seit nem monat durch…
2. Erscheint im Gamepass, super!
3. Oh, es ist schon da, viel Promo habe ich irgendwie nicht bemerkt.
4. Am Tag des Releases installiert, ich freue mich auf morgen, wenn ich Zeit habe.
5. Grafik gefällt, die ersten ein zwei Kämpfe gefallen.
6. Wow, für drei Minuten sind das ganz schön viele Tasten für irgendwelche Funktionen. R?T?G? Warum nimmt dieser Balken an meinem Arm ab, obwohl ich nichts mache?
7. Erster dickerer Gegner, der davor aus der Entfernung etwas zu hören war. Ausweichen und blocken funktioniert so semi.
8. Tot.
9. Respawn am Zuganfang.
10. Deinstalliert.
11. Danke Gamepass fürs Probieren.
BTT:
Das Spiel selbst verwendet zumindest in der Game Pass Version Denuvo was zu einer Anti Tamper Meldung und zum Absturz führt.
Macht keinen Sinn.
Es ist ein "Soulslike" die leben von folgenden Dingen... Kampfsystem und bossfights.
BEIDES wird hier als eher schlecht angesehen. Wenn ein Spiel in seinen Kernelementen versagt, KANN es unmöglich noch "gut" sein.
Dann versagt es auch noch in der story... und übrig bleibt... ja was eigentlich? Ein netter Versuch mit schicker Atmosphäre? Das kann nicht für eine 7/10 reichen.
Der Test liest sich auch ganz eindeutig schlechter als die Wertung es hergibt. Das ist doch recht eindeutig eher ne 5/10 oder noch niedriger. Mir scheint es doch so zu sein als ob Ihr hier nicht ein "kleines" Studio mit einer schlechten Wertung treffen wolltet, obwohl diese Angebracht wäre.
Und nur schon in eurem Testvideo (wie in den anderen Gameplay Videos auch) wiederholt sich das immer gleiche Kampfgeflecht immer und immer zu... langsames "bewegen" seltsames parieren das überhaupt nicht zum Geschehen passt, und dann eben die öden Schlagkombos... und das immer und immer wieder... egal gegen was für Gegner. Oder man könnte auch sagen, ödes gefuchtel mit unpassenden Animationen. Und das soll man 40 Stunden lang ertragen? Sicher nicht.
Obendrein entpuppt sich das ganze Pinocchio Setting auch noch als "Lüge"... statt einen vor moralische Dilemma zu setzen, wo es Konsequenzen hat ob man lügt oder nicht, ist das ganze nur aufgesetzt und hat gar keine Auswirkungen, aber gerade das wurde doch so als großes und wichtiges Element des Spiels beworben, und "entpuppt" sich jetzt als Mogelpackung...
Das alles dann echt mit ner 7/10 zu bewerten? Nein, da kommt die Wertung doch klar zu hoch raus wie mir scheint.
Also die Demo hab ich gespielt (dafür übrigens mal einen Daumen hoch, ist ja nicht mehr üblich eine vorab-Version zu kriegen die man selber testen darf... das waren noch Zeiten als jedes Spiel ne Demo hatte, zu meist auf einer CD an euer Heft geklebt) und die war mit viel Wohlwollen allenfalls ne 5/10. Eher weniger. Und so liest sich auch der Test.
Das Game ist wirklich gut!
Nein, es ist kein Dark Souls, kein Sekiro, kein Bloodborne und auch kein Elden Ring.
Es ist aber, zu meiner persönlichen Überraschung, ein wirklich gelungener Genre Vertreter, der das Rad nicht neu erfindet, aber deutlich runder läuft als der größte Teil der vergangenen SoulsLike Games.
Setting, Kampfsystem und Atmosphäre gehen Hand in Hand und wissen (subjektiv) zu überzeugen.
Die Kämpfe haben Wucht, sind präzise und gut dosiert schwer.
Das Thema lügen,
P hat die Gabe zu lügen, was ihm lediglich die Möglichkeit gibt Areale zu betreten, welche Puppen eigentlich unzugänglich sind.
Da alles mechanisch überwacht ist, kann er sich als „Mensch“ rein mogeln, dass war’s.
Ein Souls Game braucht keine komplexen Interaktionen mit NPCs und verzwickte Dialoge, es braucht große Bosse, ein gutes Kampfsystem und ein geiles Setting.
Lies of P hat alles davon und ist genau deswegen ein würdiger Genre Vertreter.